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Veröffentlicht am 27.02.2026

Ein Meister der Irreführung

Die Nodal Person
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Noch kein Buch hat es geschafft, mich dazu zu bringen, mir einen Platz für Notizen zu schaffen.
Stefan Galonska hat mit “ Die Nodal Person” ein Meisterwerk der Irreführung geschaffen.
Trotz meiner unzähligen ...

Noch kein Buch hat es geschafft, mich dazu zu bringen, mir einen Platz für Notizen zu schaffen.
Stefan Galonska hat mit “ Die Nodal Person” ein Meisterwerk der Irreführung geschaffen.
Trotz meiner unzähligen Notizen zu jeder Person war mir bis zum Schluss nicht mal ansatzweise klar, wer die Nodal Person ist, und ehrlich gesagt, ich warte selbst nach Beendigung des Buches noch auf den Moment, wo es heißt, “Ach, warte, war doch anders.”

Das Buch fängt schon in den ersten Seiten spannend an und entwickelt sich rasant. Immer wieder kommen neue Erkenntnisse und neue Personen dazu. Die Beweise werden permanent gedreht und neu beleuchtet, sodass man schnell nicht mehr weiß, wem man noch vertrauen kann. Wer spricht die Wahrheit und wer lügt?

Die Nodal Person ist komplex aufgebaut und bis ins kleinste Detail durchdacht. Jede Figur hat Tiefe und ist glaubwürdig ausgestaltet. Jeder ist sowohl verdächtig als auch unschuldig. Kaum denkt man, oh, na, der handelt aber verdächtig, schwups stellt sich heraus, dass derjenige nur im Auftrag arbeitet.

Für mich schon jetzt ein Highlight des Jahres, denn ich durfte nicht nur mit rätseln, nein, mein Kopf durfte richtig arbeiten. Da ich mich schnell selbst wie ein Detektiv bei der Arbeit gefühlt habe, musste natürlich auch ein entsprechendes Notizbuch genutzt werden, um Fakten zu notieren.

Klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Eines der emotional aufwühlendsten Bücher, das ich bisher gelesen habe.

Wenn der Tag anders endet
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Gut eine Woche nach dem Beenden kann ich erst meine Rezension schreiben. Dieses Buch hat so viele Emotionen geweckt und mich mit Situationen und Fragen konfrontiert. Es brachte Zeit, diese zu verarbeiten. ...

Gut eine Woche nach dem Beenden kann ich erst meine Rezension schreiben. Dieses Buch hat so viele Emotionen geweckt und mich mit Situationen und Fragen konfrontiert. Es brachte Zeit, diese zu verarbeiten.

Für mich war es von Anfang an möglich, mit der Protagonistin Sabine mitzufühlen, auch wenn ich ihr Handeln nicht immer verstehen konnte. Da die Geschichte aber in eine Ausnahme-Situation mitnimmt, ist es okay, nicht alles verstehen zu können. Es sind Gedankenspiele, die man während des Lesens schon beginnt, durchzugehen. Könnte das wirklich passieren? Würde ich so reagieren? Hätte ich diese oder jene Entscheidung auch getroffen?
Im normal verlaufenden Alltag: nein. Aber in einer Situation wie dieser?

Wie weit würde jeder einzelne gehen, um das zu verteidigen, was er liebt?
Was würde man opfern für die eigenen Ziele?
Wie sehr verändert man sich durch Angst, Gefahr und tiefen Schmerz?

Nadine Massar ist mit „Wenn der Tag anders endet“ ein tiefgründiger und emotional aufwühlender Roman gelungen. Kein Buch, das man beendet und vergisst, sondern eines, das noch lange arbeitet.

Unterm Lesen sind meine Emotionen teilweise sehr hoch gekocht, omg, wie Georg mich aufgeregt hat. Aber jetzt, wo die emotionale Reaktion ruhiger geworden ist, da fragt man sich, warum hat er sich so verhalten? Ein bisschen wie wenn man sich mit dem eigenen Mann streitet. Erst kocht man vor Wut und dann am nächsten Tag denkt man, naja, vielleicht hatte er hier und da auch einen Grund.

Absolute Leseempfehlung von mir.

Ich freue mich auf das nächste Buch.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Eine Protagonistin die Zwiespältiger nicht sein kann

Böse Mädchen gehören ihm
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Ein Buch, das mich erstmal sprachlos macht.
Syrena ist eine Protagonistin, die mich wirklich in einen Zwiespalt zieht.
Zu Beginn der Geschichte bekommt man sehr deutlich gezeigt, was für ein Mensch sie ...

Ein Buch, das mich erstmal sprachlos macht.
Syrena ist eine Protagonistin, die mich wirklich in einen Zwiespalt zieht.
Zu Beginn der Geschichte bekommt man sehr deutlich gezeigt, was für ein Mensch sie ist. Ich habe wirklich gehofft, dass sie ihre Strafe bekommt. Und dann… ja, dann nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Für mich ist die traumatische Kindheit und die Grausamkeit der Familie keine Entschuldigung für ihr Verhalten. Nichts desto trotz zeigt die Geschichte auch die Syrene hinter der Maske aus Grausamkeit, und die ist als Protagonistin dann doch sehr angenehm, und man empfindet mit ihr mit.

Für mich ist sie wirklich ein ständiger Wechsel zwischen Mitgefühl und Abneigung.

Die Geschichte ist sehr spannend erzählt, und man wartet, was als Nächstes kommt. Der Spice ist angenehm und gut dosiert.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte es nicht weglegen. Gerade die zwei Seiten der Protagonistin haben mich an das Buch gefesselt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Wow, was ein Psychothriller - zum Paranoid werden.

Hinter meiner Tür
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Der Thriller baut schon in den ersten Seiten ein beklemmendes Gefühl auf und lässt einen wachsam werden. Die seltsamen Vorkommnisse und Zufälle, die ganz plötzlich im Leben von Lisa auftauchen, lassen ...

Der Thriller baut schon in den ersten Seiten ein beklemmendes Gefühl auf und lässt einen wachsam werden. Die seltsamen Vorkommnisse und Zufälle, die ganz plötzlich im Leben von Lisa auftauchen, lassen einen am eigenen Verstand zweifeln. Man ist die ganze Zeit in dieser Erwartungshaltung, was passiert als nächstes?
Auch die selbst Zweifel von Lisa lassen einen immer wieder überlegen, ob es denn einen Stalker gibt.
Umso weiter man in die Geschichte eintaucht, umso misstrauischer wird man allen Personen im Buch gegenüber.
Es ist herrlich, wie man die ganze Zeit Theorien entwickelt, und dann wird man plötzlich wieder auf eine andere Spur geschickt. Und wenn man diese endlich zu fassen bekommt … zerplatzt sie wie eine Seifenblase.
Mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet.

Ich weiß nicht, wann mich ein Buch das letzte Mal so lang im Dunkeln stehen lassen hat.
Ehrlich gesagt, auch nach dem Ende habe ich noch Fragen, die offen sind.

Für mich ein Highlight und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Spannung bis zur letzten Seite

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Wir begleiten im Buch die Oberkommissarin Alexa Jahn in Deutschland und Chefinspektor Bernhard Krammer in Österreich.
In der Region um den Ammersee hat starker Regen und Unwetter zu Hochwasser geführt. ...

Wir begleiten im Buch die Oberkommissarin Alexa Jahn in Deutschland und Chefinspektor Bernhard Krammer in Österreich.
In der Region um den Ammersee hat starker Regen und Unwetter zu Hochwasser geführt. Alexa und ihr Team nehmen die Notrufe und Vermisstmeldungen auf, als sich die Unwetterlage immer weiter verschlimmert.
Parallel dazu ist auch das Wetter in Österreich nicht viel besser, als eine Gruppe junger Leute sich auf einen letzten gemeinsamen Ausflug vor Studienbeginn begeben.

Im Buch kommen mit jedem Kapitel weiter Handlungsstränge hinzu. Es baut sich eine komplexe Geschichte auf, die an verschiedenen Orten spielt und unabhängig voneinander erzählt wird. Im Laufe der Geschichte stellt sich zunehmend die Frage, wie hängen die einzelnen Geschichten zusammen? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang?

Mir hat der Schreibstil sehr gefallen, die Kapitel hatten die optimale Länge, um einen guten Lesefluss zu gewährleisten.

Die Handlung ist komplex und durch die vielen verschiedenen Einzelgeschichten bleibt es von Anfang bis Ende spannend. Die Figuren sind gut beschrieben, handeln realistisch und nachvollziehbar. Man fiebert mit und durch das Hinterfragen der einzelnen Figuren kommt man selbst immer wieder ins Zweifeln.

Für mich ein absolut gelungener Kriminalroman. Eine realistische Geschichte, die durch die verschiedenen Geschichten spannend bleibt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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