Leider ein Elend
DARK deadly CASTLEDa ich – wieder einmal – nicht abwarten konnte, habe ich direkt zum E-Book von Band 12 „Dark Deadly Castle“ gegriffen.
Es wäre jedoch vermutlich besser gewesen, es nicht zu lesen. Ein großer Abschluss ...
Da ich – wieder einmal – nicht abwarten konnte, habe ich direkt zum E-Book von Band 12 „Dark Deadly Castle“ gegriffen.
Es wäre jedoch vermutlich besser gewesen, es nicht zu lesen. Ein großer Abschluss sollte es sein – für mich war es eher ein ernüchterndes Ende.
Zum Inhalt nur so viel: Die Lords und Madison kämpfen einmal mehr ums Überleben. Alles steht auf Messers Schneide, ständig droht neue Gefahr – und natürlich spielt auch Diabo wieder eine entscheidende Rolle.
Seit Band 10 betrachte ich die Dark-Castle-Reihe zunehmend kritisch. Die Lords waren mein Einstieg, ich habe diese Reihe lange geliebt. Doch spätestens mit Band 9 hätte sie meiner Meinung nach zum Ende der Reihe kommen sollen.
Stattdessen wirkt alles zunehmend künstlich in die Länge gezogen – in diesem Band mehr als je zuvor. Entführungen, lebensbedrohliche Situationen und schwere Verletzungen wiederholen sich, somit geht jegliche Spannung verloren. Dadurch geht jede Spannung im Buch verloren. So fühlt es sich jedenfalls für mich an. Beim Start des Buches hatte ich auch den Eindruck, die Autorin weiß nicht so recht, wie sie das Buch fortsetzen und zu einem Ende bringen soll. Es fehlte irgendwie der rote Faden.
Der einstige Zauber, die düstere Faszination und die packende Spannung, die die Lords für mich ausgemacht haben, sind seit Band 10 nur noch bruchstückhaft vorhanden – in Band 12 jetzt ist nichts mehr davon da. Jeder Versuch, Spannung aufzubauen, wirkte vorhersehbar. Die Wendungen waren kaum noch überraschend, da sich die Muster ständig wiederholen.
Der angekündigte große Showdown – der Kampf der Lords um Ehre und Leben – war schließlich erstaunlich schnell abgehandelt. Für ein Finale fehlte es an Intensität, Dramatik und emotionaler Wucht.
Besonders enttäuschend für den Abschluss einer so langen Reihe.
Und dann der Epilog: In früheren Rezensionen hatte ich gehofft, dass die Dark-Castle-Reihe nun endlich ihren endgültigen Abschluss findet. Doch der Epilog hinterlässt eher Verwirrung als Klarheit. Er wirkt weniger wie ein runder Abschluss, sondern vielmehr wie eine mögliche Hintertür – und das stimmt mich skeptisch.
Band 12 kann ich daher leider nicht empfehlen.