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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

Wer sagt die Wahrheit?

The Exes
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The Exes lässt kaum Zeit zum Luftholen, weil das Buch einfach zu spannend ist und einige Wendungen hat, mit denen ich nie gerechnet hätte. Außerdem fragt man sich immer wieder, ob das, was die ...

The Exes lässt kaum Zeit zum Luftholen, weil das Buch einfach zu spannend ist und einige Wendungen hat, mit denen ich nie gerechnet hätte. Außerdem fragt man sich immer wieder, ob das, was die Erzählerin oder der Erzähler sagt, stimmt. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, aber immer erst dann, wenn eine Erkenntnis oder Wendung es verlangt. Ein total spannendes Stilmittel, dass ich bisher noch nicht kannte und das Buch für mich einmalig macht.

Zuerst wird der Eindruck vermittelt, dass es um Natalie und ihre früheren Freunde geht und vor allem um deren Ableben. Die Geschichte ist so geschrieben, dass der Leser immer Erwartungen aufbaut, wie die Geschichte sich entwickelt, weil es logisch erscheint, nur um dann festzustellen, dass es auch ganz anders gewesen sein könnte, wenn man es aus einem anderen Blickwinkel sieht.

Das Buch zeigt deutlich, wie sehr unsere Erinnerungen von uns selbst, den Erzählungen anderer und der eigenen Einbildung gelenkt werden. Auch zeigt es, wie wir uns eine eigenen Realität erzeugen, weil wir bestimmte Vorstellungen haben, die auch von der äußerem Umgebung geprägt sein können.

Die Charaktere sind nie so wie sie zunächst scheinen und alle sehr vielschichtig dargestellt. Das gefällt mir sehr gut, weil man sonst meistens nur ein bis zwei Personen so richtig kennenlernt, doch durch die Rückblenden und unterschiedlichen Erzähler/innen lernt man alle kennen und versteht ihre Beweggründe besser.

Immer wenn ich denke, ich weiß jetzt, wie es ausgeht, weiß ich, dass es nicht so ist, weil noch so viel „Buch“ übrig ist und frage mich, was jetzt noch kommen soll und dann passiert wieder etwas, was alles bisherige in einem anderem Licht erscheinen lässt. Außerdem frage ich mich, ob Natalie nicht doch irgendwann den Verstand verliert, bei so vielen Abgründen, die sich auftun.

Am Ende bleiben zwei Fragen für mich übrig, die aber zu Spoilern führen würden.

Das Buch liefert auf jeden Fall einen Einblick in menschliche Abgründe auf unterschiedlichste Art und Weise.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Anders, aber spannend

Tödliches Angebot
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Was für eine krasse Geschichte. Die Beschreibung warnt den Leser zwar vor, aber mit so einer Geschichte habe ich dann doch nicht gerechnet.

Es beginnt als harmlose Geschichte über das Leben ...

Was für eine krasse Geschichte. Die Beschreibung warnt den Leser zwar vor, aber mit so einer Geschichte habe ich dann doch nicht gerechnet.

Es beginnt als harmlose Geschichte über das Leben einer Frau Mitte Dreißig, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein schönes Haus, ein Kind und eine richtige Familie, wie sie es selbst nie erlebt hat. Durch kleinere Rückblenden wird die traurige Kindheit von Margo immer wieder dargelegt, sodass man versteht, warum Margo sich diese Dinge wünscht.

Dass sie von diesem Leben besessen ist, wird schnell klar, doch beginnt es zunächst noch sehr unterhaltsam, wie sie versucht, die Eigentümer ihres Traumhauses kennenzulernen, um sich das Haus ohne einen erbitterten Bieterkrieg zu sichern. Doch dies geht durch eine unbedachte Bemerkung schief und erst dann wird das ganze Ausmaß der Besessenheit deutlich und die Geschichte wird noch spannender.

Obwohl Margo durch ihre Handlungen eigentlich der Bösewicht sein müsste, fiebert man doch mit ihr mit und fragt sich, was noch alles schief gehen kann und ob Margo jemals glücklich werden würde.

Die Lesestimme ist angenehm und fließt schön. Durch die immer wieder direkten Anreden von Margo an die Leserschaft, bekommt man noch mehr das Gefühl, mitten in der Geschichte und sogar Teil davon zu sein.

Eine spannende Geschichte, die ganz anders ist, als ich erwartet habe und mich daher noch mehr begeistert.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Spannend und unterhaltsam

Alpenmord und Almgedudel
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Ein schöner Krimi in der typischen Tiroler Kulisse. Die Familie Brunner aus Wien macht Urlaub im schönen Tirol und findet schon bei ihrer ersten Wanderung eine Leiche und da sie Fans von Krimidiners sind, ...

Ein schöner Krimi in der typischen Tiroler Kulisse. Die Familie Brunner aus Wien macht Urlaub im schönen Tirol und findet schon bei ihrer ersten Wanderung eine Leiche und da sie Fans von Krimidiners sind, wollen sie herausfinden, was passiert ist.

In dem kleinen und beschaulichen Ort gibt es viele interessante Bewohner und sogar einige mit Motiv, Felix umgebracht zu haben. Doch die Polizei bliebt bei ihrer Einschätzung, dass Felix aufgrund von falschem Schuhwerk und einer Abkürzung abgerutscht und den Felsen hinuntergestürzt ist.

Die Familie Brunner selbst ist einfach zum Verlieben. Alle vier sind so unterschiedlich im Charakter, dass sie sich perfekt ergänzen, aber auch für unterschiedliche Sichtweisen sorgen, sodass der Leser sich seine eigenen Meinung bilden kann und nicht immer mit einer Entscheidung einverstanden sein muss, um sich weiter mit den Charakteren verbunden zu fühlen.

Der Schreibstil ist locker und flüssig. Obwohl der Tod eines Menschen nicht lustig ist, ist es dieses Buch, denn es passieren immer wieder sehr unterhaltsame Dinge, während der Ermittlungen, dennoch ist es auch spannend und dank mehrerer Verdächtigen hat man viel zum mit rätseln wie die Brunners.

Doch es werden auch ernste Themen angesprochen, die von den Brunners betrachtet und diskutiert werden ohne von der Geschichte abzulenken, sondern um die Geschichte weiterzutragen und neue Verdächtige einzuführen.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Herrlich

Eine Oma für alle Fälle
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Ein sehr schönes Kinderbuch mit sehr schönen Illustrationen, auf denen es sehr viel zu entdecken gibt. Das Buch scheint verkehrte Welt zu spielen, denn der kleine Oskar scheint der durchgeplante ...

Ein sehr schönes Kinderbuch mit sehr schönen Illustrationen, auf denen es sehr viel zu entdecken gibt. Das Buch scheint verkehrte Welt zu spielen, denn der kleine Oskar scheint der durchgeplante und strukturierte Erwachsene zu sein, während seine "neue Oma" alles andere als erwachsen ist. Bei ihr gibt es Süßigkeiten statt richtigem Essen und sie ist sich für kein Abenteuer zu schade oder hat Angst vor den Konsequenzen. Diese überspitze Darstellung der beiden Charaktere verdeutlicht, wie es wäre, wenn Kinder zu schnell erwachsen werden müssen. Zum Glück für Oskar bekommt er nun eine Oma, bei der er wieder ein Kind sein darf, denn seine Eltern arbeiten so viel, dass er viel alleine ist und selbstständig sein muss.
Das Buch regt nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zum Nachdenken an. Durch die kurzen und einfach formulierten Sätze liest sich das Buch sehr gut und wird immer wieder durch tolle Zeichnungen unterbrochen, sodass es nicht langweilig wird und das Buch viel zu schnell zu Ende ist. Wir hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird, denn die zwei, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sind ein Garant für unterhaltsame Stunden. Wir haben so viel gelacht, dass wir Bauchschmerzen bekommen haben.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Spannend

To Cage a Wild Bird
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Eine absolut fesselnde Geschichte, die mich zu keiner Zeit losgelassen hat, auch, wenn ich gerade nicht gelesen habe. Zu jeder Minute wollte ich wissen, wie es weitergeht, da die Geschichte unheimlich ...

Eine absolut fesselnde Geschichte, die mich zu keiner Zeit losgelassen hat, auch, wenn ich gerade nicht gelesen habe. Zu jeder Minute wollte ich wissen, wie es weitergeht, da die Geschichte unheimlich spannend geschrieben ist. Selbst die bildhaften Beschreibungen, die für ein gutes Bild vor Augen sorgen, sind nur so umfangreich wie notwendig, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Sofort ist man mitten drin in einer spannenden Geschichte ohne langatmige Einführung oder Erklärungen. Schnell versteht man, wie schlimm die Gesellschaft ist, in der die Geschichte spielt. Obwohl man hofft, dass es nie so sein wird, ist die Geschichte durchaus nachvollziehbar und man kann sich sehr gut hineinversetzen.

Raven ist eine starke Frau mit Schwächen, die nachvollziehbar sind und sie so nur noch sympathischer macht. Jede ihrer Entscheidungen ist so angelegt, dass man sie nachvollziehen kann, selbst wenn man in der Station anders gehandelt hätte.

Eine rasante Geschichte mit Verrat, Gewalt und einem Leben im stetigen Angesicht des Todes, die zu keinem Zeitpunkt langweilig ist. Die ganze Zeit habe ich überlegt, wer die Wahrheit sagt, wer lügt und betrügt und wer mit wem im Zusammenhang steht. Die wichtigste Frage: Wer wird überleben?

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