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Lin8208

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2023

Neuanfang in Sunset River

Ein neuer Anfang (Sunset River 1)
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Die Geschichte handelt von zwei Charakteren, die auf den ersten Blick so verschieden wie Tag und Nacht erscheinen. Doch beide sind Menschen, die Verluste und Rückschläge erleiden mussten und trotzdem nicht ...

Die Geschichte handelt von zwei Charakteren, die auf den ersten Blick so verschieden wie Tag und Nacht erscheinen. Doch beide sind Menschen, die Verluste und Rückschläge erleiden mussten und trotzdem nicht gebrochen sind. Durch Michaels Verschlossenheit ist erst einmal nicht klar, welche Absichten er gegenüber Isobel hegt. Sein Freund Trevor zeigt zu Beginn jedoch deutlich sein Interesse an der jungen Frau, die eigentlich den Plan hatte erst einmal Abstand von den Männern zu halten. Der Kleinstadttratsch und die Neugier der Anwohner sorgen für einen schönen und unerwarteten Start für Isobel in Sunset River. Scheinbar ohne Privatsphäre möchte sie einen Neustart mit ihrem Vater wagen, den sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen hat. Die Autorin konnte den Konflikt der beiden schön vermitteln und hat die Ansichten des Vaters, an Altem festzuhalten, schön gezeigt. Isobels Wünsche waren im ersten Band sehr penedrant. Man hat deutlich mehr Einblicke in ihre Gefühlswelt erhaschen können als in Michaels, der sich völlig zurückgezogen hat.
Die ganzen Vorkommnisse und Begegnungen in Band eins, stellen Isobels Neuanfang auf eine harte Probe. Im Laufe der Geschichte tauchen immer wieder Widersprüche auf, die mich verwirrt zurücklassen. Trotzdem ist das Buch mit einem schönen Abschluss gut abgerundet worden und bringt die aktuelle Situstion von Michael und Isobel genau auf den Punkt. Im Gesamten scheint Band eins eher die Einleitung in die Geschichte von Isobel und Michael gewesen zu sein und leitet somit schön in Band zwei über.

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Veröffentlicht am 07.09.2023

Nothing but lies...

Die Lügnerin
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Ich bin kritisch in dieses Buch gestartet, da ich nicht einschätzen konnte, was mich erwarten würde. Doch ich muss sagen, dass mir schon die Einleitung in das Thema sehr gut gefallen hat. Durch die direkte ...

Ich bin kritisch in dieses Buch gestartet, da ich nicht einschätzen konnte, was mich erwarten würde. Doch ich muss sagen, dass mir schon die Einleitung in das Thema sehr gut gefallen hat. Durch die direkte Ansprache an die Leser hat man sich zugehörig gefühlt. Die allgemeine Aufmachung des Buchs ist ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Die Protagonistin, die sich Carla nennt, ist schwer einzuschätzen. Sie lässt sich kaum in die Karten schauen. Durch ihr Lügen ist zu jeder Zeit unklar, ob Wahrheiten oder Märchen erzählt werden. Dadurch, dass ihre Lügen wahr werden sollen, verstrickt sich die ganze Geschichte tief in Geheimnissen. Vergangenheitssprünge, Nacherzählung oder Momente in der Gegenwart lassen die Geschichte sehr komplex erscheinen. Durch die Lügen, die die Protagonistin erzählt, zweifelt man irgendwann selbst, an dem was man liest. Die Geschichte fokussiert sich auf wenige Personen und regt die Gedanken an. Es werden Schlüsse über Menschen und deren Handlungen gezogen, über das allgemeine Leben. In diesem Buch wird kein Blatt vor den Mund genommen. Die Protagonistin schämt sich nicht über das, was sie zu wissen meint. Ich muss zugeben, dass Einzelheiten wirklich zum Nachdenken anregen und man sich fragt, ob solche Geschehnisse wirklich so seien. Trotzdessen, dass mir die interessante Aufmachung der Geschichte gefallen hat, hat mir zwischenzeitlich immer wieder etwas Spannung gefehlt.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ok

Salto
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Vapes und ChatGPT zeigen sich schnell als Bestandteil im Buch. Auch wenn ich weiß, dass dies irgendwann kommen musste, vermittelt es mir zunächst ein negatives Gefühl. Zugleich schafft es jedoch Realitätsnähe ...

Vapes und ChatGPT zeigen sich schnell als Bestandteil im Buch. Auch wenn ich weiß, dass dies irgendwann kommen musste, vermittelt es mir zunächst ein negatives Gefühl. Zugleich schafft es jedoch Realitätsnähe und setzt die Thematik passend in Szene. Diese wiederum empfinde ich als sehr spannend, konnte mich jedoch trotz Aktualität leider nicht richtig einnehmen.
Durch den Protagonisten sind Hilflosigkeit, Haltlosigkeit und eine gewisse Belastung spürbar. All dies ist zur Thematik ebenso äußerst passend und für mich als Leser auch nachvollziehbar. Die Charaktere selbst erscheinen mir jedoch nicht sehr tiefgründig, sie wirken eher flächig. Zusammen sind sie allerdings stimmig und ergeben ein passendes Gesamtbild. Auffällig ist dabei auch die reduzierte Anzahl an bedeutungsvollen Figuren, also jener, die wirklich im Vordergrund auftreten.
In Hinsicht auf den Aufbau des Buches, mag ich die kurzen Kapitel - wir sprechen zum Teil von einer halben Seite oder zumindest von nur wenigen Seiten. Die vielen Absätze stören hingegen etwas meinen Lesefluss und lassen selbst die kurzen Kapitel abgehackt wirken. Gleichzeitig schaffen sie inhaltliche Abgrenzungen und setzen gezielt Pausen, wie in einem Musikstück – zum Einfühlen, Aufatmen, Denken.
Literarisch ist das Buch schön ausgearbeitet. An passenden Stellen sind stilistische und rhetorische Mittel eingesetzt - das würde meine Deutschlehrerin beim Abi wohl genauso erfreuen wie mich. Besonders stilistische Wiederholungen erzeugen eine spannende Rhythmik, wodurch alles wieder seinen Ursprung findet, als würde man sich selbst sammeln. Sie bringen Kontinuität, eine Regelmäßigkeit, die die Geschichte immer wieder durchläuft und irgendwie auch festhält.
Sprachlich weist das Buch viele Qualitäten auf, auch wenn ich mit dem Schreibstil trotzdem nicht richtig warm werde. Ich kann dabei leider nicht einmal genau sagen, was mich konkret stört.
Während des Lesens war mir zudem unklar, welchen Zusammenhang der Titel zur Geschichte hat. Erst im letzten Kapitel findet sich die Wiederholung des Titels wieder. Trotzdem ist für mich noch nicht ganz klar, welche Bedeutung dieser nun genau trägt.
Das Ende selbst ist nicht ganz offen, aber ebenso wenig wirklich geschlossen, und lässt mich dadurch ebenso etwas unbefriedigt zurück. Ich habe erwartet, dass danach noch irgendetwas kommt. Man kann die Geschichte zwar so stehen lassen, doch manche Informationen, die mir eigentlich relevant erschienen, fehlen mir gänzlich.
Im Gesamten verweisen der Aufbau und die Sprache auf ein Meisterwerk. In der Schule hat man als Abivorbereitung gelernt, worauf es bei einem guten Buch ankommt - auch wenn das immer etwas relativ ist. Und egal, wie mir dieses Buch nun gefallen hat, muss ich zugeben, dass in dieser Hinsicht vieles, wenn nicht alles, sehr gut gepasst hat und sich harmonisch zusammenfügt.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Ruhige Spannung

The Witch Collector
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Für dieses Buch die richtigen Worte zu finden, fällt mir schwerer als gedacht. Aber fangen wir mal vorne an. Der Start ins Buch war für mich ziemlich durchwachsen. Es fiel mir schwer, mich auf die Charaktere, ...

Für dieses Buch die richtigen Worte zu finden, fällt mir schwerer als gedacht. Aber fangen wir mal vorne an. Der Start ins Buch war für mich ziemlich durchwachsen. Es fiel mir schwer, mich auf die Charaktere, den Schreibstil und generell die Thematik des Buches einzulassen. Dadurch las ich das erste Drittel des Buches in vielen Bruchstücken, bis mich die Geschichte dann doch packen konnte. Auch dann fiel mir das Lesen jedoch nicht so leicht wie erhofft. Meine Gedanken schweiften weiterhin immer wieder ab. Trotzdem kam der Punkt, an dem ich mir dachte, dieses Buch gefalle mir doch ganz gut, und auch mit den Charakteren wurde ich warm. Immer mehr Verständnis entwickelte ich für Raina und Alexus, und ich begann, die beiden mit einem anderen Blick zu sehen - insbesondere, da sie sich nicht nur zueinander öffneten, sondern eben auch uns Lesern.
Auch die Thematik des Buches fand langsam Gefallen bei mir. Das überwiegend kalte Setting eines Waldes, die Rauheit des Kampfes ums Überleben, die Robustheit der Charaktere gegenüber Feinden - all das fand bei mir Anklang.
Bezüglich des Schreibstils bin ich mir weiterhin nicht sicher, ob dieser hundertprozentig zu meinem Lesestil passt. Trotzdem wurde hier am Ende ein gutes High-Fantasy-Buch geschaffen, das trotz aufregender Thematik eine Ruhe und Gelassenheit in der Wortwahl und in der längeren Dauer der einzelnen Handlungen mit sich bringt.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Gut für zwischendurch

The One I Stood Beside
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Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht. Für Zwischendurch ist es sogar sehr angenehm. Die Charaktere sind ausgereift, die Story charmant. Trotzdem fehlt mir persönlich die Tiefe in der Geschichte. Und ...

Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht. Für Zwischendurch ist es sogar sehr angenehm. Die Charaktere sind ausgereift, die Story charmant. Trotzdem fehlt mir persönlich die Tiefe in der Geschichte. Und auch die Emotionen kommen nach meinem Geschmack zu kurz. Das Kleinstadtleben ist hingegen wieder sehr originell dargestellt und lässt ein schönes Setting entstehen. Trotzdem hätte ich mir im Gesamten eine ausgereiftere Story gewünscht, die an der ein oder anderen Stelle nicht so schnell abgehandelt wird. Im Vergleich zu Band eins der Reihe, fiel es mir hier jedoch leichter zu lesen. Außerdem mochte ich den Kontrast der Protagonisten zueinander. Der Schreibstil war zudem wieder sehr angenehm und lässt keine Mängel zu. Schlussendlich ist hier also ein Buch geschaffen wurde, welches man gut an einem warmen Sommertag im Garten liest, um einfach mal zu entspannen.

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