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Veröffentlicht am 27.02.2026

Spannender Rom-Krimi

Commissario Leone und die Toten von Rom
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Es geht auf das Osterfest zu und auch Commissario Enzo Leone hofft auf ein paar ruhige Tage, doch es kommt anders. Auf dem Cimitero Acattolico per gli Stranieri wurde ein Mann so brutal erschlagen, dass ...

Es geht auf das Osterfest zu und auch Commissario Enzo Leone hofft auf ein paar ruhige Tage, doch es kommt anders. Auf dem Cimitero Acattolico per gli Stranieri wurde ein Mann so brutal erschlagen, dass sein Gesicht unkenntlich geworden ist. Bei dem Toten handelt es sich um den Minister Bruno Scarpa. Die Katzenlady Eleonora Blasi fütterte gerade die Katzen auf dem Friedhof, als die Tat geschah und hat den Täter gesehen, behauptet der Polizei gegenüber aber, dass sie nicht mitbekommen hat. Dann passieren weitere Morde.

Dies ist der dritte Band aus der Reihe um Commissario Enzo Leone. Dieser Kriminalroman liest sich gut und flüssig und ist spannend. Schön ist es auch, dass man beim Lesen noch etwas über die Geschichte Roms erfährt und auch das Privatleben von Leone eine Rolle – wenn auch eine kleine – spielt.

Ein so prominentes Opfer und Leone ist über die Feiertage alleine, da seine Mitarbeiter Ispettore Rossi und Agente Gabriella Lupo Urlaub haben. Doch er kann sich auf seine Mitarbeiter, zu denen auch IT-Forensiker Conte Vanni Amidei gehört, verlassen, denn schnell ist das Team wieder komplett. Sie finden zwar heraus, dass der Minister ein geplantes Bauprojekt ermöglicht, aber dann einen Rückzieher gemacht hat, so dass sein Freund Walter Tamietti viel Geld verloren hat. Aber das bringt die Ermittlungen nicht so recht voran, zumal die Befragten alle etwas zurückhalten. Auch die Witwe Dijana verhält sich sehr eigenartig.

Es scheint einige Verdächtige zu geben, doch niemand kommt für den Mord in Frage. Immer wieder gibt es Wendungen, die auch mich beim Lesen lange im Ungewissen gehalten haben. Doch dann kommt plötzlich der Moment, an dem ein Puzzleteil für ein Gesamtbild sorgt. Der Fall klärt sich dann schlüssig auf.

Mir hat dieser spannende Krimi mit Rom-Atmosphäre gut gefallen.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Wieder sehr unterhaltsam

Bad Actors
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Der ehemalige Chef des MI5, Claude Whelan, soll eine wichtige Mitarbeiterin des Premiers finden, die spurlos verschwunden ist. Dabei trifft er auf seine Nachfolgerin und Erzfeindin Diana Taverner und dann ...

Der ehemalige Chef des MI5, Claude Whelan, soll eine wichtige Mitarbeiterin des Premiers finden, die spurlos verschwunden ist. Dabei trifft er auf seine Nachfolgerin und Erzfeindin Diana Taverner und dann auch zum Slough House, wo Jackson Lamb mit seiner Truppe beschäftigt ist. In diese Außenstelle wurden Mitarbeiter abgeschoben, die nicht erwartungsgemäß funktioniert haben und deshalb boshafter Weise die „Slow Horses“ genannt werden.
Ich habe schon einige Bücher aus der Reihe um die Slow Horses gelesen. Auch wenn jedes Buch in sich abgeschlossen ist, so ist es doch sinnvoll, die Bände der Reihe nach zu lesen, was manches verständlicher macht. Ich mag diese Reihe, denn die Krimis sind spannend, aber auch sehr unterhaltsam. Der Schreibstil ist witzig und oft recht sarkastisch.
Die Agenten des „Slough House“ sind alle ziemlich spezielle Einzelgänger, die nur eins im Sinn haben, nämlich möglichst bald wieder in den normalen Dienst zurück zu können. Eigentlich sollten sie im Team zusammenarbeiten, doch meist kämpft jeder für sich gegen seine eigenen Probleme. Aber was will man auch erwarten bei dem exzentrischen Chef. Jackson Lamb hat schlechte Manieren und ein schmuddeliges Äußeres, doch man sollte ihn nicht unterschätzen. Er ist clever und durchschaut Situationen sehr schnell. Dann zieht er die Fäden und lässt sich von niemandem reinreden.
Auch dieses Mal gibt es Machtspielchen, Intrigen und – wie könnte es anders sein – viel Chaos.
Die Geschichte ist komplex und spannend und bietet viel schwarzem britischen Humor. Es war mir eine Freude, das Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Eine tragische Geschichte

Das schönste aller Leben
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Dieser Roman beginnt mit dem Satz „Ich möchte eine schöne Tochter.“ Eigentlich sollte es heißen: „Ich möchte ein gesundes Kind.“ Was bringt eine junge Frau dazu, sich eine Tochter zu wünschen, die schön ...

Dieser Roman beginnt mit dem Satz „Ich möchte eine schöne Tochter.“ Eigentlich sollte es heißen: „Ich möchte ein gesundes Kind.“ Was bringt eine junge Frau dazu, sich eine Tochter zu wünschen, die schön ist? Das erfahren wir in diesem Roman, der zeigt, wie stark wir durch die Vergangenheit, unsere Erfahrungen und unser Selbstbildnis geprägt sind.
Vio und ihre Eltern fliehen nach dem Sturz des Ceaușescu-Regimes aus dem rumänischen Banat nach Deutschland. Hier wollen sie leben und sie hoffen auf ein besseres Leben. Auch wenn ihnen vieles Fremd vorkommt, so wollen sie doch nicht auffallen. Es gelingt Vio ihren Platz zu finden. Später verunglückt ihre kleine zweijährige Tochter und trägt Narben davon. Vio macht sich Vorwürfe und ihr Leben scheint daran zu zerbrechen.
Dann lernen wir auch noch Theresia kennen, die im 18. Jahrhundert erfahren muss, dass ihre Schönheit Schreckliches nach sich zieht.
Dieser Debütroman der Autorin Betty Boras hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Er zeigt uns, wie schwer es ist, in der Fremde anzukommen. Aber noch schlimmer fand ich es, wie die äußere Schönheit so überbewertet wird. Gut, wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen meinen, ihr Aussehen optimieren zu müssen. Darüber wird aber oft übersehen, was wirklich zählt.
Ich konnte mit den Personen mitfühlen, die Grausames erlebt und ertragen haben. Auch wenn man daran zu zerbrechen droht, blieb doch ein Hoffnungsschimmer, den eigenen Lebensweg gehen zu können.
Ein tiefgründiger Roman über Wurzeln und Heimat, über Ankommen und Hoffnung auf ein besseres Leben und über Frausein und Mutterschaft. Ein lesenswerter Roman!

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Ein Netzwerk mit perfidem Plan

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Es ist schon eine ganze Weile her, seit der letzte Band aus der Reihe um Fabian Risk erschienen ist, daher habe ich mich auf diesen neuen Krimi sehr gefreut.

Fabian Risk ist mit seiner Tochter Matilda ...

Es ist schon eine ganze Weile her, seit der letzte Band aus der Reihe um Fabian Risk erschienen ist, daher habe ich mich auf diesen neuen Krimi sehr gefreut.

Fabian Risk ist mit seiner Tochter Matilda auf einem Segeltörn, als an der Küste Schwedens der Strom ausfällt. Als er zurück in Helsingborg ist, werden er und seine Kollegen mit verschiedenen unerklärlichen Fällen konfrontiert. Nichts fügt sich zusammen und die Zeugen verhalten sich seltsam. Dann meldet sich eine alte Bekannte von Fabian, weil deren Tochter verschwunden ist. Bei der Suche nach dem Mädchen erkennt Fabian Verbindungen zwischen den ganzen Fällen. Doch was soll das alles?

Auch dieses Mal konnte mich Stefan Ahnhem wieder mit seinem packenden Schreibstil überzeugen. Kurze Kapitel sorgen für Spannung und Tempo.

Risk ist ein Mensch, der für seinen Beruf lebt, daran ist auch seine Ehe gescheitert. Er und seine Kollegen sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber bei den Ermittlungen perfekt. Alle Charaktere sind authentisch und vielschichtig dargestellt.

Immer wieder gibt es Wendungen, die einen unsicher machen, wer und was hinter allem steckt. Doch was die Ermittler dann herausfinden, ist erschreckend und leider absolut nicht unwahrscheinlich. Zum Glück gibt es Personen, die sich nicht unterkriegen lassen und dem Wahnsinn entgegenstellen.

Ich kann diesen spannenden und temporeichen Thriller mit Tiefgang nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Aufregung vor dem ersten Schultag

Anouk und der verrückte erste Schultag
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Anouk fiebert ihrem ersten Schultag entgegen. Anouks Familie ist aufgeregter als Anouk selbst, die sich mit ihren Tieren Flederfred, Pinebumm, Hasi und Affi schon auf den besonderen Tag vorbereitet hat ...

Anouk fiebert ihrem ersten Schultag entgegen. Anouks Familie ist aufgeregter als Anouk selbst, die sich mit ihren Tieren Flederfred, Pinebumm, Hasi und Affi schon auf den besonderen Tag vorbereitet hat und so wird es ein richtig toller Tag.
Wir mögen die Bücher mit Anouk, denn sie sind unterhaltsam und kindgerecht. Auch dieses Buch hat uns wieder gut gefallen.
Die wundervollen Illustrationen von Joëlle Tourlonias untermalen die Geschichte sehr schön passend.
Die kleine Protagonistin Anouk hat ein lebendiges Vorbild, nämlich Anouk, die Tochter von Hendrikje Balsmeyer und Peter Maffay. Die haben das Buch für ihre kleine Tochter geschrieben. Die Geschichte eignet sich sowohl zum Vorlesen, als auch zum Selberlesen. Wir mögen die liebenswerte und pfiffige Anouk einfach. Sie zeigt, wie man selbstbewusst mit neuen Situationen umgeht und dass man keine Angst haben muss.
Ein empfehlenswertes Kinderbuch, was uns wirklich gut gefallen hat.

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