Nostalgische Zeitreise in die 2000er
Restsommer
In ihrem ersten Roman "Restsommer" nimmt die Autorin Kea von Garnier die Leserinnen und Leser mit auf eine nostalgische Reise in die 2000er und lässt viele ikonische Details dieser Zeit erneut aufleben. ...
In ihrem ersten Roman "Restsommer" nimmt die Autorin Kea von Garnier die Leserinnen und Leser mit auf eine nostalgische Reise in die 2000er und lässt viele ikonische Details dieser Zeit erneut aufleben. Dieser Roman besticht vor allem dadurch, dass er gekonnt Erinnerungen an diese Zeit hervorruft und ein stimmiges Portrait des Jahrzehnts zeichnet. Damit verbindet von Garnier gekonnt klassische Szenen und Themen eines Coming-of-age-Romanes. Die Romanhandlung baut die Autorin sehr klassisch auf und bietet eine wohl konstruierte, aber nur selten überraschende Handlung. Die Erzählung erfolgt in einem langsamen und gemächlichen Tempo mit einer genauen und intensiven Beobachtung wie unter einem Brennglas. Überzeugend und nachvollziehbar gerät auch die Zeichnung der einzelnen Figuren. Nicht immer passend erscheint hingegen die gewählte Erzählstimme, die für einen 16-Jährigen nicht durchgehend authentisch wirkt, insbesondere da der Roman im Präsens erzählt wird, also nicht als späterer, reflektierender Rückblick gestaltet ist. "Restsommer" ist ein kurzweiliger und unterhaltsamer Roman, der all denjenigen wärmstens empfohlen werden kann, die sich auf eine Reise in die 2000er begeben wollen und noch einmal das Lebensgefühl dieser Zeit spüren wollen.