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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Spannender Thriller rund um technische Abhängigkeit, Manipulation und Intrigen

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Die App" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei ...

Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Die App" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei der Recherche bin ich auf Strobel gestoßen. Dieser Psychothriller ist verdammt nah an der (technischen) Realität, was mich wieder einmal mehr zum Nachdenken gebracht hat.

Hendriks Freundin Linda verschwindet spurlos. Die Polizei verdächtigt ihn, da alle Spuren zu ihm führen. Er ist verzweifelt und kann sich all diese Ungereimtheiten nicht erklären und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei rückt seine Smart-Home-App immer mehr in den Fokus. Jemand nutzt und manipuliert diese, um ihn als Täter darzustellen.

Das Buch hat einen guten und überraschenden Plottwist. So spannend der Thriller auch war, das Ende war ich sage mal okej. Schmälert für mich jedoch nicht das hervorragende Leseerlebnis. Arno Strobel hat es geschafft, eine richtig gute Geschichte rund um technische Abhängigkeit, Manipulation und Intrigen zu erschaffen. Wir sollten die Errungenschaften und Vorteile zwar schätzen, jedoch unbedingt auch mit Vorsicht genießen. Sie können zu Waffen werden, wenn wir nicht achtgeben.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Neuen Wohlfühlkrimi für mich entdeckt

Stralsund ermittelt - Tote Dichter schreiben nicht
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Fahrradhändler Wolfram Stein wird ermordet aufgefunden. Es tauchen Hinweise auf einen mysteriösen „Club der toten Dichter“ und Ereignisse aus der Vergangenheit auf. Auch in der Villa von Psychotherapeutin ...

Fahrradhändler Wolfram Stein wird ermordet aufgefunden. Es tauchen Hinweise auf einen mysteriösen „Club der toten Dichter“ und Ereignisse aus der Vergangenheit auf. Auch in der Villa von Psychotherapeutin Nele tauchen Hinweise auf. Neben Kommissar Enno beginnen Nele, Hackerin Fanny und Gärtner Hektor wie in alter Manier selbst zu ermitteln. Ihre Spur führt bis auf die dänische Insel Bornholm. Dort wird klar: Der Täter hat es nicht nur auf die letzten Clubmitglieder abgesehen, sondern auch auf jeden, der ihm zu nahekommt. Ein bisschen Knistern und Liebe zwischen den Protagonisten kommen auch nicht zu kurz.

Ich konnte auch ohne den ersten Band sehr gut in die Geschichte hineinfinden. Ich mochte den Schreibstil, es las sich wunderbar flüssig und wirklich schnell weg. Ich mochte ebenfalls die Beschreibungen der Orte, darin steckt viel Liebe für die neue Wahlheimat von Nele – und übrigens auch der Autorin ;) Ich fand es besonders schön, dass das Ganze in Stralsund, also quasi vor meiner Haustür, spielt. Ich hatte tolle Bilder im Kopf, weil ich die Umgebung gut kenne.

Natürlich ist es fragwürdig, warum nun private Ermittler einfach so ins Polizeihandwerk "pfuschen" dürfen und vertrauliche Informationen einfach so weitergegeben werden. Aber ganz ehrlich? Es ist ein Buch, eine fiktive Geschichte. Ich nehme das nicht so krumm und erfreue mich lieber an der frischen Geschichte. Wunderbar zum Abschalten und Eintauchen. Für richtige Krimi-Fans ist es dann vermutlich eher nichts. Wer überraschende Wendungen oder düstere Elemente erwartet, wird hier nicht fündig.

Wohlfühlkrimis sind meins, habe ich schon mit Frauke Scheunemann festgestellt. Das vereint alles, was ich so an leichten Romanen mag. Mit "Stralsund ermittelt" habe ich auf jeden Fall eine neue Buchreihe für mich gefunden, die ich weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ich brauchte ein wenig, am Ende Fazit: Gut!

Maifliegenzeit
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Da ich automatisch fast nur zu Büchern von Autorinnen greife, wollte ich mal wieder dem Roman eines Mannes eine Chance geben. So, here it is. "Mailfliegenzeit" ist ein schmales Buch. Ich habe es innerhalb ...

Da ich automatisch fast nur zu Büchern von Autorinnen greife, wollte ich mal wieder dem Roman eines Mannes eine Chance geben. So, here it is. "Mailfliegenzeit" ist ein schmales Buch. Ich habe es innerhalb eines Tages durchgelesen. Bisher kannte ich keine Werke des Autors und habe es aufgrund des Themas ausgewählt.

Hans erzählt seine Geschichte. Und die seiner damaligen Frau Katrin, die mittlerweile verstorben ist. Die beiden haben in der ehemaligen DDR ein Kind bekommen. Kurz nach der Geburt wurde ihnen mitgeteilt, dass der Junge verstorben sei. Viele Ungereimtheiten führen dazu, dass Katrin an den Aussagen der Ärzte zweifelt – Hans nicht. Sie entfernen sich innerhalb kürzester Zeit voneinander. Die Beziehung geht zu Ende. Später beginnt Hans doch nachzuforschen. Und rund 40 Jahre später meldet sich plötzlich der tot geglaubte Sohn.

Nach erster Recherche handelt es sich um ein hochumstrittenes Thema. Wer sich näher belesen mag, wird hier sicherlich sehr spannende und auch tragische Geschichten finden, die bis heute nicht aufgeklärt sind.

Die Geschichte geht, auch zwischen den Zeilen, viel tiefer rein: Wie gehen Eltern (unterschiedlich) mit solch einem Verlust und ihrer Trauer um? Und was macht all das mit dem adoptierten Kind, welches unterschiedliche Versionen der eigenen Vergangenheit und Herkunft serviert bekommt? Es ist ein doch eher leises Buch. Es enthält neben der eigentlichen Geschichte teils poetische Kapitel übers Angeln; Erinnerungen an Hans Kindheit und seinen Vater. Zunächst fand ich diese Abschnitte eher befremdlich, sie störten meinen Lesefluss. Ich musste in den Schreibstil erst hineinfinden. Am Ende schließt sich jedoch der Kreis und ich mochte das Buch sehr gern.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein wundervolles fantastisches Buch

Ein Mädchen namens Willow 1: Ein Mädchen namens Willow
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Es wurde mal wieder Zeit für Kinderliteratur. Dieses Mal bin ich in die magische Welt von Willow eingetaucht. Insgesamt gibt es aktuell fünf Bände dieser Reihe. Gern möchte ich meine Rezension für Band ...

Es wurde mal wieder Zeit für Kinderliteratur. Dieses Mal bin ich in die magische Welt von Willow eingetaucht. Insgesamt gibt es aktuell fünf Bände dieser Reihe. Gern möchte ich meine Rezension für Band 1 mit euch teilen.

Willow zieht mit ihrem Vater in das Häuschen ihrer verstorbenen Tante Alwina und erbt den angrenzenden Hexenwald. Dort entdeckt sie, dass sie magische Kräfte in sich trägt. Ein sprechendes Hexenbuch hilft ihr, diese zu nutzen. Zudem macht sie sich auf die Suche nach drei weiteren Junghexen, um ihre Hexenkraft vollends zu entfalten. Nur gemeinsam und mit all ihrer Magie kann es gelingen, den Wald vor Immobilienhaien zu schützen.

Ich mochte die Geschichte, ich hatte wundervolle Bilder im Kopf. Es war schön, mal wieder ein fantastisches Buch in den Händen zu halten. Für mich als Naturfreundin war es leicht, sich in diesen besonderen Wald und seine Bewohner zu verlieben. Eine kleine Hommage an die Bedeutung unserer schützenswerten Natur. In der Geschichte geht es ebenso um Freundschaft und Zusammenhalt. Um Mut, für sich und andere einzustehen. Es ist kindgerecht und nicht düster geschrieben. Aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung für Kinder ab 10 Jahren. Dennoch ist es auch ein wunderbarer Roman für Erwachsene. Mir persönlich passierte zum Ende hin zu viel auf einmal, ich hätte mir gewünscht, dass die Spannung im Buch gleichmäßiger verteilt ist.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Ein gutes Buch

Taumeln
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Ich hatte dieses Buch schon lange auf meiner Leseliste. Und ich muss sagen: Ich mochte "Taumeln" richtig gern. Es geht um Verlust. Hoffnung. Resignation. Und eben die Gemeinschaft. Es las sich ziemlich ...

Ich hatte dieses Buch schon lange auf meiner Leseliste. Und ich muss sagen: Ich mochte "Taumeln" richtig gern. Es geht um Verlust. Hoffnung. Resignation. Und eben die Gemeinschaft. Es las sich ziemlich gut in beinahe einem Rutsch durch.

Kurzer Inhaltsüberblick: Hannah ist verschwunden. Und das schon seit zwei Jahren. Ihre Schwester Luisa und eine feste Gruppe gehen seither jeden Samstag gemeinsam in den Wald. Neben den Suchaktionen werden die Charaktere peu á peu näher beleuchtet. Allen voran Luisa und ihre Familie. Aber auch alle anderen erhalten im Laufe der Geschichte ein detaillierteres Gesicht. Jeder von ihnen ist aus einem bestimmten Grund bei der Suche dabei. Taumelt im Leben.

Die Geschichte ist melancholisch, und dabei so wunderbar feinfühlig geschrieben. Mit dem richtigen Blick für innere Vorgänge. Zwischenmenschliches. Hier und da ziehen sich zwar die Suchaktionen. Aber dank der Verknüpfung mit den (Lebens-)Geschichten der einzelnen Protagonisten, wird es absolut stimmig. Der Roman hat keinen besonderen Spannungsbogen, er ist langsam und ergreifend.

Im Übrigen ist es nicht immer so, dass mich viele Handlungsstränge oder Erzählperspektiven begeistern können. "Treppe aus Papier" habe ich aus diesem Grund tatsächlich abgebrochen, das jedoch nur am Rande. Aber über eine Sache müssen wir noch reden (Achtung, kleiner Spoiler): Offene Enden? Finde ich großartig. Weil sie noch mal stark zum Nachdenken anregen. Aber ein bissl fertig machen sie mich auch.

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