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Veröffentlicht am 12.04.2026

Krimi mit Urlaubsflair und charmanten Charakteren

Gefährliche Aussicht
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Eine Kommissarin in einem Mordfall, der ihr sehr nahegeht. Mit viel Urlaubsflair und liebevoll gezeichneten Charakteren hat mich dieser Kriminalfall erneut gut unterhalten.

Marie Mercier lebt bei ihrer ...

Eine Kommissarin in einem Mordfall, der ihr sehr nahegeht. Mit viel Urlaubsflair und liebevoll gezeichneten Charakteren hat mich dieser Kriminalfall erneut gut unterhalten.

Marie Mercier lebt bei ihrer Großtante Léonie auf deren Hof und ist ein herzlicher, familiärer, aber manchmal auch etwas ungeduldiger Charakter. Sie ermittelt leidenschaftlich gerne und versucht dabei, schnell zu den Fakten zu kommen. Doch gerade im beschaulichen Périgord ticken die Uhren etwas anders – was ihr im Grunde auch so gut an dieser Region gefällt.

Der Roman lebt von seinen Figuren und deren Eigenarten. Da ist Georges, der Gehilfe des Hofes, der mit seinen beiden Trüffelschweinen Joseph und Augustine ebenfalls dort lebt. Georges ist mein absoluter Lieblingsnebencharakter, und ich hatte ihn schon im ersten Band ins Herz geschlossen. Auch L éonies beste Freundin Rose hat ihre ganz besonderen Eigenheiten.

Die Geschichte entwickelt sich zunächst ruhig, um dann zunehmend an Fahrt aufzunehmen. Der Ermittlungsanteil ist zu Beginn und am Ende des Romans stark präsent, während er in der Mitte etwas abflacht. Insgesamt empfinde ich das Verhältnis zwischen Ermittlungen, Nebengeschichten und privaten Ereignissen jedoch als gut ausgewogen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, lebendig und angenehm zu lesen. Man taucht tief in die Region ein und erhält auch atmosphärisch ein sehr stimmiges Bild davon. Auch wenn ich bereits zur Mitte hin eine Vermutung hatte, ist der Fall keineswegs leicht zu durchschauen. Einige geschickt eingestreute Verdächtigungen sorgen beim Miträtseln für zusätzliche Spannung.

Ein Krimi mit liebevollen Charakteren, Kulinarik und sich langsam aufbauender Spannung, der weit mehr ist als nur eine gute Urlaubslektüre – der aber gleichzeitig große Lust auf Frankreich oder andere schöne Urlaubsregionen macht.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein viktorianischer Krimi mit süffisanten Elementen

Inspector Swanson und das Kabinett der Kuriositäten
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Ein viktorianischer Krimi mit süffisanten Elementen über einen geradlinigen Ermittler, der mithilfe einer genialen Idee aus seinem persönlichen Umfeld zur Aufklärung des Falls beiträgt.

Chief Inspector ...

Ein viktorianischer Krimi mit süffisanten Elementen über einen geradlinigen Ermittler, der mithilfe einer genialen Idee aus seinem persönlichen Umfeld zur Aufklärung des Falls beiträgt.

Chief Inspector Donald Swanson hat mir als Figur sehr gut gefallen. Er besitzt Persönlichkeit und Ausstrahlung und zeigt trotz seines beruflich harten Alltags innerhalb seiner Familie eine ganz andere, ruhigere und liebevollere Seite. Besonders überzeugt hat mich die Konstruktion des Falls, der mit einigen geschickt platzierten Fallstricken zu überraschen weiß. Ich lag völlig auf der falschen Fährte und hatte andere Verdächtige im Blick, als sich am Ende die tatsächliche Lösung offenbarte.

Der Schreibstil des Autors ist sehr anschaulich und von einem süffisanten, leicht humorvollen Unterton geprägt. Es gelingt ihm, der Geschichte klare Konturen zu verleihen, ohne dabei zu ausschweifend zu werden – was mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen ist. Die Atmosphäre der gesamten Erzählung ist stimmig, und man kann sich als lesende Person wirklich in das London des Jahres 1896 hineinversetzen.

Das Ende ist interessant gestaltet. Ich war überrascht, aber auch ein wenig entsetzt über den gesamten Hintergrund der Geschichte. Insgesamt ein überzeugender Krimi, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Eine Brücke mit langer Geschichte

Die Brücke von London
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Sehr detailreich und erzählerisch dicht habe ich die Geschichte um Juliana empfunden. Der Roman ist in mehrere Erzählebenen untergliedert: Zum einen die Ereignisse im Jahr 1749 auf der London Bridge rund ...

Sehr detailreich und erzählerisch dicht habe ich die Geschichte um Juliana empfunden. Der Roman ist in mehrere Erzählebenen untergliedert: Zum einen die Ereignisse im Jahr 1749 auf der London Bridge rund um Juliana und Oliver, zum anderen die Geschehnisse im Jahr 1202 um Estrid und den Bau dieser Brücke. Gegen Ende des Romans werden beide Erzählebenen zusammengeführt.

Die Handlung um Juliana hat mir dabei etwas besser gefallen. Sie ist eine sehr starke Frau, die im Laufe der Erzählung weiter reift und zur Heldin der Geschichte wird. Oliver hat mir ebenfalls gut gefallen, wirkte auf mich jedoch charakterlich etwas eindimensionaler als Juliana.

Die zahlreichen Nebencharaktere wie der Straßenjunge Alder sorgen für zusätzliche Facetten der Geschichte. Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert und atmosphärisch dicht. Zudem gelingt es ihm hervorragend, den Zeitgeist beider Epochen einzufangen. Man verliert sich förmlich in der Handlung und fiebert mit den Figuren mit.

Als lesende Person erfährt man viel über diese besondere Brücke Londons, die aufgrund der zahlreichen Gebäude auf ihr ein außergewöhnliches Bauwerk darstellte. Auch das Alltagsleben in der bereits damals prosperierenden Stadt wird vom Autor erzählerisch sehr lebendig dargestellt.

Das Ende war für mich rund und stimmig. Ein Roman, der Fakten und Fiktion zu einer gelungenen Geschichte verbinde

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Grandioser Auftakt

Die weiße Nacht
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Anne Stern ist es einmal wieder gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Der Auftakt mit der Fotografin Lou Faber und Kriminalkommissar Alfred König ist der Autorin exzellent gelungen. ...

Anne Stern ist es einmal wieder gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Der Auftakt mit der Fotografin Lou Faber und Kriminalkommissar Alfred König ist der Autorin exzellent gelungen.

Hier wird die Nachkriegszeit, genauer gesagt der Hungerwinter 1946/47, greifbar und eindrucksvoll nachvollziehbar.

Lou findet eine Frauenleiche, aufgebahrt mit gefalteten Händen. Kommissar König leitet die Ermittlungen. Doch was will der Täter mit der besonderen Positionierung der Leiche sagen? König und seine Kollegen stehen schnell unter Druck, als eine zweite Leiche gefunden wird.

Was diesen Roman so besonders macht, ist zum einen die einnehmende Sprache und zum anderen die exzellente Recherche der Autorin. Sie beschreibt das Setting äußerst plastisch und lebensnah. Die Figuren wirken greifbar und menschlich, mit all ihren Stärken und Schwächen. Zudem gibt es einige Nebengeschichten, die den Kriminalroman zusätzlich bereichern. Man kann miträtseln und mitermitteln, was mir besonders viel Freude bereitet hat.

Die verschiedenen Perspektiven ermöglichen es uns Lesenden, die Figuren näher kennenzulernen und auch ihre Gedankenwelt besser zu verstehen. Hunger und Kälte ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman, der Schwarzmarkthandel floriert, und die mangelhafte Ausstattung der Polizei erschwert König die Ermittlungsarbeit.

Sehr intensiv ist die Erzählweise und die Art, wie die Autorin die Geschichte vorantreibt. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr zieht einen die Handlung in ihren Bann. Für mich ein überzeugender Auftakt, der auf weitere vielversprechende Fälle hoffen lässt.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Bayerischer Krimi mit Charme und fischigem Thema

Prost, auf die Fischer
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Ein Krimi, der sich rund um die Fischerei dreht. Was sich in Bayern zunächst etwas ungewöhnlich anfühlt, wird vom Autor charmant und interessant in eine stimmige Geschichte verwoben. Ein Betriebsausflug ...

Ein Krimi, der sich rund um die Fischerei dreht. Was sich in Bayern zunächst etwas ungewöhnlich anfühlt, wird vom Autor charmant und interessant in eine stimmige Geschichte verwoben. Ein Betriebsausflug endet in einem Mordfall, und Hauptkommissar Tischler und sein Team ermitteln in alle Richtungen. Gibt es einen Konflikt zwischen den ortsansässigen Fischern, oder hat das Verbrechen womöglich einen rein privaten Hintergrund?

Kommissar Tischler wirkt emotional befreiter, da sich sein Privatleben inzwischen etwas verändert hat. Meiner Meinung nach zeigt er mehr Biss und Witz als in den letzten Fällen. Sein Kollege Fink sorgt zusätzlich für Charme und Unterhaltung. Trotz der zahlreichen liebevoll gezeichneten Nebencharaktere ist das Ermittlerduo Tischler und Fink nahezu unschlagbar.

Der Fall weist wieder einen hohen Ermittlungsanteil auf, was mir besonders gut gefällt. Der mit viel Humor geprägte Schreibstil sorgt für ein leichtes und sehr unterhaltsames Leseerlebnis. Dabei gelingt es dem Autor, das bayerische Flair authentisch zu transportieren. Mit kleinen Fallstricken schafft er es außerdem, die lesende Person auf eine falsche Fährte zu locken.

Das Ende wartet mit einem Showdown auf, der vielleicht einen Hauch zu viel war, mich aber dennoch gut unterhalten hat. Ich bin inzwischen so von der Reihe gefesselt, dass ich mir ein Leseleben ohne Tischler kaum noch vorstellen kann.

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