Aufregende Zeitreise
Die InselschwimmerinEvie hat ihre Heimatinsel Orkney nach einem dramatischen Vorfall mit ihrer Schwester Liv verlassen. Als sie erfährt, dass ihr Vater schwer krank ist, kehrt sie widerwillig zurück. Dort wie sie herzlich ...
Evie hat ihre Heimatinsel Orkney nach einem dramatischen Vorfall mit ihrer Schwester Liv verlassen. Als sie erfährt, dass ihr Vater schwer krank ist, kehrt sie widerwillig zurück. Dort wie sie herzlich von Freya empfangen. Doch mit der Rückkehr kommen auch die alten Erinnerungen und Konflikte wieder hoch. Evie muss sich ihrer Vergangenheit stellen und sich selbst.
Das Cover des Buches hat mir sofort gefallen, es hat mich direkt angesprochen. Leider bin ich mit dem Schreibstil nicht ganz warm geworden. Das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich persönlich andere Erzählweisen gewohnt bin. Etwas klarer und strukturierter. Besonders schwer habe ich mich mit den Perspektivwechseln getan: Mal war ich in Evies Gedanken, im nächsten Moment bei Freya .. das hat mich manchmal verwirrt.
Anfangs war ich skeptisch wegen der drei Zeitebenen, doch überraschenderweise hat mir genau das richtig gut gefallen! Die Kapitel waren detailliert geschrieben, man konnte gut in die verschiedenen Zeiten und Sichtweisen eintauchen. Ein großes Highlight für mich war die Beschreibung der schottischen Landschaft! Da kam bei mir sofort wieder Fernweh auf. Ich freue mich schon auf meine nächste Reise nach Schottland!
Evies Schwester Liv ist ein wirklich schwieriger Charakter .. an manchen Stellen war ich regelrecht schockiert, wozu Menschen fähig sein können. Es wurden auch zwei sehr wichtige Themen angedeutet, auf die aber leider nicht weiter eingegangen wurde. Das fand ich sehr schade, denn genau dort hätte das Buch noch mehr Tiefe gewinnen können.
Trotzdem hat mich die Spannung rund um das zentrale Geheimnis richtig gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich wollte immer weiter lesen, um mehr über die Figuren und das Geschehen zu erfahren.
Was mich allerdings enttäuscht hat: Der Titel „Die Inselschwimmerin“ hat für mich kaum eine Verbindung zur eigentlichen Handlung. Die Schwimmgruppe wurde nur am Rande erwähnt. Dabei hätte dieses Element so viel Potenzial gehabt! Insgesamt hatte die Geschichte starke Ansätze, aber in der Umsetzung hat für mich nicht alles zusammengepasst.