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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Ok

Salto
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Vapes und ChatGPT zeigen sich schnell als Bestandteil im Buch. Auch wenn ich weiß, dass dies irgendwann kommen musste, vermittelt es mir zunächst ein negatives Gefühl. Zugleich schafft es jedoch Realitätsnähe ...

Vapes und ChatGPT zeigen sich schnell als Bestandteil im Buch. Auch wenn ich weiß, dass dies irgendwann kommen musste, vermittelt es mir zunächst ein negatives Gefühl. Zugleich schafft es jedoch Realitätsnähe und setzt die Thematik passend in Szene. Diese wiederum empfinde ich als sehr spannend, konnte mich jedoch trotz Aktualität leider nicht richtig einnehmen.
Durch den Protagonisten sind Hilflosigkeit, Haltlosigkeit und eine gewisse Belastung spürbar. All dies ist zur Thematik ebenso äußerst passend und für mich als Leser auch nachvollziehbar. Die Charaktere selbst erscheinen mir jedoch nicht sehr tiefgründig, sie wirken eher flächig. Zusammen sind sie allerdings stimmig und ergeben ein passendes Gesamtbild. Auffällig ist dabei auch die reduzierte Anzahl an bedeutungsvollen Figuren, also jener, die wirklich im Vordergrund auftreten.
In Hinsicht auf den Aufbau des Buches, mag ich die kurzen Kapitel - wir sprechen zum Teil von einer halben Seite oder zumindest von nur wenigen Seiten. Die vielen Absätze stören hingegen etwas meinen Lesefluss und lassen selbst die kurzen Kapitel abgehackt wirken. Gleichzeitig schaffen sie inhaltliche Abgrenzungen und setzen gezielt Pausen, wie in einem Musikstück – zum Einfühlen, Aufatmen, Denken.
Literarisch ist das Buch schön ausgearbeitet. An passenden Stellen sind stilistische und rhetorische Mittel eingesetzt - das würde meine Deutschlehrerin beim Abi wohl genauso erfreuen wie mich. Besonders stilistische Wiederholungen erzeugen eine spannende Rhythmik, wodurch alles wieder seinen Ursprung findet, als würde man sich selbst sammeln. Sie bringen Kontinuität, eine Regelmäßigkeit, die die Geschichte immer wieder durchläuft und irgendwie auch festhält.
Sprachlich weist das Buch viele Qualitäten auf, auch wenn ich mit dem Schreibstil trotzdem nicht richtig warm werde. Ich kann dabei leider nicht einmal genau sagen, was mich konkret stört.
Während des Lesens war mir zudem unklar, welchen Zusammenhang der Titel zur Geschichte hat. Erst im letzten Kapitel findet sich die Wiederholung des Titels wieder. Trotzdem ist für mich noch nicht ganz klar, welche Bedeutung dieser nun genau trägt.
Das Ende selbst ist nicht ganz offen, aber ebenso wenig wirklich geschlossen, und lässt mich dadurch ebenso etwas unbefriedigt zurück. Ich habe erwartet, dass danach noch irgendetwas kommt. Man kann die Geschichte zwar so stehen lassen, doch manche Informationen, die mir eigentlich relevant erschienen, fehlen mir gänzlich.
Im Gesamten verweisen der Aufbau und die Sprache auf ein Meisterwerk. In der Schule hat man als Abivorbereitung gelernt, worauf es bei einem guten Buch ankommt - auch wenn das immer etwas relativ ist. Und egal, wie mir dieses Buch nun gefallen hat, muss ich zugeben, dass in dieser Hinsicht vieles, wenn nicht alles, sehr gut gepasst hat und sich harmonisch zusammenfügt.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Ruhige Spannung

The Witch Collector
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Für dieses Buch die richtigen Worte zu finden, fällt mir schwerer als gedacht. Aber fangen wir mal vorne an. Der Start ins Buch war für mich ziemlich durchwachsen. Es fiel mir schwer, mich auf die Charaktere, ...

Für dieses Buch die richtigen Worte zu finden, fällt mir schwerer als gedacht. Aber fangen wir mal vorne an. Der Start ins Buch war für mich ziemlich durchwachsen. Es fiel mir schwer, mich auf die Charaktere, den Schreibstil und generell die Thematik des Buches einzulassen. Dadurch las ich das erste Drittel des Buches in vielen Bruchstücken, bis mich die Geschichte dann doch packen konnte. Auch dann fiel mir das Lesen jedoch nicht so leicht wie erhofft. Meine Gedanken schweiften weiterhin immer wieder ab. Trotzdem kam der Punkt, an dem ich mir dachte, dieses Buch gefalle mir doch ganz gut, und auch mit den Charakteren wurde ich warm. Immer mehr Verständnis entwickelte ich für Raina und Alexus, und ich begann, die beiden mit einem anderen Blick zu sehen - insbesondere, da sie sich nicht nur zueinander öffneten, sondern eben auch uns Lesern.
Auch die Thematik des Buches fand langsam Gefallen bei mir. Das überwiegend kalte Setting eines Waldes, die Rauheit des Kampfes ums Überleben, die Robustheit der Charaktere gegenüber Feinden - all das fand bei mir Anklang.
Bezüglich des Schreibstils bin ich mir weiterhin nicht sicher, ob dieser hundertprozentig zu meinem Lesestil passt. Trotzdem wurde hier am Ende ein gutes High-Fantasy-Buch geschaffen, das trotz aufregender Thematik eine Ruhe und Gelassenheit in der Wortwahl und in der längeren Dauer der einzelnen Handlungen mit sich bringt.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Gut für zwischendurch

The One I Stood Beside
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Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht. Für Zwischendurch ist es sogar sehr angenehm. Die Charaktere sind ausgereift, die Story charmant. Trotzdem fehlt mir persönlich die Tiefe in der Geschichte. Und ...

Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht. Für Zwischendurch ist es sogar sehr angenehm. Die Charaktere sind ausgereift, die Story charmant. Trotzdem fehlt mir persönlich die Tiefe in der Geschichte. Und auch die Emotionen kommen nach meinem Geschmack zu kurz. Das Kleinstadtleben ist hingegen wieder sehr originell dargestellt und lässt ein schönes Setting entstehen. Trotzdem hätte ich mir im Gesamten eine ausgereiftere Story gewünscht, die an der ein oder anderen Stelle nicht so schnell abgehandelt wird. Im Vergleich zu Band eins der Reihe, fiel es mir hier jedoch leichter zu lesen. Außerdem mochte ich den Kontrast der Protagonisten zueinander. Der Schreibstil war zudem wieder sehr angenehm und lässt keine Mängel zu. Schlussendlich ist hier also ein Buch geschaffen wurde, welches man gut an einem warmen Sommertag im Garten liest, um einfach mal zu entspannen.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

Weniger entspannend als erwartet

Skye In Our Hearts
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Zu Beginn des Buchs habe ich eine entspannte Geschichte erwartet, die wie auch das schlichte Cover vermuten lässr, vielleicht die zauberhafte, schöne Seite Schottlands thematisiert, in der zwei Charaktere ...

Zu Beginn des Buchs habe ich eine entspannte Geschichte erwartet, die wie auch das schlichte Cover vermuten lässr, vielleicht die zauberhafte, schöne Seite Schottlands thematisiert, in der zwei Charaktere die große Liebe finden. Ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass das Land selbst gar kein so großer Teil der Story einnimmt. Abgegesehn vom schottischen Whisky, der sich wie ein Leitfaden durch das Buch zieht, und der örtlichen Distanz zu London, wo die weibliche Protagonistin herkommt, nimmt diese Seite Großbritanniens weniger Raum ein als erwartet. Dafür stehen jedoch zwischenmenschliche Beziehungen und das eigene innere Empfinden im Vordergrund. Sehnsüchte, Ängste und Unsicherheiten sind von Beginn an präsent, werden aber durch eine Leichtigkeit und Entspanntheit im Umgang mit anderen Charakteren abgeschwächt. Malcolm hingegen zeigt sich mit seiner mürrischen und zurückgezogenen Art als Kontrast zur lebensfrohen April. Durch die Whiskybrennerei verbringen die beiden unausweichlich mehr und mehr Zeit miteinander, beginnen sich zu öffnen und vor allem Malcolm lernt für sich selbst einzustehen und über sich hinauszuwachsen. Gerade dies hat die Autorin sehr geschickt einfließen lassen. Malcolm durchläuft mehrere Prozesse, in denen er seine raue, ruppige Seite langsam überwindet und auf andere zugeht. Leider muss ich selbst jedoch auch zugeben, dass die Annäherung sehr viele explizite Szenen mit sich gebracht hat, die ich von dem Buch zuvor nicht erwartet habe. Normalerweise habe ich damit kein Problem, jedoch erschien es mir an mancher Stelle zu viel zu sein. Das Leben außerhalb scheint völlig in den Hintergrund gerückt zu sein und nur die Zweisamkeit im Schlafzimmer wichtig zu sein. Auch wenn dies für Malcolm ein größerer Schritt zu sein scheint, muss ich es für mich leider trotzdem negativ anmerken, da ~⅓ des Buchs sehr stark davon beeinflusst ist.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Erwartungen nicht erfüllt

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Den Start in die Reihe mochte ich sehr. Da von vornherein die Karten offen auf dem Tisch liegen, wurden Missverständisse aus dem Weg geschafft. Probleme, Ängste und Gefühle sind offen dargelegt. Durch ...

Den Start in die Reihe mochte ich sehr. Da von vornherein die Karten offen auf dem Tisch liegen, wurden Missverständisse aus dem Weg geschafft. Probleme, Ängste und Gefühle sind offen dargelegt. Durch das Setting mit dem Naturbezug, wird zusätzlich diese frische Ruhe vermittelt, die die Geschichte begleitet. Freunde und Familie sind weniger relevant, wie ich es sonst von dem meisten New Adult-Romanzen kenne, dafür liegt der Fokus vollkommen auf den beiden Protagonisten. Als sich der Ort der Handlung ändert, wechselt sich auch das Verhalten der Protas. Ich muss gestehen, dass ich ab diesem Moment nicht mehr richtig in die Geschichte reingefunden habe. Die Situation der beiden schien mir immer unsicherer zu werden. Norahs unentschlossenes, widersprüchliches Verhalten hat mir dabei auch nicht geholfen, mich mehr auf die Protagonisten einlassen zu können. Obwohl ich zu Beginn von Carolin Wahls neuem Buch begeistert war, konnte mich die Geschichte letztlich leider nicht ganz überzeugen.

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