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Veröffentlicht am 05.08.2022

Mich konnte es begeistern....

Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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Titel: Heartstopper Volume 1 - Boy trifft Boy
Autor: Alice Oseman
Reihe: Heartstopper #1
Verlag: Loewe
Genre: Gay-Romance|LGBTQIA+
Seiten: 282

Klappentext:
Mitten ins Herz gestolpert
Dass Charlie schwul ...

Titel: Heartstopper Volume 1 - Boy trifft Boy
Autor: Alice Oseman
Reihe: Heartstopper #1
Verlag: Loewe
Genre: Gay-Romance|LGBTQIA+
Seiten: 282

Klappentext:
Mitten ins Herz gestolpert
Dass Charlie schwul ist, weiß die ganze Schule. Dagegen ist Nick, der Star der Rugbymannschaft, so straight wie eine Goalline. Glaubt Charlie. Aber dann entwickelt sich eine intensive Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Jungen. Charlie weiß sofort, dass er in Nick verknallt ist. Nick braucht ein bisschen länger, bis ihm klar wird, dass er Jungen genauso heiß findet wie Mädchen – besonders Charlie.

Meine Meinung:
Hypes und ich ? Uh, mache ich lieber einen Bogen rum. Zwar kaufe ich manchmal dennoch ein gehyptes Buch, aber meistens dauert es dann doch ewig, bis ich es lese. Aber so schnell wie hier habe ich selten ein Buch von meinem SuB befreit. Und es liest sich auch extrem fix, ich glaube, innerhalb einer Stunde war ich schon durch, aber es ist ja auch ein Graphic Novel und kein Roman.

"Heartstopper" ist mein erster Graphic Novel und definitiv nicht mein letzter, denn die Geschichte ist einfach nur zuckersüß und ich bin völlig begeistert !

Alice Oseman beschreibt behutsam und ohne jegliche Hast das Kennenlernen von Charlie und Nick, ihre Freundschaft und das erste Aufkeimen von romantischen Gefühlen. Unsicherheiten, Missverständnisse und die täglichen Probleme eines Teenagers kommen ohne Kitsch und Klischees aus, was mir besonders gefiel.

Hier wird sich wirklich auf die aufkeimende Romanze der beiden konzentriert, auch wenn es natürlich auch etwas Drama gibt, aber das hält sich schön in Grenzen. Das offene Ende hat mir etwas das Herz gebrochen, aber ich fand es nicht übertrieben und es macht Lust auf den zweiten Band Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie es mit Nick und Charlie weitergeht.

Das einzige, was mir nicht so gut gefiel, waren die Zeitsprünge. Klar, so gab es Charlie und Nick mehr Raum, aber sie kamen mir zu oft vor und irgendwie nervten sie mich.

Die Charaktere gefielen mir auch sehr und ich fand die langsame Entwicklung super.

Nick ist nicht das typische Sportass, sondern schaut auch hinter die Fassade eines Menschen. Er ist sehr offen, freundlich und man kann ihn nur gern haben.

Charlie ist da schon viel verschlossener, was auch an seinem Geheimnis liegt. Zwar weiß jeder, dass er schwul ist, aber es gibt etwas, was keiner weiß und das belastet ihn auch. Mir tat es echt weh, wie er sich da verstellen musste und er hatte es auch nicht verdient, so behandelt zu werden.

Ich kenne mich zwar damit null aus, aber zum Zeichenstil möchte ich auch noch etwas sagen. Mir gefiel der echt super und ich hatte keine Probleme, die Geschichte zu verfolgen und ich kam auch nicht mit den Figuren durcheinander.

Fazit:
Ein Graphic Novel, dessen Hype ich absolut verstehen konnte. Es ist eine zuckersüße Geschichte mit dem nötigen Tiefgang, ganz viel Herz und Emotionen. Mir hat es echt Freude gemacht und ich freue mich auf mehr. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 05.08.2022

Ein Horrorthriller vom Feinsten !

Das Spiel (Gerald's Game)
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Titel: Das Spiel (Gerald´s Game)
Autor: Stephen King
Reihe: Castle-Rock-Zyklus #7
Verlag: Heyne
Genre: Thriller|Horror
Seiten: 464

´Oh mein Gott´, sagte sie. ´O mein Gott, ich bin ganz alleine hier draußen. ...

Titel: Das Spiel (Gerald´s Game)
Autor: Stephen King
Reihe: Castle-Rock-Zyklus #7
Verlag: Heyne
Genre: Thriller|Horror
Seiten: 464

´Oh mein Gott´, sagte sie. ´O mein Gott, ich bin ganz alleine hier draußen. Ich bin ganz allein.´
//S.51//


Klappentext:
Gerald und Jessie Burlingame haben sich in ihr einsames Sommerhaus zurückgezogen. Gerald möchte dem eintönigen Eheleben etwas Schwung verleihen und fesselt seine Frau ans Bett. Jessie hält gar nichts von den neuen Sexspielchen ihres Mannes und versetzt ihm einen Tritt – mit für ihn tödlichen Folgen. Mit Handschellen ans Bett gefesselt, beginnt für Jessie ein quälender Albtraum: Nachts bekommt sie unheimlichen Besuch ...

Meine Meinung:
Ich liebe Stephen King und mit lieben meine ich, dass ich ihn quasi anbete. Es gibt in meinen Augen keinen Autor, der sich so sehr immer wieder neu erfinden und mich auch nach über 20 gelesenen Büchern so fesseln kann. Das Spiel ist ein wohl eher unbekannterer King, wenn es nach der Bubble auf Instagram geht, aber seit dem Trailer von dem Film spuckte es mir immer wieder im Kopf rum.

Ungewöhnlich geht es schon zu Beginn zu. Normalerweise braucht King selbst bei Büchern um die 400 Seiten immer etwas Anlauf, bevor es mit der Geschichte losgeht. Hier passiert das genaue Gegenteil. Der Leser wird schon nach wenigen Seiten in des Szenario von Jessies Dilemma hineingeworfen. Und auch wenn es sehr interessant war, fragte ich mich, wie das denn bitte über 400 Seiten funktionieren soll. Ich hatte die Befürchtung, dass es schnell ermüden und mich langweilen würde, weil ich mir nicht so wirklich vorstellen konnte, dass es wirklich spannend sein könnte.

Aber da wurde ich definitiv eines Besseren belehrt. Denn auch, wenn es zwischenzeitlich kleinere Längen gab und ich auch nicht hundertprozentig zufrieden bin mit dem Ende, packte es mich wirklich von Anfang bis Schluss und es machte mich wahnsinnig, wenn ich eine Pause einlegen musste und es erst später weiterlesen könnte.

Denn der eigentliche Horror ist nicht das Szenario, dass eine Frau durch Handschellen ans Bett gefesselt auf Hilfe hofft, sondern ihre Erinnerungen, bei denen es mich oft eiskalt den Rücken runterlief und bei denen ich pausieren musste, weil es mich einfach nur schockierte. Zudem sind die Szenen mit dem Streuner auch nicht ohne...mein Kopfkino hatte sehr viel zu tun !

Man erfährt viel über Jessies Werdegang. Ihre Kindheit, die Familie, Schule und Uni, sowie etwas über die Ehe mit Gerald. An sich ist das nicht unbedingt so meins, aber King verpackte es wirklich sehr interessant und spannend. Sie muss vieles reflektieren und mit sich selbst auseinandersetzen. Da ich nicht spoilern möchte, schreibe ich einfach nur, dass es nichts für zartbesaitete ist. Zumindest mir ging ein Thema sehr an die Nieren. King beschreibt es einerseits mit seiner typischen Distanz, aber genau deswegen ging es mir richtig unter die Haut.

Bei den Szenen mit dem Hund, der immer sie quasi immer wieder besucht und auch bei der unheimlichen Gestalt lief es mir eiskalt den Rücken runter. Die Auflösung des Ganzen nahm etwas dieses Horror-/Mysterieflair, aber gerade dann schockierte es umso mehr und ich war völlig erstarrt, weil es einfach so heftig war. Mir fällt gerade leider keine passendere Beschreibung ein. Aber definitiv wusste ich in den letzten Seiten nicht mehr, was nun wirklich der Realität entsprach und was ihrem gepeinigten Verstand. Und genau das liebe ich so an King, man wird einfach immer gefordert.

Die Charaktere, auch wenn im Grunde eigentlich nur Jessie die einzig handelnde Person war, gefielen mir sehr gut.

Denn auch, wenn Gerald schon in den ersten Seiten das Zeitliche segnet, begegnet einem dieser Charakter doch immer wieder in Jessies Rückblenden und Erzählungen. Genauso wie ihr Vater, ihre Mutter und ihre College -Mitbewohnerin nimmt er einen wichtigen Teil in der Geschichte ein. Er ist ein Macho durch und durch und ich fragte mich manchmal, wie sie es mit ihm aushielt, aber er wurde dennoch authentisch dargestellt.

Und da liegt eine weitere Stärke von King. Egal, wie bösartig, schwach, feige oder mutig seine Charaktere auch sind, sie werden immer authentisch dargestellt und das merkte man auch hier.

Jessie fand ich unglaublich stark. Ich glaube, ich hätte an ihrer Stelle irgendwann aufgegeben, aber sie kämpfte, egal, wie aussichtslos ihre Situation auch war. Manchmal erschreckte sie mich etwas und zum Ende hin befürchtete ich schon, dass sie den Verstand verloren hätte, aber sie zeigte dann umso mehr, was für eine starke Person in ihr steckte.

Der Schreibstil ist typisch King und ich liebe ihn von dem ersten bis zum letzten Wort. Spannend, interessant, schräg, emotional und zugleich distanziert.

Fazit:
Wenn ich es so liebe, warum dann nur diese abschließende Bewertung ? Ganz einfach. Wie schon geschrieben, war das Ende nicht so ganz meins, weil es mir irgendwie etwas diesen Horrorflair nahm, egal wie bedrohlicher und irrer manche Szenen dadurch wirkten, aber ich persönlich hätte gern mehr Mysterie gehabt. Zudem gab es trotz der Spannung auch etwas Leerlauf und manches hätte er nicht unbedingt so weit ausführen müssen. Es ist ein klasse Buch mit leichten Längen, was ich definitiv sehr gerne gelesen habe. Kein Lieblingsking, aber ein verdammt guter und zu Unrecht unterschätzter King. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2022

Griechische Mythologie, spannend und interessant verpackt

Percy Jackson 1: Diebe im Olymp
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Titel: Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Reihe: Percy Jackson # 1/5
Verlag: Carlsen
Genre: Jugend|Mythologie
Seiten: 439

Klappentext:

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer ...

Titel: Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Reihe: Percy Jackson # 1/5
Verlag: Carlsen
Genre: Jugend|Mythologie
Seiten: 439

Klappentext:

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen. Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen. Die Götter stehen Kopf - und Percy und seine Freunde vor einem unglaublichen Abenteuer

Meine Meinung:

Ich habe das Buch das erste Mal vor über 10 Jahren gelesen und liebe es auch heute noch. Selbst beim vierten Mal kann es mich immer noch so begeistern und das liegt nicht nur an Riordans super Schreibstil, bei dem ich quasi nur so durch die Seiten fliege, sondern vor allem an der Kombi von Jugendbuch und griechische Mythologie.

Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für die Mythologien dieser Welt und vor allem die griechische finde ich super spannend. Natürlich ist es für Kinder und Jugendlich abgemildert worden, aber den Kern hat der Autor beibehalten. Selbst ich kann immer noch wieder meine Kenntnisse ein wenig auffrischen und das Glossar am Ende des Buches bietet noch mehr Wissen.

Die Geschichte braucht anfangs seine Zeit, um wirklich zu fesseln, aber dann kann man nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Dem Leser wird kaum ein ruhiger Moment gegönnt, stattdessen geht es von Knall auf Fall und manchmal überschlagen sich die Ereignisse förmlich. Meinem Buddyread-Partner, mit dem ich das Buch las, und mir war es manchmal etwas zu viel, auch wenn zu dem Buch passte.

Dennoch war es sehr spannend und es gab einige nachdenkliche und lustige Momente, die die Geschichte etwas auflockerten und eine neue Richtung gaben.

Das Finale ist mir persönlich etwas zu lang gezogen. Nach dem großen Ereignis hätte es gerne schneller zum Schluss kommen können, auch wenn es durchaus interessant war. Aber irgendwie fand ich es etwas langweilig.

Die Charaktere gefielen mir wieder sehr gut. Vor allem Percy, Grover und Chiron habe ich wieder sofort in mein Herz geschlossen. Percy ist sehr mutig und ich mochte seine hibbelig und ruhelose Art sehr. Annabeth kann ich mittlerweile sehr gut leiden, aber in diesem Band nervte sie mich immer noch ein wenig. Ich kann sie durchaus verstehen, aber mir ist sie wenig sympathisch. Grover liebe ich total.

Der Schreibstil ist klasse und ich liebe ihn immer noch. Es gab zwar ein paar zähere Stellen, aber insgesamt ist er sehr flüssig, bietet viel Humor, aber auch Tiefgang und ruhigere Momente.

Fazit:
Ein toller Auftakt, der sich manchmal zu überschlagen droht, aber von der ersten bis zur letzten Seite, trotz einiger Längen, fesselt und einen super unterhalten kann. Mir hat es auch beim vierten Mal wieder sehr viel Freude gemacht. Von mir gibt es:

4,5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.03.2026

In die Hölle

Abgrund der Sehnsucht
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!!! Es können Spoiler vorkommen !!!

Nachdem die Eltern der Feyde Calliope einen Putsch anzettelten und damit scheiterten, ist ihre Tochter dazu verdammt, in der Welt der Sterblichen zu leben. Einige Jahre ...

!!! Es können Spoiler vorkommen !!!

Nachdem die Eltern der Feyde Calliope einen Putsch anzettelten und damit scheiterten, ist ihre Tochter dazu verdammt, in der Welt der Sterblichen zu leben. Einige Jahre später erhält sie die Chance ins Feenreich zurückzukehren, allerdings mit einer gewissen Auflage. Dazu soll Lila Abssyian, den König der Hölle verführen und ausspionieren. Der furchteinflößende Dämon verändert sich durch einen Fluch stetig und durch die Jahrhunderte hat sich ziemlich viel Begierde aufgestaut, aber Lila wäre nicht Lila, wenn sie nicht für alles eine Lösung finden würde, auch wenn sie aufpassen muss, nicht ihr Herz zu verlieren.

Meine Meinung:
Als ich vor einigen Jahren dieses Buch zum ersten Mal las, gefiel es mir nicht sonderlich. Ich bekam kein Gefühl für die Figuren und wusste nicht wirklich, ob einer von ihnen schon einmal in einem vorherigen Band aufgetaucht ist. Der Vorgänger lag damals bei mir recht weit zurück und es ist schon sinnvoller die Bände zeitnah zu lesen damit sich auch gut zurechtfinden kann. Und das mache ich bei diesem re-read auch, sodass ich dieses Mal keine Probleme damit hatte und ich war dementsprechend gespannt darauf, wie mir der 15. Band der "Immortals After Dark Reihe" Serie nun gefallen würde. Das Buch besitzt definitiv seine Längen und gerade anfangs fiel es mir schwer reinzukommen, aber die Welt war richtig spannend und das Paar strahlte eine tolle Power aus.

Die ersten Kapitel wirkten noch etwas chaotisch. Zwar waren der Prolog und die Vorgeschichte von Calliope, die kurz Lila genannt wurde, interessant, aber es las sich hektisch und mir fiel es schwer, in die Geschichte reinzukommen. Es prasselten recht viele Informationen auf mich ein und das störte ein wenig. Allerdings legte sich dies nach gut hundert Seiten, als die Feyde in der Hölle ihre Mission antrat und man nicht nur sie näher kennen lernen durfte, sondern auch Abyssian, den König der Höllenreiche. Ihn kannte ich bereits aus dem Vorgänger, wo er als ein Freund von Rune und Teil der Morior vorgestellt wurde. Durch einen Fluch, der mit dem Reich verbunden war, veränderte er sich vor allem äußerlich immer mehr und litt darunter. Das beeinflusste nicht nur seine psychische Verfassung, sondern auch die aufkeimende Beziehung zu Lila. Zwar waren beide durchaus recht verschieden, erdeten sich aber durcheinenander auf eine gewisse Weise und die Chemie zwischen ihnen war richtig schön greifbar. Dennoch gab es viele Konflikte, gerade was gewisse Standpunkte ihrer Einstellungen anging, und das hin und her zwischen ihnen war zum Teil recht unterhaltsam, zum Teil aber auch anstrengend, da es sich immer mal wieder im Kreis drehte. Die Geschichte spielte hauptsächlich in der Höllen-Ebene und Cole konzentrierte sich darauf, diese Welt ausführlich zu beschreiben. Sie war echt spannend und ich liebte es, sie nach und nach zu entdecken. Gerade die Beschreibungen der Landschaften und Tiere waren super bildhaft. Andere Schauplätze außerhalb der Hölle kamen selten vor und wenn, passten sie gut zu der Handlung.

Mit den Charakteren brauchte ich ein wenig mehr, um mit ihnen warm zu werden. Gerade zu Beginn fiel es mir durch die Hektik ein wenig schwer, einen Draht zu ihnen zu finden, aber im Laufe der Handlung mochte ich sie immer mehr. Zwar wirkten Lila und Sian wie alle anderen Hauptcharaktere von Coles Geschichten zuvor, aber das störte micht nicht, da es doch auch kleine Unterschiede gab, durch die sie sich abhoben. Gerade Sians innerer Konflikt mit seinem äußeren Erscheinungsbild und Lilas Wunsch Wunsch nach Freiheit und ihrer persönlichen Entfaltung fand ich spannend. Beide waren nicht so, wie sie zunächst wirkten und veränderten sich Stück für Stück. Das Wiedersehen mit Jo und Ruin war toll und ich liebte ihre schlagfertigen Dialoge.

Der Schreibstil ließ sich meistens sehr flüssig lesen, aber es gab ein paar kleinere Längen und zu Beginn fiel es mir schwer, in die Geschichte reinzukommen. Dafür entschädigten aber definitiv die tollen und bildhaften Beschreibungen der Hölle und die greifbare Chemie zwischen dem Paar. Die Erotik war mir ein wenig zu viel, auch wenn sie sinnlich wirkte.

Fazit:
Ein toller 15. Band der Reihe, der einen in eine spannende Welt entführte und mit der Liebesgeschichte punkten konnte. Zu Beginn fiel es mir etwas schwer reinzukommenund es hatte ein paar Längen, aber die Geschichte machte Spaß, was vor allem an der Power von Lila und Sian lag, die mit einigen Höhen und Tiefen zu kämpfen hatten. Ich bin auf die weiteren Geschichten gespannt, die hier im Hintergund schon angedeutet wurden.

4 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Des Widerspenstigen Zähmung

Endlose Nacht
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Jospehine hat keine Ahnung, wer sie wirklich ist, woher sie und ihr kleiner Bruder kommen und was sie eigentlich ist. Als er entführt wird, bricht für sie eine Welt zusammen und sie weiß nicht wohin mit ...

Jospehine hat keine Ahnung, wer sie wirklich ist, woher sie und ihr kleiner Bruder kommen und was sie eigentlich ist. Als er entführt wird, bricht für sie eine Welt zusammen und sie weiß nicht wohin mit ihrer Wut. Bei einem ihrer nächtlichen Streifzüge als eine Art Rächerin durch die Straßen trifft sie auf den Assasine Rune, der sie mit seinem Talent als Bogenschütze fasziniert. Der Dunkelfeyhde allerdings sieht in ihr nur ein Hindernis seiner Mission. Und doch kommt auch er nicht von ihr los und sie geraten in einen Kampf zwischen Leidenschaft und absoluter Treue.

Meine Meinung:
Als ich vor ein paar Jahren "Endlose Nacht" las, war ich nicht wirklich von der Geschichte begeistert. Sie zog sich zu sehr und ich fand schwer rein. Daher war ich bei diesem re-read sehr gespannt darauf, ob und wie weit sich meine Meinung ändern würde. Zwar hatte es einige Längen und beinhaltete zu viele erotische Szenen, unterhielt mich dank des Paars und dem spannenden Finale aber echt gut. Insgesamt gefiel es mir viel besser als beim ersten Mal und brachte mich des öfteren zum Grinsen oder Lachen.

Der Anfang las sich ein wenig holprig und ich brauchte eine Weile, um in die Geschichte reinzufinden, auch wenn das Schicksal von Josephine, die eigentlich nur Jo genannt wurde, und ihrem Bruder interessant war. Da sie keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit besaß, fragte ich mich, was sie war und was mit ihrem Bruder und ihr zuvor geschah, dass sie nichts mehr wusste. Der Zeitsprung danach viel recht lange aus, passte aber gut und die Überleitung gefiel mir.

Insgesamt verlief die Geschichte recht ruhig, besaß zunächst wenig Handlung und konzentrierte sich stark auf die Anziehung zwischen Jo und Rune, die recht explosiv, voller kleiner Machtkämpfe und schön greifbar war. Die Dialoge machten Spaß und es war klasse, wie sie ihm immer wieder Paroli bot und sich nichts gefallen ließ. Dabei besaßen beide auch weichere Seiten und waren sich recht ähnlich, weshalb es auch so gut zwischen ihnen passte.

Zwischendurch gab es kleinere Längen, die ich insgesamt nicht schlimm fand, nur zog es sich manchmal ein wenig zu sehr. Dafür entschädigten die Wendungen, die alles ein wenig auflockerten und spannender machten. Gerade die unbekannte Dimension, die Morior und neue Bedrohungen wirkten sehr interessant und es war toll, dass Cole neue Wesen einführte und ihre Welt im Hintergrund weiterausbaute. Es tauchten alte Bekannte auf und besonders auf ein bestimmtes Wiedersehen freute mich sehr, da ich diesen Charakter in den vorherigen Bänden richtig toll fand. Das Ende wirkte ein wenig abgehackt und es wäre schön gewesen, wenn es ein wenig runder geworden wäre, so fand ich es aber niedlich.

Mit den Charakteren wurde ich schnell warm, weil ich mich auch ein wenig mit Jo´s kratzbürstiger Art identifizierte. Dabei war dies nur ein Schutzschild, um durchzukommen und immer wieder blitzte auch ihre verletzliche und fürsorgliche Art auf. Gerade die Liebe zu ihrem kleinen Bruder und ihr Schmerz, sowie ihre Einsamkeit waren immer wieder sehr spürbar. Und da tat ihr Rune mehr als gut und sie ihm. Beide ähnelten sich auf eine gewisse Weise und ihre Machtkämpfe waren zu herrlich. Genau wie Jo konnte er ein richtiger Sturkopf sein und betäubte seine Gefühle. Manchmal war er ein richtiger Idiot und machte mich einfach nur fertig. Seine Veränderungen passierten langsam und in einem guten Tempo.

Der Schreibstil gefiel mir auch dieses Mal wieder richtig gut. Es hatte zwar Längen, machte aber Spaß und las sich weitesgehend dennoch flüssig. Der Humor war genau meins und besaß einen gewissen Charme. Nur die erotischen Szenen waren einfach zu viele und weniger wären mehr gewesen.

Fazit:
Der 14. Band der Immortals After Dark Reihe, wenn man nach der deutschen Reihenfolge geht, unterhielt mich beim re-read richtig gut. Die Chemie zwischen dem Paar stimmte und die Machtkämpfe machten Spaß. Es tauchten neue Welten und Wesen auf, die auch die Hintergrundgeschichte ein wenig pushten. Einzig die reichlich vorhandene Erotik war mir ein wenig zu viel. Die Szenen wirkten sinnlich, wurden aber zu viel eingestezt. Das Ende gefiel mir sehr gut, hätte aber durchaus ein paar mehr Seiten vertragen können. Dennoch fand ich es auch niedlich.

4 von 5 Sterne

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