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Veröffentlicht am 01.03.2026

Unterhaltsame Mallorca-Auszeit mit Krimi und Katze

Mallekatz
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Die Katze Frau Merkel ist begeistert, sie nimmt eine Auszeit mit Herrchen Kommissar Steinböck auf der Sonneninsel Mallorca. Das Wichtigste für die Katz, auf ihr Kommando gibt es dort überall Garnelen satt. ...

Die Katze Frau Merkel ist begeistert, sie nimmt eine Auszeit mit Herrchen Kommissar Steinböck auf der Sonneninsel Mallorca. Das Wichtigste für die Katz, auf ihr Kommando gibt es dort überall Garnelen satt. Dummerweise findet die Katze in einer Finca der Nachbarschaft einen Toten mit einem Loch im Kopf. Der Fund beendet Steinböcks „Dulce Vida“, denn der zuständige Comisario vor Ort, leidet unter Personalmangel. Nachdem in kurzer Zeit weitere Tote auftauchen, die zudem einen Bezug nach München haben, fühlt sich Steinböck aber sowieso zuständig.

Dieses Mal lässt Autor Kaspar Panizza seine prominente Münchner Polizeikatze Frau Merkel nach Mallorca fahren. Der Titel „Mallekatz“ beschreibt wohl auch den Geburtsort der Katze, denn sie scheint von dort zu stammen und freut sich besonders über die edle Garnelenkost. Wo die Beiden auftauchen, ist auch immer das Verbrechen nicht weit und diesmal stolpert gar die Katze über die erste Leiche. Eine Verstrickung nach München lässt der Kommissar letztlich sogar noch zwei seiner Kolleginnen einfliegen. Daher tauchen altbekannte Figuren auf, aber auch neue interessante Protagonisten, wie Katzenversteherin, Gerichtsmedizinerin, sowie Mädchen für alles (Spusi) Peggy Trendler die mit ihrem Roller über die Insel braust. Froh um jede Unterstützung ist die spanische Inselpolizei allemal, denn es ist mordsmäßig gerade viel los in Malle, nachdem sich weitere Tote hinzugesellen. Highlight dieses Krimis ist natürlich immer der Humor und die großartigen Wortduelle zwischen Katz, Herrchen und den mittlerweile zwei Frauen die sich mit Frau Merkel unterhalten können.


Mein Fazit:
Ein weiterer interessanter spannender neuer Fall für Katz und Kommissar. Diese amüsante Serie mag ich sehr gerne, gelungene cosy Krimi-Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine Hommage an den Porridge (für Breigerichte)

Zeit für Porridge
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Das Kochbuch „Zeit für Porridge“ zeigt die leidenschaftliche Beziehung der Autorin Hedvig Billengren Lindenbaum zum Haferbrei oder anderen alternativen Breigerichten. Ihr Buch beginnt mit geeigneten Getreidearten ...

Das Kochbuch „Zeit für Porridge“ zeigt die leidenschaftliche Beziehung der Autorin Hedvig Billengren Lindenbaum zum Haferbrei oder anderen alternativen Breigerichten. Ihr Buch beginnt mit geeigneten Getreidearten und deren Kochweisen mit einfachen Grundrezepten, wie Haferbrei, Milchreis, Polenta usw.
Auf diese Grundrezepte wird dann aufgestockt, mit Variationen von Früchten, Crumble, oder auch deftigen Beilagen. Das Buch ist ein kreatives und inspirierendes Potpourri um sich mehr mit Breigerichten zu befassen.
Ob Frühstück, Herzhaft oder Süßes, es gibt Breie und Porridge in jedmöglicher Form zu entdecken. Die Rezepte selbst sind gut erklärt, was Zubereitung und Zutaten anbelangt. Dabei gibt es Angaben für eine Portion oder auch vier Portionen. Ansprechende Fotos und Bilder sorgen für eine schöne Optik, bestmögliche visuelle Auswahl und als Vorschlag zum optimalen Anrichten. Bilder helfen mir immer sehr bei der Auswahl, ein Kochbuch ohne gute optische Illustration inspiriert wenig.

Mein Fazit:
Der Weg ins Schlaraffenland führt ja bekanntlich durch den Hirsebrei, auch diesem begegnen wir hier in mehreren Varianten. Es wird hier im Buch zwar der Brei nicht neu erfunden, aber es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an Zubereitung und Modifikationen was ich äußerst anregend finde.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Wunderbare historische Cosy-Crime-Story in prominenter Besetzung

Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders
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Paris in den 20er Jahren -

Ein hysterischer Aufruhr in Coco Chanels Pariser Boutique, erregt die Aufmerksamkeit der bekannten Modeschöpferin. Eine Kundin begegnet beim Hereinkommen einem Kunden und behauptet ...

Paris in den 20er Jahren -

Ein hysterischer Aufruhr in Coco Chanels Pariser Boutique, erregt die Aufmerksamkeit der bekannten Modeschöpferin. Eine Kundin begegnet beim Hereinkommen einem Kunden und behauptet der Mann wäre der Mörder ihrer Schwester, sie hätte ihn am Duft erkannt und die würde nun sofort die Polizei einschalten. Ihr Kunde ein Mörder, das kann doch nicht wahr sein! Der Fall lässt Coco keine Ruhe und sie beginnt die Sache selbst in die Hand zu nehmen und entdeckt Erstaunliches. Was Düfte anbelangt ist sie doch sozusagen Profi und von der Polizei doch sowieso nichts zu erwarten!

Der Cosy-Crime-Roman von Autorin Michelle Marly mit dem Titel “Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders” ist eine äußerst ungewöhnliche und unterhaltsame Lektüre, die ihre Leser in die eine elegante Welt der 20er Jahre der Pariser Haute Voile entführt. Dieser Krimi ist Teil einer Serie mit Couturière Coco Chanel, als Ermittlerin wieder Willens. Denn Cocos Neugierde und die Sensationslust ihres intellektuellen Pariser Freundeskreises bringt so einiges an Aufregung und Spannung in die Handlung, sehr zum Unmut des Pariser Kommissars. Die Story ist zwar fiktiv aber mit vielen prominenten Figuren besetzt und teilweise von damals aktuellen Fällen inspiriert. Es ist eine Freude diese unkonventionelle Geschichte zu lesen, sehr atmosphärisch und herrlich französisch. Man würde sich dazu am liebsten stilgerecht ins kleine Schwarze schmeißen.
Das Cover zum Kriminalroman ist sehr hübsch gestaltet und hat einen großen Wiedererkennungswert für die Reihe, das gefällt mir sehr gut.

Mein Fazit:
Diese historische Kriminalserie mit ihren prominenten Darstellern ist eine absolut tolle Idee und hat mich komplett abgeholt. Die Fälle sind hervorragend unabhängig voneinander zu lesen und man bekommt sofort Lust in weiteren Folgen zu schmökern.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Toller historischer Roman über erfindungsreiche starke Frauen

Die Erfinderin der Freiheit
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Dresden 1908 - eine Gruppe von Freundinnen wollen die Welt verändern. Christine eine Therapeutin aus dem weltbekannten Sanatorium Lahmann hat erkannt das die steifen und engen Korsetts nicht gut für die ...

Dresden 1908 - eine Gruppe von Freundinnen wollen die Welt verändern. Christine eine Therapeutin aus dem weltbekannten Sanatorium Lahmann hat erkannt das die steifen und engen Korsetts nicht gut für die Frauengesundheit sind. Dem will sie entgegenwirken und entwickelt einen Brusthalter, den sie mit der Hilfe ihrer Nachbarin Julia, einer Schneiderin herstellt. Ihre Freundin Amalie aus der Wohnung gegenüber hat dagegen eine glänzende Idee was die Zubereitung von Kaffee betrifft. Unterstützt werden die findigen Frauen auch von Lotta und Pauline zwei weiteren Mitbewohnerinnen. Was allerdings ihr Liebesleben angeht, haben alle Freundinnen so einige Probleme, die es zu bewältigen gilt.

Mit ihrem Buch “Die Erfinderin der Freiheit” setzt Autorin Elke Becker findigen und erfolgreichen Frauen ein Denkmal. Neben der gesundheitsbewussten Christine ist meine persönliche Lieblingsheldin die clevere Amalie, deren Produkt wir alle heute noch unter ihrem zweiten Vornamen kennen. Nicht nur das fleißige Arbeiten ihrer Protagonistinnen spielt in dem Roman eine Rolle, es gibt natürlich auch viel über das Privatleben der jungen Damen zu erzählen. Dafür hat sich die einfallsreiche Autorin so einiges an Aufregung ausgedacht, was die Geschichte überaus lesenswert macht. Neben historischen Details und guten Recherchen überzeugen dabei eine spannungsvolle Handlung und ein angenehmer Schreibstil.
Auch das Cover ist bezaubernd, mit einer jungen hübschen Dame vor der Kulisse von Dresden, das passt auch sehr gut zum Inhalt.

Mein Fazit:
Ein sehr unterhaltsamer und interessanter historischer Roman der mir grandios gut gefallen hat. Absolute Leseempfehlung:).

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Der 30-jährige Krieg, Eintauchen in eine grausame und ereignisreiche Epoche

TINTE und SCHWERT
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Beginn 30-jähriger Krieg
In Franken träumt der kluge Bauernsohn Jacob Wolffen von einer Ausbildung zum katholischen Priester. Zum Leidwesen seines Vaters fördert zudem der Dorfpfarrer den lerneifrigen ...

Beginn 30-jähriger Krieg
In Franken träumt der kluge Bauernsohn Jacob Wolffen von einer Ausbildung zum katholischen Priester. Zum Leidwesen seines Vaters fördert zudem der Dorfpfarrer den lerneifrigen Buben. Doch der brutale Überfall von Heinrich von Hohenfels und seinen Söldner auf Jacob, seine Familie und Nachbarn zerstört auf einen Schlag seine Zukunft. Schwer verletzt kommt Jacob zwar mit dem Leben davon, findet sich zu seinem großen Schrecken aber in der Armee der protestantischen Partei wieder.

Das Buch „Tinte und Schwert“, von Autor Matthias Soeder ist mit dem Titel „Verwandlung“ der erste Teil, einer historischen Trilogie, die in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs spielt und die damalige Gewalt und Willkür ungeschönt und brutal wieder spiegelt. Die Geschichte beginnt 1618 im Bistum Würzburg. Auf der einen Seite begleiten wir die einfachen Leute, wie den Bauernsohn Jacob Wolffen und Anna, die Tochter einer Hebamme.
Auf der anderen Seite stehen ein skrupelloser und verarmten Grafensohn Heinrich von Hohenfels, der versucht mit seinen Getreuen auf der Seite von General von Mansfeld an Macht, Einfluss und Geld zu kommen. Der historische Roman zeigt anhand seiner fiktiven und realen Protagonisten wie gefährlich die damalige Zeit war, egal von welcher Warte betrachtet. Am Ende war jeder sich selbst der Nächste, Menschenleben so gut wie wertlos, es zählt nur Macht, Willkür oder das nackte Überleben, wenn man Glück hatte! Die Darstellung der Zeit wirkt sehr authentisch erzählt und gut recherchiert. Geschrieben ist die Geschichte sehr spannend, sie wechselt oft Positionen und Schauplätze, während die Seiten nur so dahinfliegen. Freue mich nun schon auf die nächste Episode mit weiteren spannungsreichen Begebenheiten.
Auch die Aufmachung des Romans und dessen Cover-Gestaltung finde ich sehr passend und gelungen. Angelehnt an alte Stiche und Zeichnungen, schmücken entsprechend zeitgerechte Details den Roman. Ob eine alte Radierung der Stadt Pilsen oder die historische Gewandung eines Söldners à la Musketiere sorgen für dabei einen gelungenen Einstieg in die Lektüre.

Mein Fazit:
Selten so einen spannenden historischen Roman gelesen! Es fühlte sich an, als wäre man dabei gewesen. Fand die Schilderungen sehr gelungen, ich kann die Lektüre allen Geschichtsinteressierten wirklich wärmstens Empfehlen.

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