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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Wichtige Message

Essen und essen lassen
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Ich finde das Cover des Buches sehr passend gewählt. Die Farbwahl des Hintergrundes sowie der Schrift passt zu der Abbildung des Spiegeleis, welches symbolisch unter anderem für die Bewertungen und Erwartungen ...

Ich finde das Cover des Buches sehr passend gewählt. Die Farbwahl des Hintergrundes sowie der Schrift passt zu der Abbildung des Spiegeleis, welches symbolisch unter anderem für die Bewertungen und Erwartungen anderer und auch von uns selbst an unser Essverhalten steht.

Bereits im ersten Kapitel haben die Autorinnen so viele Aspekte angesprochen, bei denen ich zustimmend nicken musste. Ich finde die gelegentlich angeführten Expertenaussagen und Fallbeispiele bzw. Erfahrungsberichte sehr durchdacht platziert und die Kapitel sind nicht damit überfrachtet. Das Buch zeigt sehr gut, wie früh wir in Bezug auf das Essverhalten geprägt werden, Einstellungen und Schönheitsideale, welche in den Medien überall präsentiert werden, internalisieren, weil Kinder noch nicht dazu in der Lage sind, sich ausreichend kritisch mit diesen auseinanderzusetzen. Ich finde, die Autorinnen haben sehr gut dargestellt, wie sehr wir im Alltag unser Essen und das Essverhalten der Menschen in unserem Umfeld bewerten. Es geht scheinbar kaum noch ohne. So viele Kommentare und Gedanken, die wir allein zu unserem eigenen Körper und Essverhalten haben und gegenüber anderen Menschen auch äußern, ohne dass es uns bewusst ist, weil es für uns normal geworden ist... unsere Kinder sehen uns als Vorbild in allen Lebensbereichen an, auch solche Dinge übernehmen sie von uns, egal, ob wir es wollen und intendiert haben oder nicht.

Auch das Erklären des Selbstoptimierungsdranges und des daraus resultierenden Druckes, den wir uns selbst machen – gerade auch in Kombination mit dem Faktor Social Media – fand ich sehr wertvoll. Kaum einer kann sich in der heutigen Zeit diesen Dingen entziehen, deshalb sollten wir uns bewusst machen, inwieweit sie unser Denken beeinflussen. In dem Buch werden natürlich auch einige Anregungen geboten, wie man stattdessen an das Thema Ernährung herangehen kann, ohne dass es belehrend wirkt. Der Ton ist durchgehend wertschätzend und die Autorinnen schaffen es, einem zumindest etwas von dem Druck zu nehmen, den man sich selbst macht.

Mein Fazit: Dieses Buch zeigt auf, wie sehr Bewertung unser Essverhalten beeinflusst, und regt uns dazu an, entspannter mit dem Thema umzugehen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Konflikten in romantischen Beziehungen begegnen

Die 13 Beziehungswölfe
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In diesem Ratgeber für vorrangig romantische Beziehungen – wobei sich das Gelernte natürlich auch auf andere Arten von Beziehungen übertragen lässt – wird mittels der Metapher eines Beziehungswaldes, in ...

In diesem Ratgeber für vorrangig romantische Beziehungen – wobei sich das Gelernte natürlich auch auf andere Arten von Beziehungen übertragen lässt – wird mittels der Metapher eines Beziehungswaldes, in welchem Wölfe leben, an herausfordernde Aspekte einer Beziehung herangeführt und aufgezeigt, wie man diesen begegnen bzw. die Wölfe zähmen kann. Dieser Ratgeber enthält praktische Übungen und eine Vielzahl an Dialogen und Fallbeispielen, welche die Herausforderungen sehr eindrücklich darstellen. Die Wölfe verbildlichen das Ganze sehr schön und dies wird durch die Illustrationen in dem Buch gut unterstützt. Der Schreibstil des Autorenduos ist sehr angenehm zu lesen und ermöglicht es, sich auf das Thema einzulassen und Verbindungen zu seinem eigenen Leben zu entdecken.
Das Cover des Buches bildet bereits einen Wolf ab und ist kontrastreich gestaltet, passt aber dadurch auch gut zu der Gestaltung des Inneren des Buches. Ich finde die Gestaltung insgesamt sehr schön, hätte mir aber zwischendurch auch noch etwas mehr farbig Hervorgehobenes gewünscht – etwa so wie im ersten Kapitel.

Wenn man diesen Ratgeber gelesen hat, ist man für sehr viele verschiedene Situationen, die in einer Beziehung im Laufe der Jahre auftreten können, gewappnet. Mal taucht der Streitwolf auf, mal der Finanzwolf und vielleicht irgendwann der Out-of-the-box-Wolf und auf jeden Fall irgendwann der weiße Wolf – das zumindest ist nur eine Frage der Zeit. Ich hätte mir allerdings bei einigen Wölfen noch mehr Erläuterungen zu manchen Theorien und Modellen gewünscht, sodass man sein eigenes Verhalten noch besser verorten kann. Nach jedem Kapitel und somit nach jedem dargestellten Wolf gibt es eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Fakten zu diesem Wolf in Form einer Quartettkarte. Das ist für die Übersicht sehr praktisch und wirklich schön gemacht.

Mein Fazit: Ich finde den Ratgeber ziemlich hilfreich und aufgrund der Metapher des Beziehungswaldes und der Wölfe sehr anschaulich, eingängig und ansprechend. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wichtig und mitreißend

Happy Head
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Das Cover dieses Jugendromans wirkt fast etwas gruselig. Hinter dem lächelnden Smiley verbirgt sich ein Totenkopf. Außerdem ist der Hintergrund vollständig in Schwarz gehalten. Ich finde den Farbverlauf ...

Das Cover dieses Jugendromans wirkt fast etwas gruselig. Hinter dem lächelnden Smiley verbirgt sich ein Totenkopf. Außerdem ist der Hintergrund vollständig in Schwarz gehalten. Ich finde den Farbverlauf innerhalb des Schriftzuges schön und das Cover ist insgesamt sehr passend. Denn auch im Inneren des Romans versteckt sich hinter dem schönen Schein des Mental-Health-Programms deutlich mehr Dunkles, als zunächst zu ahnen ist. Mit der Zeit findet man zusammen mit Sebastian immer mehr heraus und hinterfragt das ganze System. Die Figuren sind ziemlich unterschiedlich und aus meiner Sicht relativ tiefgehend ausgestaltet. Auch das Programm „Happy Head“ ist bis ins Detail durchdacht, das merkt man während des Lesens deutlich. Die gesamte Idee des Romans fand ich von Anfang an sehr interessant und beim Lesen hat sich dies bestätigt. Die verschiedenen Challenges fand ich spannend bis hin zu wirklich erschreckend. Da ging es ziemlich rasant voran. Ich hätte eher gedacht, dass die Geschichte sich etwas sanfter entwickeln würde. Das ist der einzige Punkt, der mir nicht hundertprozentig zugesagt hat.

Sebastian wirkt zwischendurch oft unbeholfen in der Kommunikation mit anderen Menschen, aber seine Gedanken waren fast immer sehr gut nachvollziehbar und authentisch. Insgesamt ist er ein sehr sympathischer Protagonist und hat einige Stärken, auch wenn ihm diese noch nicht sehr bewusst sind. – Aber dafür ist nimmt er ja auch an dem Happy-Head-Programm teil. Mich hätten noch die Gedanken der anderen zentralen Figuren interessiert, vielleicht hätte da ein Erzählerwechsel gut getan, aber so baut der Leser schnell eine Verbindung zu Sebastian auf. Der Jugendroman lässt sich flüssig lesen und ist nahezu durchgehend spannend – man fiebert die ganze Zeit mit Sebastian mit.

Mein Fazit: Ein sehr spannender Jugendroman über Glück und Kontrolle – sehr aktuell und mitreißend. Ich kann das Buch nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Eine typische Marc-Uwe-Kling-Geschichte

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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Ich liebe den Schreibstil von Marc-Uwe Kling, dieser einzigartige Humor kommt auch in „Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat“ wieder zum Vorschein. Die Geschichte ist nicht nur für Kinder amüsant ...

Ich liebe den Schreibstil von Marc-Uwe Kling, dieser einzigartige Humor kommt auch in „Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat“ wieder zum Vorschein. Die Geschichte ist nicht nur für Kinder amüsant und kurzweilig zu hören, auch Erwachsene haben ihren Spaß daran, denn der Autor schafft es immer wieder, kleine Anspielungen einfließen zu lassen, die Kinder noch nicht erfassen können. Es gefällt mir sehr gut, dass der Autor das Hörbuch selbst liest und die Stimme ja nach Figur, welche gerade spricht, verstellt, das macht das Hörerlebnis lebendig, sehr angenehm und umso lustiger.

Die Figuren sind dem Hörer wahrscheinlich bekannt, da es sich um Teil 5 der Buchreihe handelt. Ich finde die Konstellation sehr passend gewählt, da die Figuren trotz ihrer individuellen Eigenheiten, Sprech- und Denkweisen als Familie miteinander zurechtkommen müssen und wollen. Das ist bei dieser Familie nicht immer einfach, aber dafür laufen die Ereignisse erstaunlich harmonisch ab. Die Erklärung der Dynamiken und der Welt aus Tiffanys Sicht ist wie immer interessant und trägt zum Witz der Geschichte bei.

Die Geschichte selbst war spannend und wirklich ereignisreich. Von einer Herausforderung zur nächsten meistern die Eltern von Tiffany, Luisa und Max die Situation oft beeindruckend souverän. Bei dieser Familie ist wirklich immer etwas los. Zu schade, dass dieser rasante Tag mit der ganzen Familie von Tiffany schon wieder vorbei ist – wobei der Vater wohl heilfroh darüber ist. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Geschichte, bzw. hoffe ich auf viele weitere.

Mein Fazit: Eine große Empfehlung für alle Fans von Marc-Uwe Kling und jene, die etwas zu lachen haben wollen. Diese Geschichte ist einfach klasse – absolut hörenswert!

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Etwas Besonderes

Gespräche im Fantasiezimmer
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Dieses Buch besteht aus den gesammelten Gedanken einer Person, welche ihre Gefühle im Alltag sowie bei der Meditation schildert. Dabei dreht sich alles um ein Fantasiezimmer, in welchem sie reflektiert ...

Dieses Buch besteht aus den gesammelten Gedanken einer Person, welche ihre Gefühle im Alltag sowie bei der Meditation schildert. Dabei dreht sich alles um ein Fantasiezimmer, in welchem sie reflektiert und Ruhe findet.

Es ist ein besonderes Buch, soll auch explizit kein klassischer Ratgeber sein und ich habe die Lektüre sehr genossen. Die Gedanken werden ungefiltert geteilt, das hat mich sehr angesprochen.

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