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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2026

Meine Gedanken zu Nincshof

Nincshof
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Ich wollte das Buch schon länger lesen und habe am Anfang ehrlich gesagt ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Der Schreibstil ist schon besonders und nicht ganz das, was man gewohnt ist. Aber irgendwann ...

Ich wollte das Buch schon länger lesen und habe am Anfang ehrlich gesagt ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Der Schreibstil ist schon besonders und nicht ganz das, was man gewohnt ist. Aber irgendwann war ich drin und dann hat es mich doch mehr gepackt, als ich gedacht hätte. Die Geschichte ist eher ruhig erzählt, aber genau das macht sie irgendwie besonders. Und dieser trockene Humor, der immer mal wieder auftaucht, hat mir richtig gut gefallen.
Am Ende war ich wirklich überrascht, wie sehr mich das Buch abgeholt hat. Es ist nichts Lautes oder Spannendes im klassischen Sinn, sondern eher etwas, das sich langsam entwickelt und im Kopf bleibt. Für mich eine richtig schöne Lektüre, die ich gern gelesen habe.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Hat mich echt überrascht

Solange ein Streichholz brennt
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Cover und Titel haben mich ehrlich gesagt zuerst nicht wirklich angesprochen, deshalb bin ich ohne große Erwartungen an das Buch gegangen. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte am Ende ...

Cover und Titel haben mich ehrlich gesagt zuerst nicht wirklich angesprochen, deshalb bin ich ohne große Erwartungen an das Buch gegangen. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte am Ende berührt hat.
Im Mittelpunkt steht Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt. Als eine Journalistin ihn für eine TV-Reportage begleiten will, lehnt er zunächst ab. Doch als sein Hund schwer verletzt wird und eine Operation braucht, lässt er sich darauf ein. Der Sender übernimmt die Kosten und dafür begleitet ihn Reporterin Alina eine Woche lang. Was als sachliche Reportage geplant ist, wird schnell persönlicher als gedacht.
Besonders gut gefallen hat mir, wie echt sich Bohm anfühlt. Mit all seinen Ecken und Kanten, aber auch mit viel Herz. Auch die Entwicklung zwischen ihm und Alina fand ich sehr stimmig und überhaupt nicht kitschig. Die Dialoge sind stark, teils humorvoll und gleichzeitig nachdenklich.
Ein bisschen mehr Hintergrund zu beiden Figuren hätte ich mir noch gewünscht, zudem war ich mit dem Buch doch recht schnell fertig. Trotzdem hat mich die Geschichte wirklich gepackt. Tiefgehend, emotional und dabei angenehm zu lesen. Für mich eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ein Serienkiller im Gerichtssaal

Thirteen
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„Thirteen“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Allein die Idee, dass der wahre Täter nicht auf der Anklagebank sitzt, sondern mitten in der Jury, ist einfach genial. Dadurch entsteht eine ganz besondere ...

„Thirteen“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Allein die Idee, dass der wahre Täter nicht auf der Anklagebank sitzt, sondern mitten in der Jury, ist einfach genial. Dadurch entsteht eine ganz besondere Spannung, weil man als Leser genau weiß, dass etwas nicht stimmt, während im Gerichtssaal alle versuchen, den Mordfall gegen den falschen Mann aufzuklären. Ich liebe diese Gerichtsatmosphäre in der Eddie Flynn Reihe sowieso, und auch hier gibt es wieder viele kluge Strategien, Wendungen und Momente, in denen man miträtselt, wie sich das Ganze noch entwickeln könnte.
Besonders beeindruckt hat mich der Täter in diesem Band. Er ist unglaublich raffiniert und immer mehrere Schritte voraus, was die Geschichte wirklich faszinierend macht. Gleichzeitig bleibt das Buch durch die kurzen Kapitel und die vielen Perspektivwechsel sehr dynamisch. Man merkt einfach, wie viel Spaß Steve Cavanagh daran hat, mit Erwartungen zu spielen und immer neue Überraschungen einzubauen. Für mich war das wieder ein richtig starker Band der Reihe, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Ein letzter Besuch in Björnstadt

Die Gewinner
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Mit „Die Gewinner“ von Fredrik Backman bin ich nochmal zurück nach Björnstadt und es hat sich wirklich angefühlt wie Heimkommen. Ich wusste sofort wieder, wer wer ist, und hatte direkt dieses vertraute ...

Mit „Die Gewinner“ von Fredrik Backman bin ich nochmal zurück nach Björnstadt und es hat sich wirklich angefühlt wie Heimkommen. Ich wusste sofort wieder, wer wer ist, und hatte direkt dieses vertraute Gefühl. Die Figuren sind mir über die drei Bände so ans Herz gewachsen, dass ich teilweise richtig mit ihnen gelitten habe. Manche Szenen haben mich echt geschluckt lassen. Und dann gibt es wieder diese leisen Momente, die einem einfach zeigen, wie nah Freude und Schmerz beieinanderliegen können. Besonders spannend fand ich diese Erzählerstimme im Hintergrund, die immer wieder andeutet, dass etwas passieren wird. Ich war die ganze Zeit innerlich angespannt und wollte unbedingt wissen, wann dieser angekündigte Moment endlich kommt.
Für mich ist das ein richtig starker Abschluss der Reihe. Nicht alles ist leicht, nicht alles ist schön, aber genau das macht es so ehrlich. Ich hatte am Ende dieses Gefühl von Wehmut, weil ich gemerkt habe, dass ich diese Menschen jetzt ziehen lassen muss. Björnstadt ist für mich mehr als nur ein Schauplatz, es fühlt sich fast wie ein echter Ort an. Eine Reihe, die mich emotional komplett abgeholt hat und die noch lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Emotional, intensiv und lange nachhallend

Wir gegen euch
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„Wir gegen euch“ von Fredrik Backman ist für mich ein unglaublich starker zweiter Teil der Björnstadt-Reihe. Nach allem, was im ersten Band passiert ist, liegt über der kleinen Stadt wieder eine spürbare ...

„Wir gegen euch“ von Fredrik Backman ist für mich ein unglaublich starker zweiter Teil der Björnstadt-Reihe. Nach allem, was im ersten Band passiert ist, liegt über der kleinen Stadt wieder eine spürbare Spannung. Es geht zwar immer noch um Eishockey, aber eigentlich um viel mehr: um Stolz, Loyalität, Zusammenhalt – und darum, wie schnell ein „Wir“ zerbrechen kann. Die Atmosphäre in der nordschwedischen Kleinstadt ist so dicht beschrieben, dass ich beim Lesen komplett eingetaucht bin.
Besonders gefallen haben mir die vielen unterschiedlichen Figuren. Sie wirken so echt und nahbar, mit all ihren Fehlern, Ängsten und Hoffnungen. Ich fand es spannend, dass man plötzlich auch Charaktere besser versteht, die man vorher vielleicht unsympathisch fand. Die Emotionen gehen richtig unter die Haut, und es gibt viele starke Momente über Mut und Zusammenhalt. Man muss aber sagen: Die Stimmung ist stellenweise ziemlich düster – das war manchmal schwer auszuhalten, aber es passt einfach zur Geschichte.
Für mich ist dieser Roman ein absolutes Highlight. Die klare Sprache, die kurzen Kapitel und dieser besondere Erzählton, der das Geschehen immer wieder einordnet, haben mich total begeistert.

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