Wohlfühlkrimi
Mord à la LavandeDer Krimiautor Maxim Marchal genießt den Abend in einem kleinen Bistro, beobachtet die vorbeischlendernden Menschen und sucht nach Inspirationen für seine Charaktere. Doch dann stört etwas seine Entspannung. ...
Der Krimiautor Maxim Marchal genießt den Abend in einem kleinen Bistro, beobachtet die vorbeischlendernden Menschen und sucht nach Inspirationen für seine Charaktere. Doch dann stört etwas seine Entspannung. Ein Mensch wird überfahren. Maxims kriminalistischer Instinkt ist geweckt, er geht, entgegen der Meinung der Polizei, nicht von einem Unfall aus. Seine Nachforschungen ergeben, dass es sich bei dem Toten um einen Journalisten handelt. Mit Hilfe seiner Bekannten Sabrina, die als Journalistin arbeitet, und Ginette vom Tourismusbüro versucht Maxim die letzten Schritte des Toten zurückzuverfolgen. Dafür muss er sich bei den Lavendelbauern umhören. Die drei Hobbydetektive kommen dabei alten Geheimnissen auf die Spur, die sich bis in die Gegenwart auswirken. Dier Fall bietet Maxim viel Stoff für sein neues Buch, welches er im Kopf schon mitschreibt.
Das Buch verbindet einen spannenden Fall mit idyllischen Landschaftsbeschreibungen und interessanten Details zum Lavendel- und Lavandinanbau sowie der Herstellung der verschiedenen Produkte. Gleichzeitig kommen auch die kulinarischen Genüsse der Gegend nicht zu kurz. Maxim ist dahingehend ein Genießer.
Die Charaktere sind authentisch beschrieben. Maxim ist eine angenehme Person, analysiert erst die weiteren Schritte und handelt überlegt. Auch die beiden Frauen mag ich sehr. Sabrina ist eine engagierte Journalistin, die von Berufs wegen schon an dem Fall interessiert ist und Ginette ist eine immer fröhliche, quirlige Frau, die viele regionale Informationen beisteuern kann und gut vernetzt ist. Hilfreich für den Stand der Ermittlungen ist auch Sabrinas Mann, der bei der Polizei arbeitet.
Der Schreibstil ist ruhig und detailreich. Die Handlung entwickelt sich eher gemächlich, was gut zur Stimmung eines Provence-Krimis passt. Die Sprache ist zugänglich und bildhaft, ohne übermäßig komplex zu sein. Spannung entsteht weniger durch rasante Action als durch schrittweise Enthüllungen und gute Beobachtungen.
Die Handlung ist ein gelungenes Zusammenspiel von Atmosphäre, Figuren und regionalem Ambiente. Auch das Cover passt gut zum Thema.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe auf mehr Fälle mit dem Ermittlertrio.