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Veröffentlicht am 27.02.2026

Statt berührend eher frustrierend

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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Auf den Own Voice Roman „Und alles zerbricht“ hatte ich mich sehr gefreut, denn Maxine Reuker behandelt in ihrem Jugendbuch das unterschätzte Thema Essstörung. Als langjährig Betroffene, die viel Zeit ...

Auf den Own Voice Roman „Und alles zerbricht“ hatte ich mich sehr gefreut, denn Maxine Reuker behandelt in ihrem Jugendbuch das unterschätzte Thema Essstörung. Als langjährig Betroffene, die viel Zeit in Therapien und Kliniken verbracht hat, mehrfach fast ihr Leben verloren hätte und verschiedene Formen der Erkrankung durchlief, andere Erkrankte traf und verabschieden musste, liegt es mir am Herzen, dass diese psychische Krankheit angesprochen, dass auf sie aufmerksam gemacht wird. Und das abseits von Klischees und Stigma.



Mila hat großes Glück, in einem großen Haus mitten in Berlin gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Dackel leben zu können, gleich nebenan und immer dabei ihre beste Freundin Juno und ihre Tante. Doch kurz vor der legendären 16. Geburtstagsparty der Cousinen eröffnet Milas Mutter, leidenschaftliche Architektin und Alleinverdienerin, ihrer Familie, dass sie ein Projekt in der Schweiz übernommen hat und sie in wenigen Tagen nach Zürich ziehen werden. Ohne Juno und Nora.

Herausgerissen aus ihrer vertrauten Umgebung, kilometerweit weg von ihren FreundInnen, ist das Mädchen gezwungen, neu anzufangen. Aber genau wie ihrem bis dato liebevollen Vater fallen Mila die Veränderungen schwer. Dass Juno zu Hause in Berlin ihre erste Liebe findet und Mila darüber hinweg vollkommen vergisst, ihre Mutter in noch mehr Arbeit versinkt, verstärkt die Frustration der Teenagerin von Tag zu Tag mehr. Und so flüchtet sie sich erst ins Essen und dann auf Pro Ana Foren …



„Und alles zerbricht“ beginnt mit einem Eindruck von Mila in der deutschen Hauptstadt. Die Autorin zeichnete das Bild einer aufgeweckten, zugänglichen Person, die ihr privilegiertes Leben, sich und ihre Familie, die enge Bindung zu Juno, schätzt. Mit dem Umzug wandelt sich Milas Stimmung ebenso stark wie jene des Buches, wird bedrückter, unsicherer. Viel zu lange verschließt sie die Augen vor den Problemen in ihrem neuen Haus, verschiebt Gespräche, verschluckt ihre eigenen Bedürfnisse, bis sie gar nichts mehr schluckt. Bis Mila und ihre Eltern die Konsequenzen in Form einschlägiger Ereignisse tragen müssen.

Mila wird in einer idyllisch gelegenen Klinik für essgestörte Menschen aufgenommen, kann sich nicht mehr vor ihrer größten Angst und ihrem wunden Inneren verstecken. Und gerade hier, an ihrem Tiefpunkt, begegnet sie Nicolas. Der fürsorgliche Praktikant ist es, der Mila den Alltag, die Strapazen und Therapien überstehen lässt. Bis er ihr das Herz bricht.



Ich muss sagen, dass ich dieses Buch aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen nicht objektiv bewerten kann, ließ mich dieser Young-Adult-Roman letztlich ernüchtert zurück. Abgesehen davon, dass die Autorin den Krankheitsverlauf samt der körperlichen Auswirkungen und Folgen stark „vorangetrieben“ hat, inkl. der ärztlichen Maßnahmen, und somit weit von authentischen Prozessen entfernt war, fehlte es dem kompletten Mental-Health-Aspekt an der nötigen Tiefe. An Zeit und Entwicklung. Diese einfache und eher lasche Darstellung war für mich eine Enttäuschung.

Ebenfalls undeutlich und eher „als eines“ zusammengefasst, als „ohne dies gibt's das nicht“, wurden Magersucht und Bulimie. Dabei handelt es sich um verschiedene Formen, die zusammen auftreten können, jedoch einander nicht bedingen.

Positiv ist hingegen die Erwähnung der mir nur allzu bekannten Pro Mia/Ana Foren, die mitschwingende Warnung vor diesen gefährlichen Online-Bewegungen. Denn so unglaublich es scheint, sie haben Einfluss und sind leicht zu finden. Erzeugen das Gefühl, gesehen zu werden und zu einer Gemeinschaft zu gehören. Gerade dann, wenn mensch am verletzlichsten ist.

„Gut“ aufgegriffen, wenn auch Milas (romantische) Gefühle deutlich im Fokus standen, empfand ich auch den Klinikalltag samt der häufig gemischten Belegschaft von Essstörungstypen und Geschlechtern wie auch die Rivalität. Zu Milas persönlicher Entwicklung, ob sie Einsicht gewann und wirklich verstand, kann ich leider nicht viel sagen, da diese Probleme und Konflikte recht rasch abgehandelt/behandelt wurden.



Aber Maxine Reuker zeigt in dieser Story ganz klar und deutlich, wie schnell es sich in zwanghaften Gedankenkreisen, in Selbsthass verlieren lässt und wie schleichend und doch rasant eine Essstörung Besitz von Körper und Psyche ergreifen, zu Gewohnheit werden kann. Wie verlockend es scheint, mit (nicht) essen die eigene Realität, Schmerz und Unsicherheit zu kompensieren.



Mein größter Kritikpunkt geht an die Instalove-Romanze, war diese doch komplett drüber und irgendwie unpassend, betrachtet man das Setting und Milas Situation. Nicolas, ein 18-Jähriger, der eine offensichtliche Patientin AUGENBLICKLICH mit „meine Schönste“ und „Liebste“ anspricht und während des zweiten Dates von „Beziehung“ faselt? Ehrlich? Ab diesem Punkt KONNTE ich diese Geschichte einfach nicht weiter ernst nehmen. Haben mir die vorherigen Punkte schon zugesetzt, weil sich kaum Zeit genommen wurde, um die Erkrankung realistisch und ausreichend aufzugreifen, mit Tiefe in die Gedanken und den Struggle der Protagonistin einzutauchen, war es ab diesen Szenen vorbei.

Bereichert wird die Handlung dafür von Milas fürsorglichen, sich ihrer Fehler bewusst werdenden Eltern, Juno, Nora und Larissa. Reukers Stil ist übrigens durchweg verständlich und schnörkellos, dem Alter der Zielgruppe entsprechend einfach.


Gut zu wissen: Es handelt sich um den Auftakt einer mindestens zweiteiligen Buchserie, heißt, der YA-Roman ist nicht abgeschlossen.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Spannende Idee, deren Umsetzung mich nicht überzeugte.

The Loneliest Hour
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Gideon Moreno ist ein angesehener Anwalt in Seattle. Seit Jahren führen er und seine beiden besten Freunde eine Kanzlei, die vorrangig finanziell gut gestellte MandantInnen vertritt. Kontrolle und Struktur ...

Gideon Moreno ist ein angesehener Anwalt in Seattle. Seit Jahren führen er und seine beiden besten Freunde eine Kanzlei, die vorrangig finanziell gut gestellte MandantInnen vertritt. Kontrolle und Struktur sind in einer unbeständigen, selten fairen Welt Gideons Halt. Doch in dem attraktiven Mittdreißiger schlummert eine schwer zu bändigende Wut, mit der er sich als Thunder einen Namen gemacht hat …

Endlich ist Dawn Banks zurück – bei ihrem Bruder, ihrer gemeinsamen Wahlfamilie und in Seattle. Zurück in Freiheit. Dass Nathan ihr nicht nur sein Gästezimmer zur Verfügung stellt, sondern auch schon einen Job für sie parat hat, erleichtert der 20-Jährigen ihren dringend benötigten Neuanfang ungemein. Wenn die Aussicht, bald für ihren Jugendschwarm zu arbeiten, auch ein seltsames Kribbeln in ihr entfacht …

„The Loneliest Hour“ ist Teil eins einer Suspense-Dilogie von June Evans, in der wir in Abgründe geführt und mit verschiedenen Dämonen konfrontiert werden.
Zugegeben, meiner Meinung nach ist das Lektorat nicht einwandfrei gelungen, finden wir doch schon in den ersten Kapiteln Wiederholungen von Informationen/Worten und auch der Stil selbst wirkt eher aufgesetzt und bemüht. Zwischen unnötigen Ausführungen und einem Tempo, das an so mancher Stelle unpassend flott wirkt, rascher Überdramatisierung und zähen Gedankenkreisen steckt dennoch eine im Kern interessante Lovestory, die Dawn und Gideon Überwindung und Geduld abverlangt. Eine Geschichte, in der Verlust und Schmerz enthüllt werden, Mauern fallen. Eine, die ungeahnte Schrecken mit sich bringt. Denn Gideons Geheimnis bedeutet Gefahr – für alle, die ihm nahe stehen, und alles, das ihm wichtig ist. Währenddessen wird aus Dawns Neuanfang viel zu schnell ein nervenaufreibendes Chaos – denn da ist jemand in ihrem Schatten …

Trotz Tropes wie Age Gap, Stalking und Underground Fights, der einen oder anderen spannenden und überraschenden Sequenz sowie greifbaren Einblicken in die Protagonisten konnte mich „The Loneliest Hour“ – vorrangig aufgrund der oben genannten Punkte – nicht für sich gewinnen. Die Romance fand ich zu einfach, rasch und unverhältnismäßig … drüber, die Dialoge viel zu gestellt und insgesamt … ich konnte einfach nicht mitfühlen, nicht mitfiebern. Wenn das Ende auch düster ist, Neugier entfacht, werde ich das Finale der zweiteiligen Serie nicht lesen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Wer seichte, kurzweilige Urban-Romantasy sucht, wird in dieser Reihe fündig.

When the Shadows whisper my Name
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„When the Shadows whisper my Name“ ist Teil zwei einer romantischen Urban-Fantasy-Reihe, in der uns Maria Winter nach Los Angeles und direkt zu den rivalisierenden Übernatürlichen und in allerhand Konflikte ...

„When the Shadows whisper my Name“ ist Teil zwei einer romantischen Urban-Fantasy-Reihe, in der uns Maria Winter nach Los Angeles und direkt zu den rivalisierenden Übernatürlichen und in allerhand Konflikte führt. Die einzelnen Bände stehen übrigens im Kern unabhängig zueinander, sodass die Geschichte von Alisha und Mason ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Der Frieden zwischen den Vampiren und den Werwölfen ist aktuell brüchiger denn je – immer häufiger werden Blutsauger angegriffen. Für Mason liegt daher der Verdacht nahe, dass es sich um gezielte Schläge des ansässigen Rudels handelt. Doch Alisha – die Alpha der Shapeshifter – bleibt dabei: Niemand ihrer Leute steckt dahinter. Gemeinsam und hin- und hergerissen zwischen der feindlich gesinnten Dynamik, die schon immer unter den verschiedenen Arten herrschte, und den immer präsenter werdenden Gefühlen, die Alisha und Mason trotz aller Streitigkeiten füreinander hegen, gehen sie den bedrohlichen Vorkommnissen in ihren Revieren nach, folgen Hinweisen und werden schier überrascht …

Erzählt wird – in einem einfachen und schnörkellosen Stil – hauptsächlich aus der Perspektive der Alpha und des Vampirältesten, doch zwischendurch mischen auch die Protagonisten des ersten Teils mit. Wir bekommen einen guten Rundumblick inklusive einiger Vermutungen und Verdächtiger, was zum Miträtseln und Mutmaßen animiert und des Öfteren das Interesse ankurbelt. Denn obgleich dieses Buch nur wenige Seiten vorzuweisen hat, plätschert die Geschichte mehrfach dahin. Auch fand ich Alisha – in Anbetracht ihrer Position – als weich und gewissermaßen naiv gezeichnet, weit weg von der starken, souveränen Kämpferin, die ich vermutet hatte. Versteht mich nicht falsch: Diese Wandlerin versucht alles, um ihr Rudel zu schützen, kümmert sich um die Werwölfe und legt hierbei weder Wert auf eigenen Komfort noch auf Reichtum. Im Gegensatz zu Mason, dem seine Macht förmlich anzusehen ist. Der uralte Vampir ist attraktiv, existiert im Luxus, wirkt elitär und gleichzeitig unerwartet optimistisch.

Während die beiden mehreren Spuren nachjagen, wir ein wenig über sie erfahren und mit ihnen in Bereiche ihrer „Gesellschaft“ vordringen, die selbst Mason zuwider sind, kommen sie einander immer näher …

Obgleich der Romance-Aspekt, wie leider das gesamte Geschehen, eher oberflächlich blieb – Platz für eine authentische und greifbare Gefühlsentwicklung gibt es nämlich nicht – sorgten einige der neckenden Provokationen und spritzigen Flirts für Unterhaltung.

Ich hätte gerne mehr über die Welt, die Winter geschaffen hat, sowie über einige der eingebundenen Nebenfiguren erfahren. Hätte gerne mehr Action und Spannung, mehr Details und Emotionen entdeckt. Trotz aller Kritik: Wer seichte, kurzweilige Urban-Romantasy sucht, wird in dieser Reihe fündig.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Tolle Idee, aber die inhaltliche Qualität lässt zu wünschen übrig

Petals in my Heart
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Die Averys waren schon immer ein fester Bestandteil der Kleinstadt Sidhehollow und haben den BewohnerInnen über Generationen hinweg stets geholfen, wo sie nur konnten.
Das Geheimnis der Familie ist ein ...

Die Averys waren schon immer ein fester Bestandteil der Kleinstadt Sidhehollow und haben den BewohnerInnen über Generationen hinweg stets geholfen, wo sie nur konnten.
Das Geheimnis der Familie ist ein unausgesprochenes und wird nur im engsten Kreis praktiziert … Denn in ihrem Blut fließt Magie. Aber wie jede/r weiß: Wunder haben ihren Preis …

Jeanne Avery ist leidenschaftliche Bäckerin und Autorin von Rezeptbüchern. Um ihre Kreationen zu verbessern und zu testen, hilft sie regelmäßig im Bookish Brews aus – sehr zur Freude von Keira, Aidan und der Kundschaft. Viel Zeit verbringt die junge Frau im Anwesen ihrer Familie und im ewigen Garten, wunderschön und zugleich ein Mahnmal. Hier, unter prachtvollen Blüten, liegen jene, die dem Fluch der Liebe zum Opfer fielen. Zwar kreierten die Averys über die Jahrzehnte hinweg etliche Schutzmaßnahmen – doch auch diese verlangen ein Opfer. Jeanne, die sich gegen die Eindämmung ihrer Emotionen entschieden hat und stattdessen raffiniert verzauberte Köstlichkeiten verteilt, um dem schweren Schicksal ihrer Linie zuvorzukommen, wird sich nun gewahr, eine Sache nicht bedacht zu haben …

Dorian Winslow ist ein renommierter Botaniker, der der mysteriösen Flora in Sidhehollow auf den Grund gehen soll. Schnell zeigt sich, dass diese irische Einöde tatsächlich vor einer bisher unbekannten und unentdeckten Artenvielfalt strotzt. Mit diesem zeitlich begrenzten Aufenthalt will Dorian nicht nur seinen Forschungen gerecht werden, sondern auch vor Dublin und seinem gebrochenen Herzen fliehen. Und die hier herrschende Stille, die urige Atmosphäre des Dörfchens und die eigentümlichen BewohnerInnen samt Ziegen scheinen ihm wirklich gut zu tun. Vor allem die Gesellschaft einer bestimmten Nachbarin, die ihm bei seiner Eingewöhnung und seiner Arbeit eine willkommene Hilfe ist – Jeannes Küchenexperimente sind ein wahrer Genuss und auch ihr Wissen über Pflanzen und deren (heilende) Eigenschaften treffen in Dorian einen Nerv, schaffen eine gemeinsame Basis und wecken sein Interesse. Schade, dass er nicht vorhat, sich jemals wieder zu verlieben …

„Petals in my Heart“ ist die neueste Romantasy von Melissa Ratsch, in der ein charmantes Städtchen, tratschende Einheimische und entlaufene (verfressene) Ziegen sowie vielfältige Leckereien für Gemütlichkeit sorgen.
Die Idee hinter der Geschichte fand ich spannend und originell, jedoch wirkte gerade zu Beginn alles sehr steif und auch die folgende Handlung – zumindest relevante Teile wie die romantische Entwicklung, der Fluch oder die magische Komponente – bleibt eher oberflächlich. Wann sich verliebt wurde und wie es zu „Liebe über alles“ kam?
Abgesehen von den nicht nachvollziehbaren Gefühlen fiel es mir schwer, die Charaktere zu greifen, lag über allem doch eine gewisse Distanz. Dabei lässt uns Ratsch das Geschehen aus wechselnder Perspektive verfolgen. Dorians Wunsch, Abstand von seiner Heimat zu erlangen, wurde schlüssig begründet, ebenso wie Jeannes Angst vor der Liebe, geht diese für ihre Familie doch nur sehr selten gut aus. Im Verlauf erhalten wir durch Verlust, Rituale, Bekanntschaften mit einzelnen Mitgliedern der Averys und Jeannes Situation nach und nach einige Informationen über die Hintergründe, die Bürde und die Auswirkungen, die der Fluch mit sich bringt. All dem fehlte es dennoch an Tiefe und Zeit, so wie es dem Stil an Abwechslung und Raffinesse mangelte und dem Buch insgesamt an einem Korrektorat – fehlende, zu viele oder sich wiederholende Worte und falsche Endungen sind jedenfalls rege gegeben.

„Petals in my Heart“ basiert auf einer tollen, frischen und dramatischen Idee. Die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen, aber ich bin sicher, dass diese Fastburn-Romantasy mit Smalltown-Setting ihre LeserInnen findet.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Leider weit hinter meinen Erwartungen.

Polarsternfunkeln über Alaska
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Um die Selbstständigkeit und die Gesundheit ihrer Mutter zu sichern, hat sich Monas ältere Schwester für unbestimmte Zeit auf den Weg nach Malibu gemacht. Nun muss Mona die Auffangstation „Safe Heaven ...

Um die Selbstständigkeit und die Gesundheit ihrer Mutter zu sichern, hat sich Monas ältere Schwester für unbestimmte Zeit auf den Weg nach Malibu gemacht. Nun muss Mona die Auffangstation „Safe Heaven for Nordic Dogs“ in dem Städtchen Healy Creek komplett alleine betreiben und zusätzlich zu ihren eigenen Aufgaben – der Versorgung und Resozialisierung der Tiere – auch Tess' stemmen. Gerade jetzt! Denn die Wochen vor Weihnachten sind aufgrund verschiedener Spendenaktionen und Öffentlichkeitsarbeiten – die Spezialität ihrer Schwester – ungemein wichtig für das Bestehen der Organisation und die nordischen Vierbeiner. In diesem Jahr heißt es also für Mona, sich ihrer Sozialphobie stellen. Und Hilfe annehmen. Selbst wenn diese von einem, in Healy gemiedenen, vermeintlichen Straftäter kommt …


Wo „Nordlichter über Alaska“ – ehemals „Huskyküsse zu Weihnachten“ – witzig, spritzig, voll von Wintervibes und verschiedenen Gefühlen war, war „Polarsternfunkeln über Alaska“ fad und low. Sowohl im Stil als auch im Verlauf. Das zu sagen, tut mir wirklich leid, denn ich hatte große Erwartungen an unseren zweiten Besuch in der Kleinstadt Alaskas. Aber weder konnten mich die Figuren, die sich nur einer oberflächlichen Ausarbeitung erfreuen, überzeugen, noch sprang der Funke für Setting und Romance über.


Maria schreibt in diesem Buch überraschend einfach und monoton. Die Protagonisten, die aus wechselnder Perspektive erzählen, wirken regelrecht TeenagerInnen-haft und mehrfach inkonsequent, was Gedanken vs. Handeln betrifft. Zusätzlich fehlte es mir insgesamt an Glaubhaftigkeit und Authentizität – angefangen bei den steifen Dialogen bis hin zu Tess, die meiner Einschätzung nach komplett (und unverhältnismäßig) überzogen reagierte. Bis es eine Annäherung und echte Kommunikation zwischen Mona und Nate gibt, vergeht die Hälfte der Story, wobei nach und nach die verschiedenen Päckchen beider zutage treten. Denn gerade Nate hat in dem Städtchen aufgrund seiner Vergangenheit und der dort brodelnden Gerüchteküche einen schlechten Stand – Vorurteile, die auch die Goodwin-Schwestern nicht kaltlassen.


Die (romantischen) Entwicklungen und das Ende waren maximal überstürzt und abrupt. Zugutehalten kann ich der Geschichte lediglich die im Verlauf aufgegriffenen, wichtigen Punkte: Huskys, deren oft nicht artgerechte Haltung und den Blick auf scheinbar professionelle Farmen. Maria Winter schafft Aufmerksamkeit für gemeinnützige Organisationen, wie es die „Safe Heaven for Nordic Dogs“ ist, und erinnert daran, dass Tiere niemals ein (Weihnachts-)Geschenk sein sollten.

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