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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Wahnsinniger Spannungsbogen!

Ultramarin
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"Ultramarin“ hat mich am Wochenende wirklich umgehauen. Vor allem die Wucht der Beziehung und die Sprache haben mich sofort gepackt. Es ist eines dieser Bücher, das man anfängt und dann kaum noch aus der ...

"Ultramarin“ hat mich am Wochenende wirklich umgehauen. Vor allem die Wucht der Beziehung und die Sprache haben mich sofort gepackt. Es ist eines dieser Bücher, das man anfängt und dann kaum noch aus der Hand legen kann. Ich habe es fast in einem Stück gelesen und dabei völlig die Zeit und alles um mich herum vergessen.

Besonders beeindruckt hat mich die queere Geschichte, die dahintersteht. Die Verbindung zwischen den Figuren entwickelt sich zunächst langsam und vorsichtig, fast tastend. Und dann kippt etwas. Die Dynamik wird plötzlich intensiver, schneller und auch ein bisschen "gefährlich". Genau dieser Moment, in dem sich alles verändert, hat mich emotional total erwischt und der Spannungsbogen hat mich bis zum Ende getragen.

Gleichzeitig hat das Setting eine wunderschöne sommerliche Atmosphäre. Beim Lesen fühlt man sich direkt in diese warme, helle Umgebung versetzt. Gerade dieser sommerliche Rahmen bildet einen spannenden Kontrast zu der Intensität der Geschichte und den Gefühlen, die sich zwischen den Figuren aufbauen.

Für mich ist „Ultramarin“ ein Buch, das man wunderbar an einem Wochenende verschlingen kann. Es zieht einen komplett hinein und lässt einen für ein paar Stunden alles um sich herum vergessen. Ein Roman, der mich mit seiner Sprache, seiner Atmosphäre und dieser intensiven Beziehung wirklich beeindruckt hat. Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Krass!

Vox
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Ich habe das Buch zufällig in einer "Zu verschenken"-Kiste gefunden. Es hat mich also durch einen wundersamen Zufall gefunden. Beim Lesen stockte mir oft der Atem. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen ...

Ich habe das Buch zufällig in einer "Zu verschenken"-Kiste gefunden. Es hat mich also durch einen wundersamen Zufall gefunden. Beim Lesen stockte mir oft der Atem. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen, in den USA aber auch in Europa, fand ich es im Ton und im Plot fast zu gut getroffen. Es hat mich sehr an "Report einer Magd" von Atwood. Allen Fans dieses Buches (und der Serie) kann ich das Buch nur empfehlen. Sprachlich wirklich fesselnd - teilweise zu spannend für meine Nerven.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Heimat, die unter die Haut geht!

Melken
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„Melken“ hat mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel erwischt. Die bildhafte Sprache malte den Hof, die Tiere und die raue Natur so plastisch vor mein inneres Auge, dass ich den Kuhmist gerochen, den Wind ...

„Melken“ hat mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel erwischt. Die bildhafte Sprache malte den Hof, die Tiere und die raue Natur so plastisch vor mein inneres Auge, dass ich den Kuhmist gerochen, den Wind auf der Haut gespürt und das Muhen der Kühe gehört habe. Als Frau vom Dorf, die in Berlin lebt, traf mich das mitten ins Herz. Jede Szene schleuderte mich zurück in meine eigene Kindheit, in diese schmutzige, echte Heimat mit ihren Gerüchen, Geräuschen und harten Wahrheiten, die ich manchmal vermisse und manchmal verdränge.

Das Buch lag Montagmorgen in meinem Briefkasten. Bei dem schönen Frühlingswetter habe ich mich mit einer Decke auf den Balkon gekuschelt und es in gerade mal zwei Tagen durchgelesen. So kurz, aber so unglaublich kraftvoll. Wie Heimat und Identität hier verwoben sind, fühlt sich für mich absolut gelungen an. Nicht diese heile Welt, sondern ehrlich, widersprüchlich, voller Biss. Es weckt in mir eine Sehnsucht nach meinen Wurzeln, die gleichzeitig tröstet und herausfordert.

Die queeren Elemente machen es für mich besonders besonders. Sie durchbrechen die starre Dorftradition mit so viel sensibler, mutiger Offenheit. Diese Identitätssuche mitten im Melkstall, zwischen Kühen und Feldern, mitten unter den Alten, die alles vorgeben. Das ist feministisch und queer auf eine Weise, die mich tief berührt. Es zeigt, dass man auch auf dem Land frei sein kann, sich selbst finden kann, trotz allen Normen und Blicken. Dieses Buch geht mir richtig unter die Haut und hallt lange nach. Jeder, der Heimat neu fühlen will, braucht „Melken“ jetzt sofort.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Humorvolles feministisches Buch!

Zum ersten Mal
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Dieses Buch hat mich auf eine sehr leise, aber nachhaltige Weise berührt. Es erzählt vom Erwachsenwerden und Erwachsensein als Frau, mit all den Unsicherheiten, Erwartungen und Widersprüchen, die dazugehören. ...

Dieses Buch hat mich auf eine sehr leise, aber nachhaltige Weise berührt. Es erzählt vom Erwachsenwerden und Erwachsensein als Frau, mit all den Unsicherheiten, Erwartungen und Widersprüchen, die dazugehören. Dabei ist es humorvoll, manchmal selbstironisch, manchmal nachdenklich, aber nie belehrend. Genau diese Mischung hat mir so gut gefallen.

Während des Lesens musste ich immer wieder an meine eigenen Freundinnen denken. An Gespräche in Küchen spät am Abend, an Sprachnachrichten voller Zweifel, an gemeinsames Lachen über Situationen, die eigentlich frustrierend waren. Das Buch beschreibt so treffend, wie sehr wir uns gegenseitig durch verschiedene Lebensphasen tragen. Wie wichtig es ist, Menschen zu haben, die die eigenen Erfahrungen wirklich verstehen, weil sie ähnliche machen.

Es geht viel um das Erwachsenwerden unter bestimmten gesellschaftlichen Erwartungen, aber ohne große Anklage. Vielmehr zeigt die Geschichte in kleinen Beobachtungen, wie man sich selbst findet, sich hinterfragt und immer wieder neu sortiert. Und mittendrin stehen Freundinnenschaften als etwas Selbstverständliches und doch Unglaublich Wertvolles.

Mich hat besonders bewegt, wie selbstverständlich das Buch Freundinnen ins Zentrum rückt. Nicht als Ergänzung zum „eigentlichen“ Leben, sondern als essenziellen Teil davon. Beim Lesen wurde mir noch einmal klar, wie prägend und tragend diese Beziehungen sind. Vielleicht sogar beständiger als so manche romantische Beziehung. Für mich war dieses Buch deshalb nicht nur unterhaltsam, sondern auch persönlich. Es hat mich daran erinnert, meinen Freundinnen öfter zu sagen, wie wichtig sie mir sind. Und allein dafür bin ich sehr dankbar.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Absoluter Lesetipp!

Das schönste aller Leben
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Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht. Ich habe es an einem Wochenende gelesen, weil ich es schlicht nicht aus der Hand legen konnte. Schon die ersten Seiten haben mich hineingezogen. Der Einstieg in ...

Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht. Ich habe es an einem Wochenende gelesen, weil ich es schlicht nicht aus der Hand legen konnte. Schon die ersten Seiten haben mich hineingezogen. Der Einstieg in die Geschichte ist so klug und atmosphärisch gestaltet, dass ich sofort das Gefühl hatte, ganz nah bei den Figuren zu sein. Der Schreibstil ist dabei ruhig, eindringlich und gleichzeitig so klar, dass man sich mühelos treiben lassen kann. Besonders berührt hat mich, dass die Geschichte von zwei Frauen erzählt wird, die in unterschiedlichen Zeiten leben und dennoch mit ganz ähnlichen Fragen kämpfen. Obwohl ihre Lebensrealitäten verschieden sind, stehen sie vor denselben inneren Konflikten. Es geht um den eigenen Körper, um Anerkennung, um das Gefühl, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Und es geht darum, wie schnell dieser Selbstwert ins Wanken gerät, wenn er zu sehr vom Außen abhängt. Ich habe mich in vielen Gedanken wiedergefunden. Dieses leise, oft unausgesprochene Ringen darum, genug zu sein. Schön genug, stark genug, erfolgreich genug. Das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie sehr Frauen gelernt haben, ihren Wert über äußere Maßstäbe zu definieren, und wie brüchig dieses Fundament sein kann. Gleichzeitig erzählt es von innerer Stärke, von Widerstandskraft und von dem langen Weg, sich selbst unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen zu begreifen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Feinfühligkeit, mit der diese Themen behandelt werden. Nichts wirkt belehrend, nichts überzeichnet. Stattdessen entsteht ein sehr ehrlicher Blick auf weibliche Lebensrealitäten, der mich nachdenklich gemacht hat. Die Parallelen zwischen den Generationen zeigen, wie hartnäckig bestimmte Muster sind und wie wichtig es ist, sie zu hinterfragen. Für mich ist dieses Buch deshalb mehr als nur eine gut erzählte Geschichte. Es ist eine Erinnerung daran, wie sehr unser Selbstbild geprägt wird und wie notwendig es ist, den eigenen Wert im Inneren zu suchen. Ein großartiger Roman, der mich gefesselt, bewegt und noch lange beschäftigt hat.

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