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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein riesiger Generationenroman

Die Riesinnen
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Die Frauen der Familie sind hoch gewachsen, schmal und sie wissen, was sie wollen. Wir lernen Liese, Cora und Eva jeweils in Wittenmoos kennen, ihrem kleinen Herkunftsort im Schwarzwald. Liese ...

Die Frauen der Familie sind hoch gewachsen, schmal und sie wissen, was sie wollen. Wir lernen Liese, Cora und Eva jeweils in Wittenmoos kennen, ihrem kleinen Herkunftsort im Schwarzwald. Liese wird nicht gut behandelt von ihrer Umgebung - vor allem von der Familie, in die sie eingeheiratat hat, doch der Tod erlöst sie früh von ihrem Mann, einem Metzger und Schläger. Sie schafft es, sich gegen ihre Schwiegereltern durchzusetzen und die Metzgerei über Jahrzehnte zu führen.

Ihre Tochter Cora hat ganz andere Pläne: sie zieht in die Welt, kehrt jedoch zurück. Deren Tochter Eva wiederum muss länger suchen, bis sie findet, was sie braucht.

Ein wundervoller, klarer und starker Roman über drei Generationen von Frauen, die sich, jede auf ihre Art durchzusetzen wissen. Scheitern ist für keine von ihnen eine Option. Stark sind sie deswegen längst nicht immer, aber sie sind auf jeden Fall mutig genug, um ihren jeweiligen Weg zu finden. Unterschiede und Übereinstimmungen zwischen den Generationen halten sich die Waage und werden von der Autorin Hannah Häffner so klar, so eindringlich präsentiert, dass man als Leser:in gar nicht anders kann, als sie zu begleiten: es ist nicht möglich, sich davon nicht einfangen zu lassen. So geht es mir zumindest. Und ich bin sicher, dass manch anderer sich ebenso wenig entziehen kann.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein riesiger Generationenroman

Die Riesinnen
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Die Frauen der Familie sind hoch gewachsen, schmal und sie wissen, was sie wollen. Wir lernen Liese, Cora und Eva jeweils in Wittenmoos kennen, ihrem kleinen Herkunftsort im Schwarzwald. Liese wird nicht ...

Die Frauen der Familie sind hoch gewachsen, schmal und sie wissen, was sie wollen. Wir lernen Liese, Cora und Eva jeweils in Wittenmoos kennen, ihrem kleinen Herkunftsort im Schwarzwald. Liese wird nicht gut behandelt von ihrer Umgebung - vor allem von der Familie, in die sie eingeheiratat hat, doch der Tod erlöst sie früh von ihrem Mann, einem Metzger und Schläger. Sie schafft es, sich gegen ihre Schwiegereltern durchzusetzen und die Metzgerei über Jahrzehnte zu führen.

Ihre Tochter Cora hat ganz andere Pläne: sie zieht in die Welt, kehrt jedoch zurück. Deren Tochter Eva wiederum muss länger suchen, bis sie findet, was sie braucht.

Ein wundervoller, klarer und starker Roman über drei Generationen von Frauen, die sich, jede auf ihre Art durchzusetzen wissen. Scheitern ist für keine von ihnen eine Option. Stark sind sie deswegen längst nicht immer, aber sie sind auf jeden Fall mutig genug, um ihren jeweiligen Weg zu finden. Unterschiede und Übereinstimmungen zwischen den Generationen halten sich die Waage und werden von der Autorin Hannah Häffner so klar, so eindringlich präsentiert, dass man als Leser:in gar nicht anders kann, als sie zu begleiten: es ist nicht möglich, sich davon nicht einfangen zu lassen. So geht es mir zumindest. Und ich bin sicher, dass manch anderer sich ebenso wenig entziehen kann.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Eine Jugend ab vom Schuss

Sommer auf Perigo Island
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Die erlebt Pierce zu Beginn der 1990er Jahre auf der kleinen Insel Perigo Island in Neufundland, Kanada. Es ist ein karges, hartes und auch gefährliches Leben, das man dort führt. Die meisten Männer sind ...

Die erlebt Pierce zu Beginn der 1990er Jahre auf der kleinen Insel Perigo Island in Neufundland, Kanada. Es ist ein karges, hartes und auch gefährliches Leben, das man dort führt. Die meisten Männer sind Fischer, so auch Pierces Vater, der eines Tages nicht mehr zurückkehrt. Seine Mutter arbeitet weiter wie die meisten Frauen in der Fischfabrik, doch schwebt ein Damoklesschwert über allen Bewohnern der Insel: die Gewässer sind überfischt - es zeichnet sich ein Ende dieser Lebensform ab und zwar in nicht mehr allzu ferner Vergangenheit.

Pierce verbringt seine Sommerferien mit seinen Freunden Bennie und Thomas und begegnet dem Mädchen Anna, mit der er sich so gut versteht, dass sie seine Schwester sein könnte. Auf einmal wird sie vermisst und die Jungs machen sich auf die Suche: nicht zu dritt, sondern zu viert, denn Bennies New Yorker Cousine Emily ist zu Besuch und Pierce erlebt ganz neue Gefühle.

Bei ihrer Suche stoßen sie auf ein geheimnisvolles Haus, das von einem unheimlichen Mann bewohnt wird und begegnen auch weiteren Dämonen in sichtbarer und unsichtbarer Form.

Doch Pierce trifft in diesem Sommer auch Verständnis, Verbundenheit und entdeckt so einiges hinter seinem bisherigen Horizont.

Während der Lektüre habe ich meine eigenen frühen Teenagerjahre noch einmal erlebt und fühlte mich verstanden, auch wenn ich selbst weiblich bin und in einer deutschen Großstadt aufwuchs. Das Dickicht, durch das man sich in seiner Jugend selbst finden muss, schildert der Autor Perry Chafe so eindringlich, lebendig und nachvollziehbar, dass es mir unmöglich war, mich dem auch nur eine Sekunde zu entziehen! Ein wundervoller Roman: zum Identifizieren, zum Erinnern, Erfahren, Verstehen und, und, und! Ich wünsche ihm viele Leser!

Veröffentlicht am 14.11.2025

Auenland (fast) vor der eigenen Haustür

Deutschland für »Herr der Ringe« Fans
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Fans der "Herr der Ringe" Bücher haben sich bestimmt schon mal ins Auenland geträumt. Oder wollten so kuschelig wie die Hobbits wohnen. Wer hätte gedacht, dass man in der Pfalz fast schon im Auenland ist. ...

Fans der "Herr der Ringe" Bücher haben sich bestimmt schon mal ins Auenland geträumt. Oder wollten so kuschelig wie die Hobbits wohnen. Wer hätte gedacht, dass man in der Pfalz fast schon im Auenland ist. Und Beutelsend nahe Halberstadt liegt. Die gruseligen Totensümpfe dagegen mitten in Baden Württemberg! Und wer Mordor meiden will, der sollte auch nicht unbedingt in die Jüterboger Heide begeben. Oder vielleicht gerade deswegen? Denn dort wird man sicher nicht von so schaurigen Gestalten erwartet wie in Tolkiens Universum.

Hier kommen Tolkien-Fans voll und ganz auf ihre Kosten! Denn das Mittelerde-Erlebnis entpuppt sich als richtiggehender Reiseführer mit einer ganzen Menge von Links, Hinweisen, aber auch Anregungen zu weiteren, ähnlichen Erlebnissen.

Ich kann nur sagen: sehr gelungen! Die Fotos sind ein wahrer Traum und wenn auch die Berichte zu jedem Reiseziel nur 2-3 Seiten lang sind, geben sie nicht nur Impulse, sondern handfeste Informationen - und sei es nur in der Form eines Links. Häufig ist es aber deutlich mehr. Das Buch beinhaltet sogar ein paar unbekanntere Infos zum HdR-Universum und vor allem einen Nachhaltigkeits-Kodex! Ich empfehle es wärmstens allen reisefreudigen Fans der grandiosen Trilogie!

Veröffentlicht am 10.11.2025

Wie eine Feuerbrunst

Der brennende Garten
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Erzählt wird aus der Sicht der jungen Tamilin Sashi, die wohlbehütet in einer Familie mit vier älteren Brüdern aufwächst und kurz davor steht, ihr Studium der Medizin aufzunehmen: sie möchte ...

Erzählt wird aus der Sicht der jungen Tamilin Sashi, die wohlbehütet in einer Familie mit vier älteren Brüdern aufwächst und kurz davor steht, ihr Studium der Medizin aufzunehmen: sie möchte Ärztin werden und zieht dafür zu ihrer Großmutter, um sich mit Begeisterung in ein neues, akademisches Leben zu stürzen.

Das jedoch wird jäh unterbrochen durch den Beginn des Bürgerkrieges und sie muss miterleben, wie in der Nachbarschaft, ja gar in der eigenen Familie, die Interessen aufeinander prallen - mit häufig tödlichem Ende zumindest für eine Seite. An ein Studium ist bald für niemanden in Sri Lanka auch nur zu denken.

Als angehende Ärztin steht Sashi zwischen den Seiten, sie ist sich bald schon im Klaren darüber, was sie selbst für richtig hält, doch auch die anderen, in deren Reihen viele ihrer Freunde, Bekannten, ja, sogar ihre Brüder stehen, benötigen ihren medizinischen Beistand. Und sie folgt der Ethik der Mediziner, dass man wirklich jeden behandeln sollte und sieht daher deutlich mehr, als eine junge Frau, ein Mädchen fast noch, sehen sollte. Sie bekommt durch ihre frühere Professorin eine Möglichkeit, ihren Drang nach Gerechtigkeit zu stillen, nämlich durch die Dokumetation des Grauens, der sich in ihrer Heimat vollzieht.

Ein Roman, der schmerzhaft und quälend ist - ich brauchte einige Wochen, um ihn abzuschließen, nicht, weil er mir nicht zusagte, sondern weil er mich in meinem Innersten traf. Ich hatte streckenweise das Gefühl, selbst im Krieg zu sein!

Ein starkes Buch, das nichts für schwache Nerven ist. Dennoch empfehle ich den Roman von ganzem Herzen - er zeigt klar und deutlich, was Krieg eigentlich bedeutet und was er jeden einzelnen Menschen im Einzugsbereich kostet. Trotz meines langsamen Lesens fegte er wie eine Feuerbrunst durch meine Sinne und durch meinen Geist, ich denke nicht, dass ich ihn je vergessen werde. Das hat er auch nicht verdient!