Profilbild von _seelenseiten_

_seelenseiten_

Lesejury Star
offline

_seelenseiten_ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit _seelenseiten_ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

"Lieben, Lachen und Latte schlürfen"

The Pumpkin Spice Latte Disaster
0

„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ bzw. Kyra Groh konnte mich mit dieser RomCom aus einer viel zu lang anhaltenden Leseflaute befreien.
Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, in diesen Roman einzutauchen ...

„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ bzw. Kyra Groh konnte mich mit dieser RomCom aus einer viel zu lang anhaltenden Leseflaute befreien.
Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, in diesen Roman einzutauchen und die Liebesgeschichte der Protagonisten mitzuerleben.

Jude und James könnten fast nicht unterschiedlicher sein, haben dabei aber eine entscheidende Sache gemeinsam: Alleine kommen sie gut klar, aber gemeinsam ist es schöner.
Bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen konnte man als Leser das Knistern zwischen ihnen spüren.
Dieses äußert sich auf den folgenden Seiten in Form von gegenseitigen Neckereien, Schlagabtauschen und Sticheleien.
Natürlich möchten sich die beiden ihre Gefühle nicht eingestehen, und man gerät als Leser an den Punkt, an dem man innerlich anfängt, die Protagonisten anzumotzen, endlich den ersten Schritt zu machen.
Ähnlich wie seine vehemente Weigerung Pumpkin Spice Latte anzubieten, gibt auch James irgendwann seinen Gefühlen nach.
Dabei wird ihr Kennenlernen durch tolle Nebencharaktere, tiefgründige Background-Storys und eine ordentliche Portion Humor ergänzt.
Der Handlungsverlauf ist zwar ziemlich vorhersehbar, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch – ganz im Gegenteil.

Trotz der herbstlichen Aufmachung und Vermarktung ist dieses Buch zu jeder Jahreszeit gut lesbar.
Kyra Groh hat nämlich das Talent, ihre Romane so zu schreiben, dass man sich als Leser direkt darin verliert.
Ich könnte in der prallen Mittagssonne Griechenlands liegen und hätte dennoch den Eindruck, im herbstlichen Lower Whilby bei James im Café zu sitzen und eine seiner Kaffeekreationen zu trinken.
Dabei würde ich einem seiner Schlagabtausche mit Jude lauschen und den Inhalt ganz in Lower-Whilby-Manier im Dorf verbreiten.
In Lower Whilby kann sich nämlich niemand verlieben, ohne dass das gesamte Örtchen vor dir Bescheid weiß.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2026

"Ein klarer 10 von 10-Roman"

King of Sloth
0

Nachdem ich den Vorgänger „King of Greed“ beendet hatte, hielt sich meine Euphorie in Bezug auf diese Reihe in Grenzen.
Deshalb hat es auch knapp zehn Monate gedauert, bis ich das Bedürfnis verspürte, ...

Nachdem ich den Vorgänger „King of Greed“ beendet hatte, hielt sich meine Euphorie in Bezug auf diese Reihe in Grenzen.
Deshalb hat es auch knapp zehn Monate gedauert, bis ich das Bedürfnis verspürte, die Reihe weiterzulesen.
Doch nach diesem Band ist die Euphorie stärker zurück als jemals zuvor.
Ich hätte es nicht erwartet, aber „King of Sloth“ ist für mich eine klare 10 von 10.

Sloans und Xaviers Geschichte lässt sich bestens mit „Gegensätze ziehen sich an“ zusammenfassen.
Niemals hätte ich gedacht, dass „Workaholic-Sloan“ sich mit einem reichen Millionärssöhnchen einlassen und glücklich werden könnte.
Aber als Leser wird man ja gerne überrascht.
Mich konnte die Lovestory trotz der gegensätzlichen Charakterzüge der Protagonisten so sehr überzeugen, weil beide den anderen nicht verändert haben, um zusammenzufinden.
Beide haben Seiten bzw. Eigenschaften am jeweils anderen hervorgehoben, die bereits vorhanden waren und nur einen kleinen Anstoß brauchten.
Dabei waren die beiden der nötige Anreiz für den jeweils anderen, sodass sie sich irgendwo in der Mitte getroffen haben.
Man könnte auch sagen, sie haben das Beste im jeweils anderen hervorgeholt.

Meine liebsten Nebenhandlungsstränge waren Sloans Familiengeschichte und Xaviers Mission, seine Auflagen zu erfüllen.
Beide Handlungsstränge haben das oben Beschriebene bestens bestätigt und die persönliche Charakterentwicklung der Figuren unterstrichen.

Zudem ist Xavier ein Vorbild in Sachen „Wie bemühe ich mich um eine Frau“.
Wie er sich ins Zeug gelegt hat, um Sloan zu beweisen, dass er der Richtige für sie ist, war unglaublich schön.
Dieser Mann hat eindeutig Bookboyfriend-Potential.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2026

"Neuer Job, neues Glück?"

Sie kann dich hören
0

Millies Leben ist seit ihrer Anstellung bei den Winchesters turbulent weitergegangen.
Viele verschiedene Arbeitgeber, die unterschiedlichsten Haushalte, Jobs mit und ohne zusätzliche Aufgaben und trotzdem ...

Millies Leben ist seit ihrer Anstellung bei den Winchesters turbulent weitergegangen.
Viele verschiedene Arbeitgeber, die unterschiedlichsten Haushalte, Jobs mit und ohne zusätzliche Aufgaben und trotzdem immer wenig Geld auf der hohen Kante.
Nun steht sie vor einem altbekannten Problem: Sie braucht dringend einen Job, um über die Runden zu kommen.
Da kommt ihr das Jobangebot in Manhattan natürlich mehr als recht.
Schon beim Vorstellungsgespräch merkt man: In diesem Haushalt ist etwas faul.
Da Millie nicht einfach wegschauen kann, fängt sie an, herumzuschnüffeln und zu helfen.
Und wie Millie habe auch ich irgendwann angefangen, an meinem gesunden Menschenverstand zu zweifeln …

Die Handlung lebt von einem sehr lebendigen Kopfkino, das im Kopf des Lesers ausgelöst wird.
Man malt sich alle möglichen Szenarien aus, was in diesem Haushalt los sein könnte.
Dabei ist der Beginn nicht spannend im klassischen Sinne, aber durch die vielen offenen Fragen und unterschwelligen Andeutungen gerät man in einen Sog, der einen nicht loslässt.
Und dann kommt man automatisch in den Handlungsabschnitt, in dem die richtige Action losgeht und endlich die langersehnten Antworten ans Licht kommen.

„Wenn sie wüsste“ war schon ein Highlight für mich.
Deswegen lag die Messlatte für diesen Folgeteil quasi im unerreichbaren Bereich.
Doch mit diesem Teil hat Freida McFadden das Unmögliche geschafft – sie hat „Wenn sie wüsste“ noch einmal übertroffen.
Durchweg spannend und so verstrickt, dass man mental an seine Grenzen kommt.
So stelle ich mir einen Psychothriller/Thriller vor!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2026

"Traum- oder Albtraumjob?"

Wenn sie wüsste
0

Wann wart ihr das letzte Mal die halbe Nacht wach, um ein Buch zu beenden?
Wann habt ihr zuletzt ein Buch innerhalb eines Tages beendet?
Wann konntet ihr zuletzt beim Lesen nicht einmal auf die Toilette ...

Wann wart ihr das letzte Mal die halbe Nacht wach, um ein Buch zu beenden?
Wann habt ihr zuletzt ein Buch innerhalb eines Tages beendet?
Wann konntet ihr zuletzt beim Lesen nicht einmal auf die Toilette gehen, weil es einfach zu spannend war?
Bei mir ist es schon eine ganze Zeit her, seit mir ein Buch untergekommen ist, bei dem ich alle diese Fragen mit „Ja,…“ hätte beantworten können.
Doch nun war es endlich soweit: Ja, genau so ging es mir mit „Wenn sie wüsste“ von Freida McFadden.

Ich habe abends mit dem Buch begonnen und stundenlang durchgelesen.
Kein Blick auf die Uhr, keine Betrachtung der Seitenzahlen, um zu prüfen, wie viel noch kommt – nichts, ich habe einfach nur gelesen.
Die Handlung ist durchweg spannend und atemraubend.
Tatsächlich dauert es einige Seiten, bis die Geschichte actionreich wird, doch Freida McFadden hat es trotzdem geschafft, dass ich mich nicht einmal gefragt habe: „Wann passiert endlich mal etwas?“.
Sie hält den Leser mit vielen offenen Fragen, subtilen Hinweisen, gruseligen Andeutungen und einem lebendigen Kopfkino in Atem.
Während des Lesens war in meinem Kopf unaufhörlich etwas los. Mein Verstand hat ein düsteres Szenario nach dem anderen ausgemalt.
Das Ende des Romans hätte ich mir in keinem meiner vielen Gedankenspiele vorstellen können.
Es fühlte sich an, als würde Freida McFadden mir laufend die Karotte vor die Nase halten und sie im entscheidenden Moment wieder wegziehen.
Sobald Teil II startet, können nach und nach die einzelnen Puzzleteile zusammengesetzt werden, und man hat eine grobe Ahnung davon, wie sich die Handlung weiterentwickelt – doch das schmälert keinesfalls den Höhepunkt der Geschichte.

„Wenn sie wüsste“ ist dem Hype zu 100 % gerecht geworden.
Die Kinotickets für den 16.01.2026 sind schon gebucht.😃

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2025

"Wer wird nach dir suchen, wenn du verschwindest?"

As Good as Dead
0

Pips letzter Fall vor dem College hat es ordentlich in sich.
Die YA-Krimireihe endet mit einem emotional fordernden Thriller.
Was zunächst nach einem weiteren True-Crime-Fall für Pips Podcast aussieht, ...

Pips letzter Fall vor dem College hat es ordentlich in sich.
Die YA-Krimireihe endet mit einem emotional fordernden Thriller.
Was zunächst nach einem weiteren True-Crime-Fall für Pips Podcast aussieht, wird schnell zu einer persönlichen Angelegenheit.

Ganz nach dem Motto „Wer wird nach dir suchen, wenn du verschwindest?“ versuchen Pip und Ravi, den Kampf gegen die Zeit zu gewinnen.
Dabei steigert sich die Spannungskurve dank unerwarteter Wendungen, moralischer Konflikte und brenzliger Ermittlungsarbeiten immer wieder in kleinere Höhepunkte – bis hin zu einem fulminanten Ende.
Die düstere Atmosphäre, die die gesamte Handlung über in der Luft liegt, unterstreicht dies noch zusätzlich.
Außerdem habe ich selten ein so perfektes Ende gelesen.
Nichts bleibt ungeklärt, und doch ist das Ende insoweit offen, dass es viel Raum für Diskussionen bietet.

Natürlich stehen auch wieder diese Themen ganz oben auf der Agenda: die Gerechtigkeit des Rechtssystems, der Zweck heiligt die Mittel und moralische Grauzonen.
Relativ früh im Buch gibt es eine Szene, bei der ich in Bezug auf das erste Thema am liebsten selbst einige Worte beigesteuert hätte.
Solche Vorkommnisse machen mich im echten Leben genauso wütend.
Da versteht man Pippas darauffolgende Handlungen gleich viel besser und lernt auch die eigenen moralischen Grauzonen genauer kennen.

Jetzt, wo ich den letzten Teil dieser absolut genialen Trilogie beendet habe, macht der Titel „A Good Girl’s Guide to Murder“ gleich auf mehreren Ebenen Sinn.
Ich bin wirklich baff.
Baff davon, dass dieser Teil den perfekten Mittelteil noch übertreffen konnte.
Baff, weil ich niemals damit gerechnet hätte, eine neue Lieblingsreihe zu finden.
Von mir gibt es für Pippa Fitz-Amobis’ Abenteuer eine dicke Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere