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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2026

Spannend und überzeugend

Kalt wie die Luft
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Orjan Karlsson hat mit “Kalt wie die Luft” einen spannenden Auftakt seiner Nordland-Reihe geschrieben. Das Cover ist in blauen und weißen Tönen gehalten und vermittelt direkt die kalte Atmosphäre nördlich ...

Orjan Karlsson hat mit “Kalt wie die Luft” einen spannenden Auftakt seiner Nordland-Reihe geschrieben. Das Cover ist in blauen und weißen Tönen gehalten und vermittelt direkt die kalte Atmosphäre nördlich des Polarkreises.
Womit haben es Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora zu tun? Eine unbekannte Leiche in einem Bunker, eine verschwundene Joggerin – und schließlich eine bekannte Influencerin, die ebenfalls von ihrer Laufrunde nicht zurückkehrt.

Viele Personen, viele Verdächtige und ein gutes Ermittlerteam kennzeichnen den Thriller.
Die Kapitel wechseln zwischen unterschiedlichen Perspektiven; sogar die Stimme des Täters kommt, in kursiver Schrift, zu Wort. Das erfordert zwar viel.Aufmerksamkeit beim Lesen, hält aber auch den Spannungsbogen hoch
Der Leser bekommt immer wieder neue Hinweise, unerwartete Wendungen und am Schluss bleiben ein paar Fragen offen, die direkt Lust auf den zweiten Band machen.
Noora und Jakob haben beide persönliche Päckchen zu tragen, die aber ihren Charakteren Tiefe verleihen. Dabei überlagern die privaten Angelegenheiten die eigentlichen Ermittlungen nicht, so dass eine ausgewogene Mischung entsteht.
Kalt wie die Luft ist ein spannender, atmosphärischer Thriller, der bis zur letzten Seite überzeugt.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Spannung und ein unerwartetes Thema

Die Totenklägerin
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Matilda ist Trauerrednerin und versteht sich auch als Ermittlerin im Namen der Toten. In ihren Trauerreden bringt sie auch unbequeme Wahrheiten an den Tag. Als in dem Dorf, in dem sie lebt, eine alte Dame ...

Matilda ist Trauerrednerin und versteht sich auch als Ermittlerin im Namen der Toten. In ihren Trauerreden bringt sie auch unbequeme Wahrheiten an den Tag. Als in dem Dorf, in dem sie lebt, eine alte Dame stirbt und die 12-jährige Jackie glaubt, dass da etwas nicht stimmt, beginnt sie nachzuforschen.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich in dem Buch Fuß gefasst hatte. Aber dann hat es mich nicht mehr losgelassen. Die beiden Frauen sind sich trotz des Altersunterschieds sehr ähnlich. Wenig bis gar keine Freunde, eher ruppig vom Charakter, haben beide ein Päckchen zu tragen. Jackie ist auf sich selbst gestellt, da ihre Mutter viel arbeitet. Matilda kämpft mit den Geistern der Vergangenheit, die durch ihre verstorbene Mutter ausgelöst werden, die aus dem Dorf stammt. Die Entstehung der Freundschaft zwischen zwei so unterschiedlichen Charakteren wird authentisch herausgearbeitet und ist glaubhaft.
Der Tod der alten Resi Wimmer wirft viele Fragen auf. Mit einem sehr bildhaften und unterhaltsamen Schreibstil nähert sich die Autorin den Familiengeheimnissen und dem Schweigen der beteiligten Personen. Unverhofft wird das ein sehr aktuelles und polarisierendes Thema aufgegriffen, auf eine sehr sensible und feinfühlige Art. Um nicht zu spoilern, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Zu diesem Thema gibt es am Ende des Buches auch ein paar Punkte, die als Anregung zum Nachdenken gedacht sind.
Das als Spannungsroman beworbene Buch bietet viel mehr als nur Spannung. Das zusätzliche Thema gibt dem Krimi viel Tiefgang. Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Londons berühmtester Serienkiller - wie es gewesen sein könnte

Killing Red Jack
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Jack the Ripper, berühmt berüchtigt, wurde schon von vielen Seiten beleuchtet, beschrieben und analysiert. Er diente als Grundlage für Fantasyromane, wurde aus der Sicht der Opfer betrachtet. Also, was ...

Jack the Ripper, berühmt berüchtigt, wurde schon von vielen Seiten beleuchtet, beschrieben und analysiert. Er diente als Grundlage für Fantasyromane, wurde aus der Sicht der Opfer betrachtet. Also, was sollte jetzt neu sein ? Die Tatsache, dass hier ein Richter der Autor ist, hat mich neugierig gemacht. Thorsten Schleiff ist auf der Grundlage von alten Polizeiakten, Zeitungsartikeln und Besuch der Originalschauplätze an den Fall Ripper herangegangen. Kombiniert mit einer chronologisch korrekten Abfolge der Ereignisse, ist hier ein True Crime Thriller entstanden, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Natürlich darf hier auch der passende Anteil an Fiktion nicht fehlen, aber in Kombination mit Fakten und den wirklichen Opfern und möglichen Verdächtigen kommt man als Leser zu dem Schluss, ja, so könnte es tatsächlich gewesen sein.
Die beiden Ermittler könnten unterschiedlicher nicht sein. Irene, aufgewachsen in der Gegend, intelligent, unabhängig, arbeitet selbst im Gewerbe der Opfer und Will, der ehemalige Soldat mit persönlicher Geschichte. Die Zusammenarbeit der beiden gibt der Story den letzten Schliff.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf die angekündigte Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Vielfältige Gemüsegerichte

Passion Gemüse
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Das Kochbuch lockt schon mit einem tollen haptischen Cover, auf dem einen das Gemüse schon anlacht.
Es startet mit einem Informationsteil rund um Gemüse und einem Saisonkalender. Passend zu den Rezepten ...

Das Kochbuch lockt schon mit einem tollen haptischen Cover, auf dem einen das Gemüse schon anlacht.
Es startet mit einem Informationsteil rund um Gemüse und einem Saisonkalender. Passend zu den Rezepten gibt es spezielle Abschnitte über die Zu- und Vorbereitung der einzelnen Gemüsesorten.
Die Rezepte sind sinnvoll aufgebaut. Zubereitungszeit, Schwierigkeitsgrad und Anzahl der Personen sind angegeben.
Zutaten und Zubereitungsschritte sind gut erklärt und abgerundet werden die Rezepte durch tolle Fotos.
Die Rezepte selbst sind abwechslungsreich und bieten eine große Auswahl für jede Saison. Es finden sich Klassiker in neuem Gewand, aber auch moderne Varianten, die man so bestimmt noch nicht probiert hat.
Wir haben die Gemüseburger und die Linsencrêpes schon probiert und es war sehr sehr lecker und hat bestens funktioniert.
Ein tolles Kochbuch, das außer den Rezepten auch viel Wissen rund um Gemüse vermittelt.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Wenn Schicksal verbindet

Lebensbande
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Mechtild Borrmann nimmt uns mit in das Leben von Nora, Lieselotte und Lene. Drei Frauen, deren Schicksalwege sich in der Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall kreuzen.
In Rückblicken wird die Geschichte ...

Mechtild Borrmann nimmt uns mit in das Leben von Nora, Lieselotte und Lene. Drei Frauen, deren Schicksalwege sich in der Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall kreuzen.
In Rückblicken wird die Geschichte von Lene erzählt, die aus einer unglücklichen Ehe ein behindertes Kind hat, ein im damaligen Naziton - Reichsausschusskind -.
Nora, Krankenschwester, hilft Lene, das Leben ihres Sohnes zu retten. Und schließlich Lieselotte, die mit Nora zusammen in ein russisches Arbeitslager verschleppt wird.
In der Gegenwart sorgt ein Brief der Rentenkasse dafür, dass getroffene Entscheidungen und Ereignisse aus der Vergangenheit plötzlich wieder lebendig werden.
Mechtild Borrmann hat ein Händchen dafür, historische Ereignisse und persönliche Schicksale miteinander zu verknüpfen. Sie schreibt sehr fesselnd, ohne dabei kitschig zu werden und lässt den Leser mit den Frauen und ihren Schicksalen mitfühlen.
Die Namen und Orte sind fiktiv, doch beruht die Geschichte auf Erinnerungen, Erzählungen und Dokumenten dieses dunklen Kapitel der Geschichte. Das Buch macht deutlich, was Freundschaft und Mut zu leisten vermögen. Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen

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