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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Tolle Mischung aus Romance und Suspense

Pure Grace Academy (Band 1) - The Final Bow
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„Pure Grace Academy – The Final Bow“ ist der Auftakt der Pure Grace Academy-Reihe und lässt sich im Genre New Adult mit Romantic Suspense einordnen.

Mich hat das Buch sofort angesprochen, weil es ein ...

„Pure Grace Academy – The Final Bow“ ist der Auftakt der Pure Grace Academy-Reihe und lässt sich im Genre New Adult mit Romantic Suspense einordnen.

Mich hat das Buch sofort angesprochen, weil es ein spannendes Academy-Setting in Paris verspricht – kombiniert mit einem mysteriösen Todesfall, der aufgeklärt werden soll. Diese Mischung klang für mich direkt nach einer Geschichte, die viel Atmosphäre und Spannung mitbringen könnte.

Im Mittelpunkt steht Aurélie, die nach dem Tod ihrer Mutter – der Leiterin der Pure Grace Academy – an die Ballettakademie zurückkehrt. Doch sie kommt nicht nur zurück, um zu trauern, sondern auch, um den Mord an ihrer Mutter aufzuklären. Dabei muss sie sich gleichzeitig ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Das Setting der Ballettakademie hat mir wirklich richtig gut gefallen. Die Academy wird sehr bildhaft beschrieben und ich konnte mir die Umgebung beim Lesen sehr gut vorstellen. Ehrlich gesagt hätte ich am liebsten selbst dort Unterricht genommen – auch wenn ich absolut kein Ballett kann. Gleichzeitig spürt man beim Lesen den enormen Leistungsdruck und den Perfektionismus, der in dieser Welt herrscht. Diese Atmosphäre wird von einer emotionalen, manchmal auch geheimnisvollen Stimmung begleitet, was mir sehr gefallen hat.

Aurélie ist eine Protagonistin, die am Anfang sehr verletzlich wirkt. Der Verlust ihrer Mutter und die Suche nach der Wahrheit lasten schwer auf ihr. Dadurch wirkt sie oft emotional und innerlich zerrissen, was sie für mich sehr nachvollziehbar gemacht hat.

Lucian fand ich als Love Interest besonders interessant. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Kindheit, doch zwischen ihnen stehen viele unausgesprochene Dinge und auch einige Geheimnisse. Ihre Dynamik ist von Anfang an spannungsgeladen – sie können sich scheinbar überhaupt nicht ausstehen, und trotzdem merkt man schnell, dass da viel mehr zwischen ihnen steckt.

Die Beziehung der beiden ist von vielen unausgesprochenen Gefühlen geprägt, und die romantische Spannung baut sich wirklich gut auf. Allerdings wurde mir der Spice-Anteil ab einem gewissen Punkt etwas zu viel.

Die Nebenfiguren fand ich ebenfalls interessant, allerdings hätte ich mir hier an manchen Stellen noch etwas mehr Hintergrund oder Tiefe gewünscht. Ich hoffe sehr, dass man in Band zwei noch mehr über sie erfährt.

Auch der mysteriöse Tod von Aurélies Mutter spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte. Die Handlung lebt von den vielen Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kommen, und sorgt dadurch immer wieder für Spannung.

Der Schreibstil von Jennifer Bright ist sehr bildhaft und emotional, wodurch man schnell in die Geschichte eintauchen kann.

Insgesamt war es für mich eine wirklich gelungene Mischung aus Romance und Spannung, die mir ein tolles Leseerlebnis beschert hat. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte in Band zwei weitergeht.

4 von 5 Punkten. ✨📚

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Märchenhaft düster

Verrat der Schwäne
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„Der Verrat der Schwäne“ hat mich vor allem durch seinen Aspekt des Märchen-Retellings von Schwanensee sofort neugierig gemacht. Ich würde das Buch klar ins Genre Romantasy einordnen, wobei die romantischen ...

„Der Verrat der Schwäne“ hat mich vor allem durch seinen Aspekt des Märchen-Retellings von Schwanensee sofort neugierig gemacht. Ich würde das Buch klar ins Genre Romantasy einordnen, wobei die romantischen Elemente eher dezent im Hintergrund bleiben.

Über die gesamte Geschichte hinweg herrscht eine düstere, fast bedrückende Atmosphäre. Schatten, Misstrauen und unterschwellige Bedrohung begleiten die Handlung konstant – und genau das hat mir sehr gut gefallen.

Im Mittelpunkt steht Odile, die sich als Prinzessin Marie d’Odette ausgeben soll, um für ihren Ziehvater, den Zauberer Regnault, die magische Krone zu stehlen und damit die Magie im Land wiederherzustellen. Doch auf diesem Weg beginnt sie, sich selbst zu hinterfragen: Für wen kämpft sie eigentlich? Woran glaubt sie? Und was fühlt sie wirklich?

Die politischen Intrigen und Machtspiele waren für mich eines der Highlights. Man hatte ständig das Gefühl, dass hinter jeder Geste ein doppelter Boden steckt. Die Neuinterpretation von Schwanensee ist dabei besonders spannend gelungen und verleiht der Geschichte eine eigene, dunklere Tiefe.

Der Einstieg fiel mir allerdings nicht ganz leicht – ich habe etwa 80 Seiten gebraucht, um vollständig in die Geschichte einzutauchen. Der poetische, stellenweise anspruchsvolle Schreibstil fordert Aufmerksamkeit, passt jedoch sehr gut zur düsteren Grundstimmung des Romans.

Odile ist eine sehr zwiegespaltene Figur. Zu Beginn wirkt sie naiv, ihre Entscheidungen sind stark von Misstrauen geprägt, und sie handelt nicht immer sympathisch. Ich war ehrlich gesagt lange kein Fan von ihr. Doch gerade diese moralische Ambivalenz macht ihre Entwicklung so interessant. Im Verlauf der Geschichte werden ihre Motive und inneren Konflikte nachvollziehbarer, und sie durchläuft eine glaubhafte, starke Charakterentwicklung.

Mein absoluter Lieblingscharakter war Marie. Sie ist nahbar, humorvoll, träumt groß und kämpft für das, was ihr wichtig ist. Sie bringt Licht in die ansonsten dunkle Atmosphäre und wirkt lebendig und authentisch.

Die angedeutete Liebesgeschichte blieb für meinen Geschmack leider zu schwach ausgearbeitet. Zwischen Odile und Marie hätte ich mir deutlich mehr Interaktion, mehr emotionale Intensität und greifbare Entwicklung gewünscht. Hier wurde Potenzial verschenkt.

Auch die Nebenfiguren waren interessant angelegt, hätten aber an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe vertragen können.

Insgesamt ist „Der Verrat der Schwäne“ eine märchenhafte, düstere Geschichte voller politischer Intrigen. Es geht um Misstrauen, Macht, Identität und verletzliche Herzen. Trotz kleiner Schwächen – insbesondere im romantischen Bereich – hat mich das Buch atmosphärisch und thematisch sehr überzeugt.

4 von 5 Sternen – ein starkes, düsteres Märchen-Retelling mit spannender Figurenentwicklung und intensiver Stimmung.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Zwischen Fake und Wahrheit

Mornings in Boston - The Truth We Hide
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Mornings in Boston – The Truth We Hide ist der zweite Band der Love on Air-Reihe und spielt erneut im Setting von Boston.

Im Mittelpunkt steht diesmal Scarlett, die eine Fake-Beziehung mit ihrem Kollegen ...

Mornings in Boston – The Truth We Hide ist der zweite Band der Love on Air-Reihe und spielt erneut im Setting von Boston.

Im Mittelpunkt steht diesmal Scarlett, die eine Fake-Beziehung mit ihrem Kollegen und Wettermoderator Grayson eingeht. Doch sie konnte nicht ahnen, dass der neue Kameramann Jasper ausgerechnet ihre erste große Liebe ist – und plötzlich wieder in ihr Leben tritt. Ihre damalige Beziehung endete alles andere als gut und ist bis heute von Geheimnissen überschattet.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Scarlett und Jasper erzählt.

Von Anfang an spürt man, dass Scarlett mit inneren Konflikten kämpft, besonders im Umgang mit ihrer Vergangenheit. Nach außen wirkt sie stark und entschlossen, doch unter der Oberfläche brodelt es – und es gibt einiges zu verarbeiten.

Jasper hingegen wirkt zunächst wie der klassische Bad Boy, hat aber ein großes Herz. Er steht zu seinen Fehlern, und der Trope he falls harder passt hier perfekt.

Auch das Wiedersehen mit Penelope, Connor und Grayson hat mir gefallen. Die „On Air“-Familie wächst einem immer mehr ans Herz und ich lese sehr gern über sie.

Die Geschichte lebt stark vom Misstrauen zwischen Scarlett und Jasper. Vertrauen ist ein zentrales Thema: Können sie ihre Vergangenheit überwinden? Und wie riskant ist eine Fake-Beziehung, die jederzeit auffliegen könnte?

Die Atmosphäre ist ruhig und oft nachdenklich, ohne an Intensität oder Emotionalität zu verlieren. Es gibt auch eine Handlung außerhalb der Liebesgeschichte, die jedoch eher im Hintergrund bleibt. Die Arbeit am Set hätte für mich noch etwas mehr Raum einnehmen können.

Die emotionale Tiefe der Geschichte und die spürbare Charakterentwicklung haben mir gut gefallen. Das Tempo ist eher gemächlich, was zur Atmosphäre passt.

⭐ 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Rache kennt keine Grenzen

My Darkest Revenge (Demons of New York 1)
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My Darkest Revenge ist eine Urban Romantasy, die im modernen New York spielt.

Alexis ist auf der Suche nach den Mördern ihrer Eltern und den Entführern ihrer Schwester. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, ...

My Darkest Revenge ist eine Urban Romantasy, die im modernen New York spielt.

Alexis ist auf der Suche nach den Mördern ihrer Eltern und den Entführern ihrer Schwester. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, verbündet sie sich mit dem gefährlichen Daimon Corin. Doch auf ihrem Weg müssen sie sich nicht nur zahlreichen Gegnern stellen – Alexis fragt sich auch immer wieder, auf welcher Seite der mysteriöse Corin eigentlich steht.

Der Einstieg in die Geschichte ist actionreich, konnte mich aber auch emotional sofort abholen.

Alexis ist eine spannende Hauptprotagonistin. Sie wird vom Verlust ihrer Eltern und dem Verschwinden ihrer Schwester angetrieben. Sie kämpft entschlossen für das, was ihr wichtig ist, lässt jedoch niemanden wirklich an sich heran, aus Angst, erneut jemanden zu verlieren.

Corin hingegen ist gefährlich, geheimnisvoll und oft arrogant. Ich fand ihn sehr interessant, konnte aber lange nicht entscheiden, ob ich ihn mag oder nicht.

Gemeinsam harmonieren die beiden gut. Ihre Wortgefechte lockern die Geschichte auf und sorgen immer wieder für Dynamik.

Das Worldbuilding bleibt zunächst stark im modernen New York verankert, ergänzt durch übernatürliche Elemente wie Daimonen und Unsterbliche. Im Laufe der Handlung klären sich nach und nach Fragen, sodass die Neugier auf die weitere Entwicklung der Welt – besonders in Band 2 – wächst.

Der Schreibstil ist düster und actionreich, findet aber auch eine gute Balance mit emotionalen Momenten. Einige Plot-Twists waren vorhersehbar, dennoch wollte ich unbedingt weiterlesen, da die Geschichte insgesamt sehr mitreißend bleibt.

⭐ 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen Schein und Wahrheit

Illusion – A Lie Worth Believing
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Illusion – A Lie Worth Believing ist ein Romantic-Suspense-Roman, der im glamourösen Las Vegas spielt und sich mit den Themen Illusion und Realität auseinandersetzt.

Stella lebt ein trostloses Leben in ...

Illusion – A Lie Worth Believing ist ein Romantic-Suspense-Roman, der im glamourösen Las Vegas spielt und sich mit den Themen Illusion und Realität auseinandersetzt.

Stella lebt ein trostloses Leben in Seattle, bis sie Levin kennenlernt, der ihr ein scheinbar unschlagbares Angebot macht: Sie soll als Sängerin Teil seiner Magieshow Illusion werden. Doch kaum in Las Vegas angekommen, erfährt Stella, dass ihre Vorgängerin Fia spurlos verschwunden ist. Gleichzeitig geschehen immer mehr geheimnisvolle Dinge, die ihr Vertrauen auf eine harte Probe stellen.

Die Grundstimmung des Buches ist glamourös. Das Setting in Las Vegas ist atmosphärisch eingefangen, und besonders der Magie-Anteil sowie die Technik hinter der Show haben mir viel Spaß gemacht. Ich hatte stellenweise wirklich das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Gleichzeitig gibt es spannende und packende Momente, die einen gelungenen Kontrast zur schillernden Oberfläche bilden.

Stella ist eine vielschichtige Protagonistin. Sie steckt in einem inneren Konflikt, ist mit ihrem Leben unzufrieden und sieht in der Show – und in Levin – ihre einzige Chance auf einen Ausweg. Allerdings wirkt sie teilweise auch sehr naiv, da sie viele Ungereimtheiten hinnimmt, ohne sie zu hinterfragen.

Levin selbst bleibt mysteriös und schwer greifbar. Immer wieder habe ich mich gefragt, was er wirklich plant und welche Absichten hinter seinem Verhalten stecken.

Auch die Nebenfiguren – insbesondere Cam – wirken glaubwürdig und machen es leicht, sich in sie hineinzuversetzen.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Es gibt viele schöne Momente, und auch die Spannung ist vorhanden – wenn auch nicht durchgehend. Manche Passagen ziehen sich etwas, während andere Kapitel wieder richtig fesselnd sind.

Unterschwellig stellt sich beim Lesen immer wieder die Frage: Wem kann man vertrauen? Was ist Wahrheit – und was Täuschung?

Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant, und der fiese Cliffhanger sorgt definitiv dafür, dass ich zum zweiten Band greifen werde.

⭐ 4 von 5 Punkten

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