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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Army Romance meets Forced Slow Burn

In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen
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Ich liebe ja Bücher von Rebecca Yaros, weim sie einen tollen Erzählstil hat. Auch ihr letztes Romance Buch war ja bereits so eine Art Military/Army Romance, hier steht das nochmal mehr im Fokus. Stellenweise ...

Ich liebe ja Bücher von Rebecca Yaros, weim sie einen tollen Erzählstil hat. Auch ihr letztes Romance Buch war ja bereits so eine Art Military/Army Romance, hier steht das nochmal mehr im Fokus. Stellenweise hat mich vor allem das Miscommunication Trope und Izzys Art Entscheidungen zu treffen nicht so ganz abgeholt.

Der Einstieg war unfassbar stark. Selten ein Romance Buch gelesen, das mit auf den ersten Seiten schon derart mitgerissen hat. Die Autorin weiß einfach, wie man Spannung aufbaut und mit der Atmosphäre innerhalb der Handlung spielt. Auch den Slow Burn Aspekt rund um die Brieffreundschaft, die Ungewissheit und seltenen, aber kostbaren Treffen hat mir richtig gut gefallen, auch wenn es mir einen Stich ins Herz versetzt hat.

Bei der Gegenwartshandlung in Afghanistan hätte ich mir dann etwas mehr Tempo und Konfrontation gewünscht. Izzys Drang ihren Eltern zu gefallen und deswegen Entscheidungen zu treffen, die schlecht für sie selbst sind, fand ich irgendwann gemessen an ihrem Alter, ihren Erfahrungen und Leistungen nicht mehr passend.

Und Nate, der sture Bock mit dem verletzten Ego, hat zwar mein Herz im Sturm erobert, aber wie der sich zwischenzeitlich anstellt, hat schon Drama-Queen Vibes. Vor allem der Grund für die Trennung und wie er Izzy komplett ghostet hat mich schon auch aufgeregt.

Die Geschichte ist emotional extrem aufgeladen und enthält sensible, belastende Themen. Ist keine leichte, spaßige Lektüre, sondern geht teilweise schon an die Nieren. Ich habs nicht aus der Hand legen können.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Absolut toll, hab mich prächtig amüsiert

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Spionageromane sind ja so ein Genre, damit kriegt man mich. Ich liebe gute Geheimnisse, verdeckte Identitäten und Doppelbluffs, die Ereignissen unerwartete Wendungen geben. Und dieses Buch ist einfach ...

Spionageromane sind ja so ein Genre, damit kriegt man mich. Ich liebe gute Geheimnisse, verdeckte Identitäten und Doppelbluffs, die Ereignissen unerwartete Wendungen geben. Und dieses Buch ist einfach eine charmante, leicht überspitzte Version, da nah an der Parodie kratzt, aber dadurch einfach super kurzweilig und unterhaltsam ist.

Die Figuren sind einfach köstlich konstruiert, bedienen reichlich Klischees und machen einfach Spaß. Es ergeben sich herrliche Konversationen und äußerst schräg anmutende Situationen, bei denen man nie so richtig weiß, wer eigentlich auf welcher Seite steht.

Ähnlich wie Jakob wird auch der Leser einfach mitgerissen auf dieser schrägen Mission deren genauer Inhalt eigentlich zu keiner Zeit eindeutig definiert wird. Aber Jakob lässt sich vom Moment leiten, verzeichnet Erfolge und Rückschläge und so richtig weiß man nie, ob er seine Sache eigentlich gut macht oder überhaupt gutmachen soll.

Das Ende fand ich nochmal sehr speziell, ein bisschen hektisch und unübersichtlich. Es endet so ein bisschen , wie es begann. Mit einem Gespräch, dessen Ausgang und Auswirkung auf Jakobs Leben ungewiss ist. Einerseits sehr passend, andererseits hätte ich mir vielleicht einen letzten großen Knall gewünscht.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Beunruhigend

Happy Head
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Ich finds so spannend, dass diese Geschichte eindeutig dystopische Züge hat, gleichzeitig aber derartig nah an der Realität und aktuellen Strukturen unserer Leistungsgesellschaft, in der mentale Gesundheit, ...

Ich finds so spannend, dass diese Geschichte eindeutig dystopische Züge hat, gleichzeitig aber derartig nah an der Realität und aktuellen Strukturen unserer Leistungsgesellschaft, in der mentale Gesundheit, Fortschritt und reine Funktionalität im Fokus stehen, angelehnt ist, dass man fast schon Angst bekommen könnte vor dem, was leider viel zu realistisch wirkt.

Sowohl in der Buchbeschreibung als auch im Buch selbst gibt es Anspielungen auf Squid Game- weiß ich jetzt nicht. Der Vibe ist schon ein anderer und das Konzept auch. Bei der Bucheschreibung hat das bei mir schon eine falsche Erwartungshaltung geweckt. Ja, es gibt Challenges, aber die haben absolut nichts mit Squidgame zu tun.

Es geht hier mehr um ein manipuliertes Sozialexperiment, was für sich allen auch schon super unheimlich ist. Seb is ein eher ambivalenter Protagonist, gefangen zwischen dem Wunsch zu gefallen; „richtig“ zu sein und seinem Wahren Ich.

Beim Ende bin ich unschlüssig, es wird vermutlich einen zweiten Band geben, aber ich hätte zumindest gerne irgendwas handfestes bekommen.
Fands aber angenehm zu lesen und durchaus auch ein bisschen spannend. Hatte zwar eine etwas andere Geschichte erwartet, aber hat mir unterm Strich gefallen

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Erst mau, dann absolut perfide

Ruf der Leere
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Der Roman beginnt erstmal eher unspektakulär- eine Gruppe junge Erwachsene in verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungsstadien und eine abgelegene Hütte. Die Gruppendynamik insgesamt eher kühl und ...

Der Roman beginnt erstmal eher unspektakulär- eine Gruppe junge Erwachsene in verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungsstadien und eine abgelegene Hütte. Die Gruppendynamik insgesamt eher kühl und Protagonist Felix, der im Zentrum des ganzen Plots steht, auf blasierte Art unsympathisch.

Die Handlung beginnt in eher gemäßigtem Tempo und so richtig ist nicht klar, worauf der Plot eigentlich hinauslaufen soll. Anfangs fand ich die Rückblenden in Felix und Lauras sich entwickelnde Beziehung, die sich irgendwo zwischen Rivalität und Freundschaft bewegt, eher belanglos, aber als zur Mitte der Geschichte der Wendepunkt naht, bekommen nicht nur die Medizinethikseminare und Diskussionen über Moral eine neue Bedeutung, sondern auch Felix Freundschaft zu Laura.

Die zweite Hälfte der Geschichte liest sich dann wie ein absoluter Fiebertraum. Bin immer noch völlig platt vom Ausmaß dessen, wie die Geschichte den Bach runtergeht. Vom Plot her eigentlich super geschickt gemacht, aber bin doch ehrlich: ich hätte da zum Schluss noch ein paar Fragen.

Felix ist auf jeden Fall ein Protagonist, wie ich selten einen hasse. Zwischendurch tat der mir doch tatsächlich ein bisschen leid, aber mein Gott, selten so eine abgründige Romanfigur erlebt, die es auf reine Provokation anlegt.

Hatte ein ganz anderes Buch erwartet, bin aber vor allem in der zweiten Hälfte positiv überrascht worden

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Eine neue Ordnung

Der letzte Sommer der Tauben
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Abbas Khider hat eine wundervolle Art zu erzählen. In seinen Geschichten ist Platz für Grausamkeit, Angst und Ungewissheit. Nichts wird geschönt, sondern mit offenen Augen betrachtet. Trotzdem bewahrt ...

Abbas Khider hat eine wundervolle Art zu erzählen. In seinen Geschichten ist Platz für Grausamkeit, Angst und Ungewissheit. Nichts wird geschönt, sondern mit offenen Augen betrachtet. Trotzdem bewahrt es sich einen gefassten, ruhigen Erzählton. Und genau das macht den Schrecken in all seiner Banalität für mich als Leser noch greifbarer.

Die Geschichte beginnt fast schon in schöner Alltäglichkeit. Ein Bild des Friedens, bis ein sich verändernder Himmel den bevorstehenden Wandel ankündigt. Mit fast schon verlässlicher Stetigkeit ziehen Gewalt, Beschränkungen und Angst in den Alltag des Protagonisten ein. Und es wird sehr eindrücklich geschildert, wie klein eine Welt mit einem Mal werden kann.

Die Auswirkungen dessen werden anhand Noahs Familie und ihren Freunden und Nachbarn sehr eindringlich geschildert. Noah fand ich für seine 14 Jahre wirklich bemerkenswert. Er scheut sich nicht Fragen zu stellen, das System anzuzweifeln und kleine Rebellionen zu begehen. Und gleichzeitig tat er mir furchtbar leid, als er alles zu verlieren droht, was sein Leben einmal ausgemacht hat.

Es ist ein Buch, das bewegt und nachdenklich stimmt. Ich war mir beim Lesen die gesamte Zeit bewusst, wie privilegiert ich lebe. Ein wichtiges Buch, das mich auch nach Ende des Lektüre noch beschäftigt hat

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