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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Enttäuschende Botschaft

Warten ist nicht schwer, sagt der Ameisenbär
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Beim Cover finde ich schön, dass sich der Titel reimt und zusätzlich der Ameisenbär wirklich im Mittelpunkt steht, weil er der einzige farbige Charakter ist und die anderen Tier in Schwarz gehalten sind. ...

Beim Cover finde ich schön, dass sich der Titel reimt und zusätzlich der Ameisenbär wirklich im Mittelpunkt steht, weil er der einzige farbige Charakter ist und die anderen Tier in Schwarz gehalten sind. Es sieht auch so aus, als wären alle anderen Tiere ziemlich beschäftigt und der Ameisenbär befindet sich in Ruhe.
Die Illustrationen sind im gesamten Buch äußerst gelungen! Die Farbwahl ist absolut stimmig und die Tiere sind in einem lustigen Stil gezeichnet, jedoch klar erkennbar und zusätzlich kann man die unterschiedlichen Gemüter im Gesicht auch erahnen. Außerdem gefällt mir, dass sie sich immer über beide Doppelseiten erstrecken.
Die Verarbeitung des Buchs ist wirklich sehr hochwertig und hat eine schöne Haptik beim Halten und Umblättern.
Vom Inhalt bin ich nicht 100% überzeugt und fand es tatsächlich schwierig die Botschaft zu erkennen, da mir das geduldig sein zu wenig positiv ausgearbeitet ist.
Der Schluss des Buchs, bei dem die anderen Tiere einfach nichts erhalten, hat mich leider sehr enttäuscht und ich bin noch nicht sicher, welche Lehre es für die Kinder zeigen soll, wenn der Ameisenbär mehr oder weniger apathisch daneben sitzt, während sich alle "vordrängeln" und am Ende frisst er alle Muffins allein, weil die anderen ein Unglück erleiden.
Die letzte Doppelseite, mit dem Picknick von Faultier und Ameisenbär finde ich in der Hinsicht am Besten, denn hier kann man noch selbst ein paar kreative, wohlwohlendere Worte erzählen, um Geduld als schöne Angewohnheit besser zu präsentieren!

Fazit: Das Ende war leider sehr enttäuschend und somit gesamt nur 3 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Medusa als New Adult Liebesroman

Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa
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Schlangen haben als Symbol meistens keine gute Bedeutung und mit dem Wesen der Medusa verbinden viele recht schnell eine Monstergeschichte. Jedoch zieht die Autorin Julia Holz mit ihrem Debütroman nun ...

Schlangen haben als Symbol meistens keine gute Bedeutung und mit dem Wesen der Medusa verbinden viele recht schnell eine Monstergeschichte. Jedoch zieht die Autorin Julia Holz mit ihrem Debütroman nun die mythische Geschichte von einer anderen Seite auf. Es ist sicherlich ein Risiko, eine so geschichtsträchtige und bekannte Figur zu seiner Hauptprotagonistin zu machen, aber Romantasy Fans könnten mit diesem Buch auf ihren Geschmack kommen. So wird die böse Medusa mit vielen positiven Eigenschaften dargestellt, wie etwa mutig, gerissen und widerstandsfähig zu sein. Sie darf als missverstandener Charakter ihr tragisches Schicksal neu erzählen und entdeckt dabei in romantischem New Adult Stil die Liebe.
Die Erzählsicht wechselt zwischen Isla in der Gegenwart und Medusa vor längst vergangener Zeit. Zunächst ist die Handlung noch ein wenig rätselhaft, aber relativ bald wird vieles eher sehr vorhersehbar und ich konnte rasch erahnen, wie sich die restliche Geschichte entwickeln wird. Trotzdem hat es ein zwei kleine Überraschungen am Ende gegeben und der Schreibstil ließ sich leicht und flüssig lesen. Leider gab es für mich zuviele langwierige Ausschweifungen, die das Buch künstlich verlängert haben.

Die Gestaltung des Covers und Farbschnitts sind dafür wirklich gelungen und ein absoluter Hingucker für das Bücherregal!

Fazit: Das Buch hat mich wieder neugierig gemacht, mich mit der alten griechischen Mythologie zu beschäftigen und sonst war es ganz unterhaltsam, wenn auch etwas lang!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Romantische Geschichte mit langen Durststrecken

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Bei diesem Buch konnte mich, die vorab gelesene Leseprobe richtig ansprechen und so wollte ich zunächst noch tiefer in die Parfümdynastie Colinard und die Welt des Hollywoodsternchens abtauchen.
Die ...

Bei diesem Buch konnte mich, die vorab gelesene Leseprobe richtig ansprechen und so wollte ich zunächst noch tiefer in die Parfümdynastie Colinard und die Welt des Hollywoodsternchens abtauchen.
Die Geschichte war dann leider gesamt aber sehr vorhersehbar und hatte dafür einfach zuviele langwierige Abschnitte, die überflüssig wirkten. Dazu kam, dass sich mit dem Perspektivenwechsel zwischen Amber und Timothee auch das gerade passierte aus ihrer Sicht oft einfach nur wiederholte.
Zwischendurch kamen dann wieder Momente, die mich zum Schmunzeln oder Lächeln brachten, wodurch ich doch noch weiterlesen wollte, um die Entstehung der Liebesgeschichte weiterzuverfolgen. Zudem brachten die Rückblicke in die Vergangenheit der beiden Hauptprotagonisten ein klein wenig Spannung rein, da die Autorin hier zumindest auch versuchte eine Charakterentwicklung und ein "Über sich selbst hinauszuwachsen" einzubauen.
Bei Amber war ich sehr hin und Hergerissen, weil sie in der Gegenwart zunächst recht sympathisch und vielleicht auch ein klein wenig klug erscheint, aber je mehr man von ihr erfährt und ihrer Geschichte mit ihrem Ex, umso naiver und wirklich dümmer fand ich sie leider. Die Hälfte der Handlung ließe sich mit der vernünftigen Entscheidung, die Polizei einzuschalten, kürzen. Es sollte hier jedoch ein schwieriges Thema wie Lovebombing und emotionaler Missbrauch kritisiert werden, dafür braucht das Buch in meinen Augen aber eine besser ersichtliche Triggerwarnung oder ein entsprechendes Vorwort, denn ohne bzw. beim Übersehen, tritt man mit anderen Erwartungen an den Roman.
Eine eigentlich kleine Nebenfigur nimmt Timos sanfte, verständnisvolle Mutter ein, die aber stark in Gedanken blieb, weil sie wertvolle Botschaften in Sachen Geduld und Nachsicht mit sich selbst mitgebracht hat.

Wirklich gelungen ist die Covergestaltung im modernen New/Young Adult Stil mit den Comicfiguren, die gerade beim gewünschten Publikum gut ankommen!

Fazit: Eine schöne, dramatische und potentiell berührende Liebesgeschichte mit leider zuviel Längen, daher nur durschnittlich!

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ein verstörend, komisches (?!) Ende...

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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In den Schreibstil musste ich zunächst einmal hinein finden, da er für mich ein wenig zu abgehackt ist und ein flüssiges Lesen erschwert. Außerdem hat die Autorin Dita Zipfel wohl ganz bewusst ein paar ...

In den Schreibstil musste ich zunächst einmal hinein finden, da er für mich ein wenig zu abgehackt ist und ein flüssiges Lesen erschwert. Außerdem hat die Autorin Dita Zipfel wohl ganz bewusst ein paar Eigenheiten eingebaut, die befremdlich wirken sollen und an denen man sich vielleicht abstößt, wie etwa, dass das Baby keinen richtigen Namen erhält, sondern stets nur Baby genannt wird. Auch gibt es keine deutliche Kennzeichnung wem die Erzählsicht aus 3.Person folgt, wobei es sich nach der Namensnennung und besserem Kennenlernen der Charaktere vereinfacht.
Linn, ihr Partner Matze, Eva und Felix mit Kind Otto und Baby verbringen einige Tage Urlaub an der Cote 'd' Azur. Felix Person und Eigenschaften lernen wir nur aus Sicht seines besten Freundes Matze, der einmalig einen tieferen Rückblick liefert, und den Gedanken sowie Vorurteilen der beiden Frauen kennen. Eva und Linn sehen einander sehr unterschiedlich, aber jede nimmt die andere als beneidenswert wahr, sprechen dies nicht richtig aus und leben so in Missverständnis nebeneinander vorbei. Trotzdem entsteht eine Bindung zwischen ihnen, die als LeserIn rational nicht ganz nachvollziehbar, aber zwischen den Zeilen stark spürbar ist.

Das Ende würde ich definitiv als etwas verstörend und überaus verwirrend beschreiben, denn es stellt die ganze zunächst kritisch und feinfühlig behandelte Thematik über Kinderwunsch, Schwangerschaft und die Herausforderungen des Mutter-sein, komplett in den Schatten. Ich konnte zwar kurz auflachen, weil es wirklich unerwartet sowie komisch war, aber mit einem anderen Abschluss hätte ich eine höhere Bewertung abgegeben. Außerdem bleiben einige Dinge, wie auch etwa Felix Vergangenheit und Schwierigkeiten lediglich in einem kurzen Absatz angeschnitten und somit offen.

Wie passend auch das Cover mit dem gelben Vogel gewählt wurde, erfährt man auch erst im Laufe der Geschichte.

Fazit: Ein starkes Buch, das mich leider mit Verwirrung und nicht dem gewünschten Nachhall zurücklässt! Da es sehr kurz ist, war es trotzdem interessant zu lesen!

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Für Fans von Romantik und Mode

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Eine Dreiecksbeziehung, eine Lovestory ala Capulet und Montague aufgrund von verfeindeten Modehäusern, Paris, die Hauptstadt der Liebe als Handlungsort, das ein oder andere Geheimnis eines langen Familienstammbaums?! ...

Eine Dreiecksbeziehung, eine Lovestory ala Capulet und Montague aufgrund von verfeindeten Modehäusern, Paris, die Hauptstadt der Liebe als Handlungsort, das ein oder andere Geheimnis eines langen Familienstammbaums?!
Das klingt doch eigentlich alles sehr vielversprechend im neuen Roman von Antonia Wesseling, jedoch war es leider mein erstes Buch der Autorin, das mich nicht mitreißen konnte!
In der gewohnten POV Sicht von Liebesromanen/New Adult Büchern wird die Handlung aus den zwei männlichen Perspektiven von Adam und Gabriel wiedergegeben und der weiblichen Hauptprotagonistin Elodie, die einen wunderschönen Namen trägt. Zu keinem der Charaktere habe ich leider eine Bindung aufbauen können, aber besonders nicht zu ihr. Sie wirkte für mich flach und hatte keinerlei interessante Charakterzüge.
Zudem bin ich nicht ganz die Modefanatikerin, daher fand ich vieles rund um den Aufbau des Settings in der Modeindustrie und der inszenierten Designs langatmig, um nicht zu sagen langweilig (Sorry!). Das einzig annähernd spannende war der Einbau von Romeo und Julia Aspekten durch Elodie und Adam, mit den verfeindeten Modehäusern. Denn die andere Liebesbeziehung zu Gabriel hatte durchwegs etwas Verstörendes, wenn diese nicht sogar ein wenig widerlich (Zitat von der Autorin selbst aus Sicht von Elodie) aufzufassen ist.
Es ist am Ende eine ungewohnt, weiche und sehr romantische Story aus der Feder von Wesseling, wodurch mir ihr gewohnt, krimimäßige Stil mit fesselnden Twists fehlte!

Normalerweise erwähne ich so etwas nie, jedoch hat es mein Lesevergnügen wirklich maßgeblich beeinträchtigt, denn das Buch hatte so einen unangenehmen Geruch-vielleicht durch die besondere Ausgabe mit dem Farbschnitt und den haptischen Details am Cover ?! - jedenfalls sehr störend, wenn man sich in die Geschichte einleben soll...

Fazit: Das schwächste Buch, welches ich bisher von der Autorin gelesen habe! Vielleicht für große Modefans, die langsame, romantische Geschichten mögen?!

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