Profilbild von Lilli33

Lilli33

Lesejury Star
offline

Lilli33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lilli33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2018

Eine spannende und emotionale Geschichte mit Tiefgang

Wie die Sonne in der Nacht
0

Gebundene Ausgabe: 475 Seiten
Verlag: Arena (2. Februar 2018)
ISBN-13: 978-3401603315
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine spannende und emotionale ...

Gebundene Ausgabe: 475 Seiten
Verlag: Arena (2. Februar 2018)
ISBN-13: 978-3401603315
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine spannende und emotionale Geschichte mit Tiefgang

Inhalt:
Die siebzehnjährige Mara aus Deutschland hat ein Jahr als Austauschschülerin in Taos, New Mexico, verbracht. Hier lernt sie in den letzten Wochen ihres Aufenthalts den jungen Indianer Kayemo lernen, der ihr quasi vor die Füße fällt. Kayemo ist verletzt, er hat sein Gedächtnis verloren und spricht nicht, doch Mara fühlt sich dem geheimnisvollen Jungen sehr schnell verbunden. Zusammen versuchen sie, Kayemos Geheimnis zu ergründen.

Meine Meinung:
Mit „Wie die Sonne in der Nacht“ ist Antje Babenderde wieder mal ein ganz toller Roman gelungen. Man spürt hier wie in vielen ihrer anderen Jugendbücher, dass ihr Herz für die Indianer schlägt. Diesmal entführt sie die Lesenden zu den Pueblo-Indianern nach New Mexico. Viele der beschriebenen Dinge waren mir nicht geläufig, haben aber direkt mein Interesse geweckt, sodass ich im Internet noch weiter recherchiert habe. Für das Verständnis der Handlung ist dies aber nicht notwendig. Ich finde es allerdings immer toll, wenn ich durch einen Unterhaltungsroman angeregt werde, etwas dazuzulernen.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Maras Ich-Perspektive erzählt. Aber auch Kayemos Sicht wird immer wieder eingeschoben, wenn auch in der 3. Person. So kann man aber auch beide auf keinen Fall verwechseln. Man lernt dadurch diese beiden jungen Leute ziemlich gut kennen, Mara etwas schneller als ihren männlichen Gegenpart, denn seine Geheimnisse sollen ja erst nach und nach aufgedeckt werden.

Mit den beiden Protagonisten kam ich wunderbar klar. Beide waren mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich konnte all ihre Handlungen gut nachvollziehen, auch wenn ich sie vielleicht nicht immer gut fand. Aber es wird immer klar, warum sie so handeln, wie sie es nun mal tun, und das ist in sich schlüssig. Allerdings würde ich aufgrund einiger bestimmter Szenen das Buch eher ab 14 Jahren empfehlen, nicht wie der Verlag ab 12 Jahren. Doch das kommt natürlich immer auf den einzelnen Leser an.

Mit Mara und Kayemo prallen zwei Welten aufeinander, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Das führt immer wieder zu Missverständnissen und amüsanten Situationen. Und doch gibt es eine Art magische Verbindung zwischen ihnen, die schließlich ein zartes Band der Liebe entstehen lässt. Einige Szenen sind so emotional, dass mir richtig das Herz wehtat. Maras drohende Abreise hängt wie ein Damoklesschwert über dem jungen Paar. Kann es für die beiden eine gemeinsame Zukunft geben? - Das findet ihr am besten selbst heraus.

Fazit:
„Wie die Sonne in der Nacht“ gibt einen kleinen Einblick in die Welt der Pueblo-Indianer in New Mexico. Das Jugendbuch verbindet ein spannendes Abenteuer mit einer wundervollen Liebesgeschichte und vermag von der ersten Seite an zu fesseln. Antje Babendererdes eindringlicher und bildhafter Schreibstil sorgt für ein wunderschönes Leseerlebnis.

★★★★★

Veröffentlicht am 14.02.2018

Irre spannender Jugendthriller - auch für Erwachsene

Fanatisch
0

Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
Verlag: Coppenrath (5. Februar 2018)
ISBN-13: 978-3649624547
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,95€
auch als E-Book erhältlich


Irre spannender Jugendthriller – auch ...

Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
Verlag: Coppenrath (5. Februar 2018)
ISBN-13: 978-3649624547
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,95€
auch als E-Book erhältlich


Irre spannender Jugendthriller – auch für Erwachsene

Inhalt:
Sechs Mädchen verschwanden spurlos. Nach sechs Tagen tauchen sie wieder auf, weigern sich jedoch zu sprechen. Gleichzeitig mit den Mädchen verschwand auch Jamie, der beste Freund eines der Mädchen, und er bleibt weiterhin verschwunden. Was haben die Mädchen in diesen sechs Tagen erlebt, und warum sprechen sie nicht? Was ist mit Jamie geschehen?

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt relativ harmlos. Wir lernen die siebzehnjährige Nara kennen, eine Deutsche iranischer Herkunft, sowie ihre beste Freundin Charlotte und ihren Freund Jamie, mit denen sie eine jahrelange Freundschaft verbindet. Als Nara Drohungen per SMS bekommt und der Familienhund plötzlich weg ist, beginnt es spannend zu werden. Noch denkt Nara, sie kann und muss das allein durchstehen, um ihre Familie nicht zu gefährden, und weiht nur ihren Vertrauten Jamie ein.

Die Ereignisse werden zum größten Teil aus Naras Sicht in der Ich-Form erzählt. So erlebt man als Leser*in mit, was den verschwundenen Mädchen während dieser sechs Tage und danach passiert. Es ist das reine Grauen, weshalb ich dieses Buch auch nicht für zartbesaitete Jugendliche empfehlen möchte. Nara erweist sich in ihrer schier ausweglosen Situation als sehr stark und mutig, auch wenn sie manchmal Fehler macht, aber das ist ja wohl nur menschlich. Sie versucht auf jeden Fall, immer das Richtige zu tun, um vor allem ihren kleinen Bruder zu schützen.

Kurze Einschübe aus Sicht des Täters und eines weiteren Opfers geben Einblick in die kranke Psyche des Täters, der einem religiösen Wahn verfallen ist, und lockern die Erzählung auf.

Mir war die Protagonistin Nara ziemlich sympathisch und ich habe mit ihr mit gelitten und gebangt. Oftmals habe ich bewundert, wie gut sie sich hält und wie gut sie mit allem fertig wird, wo andere verzagt hätten. Sie ist wirklich eine starke Persönlichkeit.

Patricia Schröder versteht es, die Spannung hoch zu halten. Schon früh werden einige mögliche Verdächtige präsentiert, die sich im weiteren Verlauf um die Spitzenposition rangeln. Dabei erwarten einen immer wieder Überraschungen, mit denen man ich im Leben gerechnet hätte.

Fazit:
„Fanatisch“ ist ein hochspannender Jugendthriller, der für ältere Jugendliche und auch für Erwachsene geeignet ist. Mit Themen wie Fremdenhass und religiösem Wahn ist er leider sehr aktuell.

★★★★★

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich beim Coppenrath Verlag und vorablesen.

Veröffentlicht am 04.02.2018

Ein sehr spannender Kriminalroman aus Schweden

Beim ersten Schärenlicht
0

Broschiertes Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: KiWi (2015)
ISBN-13: 978-3462046014
Originaltitel: I stundens hetta
Preis: 14,99€ (vergriffen)
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein ...

Broschiertes Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: KiWi (2015)
ISBN-13: 978-3462046014
Originaltitel: I stundens hetta
Preis: 14,99€ (vergriffen)
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein sehr spannender Kriminalroman aus Schweden

Inhalt:
Zur Mittsommernacht kommen viele Jugendliche nach Sandhamn. Alkohol fließt in Strömen, und sie feiern ausgelassen. Doch am Morgen ist einer von ihnen tot.

Nora hat nach der Trennung von ihrem Mann Henrik endlich wieder einen neuen Partner, Jonas. Dessen vierzehnjährige Tochter Wilma feiert lieber mit ihren Freunden als mit der Familie. Doch sie kommt nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause.

Thomas Andreasson vom Polizeirevier Nacka kommt auf die Insel, um den Mörder des Sechzehnjährigen zu finden. Doch keiner will etwas gesehen haben …

Meine Meinung:
Ich mag die Krimis von Viveca Sten sehr gerne. Sie sind nicht ganz so düster und brutal wie die meisten anderen Schwedenkrimis. Trotzdem lassen sie es nicht an Spannung fehlen. In diesem 5. Band der Reihe ist die Spannung ganz besonders ausgeprägt, wie ich finde. Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.

Die Handlung ist sehr vielfältig und nicht leicht zu durchschauen. Immer wieder legt die Autorin falsche Spuren, und doch geht am Schluss alles logisch auf. Häufige Perspektivwechsel steigern die Spannung noch und geben einen umfassenden Eindruck von den Geschehnissen. Trotzdem ist der Täter nicht vor dem Ende zu erraten, wie viel man auch spekulieren mag. So habe ich Krimis gern.

Auch wenn „Beim ersten Schärenlicht“ Teil einer Reihe mit wiederkehrenden Protagonisten ist, kann man diesen Band auch als Stand alone lesen. Man braucht keine Vorkenntnisse, wichtige Details im Leben der Protagonisten werden noch einmal kurz angerissen. Und da es auch keine Rückblicke auf vergangene Fälle gibt, kann man die ersten Bände der Reihe notfalls auch hinterher noch lesen.

Die Fälle von Thomas Andreasson:
1. Tödlicher Mittsommer
2. Tod im Schärengarten
3. Die Toten von Sandhamn
4 .Mörderische Schärennächte
5. Beim ersten Schärenlicht
6. Tod in stiller Nacht
7. Tödliche Nachbarschaft
8. Mörderisches Ufer

★★★★★

Veröffentlicht am 02.02.2018

Ein tolles Jugendbuch, durchaus auch für Erwachsene lesenswert

Es war einmal Aleppo
0

Broschiertes Taschenbuch: 502 Seiten
Verlag: ink rebels (10. Dezember 2016)
ISBN-13: 978-3958692770
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 14,90€
auch als E-Book erhältlich

Ein tolles Jugendbuch, durchaus ...

Broschiertes Taschenbuch: 502 Seiten
Verlag: ink rebels (10. Dezember 2016)
ISBN-13: 978-3958692770
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 14,90€
auch als E-Book erhältlich

Ein tolles Jugendbuch, durchaus auch für Erwachsene lesenswert

Zitat:
Den Krieg interessiert es nicht, ob du vorher arm oder reich warst. Am Ende bist du ein Bettler. (S. 81)

Inhalt:
Als die sechzehnjährige Antonia, genannt Toni, mit ihrer Familie aus dem Urlaub zurückkommt, muss sie erst mal schlucken. Schräg gegenüber in dem leerstehenden Tennisclub wurden quasi über Nacht Hunderte von Flüchtlingen untergebracht. Die Familie ist darüber alles andere als glücklich, jeder auf seine Art. Toni musste vor Jahren miterleben, wie ihr Vater von ausländisch aussehenden Männern zusammengeschlagen wurde. Die Angst sitzt ihr immer noch in den Knochen.

Doch ihre beste Freundin Fee überredet sie, sich das Flüchtlingscamp von innen anzusehen. Als sie die Menschen dort kennenlernt, kann sie ihre Bedenken immer mehr in den Griff bekommen. Aber nun muss sie einen Spagat hinlegen zwischen ihrer Mithilfe im Camp und ihrer Sympathie für die Asylbewerber und den Vorbehalten ihrer Familie, die ihr nie erlauben würde, sich dem Flüchtlingscamp auch nur zu nähern …

Meine Meinung:
Jennifer Benkau schafft es hier mit Leichtigkeit, den jugendlichen LeserInnen sowohl eine spannende und gefühlvolle Geschichte als auch jede Menge Hintergrundwissen zu präsentieren. Denn vor allem in Gesprächen mit dem Syrer Shirvan erfährt Toni viel über dessen Land, über den Bürgerkrieg, der das Land zerstört und über die beschwerliche und gefährliche Flucht, Aber auch die Folgen dieser Traumata werden sichtbar. Was diese Menschen erlebt haben und mitmachen mussten, kann nicht ohne gravierende Folgen bleiben.

Die Autorin lässt aber auch die Asylgegner zu Wort kommen. Deren Argumente hat jeder wohl schon zigmal gehört. Besser werden sie dadurch allerdings nicht. Und in Gestalt von Toni entkräftet Benkau jedes einzelne.

Dass Toni und Shirvan sich schließlich verlieben, erschien mir fast zwangsläufig. Die Entwicklung der Gefühle wird dabei einfach wunderbar dargestellt. Es ist eine zarte, eine zerbrechliche und doch unausweichliche Verbindung zwischen den beiden. Einfach schön!

Normalerweise schreibt Jennifer Benkau ja Fantasy. In diesem Roman jedoch ist nichts erfunden. Die Autorin hat lediglich manche zeitlichen und örtlichen Zusammenhänge geändert, damit sie in die Handlung passten. Unendlich viele Gespräche mit Flüchtlingen, Helfern, aber auch Asylgegnern sind in dieses Buch mit eingeflossen und lassen es sehr authentisch wirken.

Fazit:
„Es war einmal Aleppo“ ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, bietet aber auch jede Menge Informationen zum Thema Flüchtlinge und Syrien. Gerade für die Zielgruppe der Jugendlichen, die nicht politisch interessiert sind und sich vielleicht noch nicht so sehr mit diesem Thema befasst haben, ist das Buch ein Gewinn. Aber auch für ältere LeserInnen ist es absolut lesenwert.

★★★★★

Veröffentlicht am 31.01.2018

Klasse Fortsetzung!

Manipuliert (Bd. 2)
0

Gebundene Ausgabe: 428 Seiten
Verlag: Coppenrath (16. Januar 2018)
ISBN-13: 978-3649626008
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Deception
Preis: 19,95€
auch als E-Book erhältlich

ACHTUNG: Dies ...

Gebundene Ausgabe: 428 Seiten
Verlag: Coppenrath (16. Januar 2018)
ISBN-13: 978-3649626008
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Deception
Preis: 19,95€
auch als E-Book erhältlich

ACHTUNG: Dies ist der 2. Teil der Dark Matters-Trilogie. Meine Rezension kann SPOILER zum 1. Band enthalten. Diesen sollte am besten vorher gelesen haben.

Klasse Fortsetzung!

Inhalt:
Shay ist davon überzeugt, dass sie als Überlebende der sogenannten Aberdeen-Grippe eine Krankheitsüberträgerin ist. Denn überall, wo sie war, bricht kurz danach die Epidemie aus. Deshalb stellt sie sich der Royal Airforce, um niemanden mehr zu gefährden. Doch damit kommt sie vom Regen in die Traufe.

Kai sucht verzweifelt nach Shay und lernt dabei andere Überlebende kennen. Callie, der Geist seiner kleinen Schwester, ist dabei immer an seiner Seite. Und die Epidemie breitet sich immer weiter aus …

Meine Meinung:
Wieder einmal hat mich Teri Terrys mitreißender, lebendiger Schreibstil begeistert. Die kurzen, knackigen Kapitel lassen sich flott lesen und es fällt wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Wie im 1. Band wechselt auch hier die Perspektive immer wieder. Sowohl Shay als auch Kai und Callie kommen zu Wort und erzählen in der Ich-Form im Präsens. So kommt man diesen Protagonisten sehr nahe und hat fast den Eindruck, direkt dabei zu sein. Da Shay und Kai über weite Strecken getrennt agieren, sind die Cliffhanger an den Kapitelenden besonders fies, da es danach oft erst mal mit der anderen Person weitergeht. Ich war auf jeden Fall von der ersten Seite an gefesselt von der spannenden Handlung und Erzählweise. Dabei steigert sich die Spannung bis zum Schluss sogar noch stark. Hier kommt es zu einem Showdown und einer großen Überraschung, die einerseits Fragen beantwortet, andererseits neue aufwirft.

Fazit:
Ein rasanter Mittelteil der Trilogie, der alles andere als langweilig ist. Teri Terry versteht es, ihre Leser*innen durch einen lebendigen Schreibstil mitzureißen. Die Handlung wird ein gutes Stück vorwärtsgebracht. Es werden einige Fragen beantwortet, aber auch neue aufgeworfen.

Die Dark Matters-Trilogie:
1. Infiziert
2. Manipuliert
3. ???

★★★★★