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Veröffentlicht am 19.12.2022

Neuer Krimi-Blickwinkel durch Personenschützerin

Die Kälte der Wahrheit
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Dies ist bereits der fünfte Fall für Leibwächterin Hilja, für mich war es das erste Buch der Autorin und aus dieser Reihe. Ich hatte keine Probleme hineinzufinden, auch wenn ab und zu mal eine Anspielung ...

Dies ist bereits der fünfte Fall für Leibwächterin Hilja, für mich war es das erste Buch der Autorin und aus dieser Reihe. Ich hatte keine Probleme hineinzufinden, auch wenn ab und zu mal eine Anspielung auf vergangenes Geschehen gemacht wurde. Hilja ist eine eigenwillige, aber kompetente Einzelgängerin, die mir aufgrund ihrer Sachlichkeit sehr sympathisch war. Der Blickwinkel einer Personenschützerin auf Kriminalfälle ist für mich eine willkommene, neue Erzählperspektive. Der Einsatz in einer einsamen, abgelegenen Hotelanlage mit exklusiven Gästen ist mal etwas anderes und die Schönheit und Kälte der finnischen Landschaft wird sehr schön beschrieben. Durch die Abgelegenheit ist dieser Fall eine klassische Locked-Room-Geschichte, die langsam aufgebaut wird und immer mehr an Spannung gewinnt. Das Buch ist gut geschrieben, hat sich leicht und flüssig lesen lassen. Das Ende hat mir nicht so gut gefallen, es wurde dann für meinen Geschmack etwas zu kompliziert in den Beziehungen und Verstrickungen. Meine Bewertung bewegt sich daher zwischen vier und fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 19.08.2021

Fesselnde Familiengeschichte

Die letzten Romantiker
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Anfangs fand ich den Titel für eine Familiengeschichte eigenartig, aber gegen Mitte des Buches wird klar, wo er herkommt. Die Geschichte der vier Geschwister der Familie Skinner wird über viele Jahrzehnte ...

Anfangs fand ich den Titel für eine Familiengeschichte eigenartig, aber gegen Mitte des Buches wird klar, wo er herkommt. Die Geschichte der vier Geschwister der Familie Skinner wird über viele Jahrzehnte aus den Perspektiven der einzelnen Personen geschildert. Mir haben die Personen und ihre Entwicklungen und Schicksale gut gefallen, da ich sie als sehr authentisch erlebt habe. Der ausgefeilte Schreibstil und die Entwicklung der Geschichte fand ich sehr gelungen. Das Buch startet im Jahr 2079 mit einem Rückblick. Um die lange Erzähldauer plausibel machen zu können und den Großteil in der heutigen Zeit spielen lassen zu können, war das ein passender Kunstgriff. Einige Erzählstränge bleiben nebulös, aber das hat mich überraschenderweise nicht (wie sonst) gestört; vermutlich weil es zumindest Andeutungen gab… Insgesamt sehr lesenswert, das Buch verspricht viele Stunden gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Interessante Praxis-Einblicke

Cold Cases
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Ab der ersten Seite hat mir der einfühlsame, wertschätzende Ton des Autors gefallen. Das Buch ist ein Plädoyer für die Bearbeitung von Cold Cases und betont, wie wichtig es für die Angehörigen und Opfer ...

Ab der ersten Seite hat mir der einfühlsame, wertschätzende Ton des Autors gefallen. Das Buch ist ein Plädoyer für die Bearbeitung von Cold Cases und betont, wie wichtig es für die Angehörigen und Opfer ist, Antworten zu bekommen. Im Laufe des Buches fand ich den Schreibstil manchmal aber auch anstrengend, da er stellenweise mehr dozierend als informierend war. Helmut Eigners Gedanken zur Methodik, Gesetzeslage sowie mögliches Scheitern fand ich sehr interessant. Allerdings hätte ich mir bei persönlichen Meinungen zum Beispiel zu Verjährung und Datenschutz mehr Hintergrundinformationen im Sinne von Pro und Contra gewünscht. Die grundlegende Struktur im Buch ist gut durchdacht, es gibt Cold Case Facts und Fallschilderungen, wobei ich mir eine bessere Abstimmung des theoretischen und praktischen Teils gewünscht hätte. Insgesamt sind die Fälle als Anschauung der systematischen Arbeitsweise und Darstellung vorhandener oder entstehender Problemstellungen sehr interessant. Es ist keine typische True Crime oder Cold Case Literatur, sondern sie hat großen Praxisbezug, bleibt aber eindeutig auf der Seite der Ermittelnden und hat kleine Schwächen in der Umsetzung.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Interessantes Motiv mit einigen Leerstellen

Grüne Welle
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Das Motiv dieses Romans hat mich direkt angesprochen. Eine spontane Fahrt, zufällig getriggert durch eine grüne Welle der nächtlichen Ampeln, das finde ich ein charmantes Thema, das so viele Möglichkeiten ...

Das Motiv dieses Romans hat mich direkt angesprochen. Eine spontane Fahrt, zufällig getriggert durch eine grüne Welle der nächtlichen Ampeln, das finde ich ein charmantes Thema, das so viele Möglichkeiten bietet. Hier flüchtet eine namenlose Frau, die kurz zuvor ihre namenlose Freundin getroffen hat. Der Ehemann wird als Fluchtgrund angedeutet, aber mir blieb zu viel zu schwammig. Auch das Namenlose und die Verortung der Handlung in einer unbenannten Region war auf Dauer etwas sperrig zu lesen. Man könnte denken, dass diese Details unwichtig sind und der Fokus auf den Gedanken und Emotionen der Protagonistin liegen soll und von der Autorin deshalb so gewählt wurde. Der Schreibstil ist angenehm und gut zu lesen. Mich hat dieses Stilmittel nicht so richtig abgeholt. Die Handlung, Gedanken und Emotionen der Charaktere, vor allem der Hauptfigur, fand ich in ihrer Zerrissenheit sehr gelungen und glaubhaft geschildert. Ich fand den Beginn spannend, das Ende allerdings etwas enttäuschend. Es gab einige Leerstellen, die man noch hätte füllen können und die das Ganze abgerundet hätten. Das Motiv hat ein großes Potenzial, das nur teilweise genutzt wurde.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Komplexer, glaubhafter Plot, mitreißender Schreibstil

Warum sie sterben musste
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Der Schreibstil hat sich im Laufe des Buches immer mehr gesteigert und mich richtig mitgerissen. Das Buch ist spannend und ich wollte schneller weiterlesen als es möglich war. Ich fand die Handlung sehr ...

Der Schreibstil hat sich im Laufe des Buches immer mehr gesteigert und mich richtig mitgerissen. Das Buch ist spannend und ich wollte schneller weiterlesen als es möglich war. Ich fand die Handlung sehr interessant, aber der Aufbau des Plots hat kleine Schwächen. Es gab falsche Spuren und andere Details, die für mich zu ausführlich geschildert wurden. Bei den Ermittlungen hätte die Gewichtung, was wie ausführlich erzählt wird und was wann erzählt wird, Optimierungsbedarf. Am Schluss gibt es eine überraschende, aber glaubhafte Auflösung, das fand ich sehr gelungen und eine starke Leistung aufgrund der Komplexität des Falles. Die Ermittler fand ich sehr sympathisch, es gibt einige private Details, das ist Geschmackssache, das mag man oder nicht. Für mich hätte es auch weniger ausführlich sein dürfen. Alles in allem ein lesenswerter Krimi mit kleinen Schwächen.

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