Ein ungewöhnliches Hotel ...
Das White Octopus HotelEve Shaw lebt zurückgezogen und einsam. Als sie bei ihrem Job als Kunstgutachterin einem potenziellen Kunden die Hand schüttelt, glaubt sie, diese schon einmal gehalten zu haben. Doch an den Kunden kann ...
Eve Shaw lebt zurückgezogen und einsam. Als sie bei ihrem Job als Kunstgutachterin einem potenziellen Kunden die Hand schüttelt, glaubt sie, diese schon einmal gehalten zu haben. Doch an den Kunden kann sie sich beim besten Willen nicht erinnern. Als dieser sie dann auch noch auffordert, wieder zurück in das White Octopus Hotel zu kommen, ist sich Eve sicher, das alles ein Irrtum ist. Der Kunde stirbt jedoch vor der Kunstgalerie und Eve ist sich gar nicht mehr sicher, ob nicht doch sie mit allem gemeint ist. Und so macht sie sich auf in dieses geheimnisvolle Hotel, welches in der Abgeschiedenheit der Schweizer Alpen nur mehr als halbe Ruine bezeichnet werden kann. Aber es ranken sich auch mysteriöse Legenden um das Hotel. Magische Gegenstände und Zeitreisezimmer sind nur einige der Geschichten, die Eve hört. Und als Eve das Hotel betritt, weiß sie genau, dass es ihr Schicksal war, hierherzukommen.
Hier hat mich diesmal der wunderschöne Titel gecatcht. "Das White Octopus Hotel" - diese Worte an sich sind schon sehr geheimnisvoll, und als ich anfing zu lesen, wusste ich, dass dies genau meine Geschichte sein wird.
Wir treffen am Anfang auf Eve, die zurückgezogen lebt. Sie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und hat Probleme, Vertrauen zu fassen. So macht sie lieber ihr eigenes Ding und schert sich nicht, was andere von ihr halten.
Bis sie auf Max Everly trifft, der zu ihr kommt, sich verrückt verhält und sie letztendlich auffordert, zurück ins White Octopus Hotel zu kommen.
Und damit fängt die Geschichte richtig an, Fahrt aufzunehmen. Die Autorin erzählt ihre Story mit sehr einfühlsamen Worten. Fast meint man, es würde so gar keine Emotionen aufkommen, doch dann erfährt man Eves Schicksalsschlag und warum sie so geworden ist, wie sie ist. Je näher man Eve kennenlernt, umso vertrauter wird sie einem und ich konnte mir letztendlich sogar sehr gut vorstellen, mit ihr befreundet zu sein. Sie hat eine unverwechselbare Art an sich, wenn sie es schafft, aus sich herauszugehen.
Das Hotel an sich ist ein Ort, den ich gerne besuchen würde. An jeder Ecke finden sich neue geheimnisvolle und mysteriöse Dinge. Und Eve nimmt sich die Zeit, alles zu entdecken.
Das wiederkehrende Element ist der Oktopus, der dem Hotel seinen Namen verleiht. Er ist immer wieder vertreten. Sei es als Bild, Figur, Skulptur oder Relief. Aber auch auf andere Art und Weise begegnet er Eve ständig und wird zu einem treuen Begleiter. Wie genau, kann ich natürlich nicht verraten.
Auch die weiteren Charaktere wie Max Everly wachsen einem ans Herz. Fand ich ihn zu Anfang etwas ruppig und hart, wandelte er sich bald und wurde Eve ein sehr guter Freund.
Das Geheimnis hinter dem Hotel ist wunderbar mystisch. Ich hatte wirklich Mühe, das Buch zu beenden, nicht, weil es zu schwer oder langweilig war, sondern weil ich nicht loslassen wollte. Die Story hat mich sehr berührt und mir eine wunderschöne Lesezeit geschenkt. Hierfür danke ich der Autorin. Sie hat mir mit ihrer fantasiereichen Geschichte eine schöne Zeit bereitet.
Meggies Fussnote:
Das Hotel ist eine Reise wert ...