Profilbild von Nubsi

Nubsi

Lesejury Star
offline

Nubsi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nubsi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Solider Abschluss ohne große Highlights

Tokyo dreaming – Prinzessin im Rampenlicht
0

Nach meinen gemischten Gefühlen zu Tokyo Ever After wollte ich dem zweiten Band trotzdem unbedingt eine Chance geben. Vielleicht würde sich die Geschichte ja noch steigern.

Der Einstieg war – wie schon ...

Nach meinen gemischten Gefühlen zu Tokyo Ever After wollte ich dem zweiten Band trotzdem unbedingt eine Chance geben. Vielleicht würde sich die Geschichte ja noch steigern.

Der Einstieg war – wie schon beim ersten Teil – nicht ganz einfach für mich. Dieses Mal lag es allerdings weniger am Hineinfinden in die Welt, sondern mehr an der Situation und der Entwicklung der Figuren. Ich konnte mich zwar sofort orientieren, der Schreibstil war vertraut, aber ich mochte weder die Dynamik noch die Richtung, in die sich alles entwickelte. Besonders die Charaktere haben mich hier eher genervt als begeistert.

Trotzdem wollte ich nicht vorschnell aufgeben. Und tatsächlich: Nach etwa 20 % kam ein erzählerischer Bruch, der die Geschichte für mich zugänglicher gemacht hat. Ab da wurde es etwas nahbarer, und ich konnte entspannter weiterlesen. Der Mittelteil ließ sich angenehm und zügig lesen, auch wenn mich die Handlung nie wirklich gepackt hat. Es war eher ein „ganz nett“, aber kein Mitfiebern, kein wirkliches Eintauchen.

Das Ende war grundsätzlich zufriedenstellend, da alle offenen Handlungsstränge abgeschlossen wurden. Allerdings wirkte es auf mich etwas übereilt und nicht ganz rund. Es fühlte sich so an, als müsse alles noch schnell zusammengeführt werden.

Insgesamt bleibt Tokyo Dreaming für mich ein nettes Buch für zwischendurch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Es hat mich nicht wirklich abgeholt und wird mir vermutlich auch nicht lange im Gedächtnis bleiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2026

Fake Husband, echtes Chaos

Never Trust Your Fake Husband
0

Der Klappentext und der Titel haben mich sofort angesprochen. Ich mag Geschichten mit Agentensetting sehr gerne und hatte mich auf eine rasante Liebesgeschichte mit einem Hauch James-Bond-Feeling gefreut. ...

Der Klappentext und der Titel haben mich sofort angesprochen. Ich mag Geschichten mit Agentensetting sehr gerne und hatte mich auf eine rasante Liebesgeschichte mit einem Hauch James-Bond-Feeling gefreut. Der Einstieg war dann jedoch etwas ernüchternd, denn ich habe überhaupt nicht in die Handlung gefunden und bin beim Lesen immer wieder hängen geblieben. Deshalb bin ich relativ schnell auf das Hörbuch umgestiegen – und das war für mich definitiv die bessere Wahl.

Besonders zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit dem Humor der Geschichte. Er wirkte auf mich oft zu albern und überzogen, was mich eher abgeschreckt und den Zugang zur Story erschwert hat. Mit der Zeit habe ich mich dann aber daran gewöhnt und den Humor schließlich als bewusst eingesetztes Stilmittel wahrgenommen. Ab diesem Moment konnte ich die Geschichte deutlich entspannter genießen.

Die Grundidee hat mir gut gefallen, und trotz des eher leichten, überdrehten Tons gab es viele Momente, in denen ich mit den Figuren mitgefiebert habe. Insgesamt ist Never Trust Your Fake Husband eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch, die man nicht zu ernst nehmen sollte. Für mich hat das Hörbuch etwas besser funktioniert als das Buch, vor allem dank der gelungenen Vertonung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2026

Schön gezeichnet, schwer zu folgen

Verstand und Gefühl - die Graphic Novel nach Jane Austen
0

Der erste Eindruck dieser Graphic Novel war durchaus positiv. Der Zeichenstil ist schön, stimmungsvoll und passt für mich wunderbar zur Zeit und Atmosphäre von Jane Austens Geschichten. Besonders die Farbwahl ...

Der erste Eindruck dieser Graphic Novel war durchaus positiv. Der Zeichenstil ist schön, stimmungsvoll und passt für mich wunderbar zur Zeit und Atmosphäre von Jane Austens Geschichten. Besonders die Farbwahl hat mir sehr gut gefallen – sie unterstreicht die ruhige, elegante Stimmung und verleiht den Szenen einen harmonischen Gesamteindruck.

Im weiteren Verlauf der Geschichte habe ich allerdings gemerkt, dass mir der Zeichenstil das Nachvollziehen nicht immer leicht gemacht hat. Vor allem die weiblichen Figuren ließen sich teilweise nur schwer voneinander unterscheiden, wodurch ich öfter ins Stocken geraten bin. Häufig war mir nicht sofort klar, wer gerade spricht oder welche Figur in einer Szene agiert. Das hat den Lesefluss und mein Eintauchen in die Geschichte leider deutlich gestört.

Auch inhaltlich konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Einige Szenen wirkten vertraut und erinnerten mich stark an Stolz und Vorurteil, was die Handlung für mich weniger spannend machte. Insgesamt ist es mir dadurch schwergefallen, wirklich mit den Figuren mitzufühlen oder eine Verbindung zu ihnen aufzubauen.

Trotz dieser Schwächen bleibt die Graphic Novel ein hübsch gestaltetes Buch, das sich gut für zwischendurch eignet – vor allem durch die gelungene Farbgestaltung, die für mich das Highlight des Ganzen war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2025

Mehr Klischee als Romantik

Der Hot-Henry-Effekt
0

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, und ich habe mir einen witzigen Liebesroman in einem wissenschaftlich angehauchten Setting erhofft – ähnlich wie bei den Büchern von Ali Hazelwood. Bekommen ...

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, und ich habe mir einen witzigen Liebesroman in einem wissenschaftlich angehauchten Setting erhofft – ähnlich wie bei den Büchern von Ali Hazelwood. Bekommen habe ich das aber leider nur bedingt.

Der Einstieg in die Geschichte war zunächst vielversprechend. Ich konnte mich gut einfinden, und auch wenn mir die Protagonistin zu Beginn nicht ganz sympathisch war, hat mich das erst einmal nicht gestört. Der Schreibstil war locker und flüssig, was mir gefallen hat.

Mit fortschreitender Handlung traten dann aber immer mehr Punkte auf, die mich gestört haben. Auch wenn der Schreibstil weiterhin angenehm blieb, war es doch sehr ermüdend, dass ständig betont wurde, wie unglaublich attraktiv Henry ist. Irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr hören oder lesen. Dazu kam das ständige Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten – hier wurde der miscommunication trope wirklich auf ein neues Level gehoben, was mir die Geschichte zunehmend verdorben hat.

Enttäuschend fand ich auch das Setting. Der Klappentext hatte bei mir die Erwartung geweckt, dass die Handlung in einer eher wissenschaftlichen Umgebung spielt. Stattdessen lag der Fokus stärker auf Firmenstrukturen, was für mich nicht zu dem passte, was ich mir erhofft hatte.

Insgesamt eine nette Idee, die Umsetzung konnte mich aber leider nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2025

Asiatisches Setting mit viel Potenzial – für mich schwer zugänglich

Song of Silver – Das verbotene Siegel (Song of Silver 1)
0

Der Einstieg in die Geschichte war für mich etwas schwierig. Mir war schnell klar, dass ich mit dem asiatisch angehauchten Setting meine Probleme haben würde – wie auch schon bei ähnlichen Geschichten ...

Der Einstieg in die Geschichte war für mich etwas schwierig. Mir war schnell klar, dass ich mit dem asiatisch angehauchten Setting meine Probleme haben würde – wie auch schon bei ähnlichen Geschichten zuvor. Gerade die Welt, die Gegebenheiten und gesellschaftlichen Strukturen konnte ich mir nicht immer gut vorstellen. Da mich der Klappentext aber sehr angesprochen hat, wollte ich dem Buch eine Chance geben und habe mir bewusst mehr Zeit gelassen.

Beim Lesen habe ich dann jedoch gemerkt, dass ich nur schwer in die Handlung hineinfand und bin deshalb auf das Hörbuch gewechselt. Damit lief es zwar flüssiger, und ich konnte mich besser einfinden, wirklich hineingezogen hat mich die Geschichte aber auch hier nicht. Im Rückblick hat mir der Einstieg von der Handlung her sogar noch am besten gefallen.

Die Grundidee fand ich durchaus interessant, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Besonders das Magiesystem ist mir nie wirklich klar geworden – ich konnte es mir einfach nicht gut vorstellen. Vielleicht lag es auch am Schreibstil, der mich nur bedingt abgeholt hat. Auch die Figuren waren von der Idee her interessant, aber von der Ausarbeitung her konnten sie mich nicht begeistern.

Ein weiterer Punkt war der Romance-Aspekt: Für mich hat er überhaupt nicht gepasst. Ein wenig Romantik kommt erst ganz am Ende, etwa bei 80–90 %, und wirkte dort völlig fehl am Platz. Die Bezeichnung „Romantasy“ empfinde ich hier eher als Verkaufsargument denn als tatsächliche Genre-Zuordnung – und genau das hat mich beim Lesen gestört.

Insgesamt konnte mich Song of Silver leider nicht überzeugen. Trotz einer interessanten Grundidee und eines spannenden Klappentextes bin ich weder mit der Welt noch mit den Figuren warm geworden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere