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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Langatmige Erkenntnisse

Mit anderen Augen
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Ich habe von "Mit anderen Augen" wahrlich mehr erwartet.
Das Buch erzählt die Geschichte von Tilda, einer Fotografin mit erfolgreichem Unternehmen, zwei tollen Töchtern und einem eigentlich schönen Leben. ...

Ich habe von "Mit anderen Augen" wahrlich mehr erwartet.
Das Buch erzählt die Geschichte von Tilda, einer Fotografin mit erfolgreichem Unternehmen, zwei tollen Töchtern und einem eigentlich schönen Leben. Sie ist nur leider etwas einsam, was Männer angeht, seit ihr nichtsnutziger Mann sie verlassen hat. Außerdem fühlt sie sich kreativ nicht mehr wirklich gefordert. Also bekommt sie nun die Unsichtbarkeitsdiagnose, denn einzelne Körperteile von ihr verschwinden plötzlich.

Eigentlich bedient sich das Buch einer ganz interessanten Metapher und zeigt durchaus einige wichtige Probleme unserer Gesellschaft auf: Frauen werden, vor allem ab einem bestimmten Alter, nicht mehr wahr- und ernstgenommen, sie verschwinden nach und nach und werden irrelevanter. Das liegt an den sexistischen Strukturen, in denen eine Frau vor allem an ihrem Äußeren gemessen wird und hauptsächlich in ihrer Jugend Anerkennung bekommt. Schlimm genug.

Leider wurde diese Metapher allerdings eher schlecht als recht behandelt und durchgezogen. Hin und wieder wirken die Situationen etwas lächerlich und haben nichts mehr mit dem eigentlichen Problem zu tun. Außerdem ist Tilda leider nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht viel zu oft andere Menschen, um die gefühlt einfachsten Dinge zu verstehen. Wenn man auch nur ein wenig Selbstreflexion hat, wirkt das Buch viel zu langatmig und dadurch auch leider recht langweilig.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Eher schwach

Niemands Töchter
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Niemands Töchter weckt mit seinem Klappentext und seiner schönen Aufmachung recht hohe Erwartungen, die das Buch allerdings kaum erfüllen kann. Leider greift der Klappentext zu viel Inhalt vor, ...

Niemands Töchter weckt mit seinem Klappentext und seiner schönen Aufmachung recht hohe Erwartungen, die das Buch allerdings kaum erfüllen kann. Leider greift der Klappentext zu viel Inhalt vor, sodass man als Leser die meiste Zeit weiß, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Es gibt so gut wie keine Überraschungen, keine Wendungen und auch keinen richtigen Spannungsbogen.
Die Charaktere sind zumeist eher unsympathisch und insgesamt nicht besonders intelligent in ihrem Handeln. Die Beziehungen zwischen den Charakteren neigen derweil zu zu viel Kitsch und hinterlassen den nicht-überromantischen Leser augenrollend zurück.
Ich hätte mir mehr Tiefe in der Geschichte gewünscht, interessante Wendungen oder zumindest Details, die man so nicht erwartet hätte. Das Buch würde ich daher als eher schwach und dementsprechend nicht unbedingt lesenswert einstufen.

Veröffentlicht am 19.02.2026

Durcheinander

Immergrün
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"Immergrün" erzählt die Geschichte einer sowjetischen Familie mit jüdischen Wurzeln in Berlin.

Dabei werden einige Probleme, die mit dieser besonderen Situation einhergehen gut beleuchtet. Es werden allerdings ...

"Immergrün" erzählt die Geschichte einer sowjetischen Familie mit jüdischen Wurzeln in Berlin.

Dabei werden einige Probleme, die mit dieser besonderen Situation einhergehen gut beleuchtet. Es werden allerdings Erinnerungen und Erzählungen durcheinandergemischt. Die Geschichte wird nicht wirklich konsequent erzählt, relevante Punkte werden "nebenbei" reingemacht, ohne richtig eingeflochten zu werden und viele interessante Fragen einfach übersprungen. Das ist an sich okay, wenn man einen bestimmten Fokus hat, aber hier läuft der Fokus immer wieder auseinander. Die Geschichte hätte besser ausgearbeitet werden müssen, um gut zu sein.

Letztendlich war das Buch dadurch nicht wirklich lesenswert, trotz des an sich sehr interessanten Themas.

Veröffentlicht am 26.01.2026

Nicht durchdacht

The Exes
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"The Exes" hätte eigentlich Potenzial gehabt, ist allerdings wegen der eher kläglichen Umsetzung gescheitert.
Das Buch erzählt die Geschichte von Natalie, einer schwarzen Frau, die sich in ihren ...

"The Exes" hätte eigentlich Potenzial gehabt, ist allerdings wegen der eher kläglichen Umsetzung gescheitert.
Das Buch erzählt die Geschichte von Natalie, einer schwarzen Frau, die sich in ihren Chef verliebt und ein recht dunkles Geheimnis bezüglich ihrer drei Ex-Freunde hat - denn sie sind alle tot.
Man könnte meinen, mit diesem Setting kann man nicht allzuviel falsch machen, dennoch glänzt das Buch eher mit langweiligen Passagen, vorhersehbaren "Twists", komplett seltsamen Handlungssträngen, die nur bestenfalls halb Sinn ergeben, und Charakteren, die immer anstrengender werden. Auch bei dem Aufbau der Handlung gibt es einige Stellen, die offensichtlich nicht komplett durchdacht wurden.
Letztendlich war ich froh, das Buch endlich beendet zu haben, und hätte es im Nachhinein leider nicht von Neuem gelesen.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Unplausibel und vorhersehbar

Sophie L.
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Sophie L hätte ein Thriller sein sollen, war aber nichtmals eine ordentliche Kriminalgeschichte.

Das Buch strotzt vor ewigen Wiederholungen, als hätte man Seiten füllen wollen. Die Charaktere sind größtenteils ...

Sophie L hätte ein Thriller sein sollen, war aber nichtmals eine ordentliche Kriminalgeschichte.

Das Buch strotzt vor ewigen Wiederholungen, als hätte man Seiten füllen wollen. Die Charaktere sind größtenteils nicht besonders gut gemacht, sodass ihr Verhalten oft unplausibel wirkt. Die Handlung überzeugt nicht und tatsächlich ist das Buch etwas langweilig.