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Veröffentlicht am 09.03.2026

Zeitreise-Romantik mit teilweise veralteten Ansichten

Courting – Be mine through all time
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So nebenbei habe ich angefangen das Hörbuch von "Courting" zu hören. Aktuell mag ich Romantasy mit Zeitreise-Thema sehr.
Rebecca reist ins 19. Jahrhundert und versucht den alltäglichen Dingen zu trotzdem. ...

So nebenbei habe ich angefangen das Hörbuch von "Courting" zu hören. Aktuell mag ich Romantasy mit Zeitreise-Thema sehr.
Rebecca reist ins 19. Jahrhundert und versucht den alltäglichen Dingen zu trotzdem. Dabei gerät sie in eine Mordermittlung und Verschwörung. Kann sie helfen, den Fall aufzudecken und wer ist ihr gut aussehender Unterstützer?

Die Verbindung von Lovestory und Crime Scene finde ich sehr gut. Es hat Spaß gemacht, der Protagonistin in die "Widrigkeiten" des 19. Jahrhunderts zu folgen. Es war, meiner Meinung nach auch recht ausgeglichen zwischen der sich entwickelnden Liebe und der Aufklärung des Mordfalls.

Rebecca als Hauptcharakter wurde eher als schüchtern und wenig selbstbewusst beschrieben. In ihrem Leben im 21. Jahrhundert war sie doch eher passiv. Im Verlauf hat sich schon eine Veränderung gezeigt. Allerdings war für mich, besonders am Ende, nicht alles ganz nachvollziehbar und verständlich (wieso sie nun doch zurück wollte). Ein ganz großes Problem hatte ich mich ihrer Entscheidung in der Vergangenheit zu bleiben und gesellschaftlich korrekt zu heiraten (sie entschied sich aktiv gegen die Liebe). Das war doch eine sehr veraltete Ansicht und die Beweggründe waren zwar nachvollziehbar, aber nicht für eine Zeitreisende, die es anders kennt.
Knox als wichtigster Nebencharakter hat mir gut gefallen. Er war unnahbar und geheimnisvoll. Die Dialoge zwischen den beiden fand ich klasse. Für mich hätte das Anbahnen der Liebe noch länger andauern können. Mir persönlich waren es auch zu viele Sexszenen. Das hat nicht so ganz zu der doch zurückhaltenden Rebecca gepasst.

Das Ende war vorhersehbar und sehr kitschig. Meiner Meinung nach war es etwas zu ausschweifend. Aber wer Romantik pur will, kommt vor allem am Ende auf seine/ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

brutale und gewaltbeschönigender Fantasyroman mit einer zarten Liebesgeschichte

Alchemised
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Nach langem Überlegen habe ich das Hörbuch Alchemised gehört. Die Stimme von Vanida Karun finde ich sehr passend zu diesem doch düsteren Fantasyroman.

Worum geht es? Helena erwacht in einem Tank und ...

Nach langem Überlegen habe ich das Hörbuch Alchemised gehört. Die Stimme von Vanida Karun finde ich sehr passend zu diesem doch düsteren Fantasyroman.

Worum geht es? Helena erwacht in einem Tank und kann sich an nichts erinnern. Sie ist Widerstandkämpferin und gerät in die Fänge der Nekromanten. Dort soll sie sich mit Hilfe des High Reeves versuchen zu erinnern. Welche Geheimnisse verbirgt sie? Wieso ist der High Reeve so nett zu ihr?

Das Buch besteht aus 3 Teilen. Der erste Teil gefällt mir überhaupt nicht. Ich finde es sehr verwerflich, wie mit dem Thema Vergewaltigung umgegangen wird und wie sehr das im Verlauf abgetan wird. Ohne diesen Aspekt hat der Anfang richtig Potenzial, obwohl das Buch zusätzlich noch recht brutal ist. Ich finde es allgemein ganz schön der Handlung zu folgen, besonders die Beziehung von Helena und Kaine lässt ganz viel Spekulation und Fragen zu.
Teil 2 finde ich großartig. Es ist eine Rückblende vom Widerstandskampf. Die Charaktere Helena und Kaine werden sehr tiefgründig beschrieben und auch die Verbindung zwischen den beiden wird deutlich. Es hat wirklich Spaß gemacht, der Handlung zu folgen. Einige Verhaltensweisen von Kaine waren für mich nicht ganz ergründlich, aber das ist für mich gar nicht schlimm.
Teil 3 spielte anknüpfend an den ersten Teil. Es war anfangs spannend, weil Helena sich nun endlich wieder erinnern konnte. Allerdings war das ganze Ende sehr langatmig und weniger packend als der Rest. Es gab einen schönen Abschluss, wobei alle offenen Fragen geklärt werden konnten, allerdings war es für mich zu viel anderes.

Helena als Charakter habe ich als sehr schwach wahrgenommen. Sie wurde sehr altruistisch beschrieben, macht alles für andere und denkt nicht an sich. Obwohl ich sie recht sympathisch fand, hat mir das gar nicht gefallen. Irgendwie konnte ich auch keine große Entwicklung wahrnehmen. Da war es bei Kaine schon etwas anders. Er hat Herz und vor allem Gefühle gezeigt. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mir gut gefallen und war nachvollziehbar.

Fazit: Durch die lange Rückblende fand ich das Buch gut, ansonsten ist es sehr brutal und gewaltbeschönigend.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Dark Romantasy mit viel Inhalt, aber nicht fesselnd

Black Bird Academy - Liebe den Tod
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Im dritte und letzte Band der Black Bird Academy von Stella Tack trifft Leaf auf ihre größten Feinde - die Dämonin in ihr und Luzifer. Gemeinsam mit ihren Freunden versucht sie die Zukunft zu verändern. ...

Im dritte und letzte Band der Black Bird Academy von Stella Tack trifft Leaf auf ihre größten Feinde - die Dämonin in ihr und Luzifer. Gemeinsam mit ihren Freunden versucht sie die Zukunft zu verändern. Gelingt es ihr?

Nachdem Band 2 mich schon nicht mehr so überzeugt hat, muss ich sagen, dass Band 3 mich noch weniger mitgerissen hat. Ich konnte schlecht in die Handlung eintauchen. Das Lesen zog sich, ich war wenig motiviert und konzentriert, dranzubleiben.

Auf den Seiten ist wahnsinnig viel passiert. Es blieb dadurch spannend, aber auf der anderen Seite war dies auch sehr langatmig.
Ich habe es auch nicht verstanden, wieso japanische Monster erklärt werden.

Es war wieder toll, dass alles aus verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt wurde. Dadurch konnte ich (trotz meiner vorher beschriebenen Probleme) gut in Ansichten und Verhaltensweisen eintauchen. Ich fand es auch gut, dass nicht nur aus der Sicht der Hauptfiguren berichtet wurde, auch Nebencharaktere haben ihren Raum bekommen.

Leaf hat besonders am Ende eine große Entwicklung gemacht. Ihr neues Leben zu akzeptieren, hat sie selbstbewusster wirken lassen. Ich bin auch nach wie vor Team Lore. Es gefällt mir, wie die beiden miteinander interagieren. Falco ist mir immer noch wenig sympathisch.

Die erotischen Szenen waren für mich viel zu heftig und auch irgendwie unnötig. Da habe ich mich nur gefragt: “was zum Teufel?”

Das Ende fand ich bei den vielen Handlungssträngen zu überstürzt und langweilig. So lange haben alle darauf hingearbeitet und dann dieses seichte Ende? Das war für mich enttäuschend.

Fazit: Das Buch finde ich deutlich schwächer als die vorherigen zwei Bände. Es liest sich flüssig, aber für mich war es nicht fesselnd.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Sanfte Liebesgeschichte, die sich immer um eine Frage dreht

Rokesby - Tollkühne Lügen, sinnliche Leidenschaft
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Julia Quinn erzählt im zweiten Band der Rokesby-Reihe die Geschichte von Edward und Cecilia. Sie, eigentlich auf der Suche nach ihrem Bruder, ist nach Amerika gereist und gibt sich aufgrund verschiedener ...

Julia Quinn erzählt im zweiten Band der Rokesby-Reihe die Geschichte von Edward und Cecilia. Sie, eigentlich auf der Suche nach ihrem Bruder, ist nach Amerika gereist und gibt sich aufgrund verschiedener Umstände als die Frau vom bewusstlosen Captain Edward Rokesby aus. Zu ihrem Glück kann er sich an nichts erinnern, als er wach wird und ist von seiner "Frau" bezaubert - bis er sich doch erinnert. Hat ihre Liebe eine Chance?

Nach Band 1 habe ich sofort mit dem zweiten Teil der Rokesby-Reihe begonnen, allerdings wieder als Hörbuch. Dana Golombek Senden hat eine sehr angenehme Stimme und es macht Spaß ihr zu lauschen und die Handlung zu verfolgen.

Schon nach kurzer Zeit habe ich für mich festgestellt, dass mich die Handlung nicht so sehr packt, wie im ersten Band. Cecilia als Figur erschien mir grundlegend willensstark, doch wenn es darauf ankam, stand sie nicht dazu. Das Hin und Her zwischen "ich sag es ihm" und "ich kann es ihm nicht sagen" fand ich zunehmend etwas nervig. Das hat für mich zu viel Raum eingenommen. Die Liebesgeschichte an sich war teilweise etwas untergeordnet. Es ist Zeit vergangen und sie sind sich näher gekommen, gern hätte ich von genau diesen Szenen mehr gehabt (und nicht nur punktuell).

Das Buch war schon spannend, obwohl der Ausgang natürlich klar war. Auch die Dramatik am Ende konnte ich kommen sehen, dennoch war es nicht schlecht. Es hat mir nicht gefallen, wie einfach der Disput zwischen Edward und Cecilia ausgetragen wurde, da hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht. Mir fehlte ebenfalls die Tiefe in den Figuren und deren Entwicklung.

Fazit: Für mich plätscherte das Hörbuch so dahin, teilweise bin ich auch abgeschweift. Die Liebesgeschichte war seicht, schön, aber für mich nicht aufregend. Nach dem ersten Band war dieses Buch für mich etwas enttäuschend.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

schwaches Finale mit spannenden Momenten

Cherish
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Das Finale der Katmere Academy Reihe bringt Grace und ihre Freunde ins Schattenreich. Sie wollen Mekhi retten, der mit Schattengift infiziert wurde und um sein Leben kämpft. Wieder müssen sie Prüfungen ...

Das Finale der Katmere Academy Reihe bringt Grace und ihre Freunde ins Schattenreich. Sie wollen Mekhi retten, der mit Schattengift infiziert wurde und um sein Leben kämpft. Wieder müssen sie Prüfungen bestehen, um ein Gegengift zu finden. Schaffen es Grace und die anderen noch rechtzeitig?

Ich habe den letzten Roman von Tracy Wolff wieder als Hörbuch gehört. Diana Gantner als Grace ist nach wie vor super. Auch nach den vielen vorherigen Büchern macht es Spaß ihrer Stimme zu lauschen und aus der Ich-Perspektive von Grace der Handlung zu folgen. Matthias Hoff als Hudson ist mir von der Stimme her immer noch zu alt und nicht ganz passend. Wie in den anderen Teilen gewohnt, sind die letzten Kapitel aus seiner Sichtweise geschrieben, aber es geht fortlaufend weiter und ist dieses Mal kein Rückblick.

Von allen Büchern der Reihe ist dieses, meiner Meinung nach, das Schwächste. Schon nach dem großen Kampf gegen Hudsons Vater, war ich unsicher, was noch kommen würde. Dieses letzte Buch hat mich nicht gefesselt und immer wieder bin ich gedanklich abgekommen. Ich hatte auch im Vergleich zu den anderen Büchern, eine längere Pause eingelegt.

Wieder ist wahnsinnig viel passiert und es fällt mir schwer, mich an alles zu erinnern. Die Zeit im Schattenreich fand ich richtig super und auch spannend. Zum Ende hin fehlte mir die Spannung und auf den Kampf am Ende habe ich nicht richtig nachvollziehen können. Irgendwie erschien dieser für mich unnötig.

Die (Liebes-)Geschichte von Grace und Hudson trat eher in den Hintergrund, da meiner Meinung nach auch alles in den vorherigen Teilen erzählt wurde (besonders in dem davor). Es war schön, dass die anderen ab und an in den Vordergrund gerückt wurden und etwas mehr über ihre Leben berichtet wurde. Eine richtige Entwicklung konnte ich bei allen aber nicht wahrnehmen.

Fazit: Das Buch ist ok, aber nicht das beste aus der Reihe.

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