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Veröffentlicht am 15.02.2026

Abwege

Richtig gutes Essen
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Der japanische Roman aus der Feder von Junko Takase beschäftigt sich vor allem mit der modernen Arbeitswelt eines Büros und dem Thema Essen.
Es geht um Nitani, der in einem Büro arbeitet und am liebsten ...

Der japanische Roman aus der Feder von Junko Takase beschäftigt sich vor allem mit der modernen Arbeitswelt eines Büros und dem Thema Essen.
Es geht um Nitani, der in einem Büro arbeitet und am liebsten Instantramen ist. In seinem Büro arbeitet Ashikawa, von der er der Meinung ist, dass es die Frau wäre, die er mal heiraten würde. Allerdings hat Nitani Schwierigkeiten damit, seine Kollegin zu respektieren, da sie mit ihrer weichen und verletzlichen Art und ihrem Faible fürs Backen die Gunst der Mitarbeiter gewinnt - und nicht wie er durch gute Arbeit. Doch neben Ashikawa hat Nitani auch noch die Kollegin Oshio, der er näher kommt und mit der er sich eigentlich besser zu verstehen scheint.
Im Roman geht es immer wieder um verschiedenes Essen: herzhaftes Essen, einfaches Essen, Restaurantessen, Fertiggerichte, süßes Essen, gebackenes Essen, selbstgemachtes Essen und so weiter. Man erfährt vom Mittagessen, von Snacks, vom Abendessen, von gemeinsamen Arbeitsessen und vielen Gelegenheiten mehr. Außerdem lesen wir noch davon, welches Essen gut schmeckt, wann es gut schmeckt und wie Menschen essen und mit dem Thema umgehen. Neben diesem großen Thema geht es auch um Beziehungen, vor allem um jene am Arbeitsplatz. Das Thema der Sexualität innerhalb und außerhalb dieser Beziehungen ist etwas merkwürdig eingebunden und stieß mir auf, da es nicht um respektvolle Beziehungen auf Augenhöhe geht. Mir ist klar, dass der Roman genau das zeigen will, dass man sich verlaufen kann in den Wirren des modernen Arbeitslebens und der vielen Möglichkeiten, aber dennoch hat mich der Roman stellenweise doch etwas abgeschreckt. Die 157 Seiten in dem kleinen Format sind recht schnell gelesen. Zusätzlich brauchte ich zu Beginn eine Weile, um einzuordnen, wer wer ist und was genau passiert. Das Ende lässt auch einige Fragen offen. Ich denke, ich verstehe die Idee des Romans, der auch zum Nachdenken anregt, aber dennoch haben mich einige Textstellen sehr irritiert.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Eine düstere Welt

The Witches of Silent Creek 1: Unendliche Macht
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Nach dem Tod ihrer Eltern zieht Helena zurück in die Heimat ihrer Mutter nach Silent Creek. Die Kleinstadt liegt an der schottischen Küste. Dort wohnt sie bei ihrem kauzigen Großvater und studiert Geschichte. ...

Nach dem Tod ihrer Eltern zieht Helena zurück in die Heimat ihrer Mutter nach Silent Creek. Die Kleinstadt liegt an der schottischen Küste. Dort wohnt sie bei ihrem kauzigen Großvater und studiert Geschichte. Und sie begegnet dem attraktiven Tyrael, der ihr Herz höher schlagen lässt. Dabei provoziert der sie ständig. Außerdem ist einiges in Silent Creek anders als erwartet.
Das Buch ist ein Pageturner, der zwar nicht das Rad neu erfindet, aber neben den typischen Fantasyelementen noch einige gute Einfälle aufweist. Manches ist vielleicht vorhersehbar, aber ich wurde doch oft überrascht. Zudem finde ich die Erzählperspektiven sehr gelungen, denn man liest aus der Sicht unterschiedlicher Figuren. So muss man nicht kompliziert in die Fantasywelt eingeführt werden, sondern erfährt alles nebenbei. Für mich hätte der erste Band der Dilogie tatsächlich sogar noch etwas umfangreicher seien können, um den Unialltag, das Training, das Zusammenleben mit dem Großvater etc. noch ausführlicher darstellen zu können. Den Schreibstil der Autorin mag ich sehr. Das Buch war spannend und der Cliffhanger am Ende macht neugierig auf Teil 2.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Spannend und humorvoll

Venatrix 1: Venatrix – Dämonenjäger von nebenan
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Das Hörbuch wird eingelesen von Oliver Rohrbeck, der das wie immer großartig, abwechslungsreich und spannend macht.
Es geht um die Geschwister Belladonna und Gero, die zufällig etwas finden, das sie beschützen ...

Das Hörbuch wird eingelesen von Oliver Rohrbeck, der das wie immer großartig, abwechslungsreich und spannend macht.
Es geht um die Geschwister Belladonna und Gero, die zufällig etwas finden, das sie beschützen möchten. Dabei stoßen sie auf die Dämonen aus Infernalia, gegen die ihre Familie Venatrix in der Funktion als Dämonenjäger sonst immer ankämpfen muss.
Die Geschichte ist unvorhersehbar und spannend gestaltet. Dabei kommt der Humor auf jeden Fall nicht zu kurz. Das muss man allerdings mögen. Denn die Taten der Figuren wirken eher meist weniger heldenhaft, sondern eher klamaukig. Es wird ein eigenes Universum entworfen mit einigen speziellen Begrifflichkeiten, die für das Buch ab 10 Jahren genau richtig dosiert sind. Das Hörbuch macht dabei besonders Spaß, aber auch als Buch ist es sicher gut, da es illustriert ist. Ich würde es vor allem für Jungs empfehlen, da es viel ums Kämpfen und Beschreibungen der Gegner geht und die Hauptfigur Gero ein Junge ist. Aber auch Mädels, die Abenteuer mögen, wird das hier gefallen, denn die Schwester Belladonna ist sogar noch etwas mutiger als ihr Bruder. Allein der Stil des Covers gefällt mir gar nicht, aber das ist ja wirklich Geschmackssache.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Ein cooles Buch

Jim Salabim und der Mogel-Strauß
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Das Cover hat mich optisch sofort angesprochen. Ich finde die Illustrationen sehr originell und gelungen. Sie passen sehr gut zu dem lockeren und gewitzten Stil des Buches. Der Hase Jim Salabim ist neu ...

Das Cover hat mich optisch sofort angesprochen. Ich finde die Illustrationen sehr originell und gelungen. Sie passen sehr gut zu dem lockeren und gewitzten Stil des Buches. Der Hase Jim Salabim ist neu im Hut des berühmten Zauberers Mogel-Strauß. Doch der Hase kennt die Regeln noch nicht und möchte lieber frei auf einer Wiese herumspringen als in einem stickigen Hut die Zeit absitzen. Und so fasst er den Entschluss, aus dem Hut herauszuspringen. Was er in der echten Welt alles erlebt und welche Rolle dabei die Küken an seiner Seite spielen, das erfahren wir in diesem Buch.
Mir gefallen das Format, das Vorsatzpapier und das Layout sehr gut. Wir haben nicht zu viel Text und dieser ist voll mit Wortspielen und humorvollen Szenen. Die Story ist originell und komisch. Das was passiert, kommt unerwartet, und das ist gut so. So kann man hier wirklich was erleben. Allerdings fehlt dem Buch ein wenig an Tiefgang und vielleicht auch ein wenig an Logik, aber das ist sicher nicht der Anspruch. Es handelt sich um Band 1, man kann sich also wahrscheinlich auf einen weiteren Band rund um den Hasen Jim freuen.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Interessante Einblicke

Die Tage nach dem Pflaumenregen
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Suchi und der Nachbarsjunge Haiwen lernen sich 1938 in Shanghai kennen. Im Laufe einer beginnenden Freundschaft verlieben die zwei sich schließlich ineinander, werden aber getrennt, als Haiwen sich heimlich ...

Suchi und der Nachbarsjunge Haiwen lernen sich 1938 in Shanghai kennen. Im Laufe einer beginnenden Freundschaft verlieben die zwei sich schließlich ineinander, werden aber getrennt, als Haiwen sich heimlich zur Armee meldet. Sechzig Jahre später treffen sich die beiden 2008 in Los Angeles zufällig wieder. Kann eine alte Liebe wieder aufleben und wie gehen die beiden damit um? Die Geschichte erzählt viel von Sprache und Kultur des alten Shanghai, was mich sehr interessiert. Die Geschichte der Gegenwart hingegen hat so ihre Längen. Die Sprecherstimmen von Hans Jürgen Stockerl und Sarah Dorsel passen sehr gut. Sie lesen abwechselnd Passagen der Vergangenheit und der Gegenwart ein. Dabei empfinde ich die Männerstimme leider als etwas einschläfernd, auch wenn sie wirklich schön ist. Das liegt unter anderem daran, dass mich die Geschichte der Gegenwart nicht ganz so packen konnte. Die 1054 Minuten sind eben nicht ohne. Insgesamt aber ein sehr leises und unaufgeregtes (Hör-)Buch, das uns gute Einblicke in das Leben der beiden gibt. Die historischen Aspekte sind dabei sehr interessant und der auf dem Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne liegende Fokus ist gut gelungen. Gelegentliche Erklärungen zu speziellen Eigenheiten des Landes, wie etwa des Shanghaier Dialekts oder des Hochchinesischen wären dabei bisweilen für europäische Leser oder Hörer hilfreich gewesen, damit man das Geschehen gleich besser einordnen kann.

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