Solider Abschluss ohne große Highlights
Tokyo dreaming – Prinzessin im RampenlichtNach meinen gemischten Gefühlen zu Tokyo Ever After wollte ich dem zweiten Band trotzdem unbedingt eine Chance geben. Vielleicht würde sich die Geschichte ja noch steigern.
Der Einstieg war – wie schon ...
Nach meinen gemischten Gefühlen zu Tokyo Ever After wollte ich dem zweiten Band trotzdem unbedingt eine Chance geben. Vielleicht würde sich die Geschichte ja noch steigern.
Der Einstieg war – wie schon beim ersten Teil – nicht ganz einfach für mich. Dieses Mal lag es allerdings weniger am Hineinfinden in die Welt, sondern mehr an der Situation und der Entwicklung der Figuren. Ich konnte mich zwar sofort orientieren, der Schreibstil war vertraut, aber ich mochte weder die Dynamik noch die Richtung, in die sich alles entwickelte. Besonders die Charaktere haben mich hier eher genervt als begeistert.
Trotzdem wollte ich nicht vorschnell aufgeben. Und tatsächlich: Nach etwa 20 % kam ein erzählerischer Bruch, der die Geschichte für mich zugänglicher gemacht hat. Ab da wurde es etwas nahbarer, und ich konnte entspannter weiterlesen. Der Mittelteil ließ sich angenehm und zügig lesen, auch wenn mich die Handlung nie wirklich gepackt hat. Es war eher ein „ganz nett“, aber kein Mitfiebern, kein wirkliches Eintauchen.
Das Ende war grundsätzlich zufriedenstellend, da alle offenen Handlungsstränge abgeschlossen wurden. Allerdings wirkte es auf mich etwas übereilt und nicht ganz rund. Es fühlte sich so an, als müsse alles noch schnell zusammengeführt werden.
Insgesamt bleibt Tokyo Dreaming für mich ein nettes Buch für zwischendurch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Es hat mich nicht wirklich abgeholt und wird mir vermutlich auch nicht lange im Gedächtnis bleiben.