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Veröffentlicht am 24.02.2026

Spannende Lektüre über Handel, Politik und tödliche Feinde

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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„Im Auftrag der Fugger – Teufelsreigen“ ist ein historischer Roman aus der Feder von Peter Dempf. Es handelt sich hierbei um Band 2 nach „Im Auftrag der Fugger – Der Burgunderschatz“. Es handelt sich um ...

„Im Auftrag der Fugger – Teufelsreigen“ ist ein historischer Roman aus der Feder von Peter Dempf. Es handelt sich hierbei um Band 2 nach „Im Auftrag der Fugger – Der Burgunderschatz“. Es handelt sich um 2 unabhängig voneinander lesbare Romane. Die Vorkenntnisse aus Band 1 sind jedoch hilfreich.

Jakob Fugger ist ein sehr erfolgreicher Kaufmann und Finanzberater des Königs. Doch 1505 sieht er sich Anschlägen auf seine Warentransporte sowie seine Warenhäuser gegenüber; seine Boten werden getötet und auch er muss um sein Leben fürchten. Er beauftragt Afra und Herwart damit, den Ursprung der Anschläge herauszufinden. Die Spur führt die beiden über Venedig und Füssen wieder zurück nach Augsburg und sie müssen erkennen, dass nicht nur das Leben von Jakob Fugger, sondern auch ihr eigenes auf dem Spiel steht.
Das Cover des Romans passt zu Band 1 und zeigt die Stadtsilhouette von Augsburg.

Der Schreibstil von Peter Dempf ist von Beginn an fesselnd. Man taucht direkt in die Geschichte ein und begleitet Afra und Herwart auf der Suche nach der Verschwörung hinter den Geschehnissen.

Auf gefühlt jeder Seite passiert etwas Unvorhergesehenes, sodass der Spannungsbogen stetig aufrecht gehalten wird und man kaum durchatmen kann. Dadurch kann man das Buch auch kaum aus der Hand legen. In meinen Augen kann man diesen Roman daher auch als historischen Krimi bezeichnen.

Leider kamen mir mit der Zeit viele Situationen, in denen sich Afra und Herwart befinden, sehr konstruiert vor und aufgrund des immer wieder unbeschädigten Auflösens der Geschehnisse auch wenig glaubwürdig. Aufgrund der schnellen Erzählweise fällt einem das zu Beginn nicht auf, doch je mehr der Roman voranschreitet, desto offensichtlicher wird es.
Afra und Herwart sind zwei Boten, die ihre Aufgabe ernst nehmen und diese auch zielorientiert verfolgen. Oft habe ich jedoch an ihrem Verstand gezweifelt, da sie sich wiederholt sehr naiv in Situationen begeben, die gefährlich werden könnten und dies, obwohl sie mittlerweile wissen mussten, dass auch ihr eigenes Leben in Gefahr ist.

Der Albino Zeno ist ein eher undurchsichtiger Charakter. Immer wieder habe ich mich gefragt, auf welcher Seite er nun steht und mit welcher Aufgabe er bedacht ist. Grundsätzlich mag ich solche Charaktere sehr gern, aber Zeno ist hier zu oft aufgetaucht und wieder verschwunden, sodass mir das beim Lesen irgendwann auf die Nerven ging.
Der Schluss war für mich leider etwas verwirrend und die gesamte Gefahrensituation wird mir zu schnell abgearbeitet.

Das Nachwort des Autors fand ich wie sehr oft in historischen Romanen sehr interessant und aufschlussreich. Tatsache und Fiktion wird hier nochmal sehr gut erläutert.

Fazit:
Ein rasanter historischer Roman mit spannender Grundstruktur, die ich sehr gern gelesen habe. Aufgrund der genannten Schwächen kann ich jedoch nur 3,5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Auf der Suche nach der Vergangenheit im wunderschönen Paris

Die verschwundene Tochter
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Mit „Die verschwundene Tochter“ ist Band 5 aus der achtteiligen „Die verlorenen Töchter“-Saga von Soraya Lane erschienen. Alle Bände begleiten jeweils eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte ...

Mit „Die verschwundene Tochter“ ist Band 5 aus der achtteiligen „Die verlorenen Töchter“-Saga von Soraya Lane erschienen. Alle Bände begleiten jeweils eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte und können somit unabhängig voneinander gelesen werden.
Wie bereits in den Vorgängerbänden spielt sich die Handlung auf zwei Zeitebenen ab.
In der Vergangenheit begleitet man Evelina Lavigne, die den großen Traum verfolgt eine berühmte Modeschöpferin zu werden. In den 1930er Jahren war dies für eine Frau jedoch noch alles andere als einfach. Nach ihrem Vorbild Coco Chanel macht sie sich auf nach Paris, raus aus den engen gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Familie und versucht ihr Glück. Nachdem sie in ihrer ersten Ehe krachend scheitert, scheint sie in Antoine einen perfekten Mann gefunden zu haben, der sie in ihren Träumen unterstützt und die ersten Erfolge mit ihren kreativen Kollektionen stellen sich ein. Doch als sie ihm mitteilt, dass sie von ihm schwanger ist, wendet sich das Blatt.
In der Gegenwart macht sich Blake auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Familie. Sie arbeitet als Journalistin und nimmt das kleine Kästchen, welches sie aus Hope´s House bekommen hat, als Anlass eine Story zu kreieren, in der ihre Leser*innen hautnah dabei sein können, wenn sie die Vergangenheit ihrer Familie aufdeckt. Dabei entdeckt sie nicht nur ihre eigene Kreativität wieder, sondern auch die Liebe.
Ich kenne bisher aus dieser Reihe nur den Vorgängerband, doch auch dieser war vom Schreibstil her genauso flüssig und leicht zu lesen. Man ist sehr schnell in der Geschichte der Protagonisten drin und kann der Handlung gut folgen.
Sowohl Blake als auch Evelina waren mir diesmal als Charaktere sehr sympathisch und ich habe beide Geschichten sehr gern verfolgt.
Die Zeitsprünge, die im Handlungsstrang von Evelina teilweise sehr groß waren und Zeiten übersprungen haben, die in meinen Augen wesentliche und einschneidende Erlebnisse beinhaltet haben, haben mich im Laufe des Buches immer mehr gestört, da sie für mich verhindert haben, Nähe und Verbundenheit zu Evelina wachsen zu lassen. Ich hatte immer das Gefühl, mir fehlt etwas in ihrer Geschichte. Hier hätte ich mir mehr Tiefgründigkeit gewünscht.
Bei Blake und Henri im wunderschönen Paris war die Kennenlerngeschichte sehr schön und romantisch. Man konnte sich das französische Flair sehr malerisch vorstellen. Hier wiederum hat mich der plötzliche Gefühlsumschwung von Henri sehr gestört, der für mich zu plötzlich und nicht wirklich authentisch rüberkam. Am Ende wurde die ganze Geschichte dann auch zu schnell und glatt aufgelöst; leider fast schon kitschig.
Positiv habe ich in diesem Buch empfunden, dass man mehr über Hope und ihre Hintergründe erfährt – jedoch nur andeutungsweise. Das macht neugierig und lässt auch auf ihre Geschichte in den letzten Bänden hoffen.
Generell finde ich die Thematik der alleinstehenden Frauen, die zur damaligen Zeit keinerlei andere Möglichkeiten hatten als ihr Kind zur Adoption freizugeben, da ihnen und dem Kind gesellschaftlich sonst der Ruin anstand, sehr interessant und wichtig.

Fazit:
Ein netter Roman für zwischendurch, der jedoch in mir keine großen Gefühle geweckt hat. Da es in diesem Genre mittlerweile sehr viele sehr gute Geschichten gibt, kann ich diese nur im Mittelfeld einordnen und bewerte sie somit nur mit 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Konkurrenz belebt die Liebe?

Great Big Beautiful Life
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Eine geheimnisvolle Vergangenheit und zwei Schriftsteller*innen, die die Chance ihres Lebens wittern. Das klang für mich zunächst nach einer spannenden Lektüre mit viel Platz für Humor, Emotionen und überraschenden ...

Eine geheimnisvolle Vergangenheit und zwei Schriftsteller*innen, die die Chance ihres Lebens wittern. Das klang für mich zunächst nach einer spannenden Lektüre mit viel Platz für Humor, Emotionen und überraschenden Wendungen.
Leider konnte mich „My Great Big Beautiful Life“ von Emily Henry dann doch nicht so überzeugen wie ich es mir gewünscht hätte.
Erzählt wird aus der Perspektive von Alice – einer durch und durch optimistischen jungen Frau, die als Journalistin arbeitet und sich erhofft, durch das Schreiben der Biografie der legendären Zeitungserbin und Medienprinzessin Margaret Ives ihren Durchbruch als Autorin zu schaffen. Doch leider hat die ältere Dame nicht nur sie, sondern auch den Pulitzer-Preisträger Hayden Anderson eingeladen und vereinbart mit den beiden einen Monat Probezeit, um herauszufinden, wem sie die Aufgabe anvertraut, ihre Biografie tatsächlich zu schreiben.
Während Hayden und Alice merken, dass die alte Dame ihnen scheinbar nur Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit erzählt, lässt sich neben all der vorhandenen Konkurrenz nicht vermeiden, dass sie sich näher kennen lernen. Und ganz ungeplant entsteht ein knisterndes Verlangen zwischen ihnen, welches der Arbeit im Wege stehen könnte.
Die beiden Hauptpersonen Alice und Hayden sind von der Autorin sehr überspitzt gegenteilig dargestellt. Während Alice immer fröhlich und eher naiv durchs Leben geht, scheint Hayden stets perfekt und immer auf sich und seine Gesundheit bedacht zu sein. Im Laufe des Romans lernt man die beiden durch tiefgründigere Gespräche besser kennen und damit auch die Hintergründe ihrer jeweiligen Verhaltensweisen.
Die Interviews mit Margaret Ives fand ich zwar interessant, aber auch oft verwirrend. Die vielen Namen der Familie habe ich oft durcheinandergebracht und leider wurde mir generell die Familiengeschichte oft zu langatmig und deprimierend. Erst im letzten Drittel des Romans nahm die Geschichte mehr Fahrt auf und dann überschlugen sich die Ereignisse förmlich, sodass es mir wiederum zu schnell abgehandelt war.
Die aufkommenden Gefühle zwischen Alice und Hayden fand ich grundsätzlich sehr schön, jedoch war mir auch dies etwas zu übereilt. Hier bin ich bei der Beschreibung im Klappentext von mehr Konkurrenz und mehr Kampfgeist ausgegangen.
Die immer häufiger werdenden spicy Szenen, die am Ende nie final endeten, haben mich irgendwann nur noch genervt und ich empfand sie auch nicht als authentisch.
Was mir leider total gefehlt hat, war die Perspektive von Hayden. Ich liebe Romane, in denen die Protagonisten abwechselnd zu Wort kommen und man diese somit auch jeweils besser kennen lernen kann. Somit hatte man hier jeweils nur die Perspektive von Alice. Das fand ich etwas schade.
Positiv empfand ich den Twist zum Ende, mit dem ich so nicht gerechnet hätte.
Auch die Atmosphäre der kleinen Insel Crescent Island war sehr gut eingefangen.
Insgesamt war es für mich allerdings eher ein mittelmäßiger Roman, der mir weniger in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Ein sehr persönlicher Roman!

Hortensientage
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Mit „Hortensientage“ hat Manuela Inusa einen ihrer bisher persönlichsten Romane veröffentlicht.
Sie schreibt über ihre geliebte Oma Lisa, die mittlerweile in einem Seniorenheim lebt. Jeden Mittwoch besucht ...

Mit „Hortensientage“ hat Manuela Inusa einen ihrer bisher persönlichsten Romane veröffentlicht.
Sie schreibt über ihre geliebte Oma Lisa, die mittlerweile in einem Seniorenheim lebt. Jeden Mittwoch besucht Ela die alte Dame und sie sprechen über alte Zeiten, denn ihre Oma ist eine sehr gute Geschichtenerzählerin. Bisher hat Ela jedoch immer nur fröhliche Geschichten von Oma Lisa und Opa Werner gehört, die für sie das perfekte Liebespaar waren. Doch was haben sie eigentlich in den Kriegsjahren und danach erlebt? Als Ela eine Postkarte ihres Opas aus einem britischen Gefangenenlager entdeckt, beschließt sie, ihre Oma dazu genauer zu befragen und bekommt endlich ein paar Antworten auf ihre Fragen.
Gleichzeitig sucht sie nach Inspiration für einen eigenen Liebesroman. Ob auch dazu in den Geschichten ihrer Großeltern was zu finden ist?

Beim Lesen dieses Buches merkt man schnell, dass es der Autorin ein sehr persönliches und wichtiges Anliegen war, die Geschichte ihrer Großeltern zu erzählen.
Der liebevolle Umgang von ihr mit Oma Lisa im Seniorenheim, die regelmäßigen Besuche jeden Mittwoch – mal mit den Kindern, mal mit der ganzen Familie – und die Erzählungen rund um die Bewohner und die Pfleger waren sehr rührend.

Die Vorgehensweise von Ela, an die alten Erinnerungen ihrer Oma heranzukommen, haben mir an einigen Stellen nicht gefallen. Mir war sie zu forsch und eigensinnig. Vielleicht muss man bei alten Menschen, die Schlimmes erlebt haben, auch etwas energischer nachfragen, aber für mich war das zu viel.

Auch die ständigen Wiederholungen von bereits Erwähntem – wie z.B. die schrulligen Angewohnheiten von Oma Lisa oder auch wie sehr sich Ela nach Inspiration und der Veröffentlichung eines Buches in einem Verlag sehnt, waren mir zu häufig.

Die Erzählungen aus der Vergangenheit waren zwar sehr schön beschrieben, aber für mich nehmen sie zu wenig Raum im gesamten Buch ein. So kam die angepriesene Liebesgeschichte von Lisa und Werner leider viel zu kurz. Auch ihre Erfahrungen in den Kriegsjahren und danach waren nur sehr oberflächlich erzählt, sodass ich gar keine richtige Verbindung aufbauen konnte.
Im Gegensatz dazu war der Gegenwartspart im Seniorenheim viel zu groß und wurde durch die bereits erwähnten Wiederholungen mit der Zeit langatmig.

Fazit:
Es war eine sehr rührselige und schöne Geschichte, die jedoch einige Längen beinhaltet und meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat.
Mitgenommen habe ich auf jeden Fall, dass man die Zeit mit der älteren Generation genießen und wertschätzen sollte, denn was bleibt, sind am Ende nur die Erinnerungen und wenn keiner mehr da ist, um die Geschichten von früher zu erzählen, hält niemand dieser Erinnerungen am Leben.

Für diesen etwas anderen Roman vergebe ich 3 von 5 Sternen, da er mich leider nicht ganz abholen konnte.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Ein gelungenes Debüt

Meridion
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Mit „Meridion – Die Gefangenen der vier Zonen“ erscheint der Debütroman von Jasmin Halounek.
In dieser Dystopie werden wir in das Jahr 3500 versetzt. Die Welt von Meridion ist in vier Zonen eingeteilt ...

Mit „Meridion – Die Gefangenen der vier Zonen“ erscheint der Debütroman von Jasmin Halounek.
In dieser Dystopie werden wir in das Jahr 3500 versetzt. Die Welt von Meridion ist in vier Zonen eingeteilt – Krytos (Eis), Adurnis (Meer), Morung (Dschungel) und Eritima (Wüste). Die Menschen sollen in ihren Zonen lernen, mit der Natur im Einklang zu leben. Sie werden in ihren Zonen durch die Begrenzung von Mauern gehalten, die durch Wächter beschützt werden. Doch eines Tages wird Krytos von genau diesen Wächtern angegriffen.
Elysa, Tyran und Drexton begeben sich daraufhin auf eine gefährliche Reise, um Hilfe zu holen. Dabei ahnen sie nicht, dass der Ausbruch der Wächter nur der Vorbote für eine weitaus größere Intrige ist. Fast zeitgleich begeben sich in Adurnis ebenfalls mehrere Jugendliche auf eine Reise in die verbotene Zone, um endlich Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.
Das Cover zeigt zunächst das Symbol von Meridion, was auch immer wieder im Buch Erwähnung findet. Außerdem kann man die Einteilung der vier Zonen erkennen, was ich sehr ansprechend finde.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr kurzweilig. Die Kapitel sind aus verschiedenen Blickwinkeln der jeweiligen Protagonisten verfasst und immer recht kurz gehalten. Am Ende jeden Kapitels kommt es zu einem kleinen Cliffhanger, welcher die Spannung erhöht. Man möchte unbedingt weiterlesen, um den weiteren Fortgang der Geschichte zu erfahren. Daher fliegen die Seiten nur so dahin.
Sehr gut finde ich hier auch, dass die Überschrift der Kapitel einem eine Grundorientierung geben, mit wem man gerade durch die Geschichte streift.
Die Protagonisten werden sehr authentisch dargestellt. Man kann auch ihre Charakterentwicklung im Laufe der Geschehnisse gut nachvollziehen.
Leider ist es an manchen Stellen etwas übertrieben dargestellt, wie die Reaktionen ausfallen. Auch der Wechsel zwischen Gefühlswelten kommt manchmal etwas zu plötzlich.
Die Liebesbeziehungen werden im Buch leider nicht wirklich überzeugend verarbeitet. Da hätte ich mir mehr Entwicklungszeit gewünscht oder diese komplett weggelassen.
Auch manche Szenen waren mit leider zu abrupt beendet, bevor man so richtig intensiv in diese hineinfühlen konnte.

Besonders gut gelungen ist jedoch die Beschreibung der Zonen und deren Eigenschaften. So konnte ich den eisigen Wind in Krytos beim Lesen auf meiner Haut spüren, aber auch die Schönheit und Fruchtbarkeit der Meereszone vor mir aufsteigen sehen.
Mein besonderes Highlight war ein Munschi namens Chico – ein kleines Lebewesen aus der Zone Krytos, der im Buch eine tragende Rolle einnimmt und immer wieder für ein kleines Schmunzeln sorgt.
Der Autorin ist meines Erachtens gelungen, ein doch recht kritisches Buch zu schreiben, da die Situation, die zur Gründung von Meridion geführt hat, nicht allzu weit von unserer heutigen Realität entfernt ist und trotz guter Absichten doch wieder die Gier nach Macht die Oberhand gewinnen.
Fazit:
Mit diesem Roman ist Jasmin Halounek ein spannungsgeladenes Debüt gelungen, dass ich jedem empfehlen kann. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es für die Protagonisten im Finale weitergeht.

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