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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Hörbuch zum Nachdenken, Lachen und Rebellieren

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Auf das Hörbuch zu "Die Känguru-Rebellion" von Marc-Uwe Kling haben meine Söhne und ich richtig hingefiebert. Die ersten Bände kenne ich bereits in Auszügen, aber auch ohne dieses Vorwissen kann man sich ...

Auf das Hörbuch zu "Die Känguru-Rebellion" von Marc-Uwe Kling haben meine Söhne und ich richtig hingefiebert. Die ersten Bände kenne ich bereits in Auszügen, aber auch ohne dieses Vorwissen kann man sich der Rebellion anschließen.
Denn das Känguru rebelliert gegen die Zustände - in Deutschland und auf der ganzen Welt. Dabei ist die aktuelle Kritik, die auf allen Ebenen an Gesellschaft und Politik geäußert wird, mit so viel Humor verpackt, dass es trotz der schlechten Aussichten Spaß macht, dieses Hörbuch zu hören.
Daran hat natürlich auch der Sprecher Marc-Uwe Kling einen großen Anteil. Für mich bringt er den Humor perfekt rüber - vor allem wenn er das Känguru spricht, das diesmal sogar ganze Kapitel des Buches verfasst hat. Da es sich bei dem Hörbuch um eine Livelesung handelt, hört man auch die Reaktionen des Publikums. Mir hat das gefallen und ich habe oft an den gleichen Stellen laut mitgelacht.
Gleichzeitig regt das Buch hoffentlich viele Menschen zum Nach- und Umdenken an. Die Lösungsvorschläge des Kängurus sind kreativ, natürlich teilweise etwas überspitzt. Aber manchmal wünschen wir uns, das zumindest ein paar Kleinigkeiten davon umgesetzt werden würden. Schade, dass es trotz der vielen realen Bezüge nur Fiktion ist. Denn unsere Welt braucht genau so ein Känguru, das auch unbequeme Wahrheiten anspricht.
Meine Söhne haben das Hörbuch nun schon ein paarmal gehört und sind noch immer - genau wie ich - begeistert. Wer Gesellschaftskritik und Kritik an aktuellen politischen Zuständen und Entwicklungen mag, sollte auf jeden Fall reinhören.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Authentische Coming-Of-Age-Geschichte

FREI – Bester Anfang (FREI 3)
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In der Jugendbuchreihe „Frei“ von Sarah Welk begleiten wir die fünf Jugendlichen Koray, Nico, Nasrin, Nina und Josh beim Erwachsenwerden. Jeder Band ist relativ unabhängig von den Vorgängern lesbar, denn ...

In der Jugendbuchreihe „Frei“ von Sarah Welk begleiten wir die fünf Jugendlichen Koray, Nico, Nasrin, Nina und Josh beim Erwachsenwerden. Jeder Band ist relativ unabhängig von den Vorgängern lesbar, denn jedes Buch stellt eine andere Figur in den Mittelpunkt.
In „Frei. Bester Anfang“ steht nun Koray im Zentrum des Geschehens. Er ist erst vor Kurzem in den kleinen Ort Rottloch zurückgezogen. Doch während seine Mutter ihrem alten Leben in Dubai als Influencerin nachtrauert, hat Koray ganz andere Sorgen. Er möchte endlich wissen, wer sein Vater ist. Sein Freund Nico macht daraus gleich ein ganzes Ferienprojekt. So gehen die fünf ersten Spuren nach und finden tatsächlich einiges heraus.
Beim Lesen ist man ganz nah bei Koray. Die Geschichte wird vollständig aus seiner Perspektive erzählt. Daher orientiert sich der Schreibstil sehr an jugendlicher Sprache. Für mich als Erwachsene ist das teilweise etwas anstrengend, aber es wirkt doch recht realistisch. Meinen 13-jährigen Sohn stört diese Sprache hingegen gar nicht.
Korays Gedankenwelt kommt in der ganzen Geschichte sehr gut heraus: seine Zweifel, seine Sorgen, aber auch fröhliche Momente voller Aufregung und Freude. Toll ist, wie die Freunde zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Zusätzlich gibt es eine zarte, queere Liebesgeschichte, die sich sehr schön entwickelt.
Mein Sohn hat das Buch an einem Nachmittag verschlungen, und ihm hat es genau wie mir sehr gut gefallen. Für Jugendliche ab 12 Jahren, die gerne authentische Coming-Of-Age-Geschichten lesen, ist die Buchreihe sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Magisch-märchenhaftes Abenteuer

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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"Flora Brimble und der verlorene Frühling" von Marcus Raffel ist ein Fantasybuch für Kinder ab etwa 10 Jahren, das ich unbedingt selbst lesen musste. Dabei sind nicht nur das Cover und der Farbschnitt ...

"Flora Brimble und der verlorene Frühling" von Marcus Raffel ist ein Fantasybuch für Kinder ab etwa 10 Jahren, das ich unbedingt selbst lesen musste. Dabei sind nicht nur das Cover und der Farbschnitt wunderschön, auch der Schreibstil und die Fantasie haben mich von der ersten Seite an begeistert.
Flora Brimble lebt in ärmlichen Verhältnissen mit ihrem Vater. Dieses Jahr scheint der Winter kein Ende zu nehmen zu und nachdem ihr Vater schwer erkrankt, begibt sich Flora auf die Suche nach der Maikönigin, die den Frühling zurückbringen soll. Dabei stolpert sie in eine unglaubliche Geschichte, die aus ihrer eigenen Feder stammen könnte, denn Flora liebt es, sich selbst Geschichten auszudenken.
Die Erzählweise ist märchenhaft, teilweise philosophisch und sehr bildhaft, was mir sehr gut gefallen hat. Die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen. Die Realität ist nicht mehr das, was sie zu sein scheint. Gleichzeitig gibt es eine allwissende Erzählstimme, die gekonnt durch dieses ideenreich verschlungene Abenteuer führt.
Auch die Figuren haben mir ausgesprochen gut gefallen: Flora, die voller Mut steckt, aber doch zweifelt und Hoffnung braucht; Parzival, ein schlaues Eichhörnchen, das eigentlich immer alles weiß, auch dass es etwas nicht weiß; Grisold, ein Kobold, bei dem man sich nicht sicher sein kann, ob er vertrauensvoll ist und Harriet, die auch im Angesicht von Gefahren fröhlich bleibt. Darüber hinaus mochte ich auch die düsteren Figuren und magischen Gestalten, die diese Geschichte bevölkern.
"Flora Brimble und der verlorene Frühling" ist auf jeden Fall ein besonderes Fantasybuch, das sich durch den außergewöhnlichen Erzählstil, die philosophischen Ideen und ein fantasievolles Abenteuer von anderen Büchern des Genres abhebt. Ich habe gerade angefangen, das Buch meinen Kindern vorzulesen und auch sie sind absolut begeistert. Wir nehmen uns aber ausreichend Zeit, denn es ist eine besondere Geschichte, die man nicht an einem Abend gelesen hat.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Gruselig - witzig - perfekt für alle jungen Gruselfans

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht
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Vanessa Walder hat es mal wieder geschafft, meinen Sohn und mich mit einem Buch zu begeistern. "Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt - Zombie gesucht" ist der zweite Teil der Reihe. Doch dieser ...

Vanessa Walder hat es mal wieder geschafft, meinen Sohn und mich mit einem Buch zu begeistern. "Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt - Zombie gesucht" ist der zweite Teil der Reihe. Doch dieser kann relativ unabhängig vom ersten gelesen werden.
Fynn ist ein Werwolf, der recht neu an der Nightmore Academy ist. Dort geht es ziemlich finster zu mit Folterunterricht und Lehrkräften, die aus Horrorbüchern stammen könnten. Auch seine Mitschülerinnen und Mitschüler sind unheimliche Gestalten wie Vampire, Hexen und Dämonen. Als sein Zombiefreund Edgar verschwindet und nur ein Auge hinterlässt, begibt sich Fynn direkt auf die Suche nach ihm. Doch da wo Edgar ist, möchte kein anderer Noctie hin. Zu unheimlich und gefährlich ist es dort.
Was nach einer Horrorgeschichte klingt, ist genau das, aber mit so vielen witzigen Elementen, dass es schon wieder gar nicht so gruselig ist. Wir mussten sehr oft lachen und hatten einfach nur richtig viel Spaß beim Lesen. Die Verbindung von Grusel und Humor ist absolut gelungen.
Gleichzeitig mögen wir die etwas skurrilen Charaktere - vor allem die Dämonin Sinista, die in fast jeder Situation entspannt bleibt, außer an dem Ort, an dem der Zombie Edgar ist.
Ich habe das Buch meinem Sohn vorgelesen, was mir viel Spaß gemacht hat, da ich den Schreibstil von Vanessa Walder sehr gerne mag. Die Texte sind aber so gut geschrieben und in kurze Kapitel eingeteilt, dass Kinder ab etwa 7 Jahren es auch ganz einfach selbst lesen können.
Dazu kommen noch sehr stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Illustrationen von Philipp Ach, die fast immer sehr passend sind und viele coole Details enthalten, wie etwa ein Mathebuch in der Folterkammer.
"Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt - Zombie gesucht" sorgt bei allen jungen Gruselfans für spannenden und zugleich witzigen Lesespaß. Wir können gar nicht genug von der Reihe kriegen. Deswegen werden wir als Nächstes das passende Hörbuch hören. Das hat uns schon beim ersten Band richtig gut gefallen!

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Warmherzig, witzig und ein wenig schimok - die nettesten Nachbarn der Welt

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Meine Kinder und ich haben schon viele Bücher von Sabine Bohlmann gelesen und sind jedes Mal von der Warmherzigkeit ihrer Geschichten begeistert. Der neueste Band "Willkommen bei den Grauses. Der normale ...

Meine Kinder und ich haben schon viele Bücher von Sabine Bohlmann gelesen und sind jedes Mal von der Warmherzigkeit ihrer Geschichten begeistert. Der neueste Band "Willkommen bei den Grauses. Der normale Schulwahnsinn" musste daher natürlich umgehend bei uns einziehen.
Wir haben die Familie Grause schon in den ersten beiden Büchern sehr ins Herz geschlossen. Wenn man den kompletten Lesespaß genießen möchte, sollte man am besten mit den vorangegangenen Teilen starten. In diesem Band stehen vor allem die Kinder der Grauses vor einer großen Herausforderung: Sie sollen eine ganz normale Schule besuchen.
Dabei heißt es für alle, nicht aufzufallen, so normal wie möglich zu sein und bloß niemandem zu zeigen, dass sie eigentlich ein Werwölfchen, ein Dilldapp und ein Geist sind. Doch nicht aufzufallen ist gar nicht so leicht, wenn man nicht weiß, was ein Feueralarm ist oder dass man den Fisch in der Schule nicht essen darf.
Wir mussten viel über die Grauses und die witzigen Situationen, in denen sie immer wieder landen, lachen. Sabine Bohlmann schafft es dabei, mit viel Wortwitz und einem Blick für Details genau unseren Humor zu treffen. Gleichzeitig gibt es aber auch einige Momente, die zum Nachdenken anregen - darüber, was es heißt, anders zu sein, nicht dazuzugehören oder in der Schule geärgert zu werden.
Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Akzeptanz, Freundschaft und Zusammenhalt sind. Nicht nur für die Grauses selbst, sondern auch für ihre Menschenfreundin Ottilie, die sich manchmal genauso verloren unter anderen Kindern fühlt und Angst davor hat, vor anderen zu sprechen. Ihre Geschichte macht Kindern Mut, zu sich selbst zu stehen, auch wenn es zunächst einfacher erscheint, sich anzupassen.
Deshalb empfehlen wir das Buch von Herzen allen Kindern, die manchmal das Gefühl haben, nicht dazuzugehören. Sie können mit den Grauses und Ottilie ein Stück mitwachsen. Aber auch alle anderen Kinder werden mit den Grauses viel Spaß haben, denn solche netten Nachbarn, die das Leben aller ein bisschen auf den Kopf stellen, möchte doch wirklich jedes Kind haben.

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