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Veröffentlicht am 06.03.2026

Liebe mit Plätzchenduft und Winterzauber

Schneeflöckchen, Weißpfötchen
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Dieses Buch war ein Weihnachtsgeschenk einer lieben Leseschwester. Bisher habe ich noch kein Buch der Autorin gelesen, dabei handelt es sich schon um Band 10 der Weihnachtshund-Reihe.
Dank des flüssigen ...

Dieses Buch war ein Weihnachtsgeschenk einer lieben Leseschwester. Bisher habe ich noch kein Buch der Autorin gelesen, dabei handelt es sich schon um Band 10 der Weihnachtshund-Reihe.
Dank des flüssigen Schreibstils und der liebenswerten Charaktere viel es mir leicht in das Buch einzutauchen. Ohje, der arme Santa und seine Elfen haben ja ganz schön Stress mit Xanders vergessenem Weihnachtswunsch aus dem letzten Jahr, der nun das ganze Wünschesystem lahmgelegt hat. Dabei ist Santas Büro auf dem aktuellen elektronischen Stand, handschriftliche Wunschzettel sind also Schnee von gestern.

Xander, seine heimliche Liebe Elli sowie Jelena und Arian sind seit der Kindheit beste Freunde, deshalb ist die Freude groß, als dieser endlich im Heimatort sesshaft werden möchte. Seine große Hoffnung ist natürlich, dass Elli endlich seine Gefühle erwidert. Doch da kommen ihm zwei ungeplante Dinge in die Queere. Einmal die Zufallsbekanntschaft von Elli mit dem charmanten Anwalt Patrice. Zum anderen ist da noch die ausgesetzte Hündin Amara, die völlig entkräftet vor Ellis Haustür steht.
Wie zu erwarten, gibt es ein turbulentes Hin und Her mit Gefühlschaos, dazu herrliche Dialoge, Plätzchenduft und Winter-Weihnachtsfeeling. Die perfekte Mischung rund um die Weihnachts- und Winterzeit. Ich habe mich „pudelwohl“ äh, ich meine „schäferhundwohl“ mit dieser Geschichte gefühlt. Amaras Gedanken eine Stimme zu geben hat mich tief im Herzen zu Tränen gerührt. Ich habe kein Verständnis für Menschen, die ihre Tiere aussetzen, aus welchem Grund auch immer.
Die Art und Weise, wie sich am Ende alles entwickelt hat, hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. Bestimmt wird das nicht mein letztes Buch von Petra Schier sein.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer Winter-Weihnachts-Feelgood-Roman, der nicht nur Hundefreunde begeistern wird. Liebenswerte Charaktere mit Ecken und Kanten, eine heimelige Atmosphäre und ganz viel Gefühl.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Das Leben ist stürmisch, rau und doch voller Hoffnung

Die Hummerfrauen
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Die Familie der 28-jährigen Mina ist nach dem überraschenden Tod des Bruders zerrissen worden. Um sich selbst zu finden, reist sie nach Maine, damals verbrachte sie viele glückliche Sommer mit dem Fischerjungen ...

Die Familie der 28-jährigen Mina ist nach dem überraschenden Tod des Bruders zerrissen worden. Um sich selbst zu finden, reist sie nach Maine, damals verbrachte sie viele glückliche Sommer mit dem Fischerjungen Sam auf der kleinen Insel Eagle Island, bis sie der Insel für immer den Rücken kehrten. Mina hofft, fast 20 Jahre später die Gründe dafür zu finden. Der Zufall führt sie nach Stone Harbour zu den Hummerfischerinnen Ann und Julie. Beide sind geprägt durch Verluste und Schicksalsschläge, kommen ziemlich ruppig daher, nehmen aber Mina mit großem Verständnis und liebevoll auf. Die drei unterschiedlichen Frauen werden zu einer Wahlfamilie, die sich gegenseitig unterstützt. Nach dem Wiedersehen mit Sam ist da nicht nur die alte Vertrautheit, sie entdecken ihre innige Liebe füreinander. Doch auch Sam hat mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen.

Schnell hatte ich mich mit den drei Protagonistinnen angefreundet. Drei Frauen, drei Generationen, die das Schicksal zusammengeführt hat. Die 72-jährige Ann, älteste Hummerfischerin des Ortes Stone Harbour, begegnet mir verbittert und sarkastisch. Sie lebt ziemlich zurückgezogen und unterhält eine skurrile Freundschaft zu dem blauen Hummer Mr. Darcy. Die 54-jährige Julie hat sich nach einem schweren Unfall zurück ins Leben gekämpft, an Deck ihres Fischerbootes hat sie ihren Frieden und ihre Bestimmung gefunden. Wer ihr begegnet, muss schon ein hartes Fell haben. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, ist ehrlich und direkt und großzügig beim Verteilen von Beleidigungen. Dennoch fühlte ich mich ihnen verbunden, denn hinter der rauen Schale steckt Verständnis und ein großes Herz. Mit Mina im Bunde sind sie für mich die perfekte Familie, die alles gemeinsam durchsteht.
Durch Rückblenden ins Jahr 1982 erfahre ich viel über Mina´s Kindheit und ihre Familie. Als Städter war es für sie edes Jahr herrlich die Sommer unbeschwert an der Küste und im Einklang mit den Einheimischen zu verbringen. Mina, ihr Bruder Christopher und ihr Vater waren glücklich. Nur die Mutter kam mit ihrem Leben nicht klar. Sie klammerte bei ihrem Sohn, unterdrückte und vernachlässigte Mina und griff zu oft zum Alkohol.


Zwei gravierende Vorfälle haben dazu geführt, dass zwei Familien zerstört wurden. Der Roman zeigt auf, dass jeder Mensch anders mit Verlusten und Schicksalsschlägen umgeht. Die einen suchen nach dem Warum, andere nehmen es hin und möchten nie wieder darüber reden. Die Fischerfamilien haben viele geliebte Menschen ans Meer verloren, für sie gehört es dazu, das Leben geht weiter.

Die Autorin hat starke und tiefgehende Charaktere mit einer intensiven Lebensgeschichte geschaffen. Stürmisch wie das Meer, mit Höhen und Tiefen, Aufgeben gibt es nicht. Die Gemeinschaft der Fischer ist barsch und hartgesotten, aber sie halten zusammen. Es gab so einige Dialoge, die mich zum Schmunzeln brachten. Bei vielen war Julie zugegen.

Mina und Sam schienen von klein auf an füreinander geschaffen, schwierig schien nur der richtige Moment, falls es so etwas überhaupt gibt. Man kann jemand von Herzen lieben und es dennoch nicht schaffen, das Leben gemeinsam zu meistern.

Vielen Dank Beatrix Gerstberger für diesen fesselnden, absolut ehrlichen und teilweise ergreifenden Roman. Er wird noch lange in mir nachwirken. Absolut lesenswert.

Mein Fazit:
Die Hummerfrauen ist eine bildgewaltige Geschichte über das Leben, den Umfang mit Verlusten, über Neuanfänge, Liebe und Freundschaft. Die Lebensgeschichten der vielschichtigen Charaktere gehen unter die Haut und bleiben einem im Gedächtnis.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Dunkle Abgründe in der Vergangenheit

Die Sturmtochter
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Florence Winter ist das neue Pseudonym einer mir seit langem bekannten Autorin, deren Bücher ich regelrecht verschlinge. Mit DIE STURMTOCHTER hat sie mein Leserherz wahrhaftig im Sturm erobert. Schon von ...

Florence Winter ist das neue Pseudonym einer mir seit langem bekannten Autorin, deren Bücher ich regelrecht verschlinge. Mit DIE STURMTOCHTER hat sie mein Leserherz wahrhaftig im Sturm erobert. Schon von der ersten Seite an war ich absolut gefesselt.

Ich lerne die 24-jährige Isla Fraser als selbstbewusste und eigenständige Frau kennen. Sie macht ihren Weg als freie Journalistin ohne den Einfluss und das Geld ihrer Familie, weshalb die Beziehung zu ihrem Vater etwas angespannt ist. Die Recherche nach dem Verbleib ihrer Tante Shelley, die vor 20 Jahren nach Australien ausgewandert sein soll, scheint schlafende Hunde zu wecken. Nur knapp entgeht sie einer Reihe von Unfällen. Auf ihrem alten Familiensitz in Schottland findet sie Unterlagen ihrer Vorfahren aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und stellt fest, dass sich eine kleine Insel bei den Äußeren Hebriden immer noch in Familienbesitz befindet. Warum wurde ihr die Existenz von Eilean Taigh-Mór-Fraser verschwiegen? Zusammen mit dem Bootsführer und Fischer Ben Harris sucht sie die Insel auf und entdeckt ein abscheuliches Familiengeheimnis, welches kaum in Worte zu fassen ist.

Temporeich und bildhaft erzählt die Autorin auf zwei Zeitebenen abwechselnd aus der Sicht von Isla in der Gegenwart und Rosa in der Vergangenheit eine Geschichte voller Dramatik, jeder Menge Emotionen und fesselnder Spannung. Stück für Stück offenbaren sich hier durch Entdeckungen in der Gegenwart die schrecklichen Taten des Charles Fraser, die bis heute vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Mit den beiden weiblichen Protagonistinnen hat Florence Winter zwei starke Frauen in den Fokus gesetzt. Rosa hat in ihrem Leben so viel durchgemacht, dass ich verstehen konnte, dass sie es ihren Nachfahren überließ, das Grauen bekannt zu machen. Dass jedoch gut 150 Jahre alles vertuscht wurde, ließ mich nur sprachlos den Kopf schütteln. Wer hinter das Geheimnis kam, musste verschwinden. Die Art und Weise, wie sich die Familie Isla in den Weg stellt, ist unentschuldbar. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, dass sollte unbedingt selbst gelesen und erlebt werden.

Vielen Dank liebe Florence Winter für dieses herausragende Lesehighlight, welches gerade ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit meinem bisherigen Lieblingsbuch aus Deiner Feder führt. Hach, ich liebe sie einfach. Wie gut, dass am 27.02.2026 bereits DIE GEZEITENTOCHTER, der nächste Band aus dieser Reihe, erscheinen wird.

Mein Fazit:
Eine dramatisches Familiengeheimnis, das genauso rau und wild ist wie die Landschaft Schottlands. Große Emotionen, starke Charaktere und eine fesselnde Story. Florence Winter weiß, wie sie uns Leser begeistert.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Gefühlvolles Debüt

Alaska Die Fährte der Wölfe
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Als mir die Autorin ihren Debütroman anbot, hatte ich nach Blick auf das Cover und den Klappentext gleich ein gutes Gefühl. Nun kann ich sagen, was für ein wunderschönes Debüt, das mir sonst entgangen ...

Als mir die Autorin ihren Debütroman anbot, hatte ich nach Blick auf das Cover und den Klappentext gleich ein gutes Gefühl. Nun kann ich sagen, was für ein wunderschönes Debüt, das mir sonst entgangen wäre.

Der flüssige Schreibstil ließ mich gleich in die Geschichte eintauchen. Wow, dachte ich, was für einen Mut von der Protagonistin Helen allein Urlaub in Alaska zu machen. Wobei ich feststelle, dass es ein toller Ort ist, um sich mal ordentlich durchpusten zu lassen und seine Gedanken zu ordnen. Der Protagonistin Helen hat es eindeutig geholfen, ihre Zukunft klar zu sehen. Nur warum reagieren ihre beste Freundin Pia und deren Großmutter so ablehnend auf dieses Reiseziel? Damit hätte ich nie gerechnet.

In dem kleinen Hotel, betrieben von der deutschstämmigen Susan fühlte ich mich gleich zu Hause. Anhand der bildhaften Beschreibungen konnte ich mir genau vorstellen, wie gemütlich es dort war und wie familiär die Unterkunft geführt wird. Die Ausflüge in die Natur empfand ich als Abenteuer pur. Bei den Huskys ging mir das Herz auf, erst recht bei deren Welpen. Für einige Stunden war ich in einer anderen Welt. Von Hundeschlittenfahrt, Rundflug über schneebedeckte Wälder, Wolfsbegegnungen bis hin zu den Nordlichtern war alles dabei. Jana Holler hat ihren Charakteren liebevoll Leben eingehaucht und ein berührendes Familiendrama eingebaut, welches aufgedeckt wird. Bei den vielen Emotionen hatte ich des Öfteren einen Kloß im Hals und war sehr gerührt. Die Begegnung mit den Wölfen hat mir wieder einmal gezeigt, was für schlaue und interessante Tiere dies sind.

Vielen Dank liebe Jana für die wunderbaren Lesestunden.

Mein Fazit:
Ein kleiner, aber feiner Roman, der alles enthält, was man von einer schönen Geschichte erwartet. Eine schöne Location, sympathische Charaktere und eine Geschichte, die berührt.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Lügengeflecht in klirrender Kälte

Lügennebel
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Bereits das 4. Jahr in Folge ist für mich in jedem Winter eindeutig klar, ich darf das Ermittler-Duo Hanna und Daniel ins schwedische Skigebiete Åre begleiten. Schon mit dem Aufschlagen des Buches setzt ...

Bereits das 4. Jahr in Folge ist für mich in jedem Winter eindeutig klar, ich darf das Ermittler-Duo Hanna und Daniel ins schwedische Skigebiete Åre begleiten. Schon mit dem Aufschlagen des Buches setzt bei mir eine Gänsehaut ein, die nicht nur mit den klirrenden Temperaturen der Location zusammenhängen. Viveca Sten schafft mit ihren Kriminalfällen eine einzigartige Atmosphäre.

Lügennebel handelt von einer Studentengruppe, welche sich eine Auszeit vom Lernen nehmen und Urlaub in einem exklusiven Ferienhaus reicher Eltern im berühmten Skigebiet Åre machen. Ausgelassene Partys mit viel Alkohol und waghalsige Abfahrten füllen die Tage. Bis eine junge Frau aus der Clique morgens tot im Schnee aufgefunden wird. Mord oder Unfall ist vorerst unklar. Die Rekonstruktion des vorherigen Abends gestaltet sich schwierig, da die jungen Leute wenig bis widersprüchliche Äußerungen tätigen. Neben diesen machen sich auch einige ortsansässige Personen verdächtig. Ein extrem schwieriger Fall für Hanna und Daniel, denn eines ist klar, alle lügen.

Wie von der Autorin gewohnt, beginnt die Erzählung leise und unaufgeregt. Bis alle Beteiligten vernommen werden und feststeht, dass es sich um ein Verbrechen handelt und die Wahrheit nicht bekannt ist, vergeht einiges an Zeit. Die Spannung nimmt im Verlauf jedoch stetig zu bis zu waghalsigen und brenzligen Situationen. Die Perspektivenwechsel der Story verleihen dem Ganzen viel Tiefe und verschiedene Blickwinkel, die zum Mitraten anregen. Für mich waren im Verlauf des Buches so viele Personen verdächtigt bzw. hatten ein Motiv, dass ich keinen blassen Schimmer mehr hatte, was die Lösung sein könnte.

Ein weiterer Punkt, der mit bei dieser Buchreihe sehr gut gefällt, ist, dass neben dem eigentlichen Fall auch viel Augenmerk auf das Privatleben der Protagonisten gelegt wird. So sind mir diese sehr vertraut und ich nehme Teil an deren Entwicklung, sei es positiv oder negativ. Bei einem Charakter habe ich mich unwahrscheinlich gefreut, dass er endlich Nägel mit Köpfen gemacht hat. Bei zwei anderen hatte ich gehofft, dass endlich das Offensichtliche passiert, was mir die Autorin mit einem fiesen Cliffhanger erst einmal vermiest hat. Liebe Viveca Sten, bitte erlöse meine Qualen endlich im nächsten Band. Natürlich freue ich mich schon auf den nächsten eiskalten Fall.

Mein Fazit:
Diese spannende Buchreihe ist aus meinen Highlights nicht mehr wegzudenken. Auch mit diesem Band erhielt ich wieder einen vielschichtigen Kriminalfall, undurchsichtige Verdächtige und die bekannten wunderbaren Charaktere. Spannung auf sehr hohem Niveau.

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