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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Im Gemälde

Zwei in einem Bild
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Aus anderer Perspektive gesehen: tagsüber erscheinen die Personen in jedem Gemälde der Galerie bewegungslos und starr, nachts dürfen sie agieren, ein eigenes Leben führen. Der Leser kann an ihren Gedanken ...

Aus anderer Perspektive gesehen: tagsüber erscheinen die Personen in jedem Gemälde der Galerie bewegungslos und starr, nachts dürfen sie agieren, ein eigenes Leben führen. Der Leser kann an ihren Gedanken teilhaben. Besonders an denen eines jungen Mannes aus einem Gemälde von Matisse. Dieser wirkt eigenartig auf Claire. Sie liebt gemalte Bilder und ist glücklich über ihren Job, nächtens die Museumsräume zu putzen und die Gemälde nahezu ungestört betrachten zu können. Dabei geschieht das Unglaubliche: Claire kann hinein ins Gemälde klettern. Sie lernt Jean, einen Sohn Matisses, näher kennen und entdeckt auch die Welt anderer Kunstwerke. Ihr offenbart sich Ungeahntes.
Morgan Pager beschreibt ein Welt hinter Glas. Wie geht es den Figuren, wie leben sie, was fühlen sie und vor allem: was machen sie, wenn keine Besucher anwesend sind? Interessant, unerwartet - Gedankenspiele, die ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Andererseits aber auch ein wenig traurig stimmen …
Mit einigen Längen, jedoch phantasievoll und sogar mit einem Kriminalfall mitunter spannend.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Zahlen im Markt

Rechnen NERVT! – Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1)
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Mit der Altersempfehlung „7“ tue ich mich schwer. Der Anfang ist für Kitakinder schön, lautmalerisch, bunte Buchstaben. Optisch ansprechend.
Dann der Sprung zum Rechnen, hier müsste man aufschreiben, ...

Mit der Altersempfehlung „7“ tue ich mich schwer. Der Anfang ist für Kitakinder schön, lautmalerisch, bunte Buchstaben. Optisch ansprechend.
Dann der Sprung zum Rechnen, hier müsste man aufschreiben, blättern, vergleichen und das mit höheren Zahlen. Können Schulanfänger noch gar nicht. Ebensowenig verdoppeln, dividieren o.ä. beim Ausrechnen der Bewohner.
Gefallen hat uns das Wimmelbild auf den Seiten 36/37. Diese Sache hat tatsächlich Spaß gemacht.
Dann wieder weniger, die Wegbeschreibung ist absolut uninteressant für Kinder.
Der Weg durch den Markt war ok, die Körperteilezählung unterhaltsam. Auch die Zwölferpaare zu suchen ist machbar. Pluspunkt.
Erhofft hatte ich mehr lustige Aufgaben für Schulanfänger, Spaß bei witzigen Rechnungen, aber genau das fanden wir zu wenig.
Das Setting im Markt ist gut gewählt, die Schabe passt, die Zeichnungen sind bunt und schön.
Fazit: knappe vier Punkte, von drei aufgewertet für die optisch ansprechende Gestaltung.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Der Letter Shop

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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In Südkorea hat das Briefeschreiben einen ganz anderen Stellenwert als hierzulande. Es ist eine Kunst, die von wenigen, jedoch mit viel Achtsamkeit ausgeübt wird. Briefpapier, Schreibgerät, Stil, Schrift, ...

In Südkorea hat das Briefeschreiben einen ganz anderen Stellenwert als hierzulande. Es ist eine Kunst, die von wenigen, jedoch mit viel Achtsamkeit ausgeübt wird. Briefpapier, Schreibgerät, Stil, Schrift, Einteilung, Anrede, Dank und mehr Feinheiten werden sorgfältig ausgesucht und angewendet.
Deshalb gibt es auch so etwas wie den Letter Shop, einen kleinen Schreibwarenladen, der alle benötigten Utensilien bevorratet, Hilfe und Schreibplätze anbietet. Auch Brieffreundschaften kann man beginnen und fortsetzen. Hier fängt Hyoyeong nach einer familiären Katastrophe an, zu arbeiten. Ihre Arbeitsprotokolle sind eloquent und dennoch unterhaltsam.
Zusammen mit ihr lernt der Leser die verschiedensten Menschen kennen. Sie alle haben ihre Sorgen, Probleme, aber auch Freuden. Sorgfältig formuliert, gut überlegt und ehrlich werden diese besonderen Briefe geschrieben. Manche werden nie beantwortet. Der Leser kann ein wenig am Leben der Schreiber teilhaben …
Ein ruhiger, nachdenklicher Roman über ein selten gewordenes Hobby.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

In einer anderen Welt

Castle MacLyal
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Mia verirrt sich im Wald. Eltern und Bruder sind weg, das Handy hat keinen Empfang. Ob das plötzlich auftauchende sprechende Pferd hilft? Mia realisiert nur langsam, dass sie bei Fabelwesen in einer geheimnisvollen ...

Mia verirrt sich im Wald. Eltern und Bruder sind weg, das Handy hat keinen Empfang. Ob das plötzlich auftauchende sprechende Pferd hilft? Mia realisiert nur langsam, dass sie bei Fabelwesen in einer geheimnisvollen Welt gelandet ist. Und da geht die Post ab! Elfenwölfe, französisch lernende Fledermäuse, Druiden, unsichtbare - was eigentlich? Und fiese Werwölfe …
Petra Felsner schreibt spannend, erzählt fantasievoll von einer fantastischen Welt mit Gegensätzen. Wer wird gewinnen: Gut oder Böse?
Eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Zum Ende hin in schlichterer Sprache. Schöner Lesestoff für Teenager, angenehm und meist unterhaltsam zu lesen.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Sie tut es wieder

Der Tod wischt mit
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Tilly Blich kämpft in ihrem Reinigungsbetrieb Plitz & Blank um bezahlte Jobs. Als sie tatsächlich einen Putzauftrag in einer Schule erhält, findet sie - schon wieder - eine Leiche. Nur eine weitere Sorge ...

Tilly Blich kämpft in ihrem Reinigungsbetrieb Plitz & Blank um bezahlte Jobs. Als sie tatsächlich einen Putzauftrag in einer Schule erhält, findet sie - schon wieder - eine Leiche. Nur eine weitere Sorge … . Kriminalhauptkommissar Stubs ist ebenfalls ein Ärgernis.
Andreas Suchanek zeigt seine Tilly als clevere und Polizistin Sandy als sympathische Zeitgenossen. Beide haben einen subtilen Humor und halten mit ihrer Meinung nur selten hinter dem Berg.
Nette Lektüre, allmählich spannend, ein wenig sehr konstruiert und Namen, die zu gewollt sind um echt zu sein, dazu ein verfressener und omnipräsenter Sidekick - flapsige Krimikomödie mit Unterhaltungswert.

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