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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Absolut lesenswert

Die Reise der verlorenen Worte
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Meinung: Wie viele Worte gehen verloren, nur weil sie nie ausgesprochen werden? Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Und genau so leise und berührend ist auch die Geschichte. Kein lautes ...

Meinung: Wie viele Worte gehen verloren, nur weil sie nie ausgesprochen werden? Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Und genau so leise und berührend ist auch die Geschichte. Kein lautes Buch, sondern eines, das sich still ins Herz schleicht. Janne arbeitet in einer Poststation und hat eine ungewöhnliche Aufgabe: Sie versucht, unzustellbare Briefe doch noch an ihren Empfänger zu bringen. Dabei taucht sie immer wieder in fremde Leben ein, fühlt mit Unbekannten mit, liest von Liebe, Verlust und gebrochenen Herzen. Diese Briefe sind für sie kleine Lichtblicke in einem Leben, das sich seit dem Zerwürfnis mit ihrem Großvater oft einsam anfühlt. Doch eines Tages bringt ein besonderer Brief alles ins Wanken.
Janne verlässt ihre gewohnte Sicherheit und macht sich auf den Weg, um ihn persönlich zu überbringen. Denn an diesem Brief hängt mehr, als sie zunächst ahnt, vielleicht sogar ihr eigenes Schicksal.
Der Schreibstil ist unglaublich bildhaft und flüssig. Es ist kein Buch, das man einfach nur schnell durchliest, man erlebt und fühlt es mit. Die Gedanken und Gefühle der Figuren wirken dabei so authentisch und nahbar, dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Besonders berührt haben mich die Rückblicke in Jannes Kindheit. Sie ist erst acht Jahre alt, als sie nach dem Unfalltod ihrer Eltern zu ihrem Großvater geschickt wird. Zwischen Trauer, Sprachlosigkeit und unausgesprochenen Gefühlen entsteht langsam eine vorsichtige Verbindung zwischen den beiden zart, zerbrechlich und gleichzeitig unglaublich berührend.

Die Autorin beschreibt dieses vorsichtige Annähern mit wunderschönen Worten und nimmt uns dabei tief mit in Jannes Innerstes. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie schnell man Dinge loslässt und wie schwer es sein kann, alte Verletzungen wirklich zu heilen. Es geht um Familie, um Zusammenhalt und darum, wie wichtig Offenheit ist. Darum, wie leicht falscher Stolz zwischen Menschen stehen kann und wie befreiend es sein kann, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.
Eine leise Geschichte über Verantwortung, Vergebung und darüber, den eigenen Weg zu finden.
Ein Buch, das Mut macht, Hoffnung schenkt und sich wie eine kleine Reise zu sich selbst anfühlt.
Absolute Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2026

Highlight

Kill for Me
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Meinung: Manche Thriller sind spannend. Andere sind verstörend. Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight, das mich emotional komplett überwältigt hat.
Amanda und Wendy, zwei Mütter, die das Unvorstellbare ...

Meinung: Manche Thriller sind spannend. Andere sind verstörend. Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight, das mich emotional komplett überwältigt hat.
Amanda und Wendy, zwei Mütter, die das Unvorstellbare erlebt haben, hat mich tief berührt. Ihre Trauer ist greifbar, schwer und erdrückend. Auf jeder Seite spürt man diese Mischung aus Ohnmacht, Wut und dem verzweifelten Wunsch nach Gerechtigkeit. Und genau aus diesem Schmerz heraus entsteht schließlich dieser folgenschwere Pakt.
Was mich besonders bewegt hat: Man versteht ihre Entscheidung. Auch wenn sie moralisch falsch ist, fühlt sie sich emotional erschreckend nachvollziehbar an. Steve schafft es, dass man nicht nur zuschaut, sondern innerlich mitgeht, mitzittert, mitzweifelt und irgendwann selbst das Gefühl hat, in diesen Abgrund zu fallen.
Die Spannung ist dabei kaum auszuhalten. Mit jeder Seite wächst das Misstrauen. Kleine Details, subtile Andeutungen und dieses leise Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, sorgen dafür, dass man ständig auf der Hut ist. Und als der Plan schließlich beginnt zu zerbrechen, gibt es kein Durchatmen mehr. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Besonders beeindruckt hat mich das psychologische Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden Frauen. Vertrauen wird zur Waffe, Trauer wird manipuliert und irgendwann weiß man selbst nicht mehr, wem man überhaupt noch glauben soll. Die Wendungen haben mich ehrlich überrascht: nicht konstruiert oder übertrieben, sondern erschütternd konsequent.
Kill for Me ist kein einfacher Thriller. Es ist eine emotionale Grenzerfahrung. Eine Geschichte über Rache, Schuld und die erschreckende Frage, was aus uns wird, wenn das Leben uns alles nimmt.
Ein absolutes Must-Read.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2026

Highlight

Der gefrorene Fluss
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Meinung: Ein historischer Roman, der mich völlig verschlungen hat! Boah Leute… ich bin ehrlich: Dieses Buch war eine Wucht. Eine Reise ins späte 18. Jahrhundert, so intensiv und lebendig, dass ich beim ...

Meinung: Ein historischer Roman, der mich völlig verschlungen hat! Boah Leute… ich bin ehrlich: Dieses Buch war eine Wucht. Eine Reise ins späte 18. Jahrhundert, so intensiv und lebendig, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst mitten in dieser eisigen, rauen Welt zu stehen. Und das passiert mir wirklich nicht oft. Das Cover sieht absolut grandios aus, aber was zwischen diesen Seiten steckt, ist noch viel beeindruckender: Atmosphäre, Spannung, Emotionen und eine Protagonistin, die man einfach nicht vergessen kann. Der Schreibstil ist bombastisch gut: bildhaft, flüssig und so mitreißend, dass man jede gelesene Zeile richtig erlebt. Ariel Lawhon hat sich vom echten Leben und den Tagebüchern der Hebamme Martha Ballard inspirieren lassen und genau das macht diese Geschichte so unfassbar authentisch.
Martha ist keine Figur, die man einfach nur „gut“ findet… sie ist eine Frau, die man bewundert. Stark, klug, unbeirrbar und voller Mitgefühl. Eine Hebamme mit Herz, Verstand und Rückgrat in einer Zeit, in der Frauen kaum etwas galten.
Eine Leiche wird in einem gefrorenen Fluss entdeckt.
Mord? Unfall? Selbstmord?Martha wird aufgrund ihres medizinischen Wissens hinzugezogen und erkennt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Doch ihre Stimme zählt nicht viel, denn Männer bestimmen über Wahrheit und Urteil. Und genau das macht dieses Buch so unglaublich fesselnd und gleichzeitig so wütend machend. Denn es bleibt nicht bei einem Todesfall. Es geht um viel mehr: Ungerechtigkeit. Gewalt. Vergewaltigung. Machtmissbrauch. Frauen, die nicht gehört werden. Männer, die entscheiden dürfen, was „wahr“ ist.
Und mittendrin Martha, die sich nicht einschüchtern lässt. Sie kämpft für ihre Patientinnen, für Selbstbestimmung und für das, was richtig ist. Sie will die Wahrheit. Egal, wie unbequem sie ist.
Neben dem Kriminalfall spielen auch die Geburten eine zentrale Rolle und diese werden realistisch und offen beschrieben. Nichts wird romantisiert oder beschönigt. Man spürt den Schmerz, die Angst, die Hoffnung… und auch den Mut der Frauen.
Besonders stark fand ich die Tagebucheinträge, die Martha immer wieder festhält. Sie verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und machen alles noch greifbarer.
Ich wollte einfach nicht, dass dieses Buch endet. Ich habe es so geliebt.
Ein absolutes Highlight und eine klare Leseempfehlung!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

geniale Fortsetzung, Highlight

Das Camp
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Meinung: Ich liebe die Bücher von Linus und auf dieses habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Innerhalb von nur drei Stunden ...

Meinung: Ich liebe die Bücher von Linus und auf dieses habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Innerhalb von nur drei Stunden war ich durch: komplett gefesselt, komplett verloren in dieser düsteren Welt. Ich habe nicht einmal gemerkt, wie die Zeit verflogen ist. Für mich das beste Zeichen dafür, wie stark dieses Buch ist.
Der Schreibstil ist einfach großartig. Flüssig, präzise und auf den Punkt, ohne jemals an Tiefe zu verlieren. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven treiben die Spannung gnadenlos voran, man hetzt förmlich durch die Seiten und kann kaum innehalten. Luft holen? Keine Chance.
Die Charaktere haben mich emotional richtig erwischt. Sie sind so lebendig, so greifbar, dass sie mir schnell ans Herz gewachsen sind. Ich habe mit ihnen gehofft, gezittert und gelitten. Die düstere, bedrohliche Atmosphäre liegt wie ein Schatten über der gesamten Geschichte und lässt einen nicht mehr los.
Die Handlung ist extrem gut durchdacht. Mehrere Erzählstränge laufen zunächst scheinbar nebeneinander her, bis sich langsam ein grausames Gesamtbild zusammensetzt. Tödliche Vorfälle, offene Fragen, stetig wachsende Angst und mit jeder neuen Enthüllung wird klar, dass hier eine viel größere Gefahr lauert. Eine Macht, die alles und jeden bedroht. Die Anspannung steigt Seite für Seite, bis sie kaum noch auszuhalten ist.
Der Showdown und das offene hat mich sprachlos zurückgelassen.

Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Highlight

Kein Hauch von Wahrheit
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Meinung: Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen und meine Neugier war sofort geweckt. Und was soll ich sagen? Für mich war es ein absolutes Highlight. Wenn es um die menschliche Psyche und ihre ...


Meinung: Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen und meine Neugier war sofort geweckt. Und was soll ich sagen? Für mich war es ein absolutes Highlight. Wenn es um die menschliche Psyche und ihre Abgründe geht, bin ich sofort dabei. Diese Geschichte ist einfach unglaublich. Nicht, weil sie eine völlig neue Idee aufgreift, sondern wegen der Umsetzung, die mich vollkommen überzeugt hat. Alix Summer ist Podcasterin erfolgreich, selbstbewusst und mitten im Leben. An ihrem 45. Geburtstag begegnet sie in einem Londoner Pub einer Frau, die auf den ersten Blick kaum auffällt: Josie Fair. Auch sie wird an diesem Tag 45 Jahre alt und beide wurden im selben Krankenhaus geboren. Ein Zufall? Oder der Beginn von etwas Unheimlichem?
Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man zügig vorankommt. Die Charaktere sind hervorragend gewählt, jeder erfüllt seine Rolle perfekt. Zwar konnte ich keine tiefe Bindung zu ihnen aufbauen, aber auf eine merkwürdige Art mochte ich sie dennoch. Vor allem, weil ich dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es war wie ein Sog, dem ich nicht entfliehen konnte.
Nichts ist, wie es scheint. Jeder hat ein Geheimnis, aber wer sagt die Wahrheit? Wem kannst du trauen?
Das Ende war eine echte Überraschung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Das, was schließlich ans Licht kam, war heftig und kaum vorstellbar.
Absolute Leseempfehlung

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