Ein Buch wie eine gute Freundin
Zum ersten MalEin Buch wie eine gute Freundin
Im Buch „Zum ersten Mal“ von Gesina Demes und Annika Prigge, erschienen bei kiwi space, geht es ums Aufwachsen im Patriarchat, um Freundinnenschaft und die vielen ersten ...
Ein Buch wie eine gute Freundin
Im Buch „Zum ersten Mal“ von Gesina Demes und Annika Prigge, erschienen bei kiwi space, geht es ums Aufwachsen im Patriarchat, um Freundinnenschaft und die vielen ersten Momente im Leben einer Frau.
Ich sitze auf meinem Balkon, spüre die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings in meinem Gesicht. In der einen Hand ein eisgekühltes Spaßgetränk, ein „Kölchen“, in der anderen Hand das Buch. Aber anders als sonst, fühlt es sich gar nicht an als würde ich ein Buch lesen. Es fühlt sich viel mehr an, als ob auf dem Stuhl gegenüber von mir eine Freundin sitzt, die mir aus ihrem Leben erzählt. Ich höre gebannt zu und nicke immer wieder, denn viele dieser Erzählungen sind mir vertraut. Sie reihen sich ein in den kollektiven Erfahrungspool, den Frauen teilen. Immer wieder denke ich deswegen: Ich check.
Durch die vielen persönlichen Schilderungen aus dem Leben der beiden Autorinnen entsteht eine ganz besondere, vertraute Atmosphäre. Dabei ist das Buch in verschiedene Oberthemen gegliedert wie z.B: „Zuhause“ oder „Körper“. Für mich war es der perfekte Mix aus Aufklärung und autobiografischen Einblicken. Dass „Zum ersten Mal“ zugleich das Debüt der Autorinnen ist, macht den Titel umso passender. Es ist eines dieser Bücher, die ich gerne meinem jüngeren Ich schenken würde. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
*Ich spreche in dieser Rezi von Frauen, aber unter dem Patriarchat leiden Menschen mit verschiedenen Geschlechtsidentitäten, insbesondere nicht cis-männliche Menschen.