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Annikii

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Krieg, Macht und menschliche Abgründe

Flut aus schwarzem Stahl
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„Flut aus schwarzem Stahl“ hat mich von der ersten Seite an in eine wilde, raue und faszinierende Welt gezogen. Anthony Ryan versteht es sehr gut politische Intrigen, Kriegsgeschehen und sehr persönliche ...

„Flut aus schwarzem Stahl“ hat mich von der ersten Seite an in eine wilde, raue und faszinierende Welt gezogen. Anthony Ryan versteht es sehr gut politische Intrigen, Kriegsgeschehen und sehr persönliche Konflikte miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte spielt in einer von Kriegen zerrissenen Welt, in der jede Entscheidung Konsequenzen hat – und genau das macht das Buch für mich so spannend.

Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet. Besonders die unterschiedlichen Perspektiven auf Macht und Loyalität fand ich interessant: Es gibt keine klaren „guten“ oder „bösen“ Charaktere, sondern Menschen, die versuchen, in schwierigen Zeiten das Richtige zu tun, auch wenn sie selbst nicht immer wissen, was das ist. Ich mochte, wie der Autor diese inneren Konflikte zeigt, weil sie den Figuren Tiefe und Leben geben.

Der Handlung gelingt eine gute Balance zwischen groß angelegten Schlachten und persönlichen Momenten. Die Kämpfe wirken eindringlich und bildhaft, ohne zu blutig zu sein, und die politischen Verstrickungen halten die Spannung über viele Seiten hinweg aufrecht. Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Passagen, in denen sich Figuren weiterentwickeln, Beziehungen entstehen oder sich Ziele verändern.

Der Schreibstil ist klar und kraftvoll, sodass man leicht in die Welt eintauchen kann. Trotz der komplexen Zusammenhänge bleibt die Erzählung gut nachvollziehbar, und ich habe auf jeder Seite gemerkt, wie durchdacht die Welt aufgebaut ist.

Insgesamt ist “Flut aus schwarzem Stahl“ ein großartiger erster Band einer Reihe, der mich stark unterhalten hat. Er bietet epische Fantasy, viel Tiefgang und Figuren, die man nicht so schnell vergisst.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Drachen, Geheimnisse und überraschende Wendungen

Dragonborn (Band 1) - Das Erbe des Feuers
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„Dragonborn – Das Erbe des Feuers“ hat mich von Anfang an in seine Welt gezogen. Der Einstieg ist lebendig und geheimnisvoll, und mit Skralla entsteht schnell ein faszinierender Schauplatz, der neugierig ...

„Dragonborn – Das Erbe des Feuers“ hat mich von Anfang an in seine Welt gezogen. Der Einstieg ist lebendig und geheimnisvoll, und mit Skralla entsteht schnell ein faszinierender Schauplatz, der neugierig macht. Besonders gut gefallen hat mir, wie sich die Welt der Drachen nach und nach entfaltet, ohne alles sofort preiszugeben.

Alex war mir als Hauptfigur sofort sympathisch. Ihre Unsicherheit, ihre Zweifel und der Druck, endlich ihre Verwandlung zu schaffen, wirken authentisch und nachvollziehbar. Dass sie mit einer eher düsteren Gabe ausgestattet ist, macht sie zusätzlich spannend. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist deutlich spürbar – und ihre erste Verwandlung am Ende hat sich absolut verdient angefühlt.

Die Dynamik zwischen Alex und Erik fand ich sehr gelungen. Ihre Beziehung bringt Wärme in die Geschichte, wird aber gleichzeitig immer wieder auf die Probe gestellt. Die großen Enthüllungen im letzten Abschnitt – vor allem rund um ihre Mutter, Erik und Puppin – haben mich wirklich überrascht. Gerade Puppin hätte ich nie so eingeschätzt, was den Twist für mich umso stärker gemacht hat.

Neben der Action und den spannenden Wendungen greift das Buch auch Themen wie Vorurteile, Loyalität und Vergebung auf. Das gibt der Geschichte Tiefe, ohne sie zu überfrachten.

Für mich war dieser Auftakt eine rundum gelungene Drachenfantasy mit starken Figuren, emotionalen Momenten und einem Finale, das Lust auf mehr macht. Ich freue mich sehr auf Band 2.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ein Buch über Mut, Angst und Zusammenhalt

Der unsichtbare Elefant
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Der unsichtbare Elefant hat mich sehr berührt, weil es ein wichtiges Thema auf eine warmherzige und zugleich ehrliche Weise erzählt. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Jugendlicher, die mit Unsicherheiten, ...

Der unsichtbare Elefant hat mich sehr berührt, weil es ein wichtiges Thema auf eine warmherzige und zugleich ehrliche Weise erzählt. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Jugendlicher, die mit Unsicherheiten, Ängsten und eigenen Schwächen zu kämpfen haben – dargestellt durch den „unsichtbaren Elefanten“, den jeder von ihnen in sich trägt. Die Art und Weise, wie die Figuren lernen, offen über ihre Gefühle zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen, hat mich oft innehalten lassen.

Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die Geschichte ohne große Dramatik auskommt, aber gerade dadurch sehr nahbar wirkt. Die Charaktere sind authentisch und gut gezeichnet, man kann ihre Gedanken und Zweifel gut nachvollziehen. Besonders die Momente, in denen sie merken, dass sie nicht allein sind mit ihren Problemen, fand ich sehr bewegend.

Der Schreibstil ist klar und flüssig, damit lässt sich die Geschichte problemlos lesen – egal, ob man sich zwischendurch ein paar Minuten Zeit nimmt oder längere Passagen konzentriert liest. Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken an: über Mut, über das, was uns im Alltag manchmal schwerfällt, und darüber, wie wichtig es ist, ehrlich miteinander umzugehen.

Für mich ist Der unsichtbare Elefant ein warmherziger und zugleich nachdenklicher Roman, der zeigt, dass es okay ist, Schwächen zu haben – und dass Gemeinschaft und Verständnis stärker sind als die Angst davor, gesehen zu werden. Ich kann das Buch sehr gern weiterempfehlen, besonders an alle, die Geschichten mit persönlicher Tiefe und klarem Gefühl mögen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Einfühlsames Bilderbuch über Streit, Versöhnung und Zusammenhalt

Zusammen sind wir bärenstark – Vom Streiten und Versöhnen
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„Zusammen sind wir bärenstark – Vom Streiten und Versöhnen“ ist ein liebevolles Bilderbuch, das auf einfühlsame Weise zeigt, dass Streit zu Beziehungen dazugehört – und dass Versöhnung mindestens genauso ...

„Zusammen sind wir bärenstark – Vom Streiten und Versöhnen“ ist ein liebevolles Bilderbuch, das auf einfühlsame Weise zeigt, dass Streit zu Beziehungen dazugehört – und dass Versöhnung mindestens genauso wichtig ist. Die Geschichte von Yuki und Yari greift ein alltägliches Thema aus der Lebenswelt von Kindern auf und macht es gut nachvollziehbar.

Besonders schön fand ich, dass Gefühle wie Wut, Traurigkeit und Reue ernst genommen werden. Yuki wird nicht verurteilt, sondern als mutig dargestellt, weil er den ersten Schritt macht und sich entschuldigen möchte. Das vermittelt Kindern eine wichtige Botschaft: Fehler machen ist erlaubt, entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Die Illustrationen sind warm, weich und sehr ausdrucksstark. Sie unterstreichen die Emotionen der Geschichte perfekt und laden zum gemeinsamen Anschauen und Gespräch ein. Gerade für Familien bietet das Buch viele Anknüpfungspunkte, um über Streiten, Gefühle und Freundschaft zu sprechen.

Insgesamt ist dieses Bilderbuch eine gelungene, kindgerechte Geschichte über Zusammenhalt, Geschwisterliebe und die Kraft der Versöhnung. Eine klare Empfehlung für Kinder ab etwa 4 Jahren – und für alle, die gemeinsam über Gefühle ins Gespräch kommen möchten.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Magisch, spannend und emotional – ein starkes Fantasy-Abenteuer für junge Leser

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Mit „Irida 2 – Irida und das Rätsel der Ruine“ setzt Markus Heitz die Fantasy-Reihe spannend und vielschichtig fort. Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 1 an, lässt sich aber auch ohne Vorkenntnisse ...

Mit „Irida 2 – Irida und das Rätsel der Ruine“ setzt Markus Heitz die Fantasy-Reihe spannend und vielschichtig fort. Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 1 an, lässt sich aber auch ohne Vorkenntnisse gut verfolgen. Die Welt der Anderswesen, Trolle und alten Rätsel wird weiter ausgebaut und wirkt dabei lebendig und atmosphärisch.

Besonders gefallen hat mir die emotionale Entwicklung der Figuren. Irida wächst im Verlauf der Geschichte spürbar über sich hinaus, ihre Zweifel und inneren Konflikte sind gut nachvollziehbar dargestellt. Auch Linnea bleibt eine faszinierende Figur, deren Zwiespalt und unklare Loyalität die Spannung zusätzlich erhöhen. Nebenfiguren wie Onkel Ardo bringen dabei immer wieder eine angenehme Leichtigkeit in die Handlung.

Die Handlung ist insgesamt sehr temporeich, stellenweise auch komplex, was für jüngere Leser*innen etwas anspruchsvoll sein kann. Gleichzeitig sorgt genau das für Tiefe und hält die Neugier hoch. Viele Rätsel werden im Laufe des Buches gelöst, einige bleiben bewusst offen und machen Lust auf die Fortsetzung.

Insgesamt ist Irida 2 ein spannender, atmosphärischer Fantasyroman für Kinder ab etwa 11 Jahren, der mit starken Figuren, einer originellen Welt und einem gelungenen Mix aus Spannung und Emotion überzeugt. Ich bin auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band.

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