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Veröffentlicht am 05.12.2024

If this were my last moment alive, how would I want it to be?

Flawless
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*Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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In „Flawless“ wird die heiße Mischung aus Adrenalin, ...

*Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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In „Flawless“ wird die heiße Mischung aus Adrenalin, Leidenschaft und Humor meisterhaft serviert: Rhett Eaton, bekannter Herzensbrecher, liebt das Abenteuer – er ist ein begnadeter Bullrider. Durch einen Eklat könnte er alle wichtigen Sponsoren verlieren. Um dies zu verhindern, soll ihn die Tochter seines Agenten namens Summer für eine Weile babysitten…

Elsie Silver hat hier spannende und sympathische Charaktere erschaffen in einem absolut absurden und damit äußerst witzigen Rahmen. Summer ist eigentlich eine totale People Pleaserin, aber stellt sich tough und gekonnt dem grantigen Rhett entgegen. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie immer weiter an Selbstbewusstsein und findet für sich heraus, was sie eigentlich in ihrem Leben will. Überrascht hat mich, dass Summer in ihrer Jugend schon mehrere Herz-OPs hinter sich gebracht und davon eine große Narbe davongetragen hat. Obwohl dies nicht im Fokus der Story liegt, ist das Thema trotzdem immer wieder präsent und ich konnte mich gut darin wiederfinden, da mich ein ähnliches Schicksal ereilt hat. Es war das erste Mal, dass ich von einer Protagonistin mit so einem „Makel“ gelesen habe und das hat mir sehr gefallen. Representation matters!

Die Autorin hat insgesamt einen erfrischenden Schreibstil und beginnt jedes Kapitel mit Chatverläufen zwischen vereinzelten Personen, die einem diese sowie die Geschichte noch lebensnaher erscheinen lassen und auch das Verhältnis der Charaktere näherbringen. Ein besonderes Herzschlagfinale durfte ebenso nicht fehlen!

Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten und ich empfehle es jedem, der Lust auf eine witzige Rom Com im „Slow Burn“- und „Grumpy & Sunshine“-Stil hat sowie auf Spice nicht verzichten möchte.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Nicht mein göttliches Spiel

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Der Titel und der Klappentext klangen für mich vielversprechend: griechische Götter, ein göttlicher Wettkampf und gefährliche Anziehung – das hatte definitiv Potenzial. Leider konnte mich das Buch bis ...

Der Titel und der Klappentext klangen für mich vielversprechend: griechische Götter, ein göttlicher Wettkampf und gefährliche Anziehung – das hatte definitiv Potenzial. Leider konnte mich das Buch bis zum Schluss nicht abholen.
In „The Games Gods Play“ geht es um Lyra, die von Zeus mit einem Fluch belegt wurde: Niemand kann sie lieben. Als wäre das nicht genug, wird sie von Hades als Championesse für das sogenannte „Crucible“ ausgewählt: ein göttlicher Wettkampf zwischen verschiedenen Auserwählten. Das Konzept erinnerte mich stark an The Hunger Games. Zwar unterscheiden sich die Prüfungen inhaltlich, dennoch waren mir die Parallelen insgesamt zu deutlich, wodurch das Ganze für mich an Eigenständigkeit verlor.
Ein großer Kritikpunkt war die Protagonistin Lyra. Mit ihren 23 Jahren wirkte sie häufig erstaunlich kindisch und emotional sprunghaft. Besonders widersprüchlich empfand ich ihren Umgang mit Zeus’ Fluch: Einerseits betont sie immer wieder, dass sie damit abgeschlossen habe, andererseits wird ständig hervorgehoben, wie tragisch und belastend ihre Situation sei. Dieser innere Konflikt hätte spannend sein können, wirkte auf mich jedoch eher wiederholend als tiefgründig.
Zudem ist Lyra extrem selbstaufopfernd. Sie möchte am liebsten alle unbeschadet durch das Crucible bringen – unabhängig davon, ob diese Personen sie respektieren oder nicht. Anfangs fand ich das noch nachvollziehbar, doch mit der Zeit erschien es mir überzogen und wenig glaubwürdig. Dass sie scheinbar jedem helfen kann und nahezu jede Situation richtig löst, nahm für mich viel Spannung aus der Geschichte.
Auch Hades konnte mich leider nicht überzeugen. Er wird als typischer Shadow Daddy inszeniert: geheimnisvoll, mächtig, düster. Doch die Beziehung zwischen ihm und Lyra entwickelte sich für mein Empfinden viel zu schnell. Die Dynamik wirkte konstruiert und die aufkeimenden Gefühle konnte ich emotional nicht nachvollziehen. Gerade im Hinblick auf den enormen Altersunterschied – ein mehrere hundert Jahre alter, mächtiger Gott und eine vergleichsweise unreife und bedeutungslose Protagonistin – fehlte mir die glaubhafte Entwicklung.
Die Nebencharaktere blieben für mich ebenfalls eher blass und konnten bei mir keine Bindung erzeugen. Dabei hätte gerade das in einem Wettkampf-Setting viel zur Spannung beitragen können.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch den Schreibstil der Autorin: Er ist flüssig, leicht zugänglich und mit humorvollen Elementen versehen. Das Buch liest sich grundsätzlich angenehm und schnell. Allerdings waren einige der Prüfungen im Crucible für mich stellenweise etwas unklar oder unvollständig beschrieben. Zudem zog sich die Vielzahl an Aufgaben irgendwann in die Länge, sodass die Handlung an Tempo verlor. Das Ende des Wettkampfs erschien mir etwas an den Haaren herbeigezogen, damit jetzt noch alles gut ausgeht.

Insgesamt fand ich das Setting der griechischen Götter im modernen Leben als Grundidee wirklich spannend. Leider konnte mich die konkrete Umsetzung nicht überzeugen, weshalb ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde.
Dennoch denke ich, dass das Buch durchaus seine Zielgruppe hat. Wer moderne Göttergeschichten mit romantischem Fokus liebt, ein Wettkampf-Setting mit vielen Prüfungen und Action schätzt sowie Shadow Daddy-Love-Interest-Dynamiken mag, wird möglicherweise an dem Buch Freude haben. Für mich persönlich blieb das Potenzial jedoch leider ungenutzt.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Winterliches Small-Town-Setting trifft Second-Chance-Romance

Seasons in Truffle Falls: Winterträume
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„Seasons in Truffle Falls: Winterträume“ ist der Auftakt einer Romance-Reihe, die in einer winterlichen Kleinstadt spielt und das Wiedersehen von Holly und Zane erzählt, die eine gemeinsame Vergangenheit ...

„Seasons in Truffle Falls: Winterträume“ ist der Auftakt einer Romance-Reihe, die in einer winterlichen Kleinstadt spielt und das Wiedersehen von Holly und Zane erzählt, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Roman liest sich insgesamt sehr flüssig und eignet sich gut als cozy Read für zwischendurch. Die Figuren sind überwiegend sympathisch, besonders Zane sticht dabei positiv hervor und verkörpert eine echte Green Flag. Auch die Atmosphäre von Truffle Falls wird sehr stimmungsvoll eingefangen: Die Kleinstadt wirkt träumerisch und man kann sich beim Lesen gedanklich gut an den Ort versetzen. Insgesamt passt die Umsetzung super zum romantischen Wintersetting.
Allerdings gab es auch Aspekte, die mich gestört haben. Holly hat eine traumatische Erfahrung gemacht und es ist nachvollziehbar, dass bestimmte Situationen sie immer wieder triggern. Mit der Zeit empfand ich ihre Selbstzweifel und Schuldgefühle jedoch als sehr dominant, da sich ein Großteil der Handlung aus ihrer Perspektive immer wieder um genau diese Gedanken drehte. Hier hätte ich mir irgendwann eine subtilere Darstellung gewünscht, statt die Problematik so häufig und deutlich zu betonen.
Ein weiterer Punkt betrifft die Beziehung zwischen Holly und Zane: Die beiden haben sich zwei Jahre lang nicht gesehen und offenbar auch keinen Kontakt gehalten. Das ist eine lange Zeit, in der sich Menschen verändern. Trotzdem sind beide sofort wieder ineinander verliebt. Vor allem Zane wirkt, als wäre er die gesamte Zeit Single gewesen und habe nur darauf gewartet, dass Holly hoffentlich endlich nach Truffle Falls zurückkehrt. Trotz Hollys innerer Konflikte kommt es dabei dann recht unkompliziert zur gemeinsamen Annäherung – mal abgesehen davon, dass Zane sowieso bereits ab dem ersten Tag „all in“ gegangen wäre. Das empfand ich alles als etwas unrealistisch.
Auch wenn mir das insgesamt etwas zu einfach erschien, gewinnt die Geschichte am Ende noch einmal an Tempo und bleibt letztlich dennoch ganz süß.
Zusammenfassend erzählt der Roman eine gefühlvolle Geschichte über zwei ehemalige Freunde, die sich aus den Augen verloren haben, sowie über Verlust und emotionale Verarbeitung. Ich empfehle das Buch allen, die eine Small-Town- und Second-Chance-Romance mit cozy Vibes und Wintersetting suchen. Ob ich die Reihe weiterverfolgen werde, weiß ich aber noch nicht.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Wenn dein Crush der beste Freund deines Vaters ist…

Wicked Mind
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Das wunderschöne Cover und der auffällige Farbschnitt haben mich sofort auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Der geheimnisvolle Titel tat sein Übriges, sodass „Wicked Mind“ auf meinem SuB landete. Von der ...

Das wunderschöne Cover und der auffällige Farbschnitt haben mich sofort auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Der geheimnisvolle Titel tat sein Übriges, sodass „Wicked Mind“ auf meinem SuB landete. Von der Autorin hatte ich zuvor noch nichts gelesen, daher ging ich ganz unvoreingenommen an die Geschichte heran. Letztendlich hat das Buch in mir jedoch sehr gemischte Gefühle ausgelöst.
Die Handlung dreht sich um Sienna, die versucht, eine Beziehung zu ihrem Vater aufzubauen, zu dem sie eigentlich kaum Kontakt hat. Gleichzeitig schwärmt sie für dessen besten Freund Nikolai, den sie bisher nie persönlich getroffen hat, aber über den sie spicy Romane schreibt. Schon früh hatte ich allerdings beim Lesen das Gefühl, als würde sie ihn längst kennen – aber dem war ja nicht so. Dadurch wirkte Sienna für mich teilweise etwas weltfremd und desillusioniert.
Vor allem in der ersten Hälfte des Buches bin ich immer wieder über Ungereimtheiten gestolpert, die mich fast dazu gebracht hätten, die Geschichte abzubrechen. Ohne zu spoilern: Sienna beschreibt das Verhältnis zu ihrem Vater als distanziert, weil er in ihrer Kindheit oft abwesend war. Gleichzeitig war er aber ihre einzige Familie und hat sie von klein auf allein großgezogen, bevor er sie später ins Internat schickte. Diese Konstellation wirkte auf mich widersprüchlich – denn wenn er sie tatsächlich von Geburt an betreut hat, wieso konnte sich keine intensivere Beziehung entwickeln?
Auch die Dynamik zwischen Sienna und Nikolai erschien mir zunächst stellenweise unlogisch. Ihre Flirtereien finden direkt vor den Augen des Vaters statt und obwohl mehrmals erwähnt wird, dass dieser die beiden misstrauisch beobachtet, scheint er lange nichts zu bemerken. Ihr Verhalten ist dafür, dass sie sich gerade erst kennenlernen, auffallend vertraut und intim. Das hätte Siennas Vater doch sehen müssen. Später gibt es zwar Erklärungen, warum er evtl. nicht ganz klar gedacht hat, doch insgesamt blieb es für mich nicht ganz glaubwürdig.
Darüber hinaus wirkte Sienna mit ihren 23 Jahren oft erstaunlich kindisch, was es mir schwer machte, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Auch ihre Freundinnen, welche die einzigen wirklich relevanten Nebenfiguren waren, blieben recht oberflächlich und unsympathisch.
Der Schreibstil von Bianca Mov ist insgesamt sehr bildhaft und ausgeschmückt, allerdings waren besonders am Anfang viele Szenen zu kurz oder abgehackt. Die Kapitel wechselten schnell, wodurch ich anfangs kaum ein Gefühl für die Figuren bekam. Erst ab der Mitte hat mich die Geschichte wirklich gepackt – dann aber richtig: Die Ereignisse wurden fesselnd, die Emotionen greifbar und auch das Ende fand ich gelungen. Der Spice war zudem sehr gut geschrieben und die spätere Beziehung zwischen Sienna und Nikolai konnte mich schließlich überzeugen. Insgesamt hätte ich mir jedoch gewünscht, dass die Geschichte von Anfang an so stimmig und mitreißend ist wie im letzten Drittel.
„Wicked Mind“ hat starke Momente und einen fesselnden Schlussteil, schwächelt jedoch im Aufbau und in der Logik mancher Handlungsstränge. Wer Geschichten mit Age Gap, Forbidden Love und etwas Drama mag sowie über ein paar Unstimmigkeiten hinwegsehen kann, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

The Hunger Games 2.0?

Powerless - Das Spiel
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* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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"Powerless" lag schon lange auf meinem SuB und ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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"Powerless" lag schon lange auf meinem SuB und ich war zu Beginn sehr gehyped, da ich zuvor viel Positives darüber gehört habe. Leider konnte es mich nicht so sehr begeistern wie erhofft.
Zuerst zu den beiden Protagonisten: Paedyn und Kai. Paedyn ist eine selbstbewusste junge Frau, die bereits einiges durchgemacht hat – kein Wunder, wenn man in den Slums aufgewachsen ist. Kai hingegen wurde von seinem Vater zum zukünftigen Enforcer ausgebildet und zeigt sich anfangs skrupellos und hart. Doch sobald er Paedyn begegnet, verändert sich etwas in ihm. Irgendetwas an ihr zieht ihn unweigerlich an.
Mit dieser plötzlichen Anziehung hatte ich allerdings Schwierigkeiten. Trotz eines gewissen Slow Burns wirkte sie für mich zu überstürzt und dadurch nicht authentisch. Erst nach etwa 200 Seiten konnte ich die Chemie zwischen den beiden langsam nachvollziehen.
Die Nebencharaktere blieben für meinen Geschmack zu blass. Besonders Paedyns beste Freundin hätte meiner Meinung nach eine größere und tiefere Rolle verdient, da hier viel Potenzial verschenkt wurde. Eine Ausnahme bildet Kais Bruder Kitt, der im Vergleich etwas mehr Tiefe erhielt. Insgesamt fehlte mir jedoch die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und anderen Charakteren.
Zudem erinnerte mich die Geschichte stellenweise sehr stark an andere bekannte Reihen, vor allem an "The Hunger Games". Es wirkte fast so, als seien viele Elemente aus bereits existierenden Welten übernommen worden, was der Originalität geschadet hat.
Der Schreibstil war für mich durchwachsen. Der Einstieg gelang mir noch leicht, doch besonders im mittleren Teil zog sich die Handlung spürbar. Gegen Ende nahm die Geschichte aber deutlich an Fahrt auf und konnte mich dort schließlich am meisten fesseln.

Empfehlen würde ich das Buch vor allem denjenigen, die mit den deutlichen Parallelen zu "The Hunger Games" kein Problem haben und die gerne Slow Burn- sowie Enemies-to-Lovers-Romantasy lesen. Trotz meiner Kritikpunkte werde ich den zweiten Teil sicher weiterlesen, da mir Paedyn und Kai ans Herz gewachsen sind und ich neugierig auf ihre weitere Entwicklung bin.

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