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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Gladiator-Vibes, Vampire und eine Heldin, die sich echt anfühlt

We Who Will Die
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Was für ein Auftakt.
We Who Will Die war mein erstes Buch von Stacia Stark – und definitiv nicht mein letztes.
Die Arena-Szenen haben bei mir sofort Erinnerungen an Gladiator geweckt. Diese Spannung. Diese ...

Was für ein Auftakt.
We Who Will Die war mein erstes Buch von Stacia Stark – und definitiv nicht mein letztes.
Die Arena-Szenen haben bei mir sofort Erinnerungen an Gladiator geweckt. Diese Spannung. Diese Brutalität. Dieses Gefühl von „Jeder Kampf kann dein letzter sein“. Die Atmosphäre war intensiv und bildgewaltig.
Arvelle versucht verzweifelt, ihre Brüder zu versorgen und ihren kranken Bruder am Leben zu halten. Sie kämpft nicht für Ruhm. Nicht für Macht. Sondern fürs Überleben. Und genau das macht sie so greifbar.
Als ein Vampir auftaucht und sie mehr oder weniger zwingt, an der Auslese teilzunehmen – mit dem Ziel, den Imperator zu töten – beginnt ein Spiel, das alles andere als einfach ist.
Arvelle ist keine perfekte Kämpferin. Sie ist aus der Übung. Sie zweifelt. Sie hat Angst. Und genau das macht sie so stark. Ihre Menschlichkeit hat mich mehr überzeugt als jede unbesiegbare Heldin.
Auch die Vampire sind hier nicht einfach „Standard-Fantasy-Vampire“. Es gibt Besonderheiten, die dem Ganzen eine frische Dynamik geben.
Die Nebenfiguren – egal ob Verbündete oder Gegner – sind vielschichtig und nie eindimensional. Es gibt Überraschungen, Wendungen und Momente, die ich so nicht erwartet habe.
Ich habe dieses Buch verschlungen – und war am Ende nur noch eines: ungeduldig auf Band zwei.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Düster, intrigenreich und völlig anders als das Cover vermuten lässt

Thorn Season
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Ich habe Thorn Season auf Englisch gelesen – in einer wunderschönen Fairyloot-Ausgabe – und war absolut nicht vorbereitet auf das, was mich erwartet hat. Das Cover wirkt fast sanft. Vielleicht sogar romantisch.Doch ...

Ich habe Thorn Season auf Englisch gelesen – in einer wunderschönen Fairyloot-Ausgabe – und war absolut nicht vorbereitet auf das, was mich erwartet hat. Das Cover wirkt fast sanft. Vielleicht sogar romantisch.Doch die Geschichte ist düster, voller Intrigen, menschlicher Abgründe und gefährlicher Machtspiele.

Alissa Paine, eine Adlige im Königreich Daradon, muss einen Teil ihrer selbst verstecken. Als Bannwirker lebt sie gefährlich – denn ihresgleichen wird gejagt. Und man kann sich denken, was das bedeutet. Schon die ersten Seiten haben mich überrascht. Ich war sofort im Geschehen, sofort gefesselt. Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch – es gibt Wendungen, Enthüllungen und Plot-Twists, die man teilweise nicht kommen sieht. Was mich besonders beeindruckt hat, ist Alissas Entwicklung. Ihre Veränderung im Laufe der Geschichte fühlt sich echt an. Stark. Nachvollziehbar. Sie wächst – nicht plötzlich, sondern durch das, was sie erlebt.

Die Charaktere sind vielschichtig. Manche überraschen, andere verhalten sich genau so, wie man es erwartet – was der Geschichte eine interessante Balance gibt.

Und das Ende?Ist es ein Cliffhanger? Ja und nein.Viele Dinge werden aufgedeckt, viele Fragen beantwortet – und gleichzeitig entstehen neue. Genau diese Mischung macht neugierig auf mehr.

Ein düsteres Fantasybuch voller Intrigen und Machtspiele, das mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Bekannte Fantasy – neu gedacht und überraschend umgesetzt

The Fusion of Moon and Mountain
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Der Klappentext von The Fusion of Moon and Mountain klingt zunächst wie viele andere Fantasygeschichten: Auserwählte, Fluch, Reise, Gefahren. Doch was ich bekommen habe, war deutlich mehr.
Elaia, die Tochter ...

Der Klappentext von The Fusion of Moon and Mountain klingt zunächst wie viele andere Fantasygeschichten: Auserwählte, Fluch, Reise, Gefahren. Doch was ich bekommen habe, war deutlich mehr.
Elaia, die Tochter des Mondes, trägt eine besondere Gabe in sich. Mehr möchte ich dazu bewusst nicht sagen, denn gerade die Art der Umsetzung hat mich positiv überrascht. Einige Wendungen kamen für mich unerwartet und genau das hat den Reiz der Geschichte ausgemacht.
Die Reise in den Norden bringt Kälte, Schnee und eine ständige Bedrohung mit sich. Ein Fluch liegt über den Kriegern, und Elaia will helfen. Doch während sie versucht, das Richtige zu tun, entstehen emotionale Spannungen – denn ein Krieger kommt ihr näher, während ein anderer eine besondere Anziehung auf sie ausübt.
Was mir besonders gefallen hat, sind die Charaktere. Ja, es gibt archetypische Elemente – aber sie werden nicht einfach nur bedient. Sie bekommen Facetten, die sie greifbarer und interessanter machen. Manche Aspekte haben mich regelrecht überrascht und noch tiefer in die Geschichte gezogen.
Natürlich finden sich klassische Fantasy-Elemente – Magie, Gefahren, Reise, düstere Atmosphäre. Aber die Kombination aus vertrautem Rahmen und neuer Ausarbeitung hat für mich sehr gut funktioniert.
Ein Fantasyroman, der sich zunächst vertraut anfühlt und dann doch seinen ganz eigenen Weg geht.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Wut als Überlebensinstinkt – brutal, roh und unfassbar stark

Rabid
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Dieses Buch habe ich verschlungen. Angekommen, gelesen, beendet.

Das vorherrschende Gefühl beim Lesen ist Wut. Und zwar von der ersten Seite an.

Seneca ist eine Hauptfigur, bei der man sofort merkt: ...

Dieses Buch habe ich verschlungen. Angekommen, gelesen, beendet.

Das vorherrschende Gefühl beim Lesen ist Wut. Und zwar von der ersten Seite an.

Seneca ist eine Hauptfigur, bei der man sofort merkt: Hier läuft so vieles falsch. Man möchte ihr zurufen, sie soll rennen – so schnell und so weit sie kann. Doch genau das ist nicht so einfach. Beim Lesen bangt man, fürchtet sich und spürt den Schmerz – körperlich wie seelisch.

Ich möchte bewusst nicht zu viel verraten, denn vieles würde spoilern. Nur so viel:
Dieses Buch ist brutal, grausam und gnadenlos ehrlich. Es zeigt, was passiert, wenn Menschen (und Gemeinschaften) dauerhaft Gewalt, Unterdrückung und Missbrauch ausgesetzt sind.

Spice ist früh präsent – und gleichzeitig auch nicht. Er hat hier eine ganz eigene Bedeutung. Themen wie Gemeinschaft, Stärke, Heilung und Vertrauen spielen eine große Rolle. Eine Szene rund um Vertrauen fand ich besonders eindrücklich, gerade wegen ihrer Symbolik.

Die Wut brodelt die ganze Zeit. Und das Besondere: Dieses Buch erlaubt ihr, da zu sein. Sie darf raus.

Das Ende war für mich einfach genial. Kein Ende, das jeder mögen wird – aber eines, das ich gefeiert habe.
Ich habe jeden Buchstaben geliebt.

Ganz wichtig: Dieses Buch ist nichts für jede*n.
Die Triggerwarnungen sollten extrem ernst genommen werden. Der Inhalt besteht zu einem sehr großen Teil aus belastenden Themen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Düster, kalt & faszinierend – Hexen, Werwölfe und ein gefährliches Spiel

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Schon nach der Leseprobe war mir klar, dass mich dieses Buch fesseln würde und genau das hat es getan.

Bereits auf den ersten Seiten merkt man, dass die Geschichte in einer Welt mit Regency-Vibes spielt: ...

Schon nach der Leseprobe war mir klar, dass mich dieses Buch fesseln würde und genau das hat es getan.

Bereits auf den ersten Seiten merkt man, dass die Geschichte in einer Welt mit Regency-Vibes spielt: Pferdekutschen, Etikette und eine Atmosphäre, die perfekt zur Handlung passt.

Cordelia Levine wächst bei ihrer Mutter auf, bis diese stirbt. Danach lebt sie bei ihrer Tante – Teil einer mächtigen Hexenfamilie, deren Existenz geheim bleiben muss. Bis zu dem Tag, an dem Cordelia verfolgt wird.Der Verfolger: Bishop Danvers, ein Werwolf, geschickt von ihrem Vater. Überraschung: Ihr Vater lebt und ist selbst ein Werwolf (ja, das steht im Klappentext).

Doch das ist längst nicht alles. Diese Geschichte ist nicht kuschlig oder romantisch-entspannt. Sie ist düster, brutal, teilweise gemein und unglaublich spannend.

Cordelia und Bishop wirken stellenweise kalt, berechnend und analytisch. Genau das spiegelt sich auch im Schreibstil wider: faktenorientiert, intrigenreich, fast emotionslos – als wäre man mitten in strategischen Überlegungen gefangen. Und genau das hat mir überraschend gut gefallen.

Gefühle kommen trotzdem nicht zu kurz – wenn sie auftauchen, dann mit Wucht. Auch die Lovestory ist da: Anziehung, Verlangen, gegenseitiges Mustern und Berechnen. Und gerade deshalb wirken die emotionalen Momente umso intensiver.

Ein fesselnder Auftakt, bei dem ich am liebsten direkt Band 2 gelesen hätte.

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