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Veröffentlicht am 26.03.2026

Katastrophal anstrengendes Buch

The Night We Met
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Bei diesem Roman handelt es sich um einen 2.Band von Autorin Abby Jimenez, jedoch wusste ich das nicht und hatte auch kein Problem bei der Handlung und den Protagonisten ohne jegliches Vorwissen trotzdem ...

Bei diesem Roman handelt es sich um einen 2.Band von Autorin Abby Jimenez, jedoch wusste ich das nicht und hatte auch kein Problem bei der Handlung und den Protagonisten ohne jegliches Vorwissen trotzdem mitzukommen. Eigentlich freute ich mich auf Grund der vielversprechenden Leseprobe sehr, die ganze Geschichte um das verzwickte Liebesdreieck von Larissa, Mike und Chris zu lesen.
Ehrlicherweise war ich aber schon nach ca. einem Drittel des Buchs von sogut wie allen Charakteren genervt!
War Chris zunächst sehr sympathisch, zuvorkommend, hilfsbereit und zugewandt, wirkte er jedoch bald übergriffig und in vielen Bereichen übertrieben überfürsorglich, bevormundend und steigerte sich bis hin zu richtig toxischem Verhalten.
Larissa, die mit einem Mann zusammenbleibt, obwohl sie ihn sichtlich nur oberflächlich mag, keine Gemeinsamkeiten erkennen kann, oft genervt von ihm ist und ihre Denkweisen sich immer nur im Kreis bewegen, dabei aber keinen logischen Grund liefern, wieso sie die Beziehung weiterhin aufrecht erhält. Sie jammert zudem einige Male über ihre allgemeine Situation, die schrecklich und von ihrer Seite größten Teils unverschuldet ist, aber eine Weiterentwicklung verwehrt ihr die Autorin trotzdem.
Mike, der "falsche" Freund für Larissa zeichnete sich als unsympathischer Alkoholiker, Chauvinist und schlechtester beste Freund aus, der mit Niemanden ehrlich war und fast ein wenig Mitleid erzeugte.
Am schlimmsten war dann noch die narzisstische, wenig fürsorgliche und schon gar nicht liebevolle Mutter von Larissa, der jedoch irgendwie keiner Mal die Meinung geigte, geschweige denn ihre Grenzen aufzeigte.

Mir schien es als würden sich die Personen, wie man so schön auf Englisch sagt, Gaslighten und möglichst der eine den anderen dabei versuchen zu übertreffen. Leider konnte ich zwischen den Zeilen nicht herauslesen, ob dies beabsichtigt von der Autorin überzeichnet dargestellt wurde, damit es auch sicher auffällt und Beachtung findet, da das Buch in ein Genre fällt, bei dem das vielleicht nicht so typisch ist.
Die schwierigen Themen wie Alkoholismus, niedrige Ökonomische Gesellschaftsschicht bis hin zu richtiger Armut, Depression und einige weitere, fand ich unpassend gezwungen, gekünstelt und verzerrt behandelt, weil ich irgendwann keine positiven Eigenschaften in den fiktiven Figuren erkennen konnte und sie mir aufs Übelste unsympathisch geworden waren. Zusätzlich sind 400 Seiten, ohne weitere Nebenhandlungen, einfach sehr lange für das Hin und Her zwischen Chris, Larissa und Mike.

Außerdem gibt es im Buch einen richtig ekelhaften Hund, der anscheinend eine witzige Anekdote zwischen den Hauptprotagonisten sein soll, weil er ständig irgendwelche kleineren Tiere umbringt oder "zerfetzt" (Wortlaut im Buch, tlw. sogar noch schlimmer) und diese dann isst. Das finde ich persönlich einfach unpassend in dem Genre und konnte mit der Art Humor nichts anfangen.

Fazit: Leider hat mich dieses "gehypte" Buch und die Autorin Abby Jimenez absolut enttäuscht und ich fand das Lesen leider mühsam, daher nur 2,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Kein Lesealptraum!

REM
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Annika Stauss hat mich damals mit ihrem Debütroman Nachtfahrt total positiv überrascht und zu sehen, dass sie mit Sebastian Fitzek gemeinsam ein Buch geschrieben hat, welches noch dazu ein Horrorthriller ...

Annika Stauss hat mich damals mit ihrem Debütroman Nachtfahrt total positiv überrascht und zu sehen, dass sie mit Sebastian Fitzek gemeinsam ein Buch geschrieben hat, welches noch dazu ein Horrorthriller ist, lies es mich ohne Überlegung quasi sofort lesen!

Innerhalb von 48h (obwohl der normale Alltag weiterlief) hatte ich das Buch ausgelesen, was besonders den kurzen Kapiteln, dem rasanten Erzähltempo, dem herrlich flüssigen Schreibstil ala Fitzek und insgesamt kurzem Roman geschuldet ist. Den größten Teil der Geschichte folgen wir Alysee, die seit ihrer Kindheit mit Schlafstörungen und Alpträumen zu kämpfen hat- aber Achtung, richtig tief wird leider auf die Thematik Schlaf nicht eingegangen!
Die Story wirkte für mich gesamt jedoch unvollständig, erzwungen, obwohl sie durchgehend spannend war und vorallem gegen Ende vermehrt wirr. Es war für mich auch schnell klar, dass es nicht Sinn ergibt in dieser Handlung nach Logik zu suchen. In meinen Augen wurde das Horror Genre nur leicht gestreift und besonders als Fitzek LeserIn ist man häufig schon grausamen, möglichweise ekelhaften Inhalt gewöhnt und nur Neueinsteigern in Thriller würde ich keine direkte Empfehlung aussprechen.

Fazit: Das Buch hat mich nicht vollends überzeugt, da ich die Story gesamt sehr gezwungen und nicht stimmig fand. Trotzdem ist es leicht, gut und flott zu lesen!

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Enttäuschende Botschaft

Warten ist nicht schwer, sagt der Ameisenbär
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Beim Cover finde ich schön, dass sich der Titel reimt und zusätzlich der Ameisenbär wirklich im Mittelpunkt steht, weil er der einzige farbige Charakter ist und die anderen Tier in Schwarz gehalten sind. ...

Beim Cover finde ich schön, dass sich der Titel reimt und zusätzlich der Ameisenbär wirklich im Mittelpunkt steht, weil er der einzige farbige Charakter ist und die anderen Tier in Schwarz gehalten sind. Es sieht auch so aus, als wären alle anderen Tiere ziemlich beschäftigt und der Ameisenbär befindet sich in Ruhe.
Die Illustrationen sind im gesamten Buch äußerst gelungen! Die Farbwahl ist absolut stimmig und die Tiere sind in einem lustigen Stil gezeichnet, jedoch klar erkennbar und zusätzlich kann man die unterschiedlichen Gemüter im Gesicht auch erahnen. Außerdem gefällt mir, dass sie sich immer über beide Doppelseiten erstrecken.
Die Verarbeitung des Buchs ist wirklich sehr hochwertig und hat eine schöne Haptik beim Halten und Umblättern.
Vom Inhalt bin ich nicht 100% überzeugt und fand es tatsächlich schwierig die Botschaft zu erkennen, da mir das geduldig sein zu wenig positiv ausgearbeitet ist.
Der Schluss des Buchs, bei dem die anderen Tiere einfach nichts erhalten, hat mich leider sehr enttäuscht und ich bin noch nicht sicher, welche Lehre es für die Kinder zeigen soll, wenn der Ameisenbär mehr oder weniger apathisch daneben sitzt, während sich alle "vordrängeln" und am Ende frisst er alle Muffins allein, weil die anderen ein Unglück erleiden.
Die letzte Doppelseite, mit dem Picknick von Faultier und Ameisenbär finde ich in der Hinsicht am Besten, denn hier kann man noch selbst ein paar kreative, wohlwohlendere Worte erzählen, um Geduld als schöne Angewohnheit besser zu präsentieren!

Fazit: Das Ende war leider sehr enttäuschend und somit gesamt nur 3 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Medusa als New Adult Liebesroman

Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa
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Schlangen haben als Symbol meistens keine gute Bedeutung und mit dem Wesen der Medusa verbinden viele recht schnell eine Monstergeschichte. Jedoch zieht die Autorin Julia Holz mit ihrem Debütroman nun ...

Schlangen haben als Symbol meistens keine gute Bedeutung und mit dem Wesen der Medusa verbinden viele recht schnell eine Monstergeschichte. Jedoch zieht die Autorin Julia Holz mit ihrem Debütroman nun die mythische Geschichte von einer anderen Seite auf. Es ist sicherlich ein Risiko, eine so geschichtsträchtige und bekannte Figur zu seiner Hauptprotagonistin zu machen, aber Romantasy Fans könnten mit diesem Buch auf ihren Geschmack kommen. So wird die böse Medusa mit vielen positiven Eigenschaften dargestellt, wie etwa mutig, gerissen und widerstandsfähig zu sein. Sie darf als missverstandener Charakter ihr tragisches Schicksal neu erzählen und entdeckt dabei in romantischem New Adult Stil die Liebe.
Die Erzählsicht wechselt zwischen Isla in der Gegenwart und Medusa vor längst vergangener Zeit. Zunächst ist die Handlung noch ein wenig rätselhaft, aber relativ bald wird vieles eher sehr vorhersehbar und ich konnte rasch erahnen, wie sich die restliche Geschichte entwickeln wird. Trotzdem hat es ein zwei kleine Überraschungen am Ende gegeben und der Schreibstil ließ sich leicht und flüssig lesen. Leider gab es für mich zuviele langwierige Ausschweifungen, die das Buch künstlich verlängert haben.

Die Gestaltung des Covers und Farbschnitts sind dafür wirklich gelungen und ein absoluter Hingucker für das Bücherregal!

Fazit: Das Buch hat mich wieder neugierig gemacht, mich mit der alten griechischen Mythologie zu beschäftigen und sonst war es ganz unterhaltsam, wenn auch etwas lang!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Romantische Geschichte mit langen Durststrecken

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Bei diesem Buch konnte mich, die vorab gelesene Leseprobe richtig ansprechen und so wollte ich zunächst noch tiefer in die Parfümdynastie Colinard und die Welt des Hollywoodsternchens abtauchen.
Die ...

Bei diesem Buch konnte mich, die vorab gelesene Leseprobe richtig ansprechen und so wollte ich zunächst noch tiefer in die Parfümdynastie Colinard und die Welt des Hollywoodsternchens abtauchen.
Die Geschichte war dann leider gesamt aber sehr vorhersehbar und hatte dafür einfach zuviele langwierige Abschnitte, die überflüssig wirkten. Dazu kam, dass sich mit dem Perspektivenwechsel zwischen Amber und Timothee auch das gerade passierte aus ihrer Sicht oft einfach nur wiederholte.
Zwischendurch kamen dann wieder Momente, die mich zum Schmunzeln oder Lächeln brachten, wodurch ich doch noch weiterlesen wollte, um die Entstehung der Liebesgeschichte weiterzuverfolgen. Zudem brachten die Rückblicke in die Vergangenheit der beiden Hauptprotagonisten ein klein wenig Spannung rein, da die Autorin hier zumindest auch versuchte eine Charakterentwicklung und ein "Über sich selbst hinauszuwachsen" einzubauen.
Bei Amber war ich sehr hin und Hergerissen, weil sie in der Gegenwart zunächst recht sympathisch und vielleicht auch ein klein wenig klug erscheint, aber je mehr man von ihr erfährt und ihrer Geschichte mit ihrem Ex, umso naiver und wirklich dümmer fand ich sie leider. Die Hälfte der Handlung ließe sich mit der vernünftigen Entscheidung, die Polizei einzuschalten, kürzen. Es sollte hier jedoch ein schwieriges Thema wie Lovebombing und emotionaler Missbrauch kritisiert werden, dafür braucht das Buch in meinen Augen aber eine besser ersichtliche Triggerwarnung oder ein entsprechendes Vorwort, denn ohne bzw. beim Übersehen, tritt man mit anderen Erwartungen an den Roman.
Eine eigentlich kleine Nebenfigur nimmt Timos sanfte, verständnisvolle Mutter ein, die aber stark in Gedanken blieb, weil sie wertvolle Botschaften in Sachen Geduld und Nachsicht mit sich selbst mitgebracht hat.

Wirklich gelungen ist die Covergestaltung im modernen New/Young Adult Stil mit den Comicfiguren, die gerade beim gewünschten Publikum gut ankommen!

Fazit: Eine schöne, dramatische und potentiell berührende Liebesgeschichte mit leider zuviel Längen, daher nur durschnittlich!

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