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Veröffentlicht am 04.03.2026

Ein starker achter Teil

Fräulein Gold: Der Preis der Freiheit
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Auch für die Hebamme Hulda Gold mehren sich die Anzeichen, daß ihr Leben in Berlin im Jahr 1932 nicht mehr sicher ist. Ihr Ehemann liebäugelt mit einer Anstellung in Schweden, ihr Vater redet offen über ...

Auch für die Hebamme Hulda Gold mehren sich die Anzeichen, daß ihr Leben in Berlin im Jahr 1932 nicht mehr sicher ist. Ihr Ehemann liebäugelt mit einer Anstellung in Schweden, ihr Vater redet offen über eine Ausreise nach Palästina und ihre Tochter Meta wird in der Schule von der neuen Lehrerin drangsaliert. Dann wird auch noch ihr Freund Bert auf offener Straße verprügelt. Aber Hulda verdrängt eine Entscheidung immer wieder in den Hintergrund. Sie will in Berlin bleiben, obwohl sie weiß, daß ihre Stelle im Frauengefängnis am seidenen Faden hängt. Erst einmal muß sie sich um die schwangere Giftmörderin Anna Marwitz kümmern. Hulda glaubt nämlich nicht, daß diese schüchterne Frau eine Mörderin ist. Sie kann Kommissarin Irma Siegel davon überzeugen, den Fall wieder aufzurollen. Hat Huldas Spürsinn wieder einmal recht?

Mit dem Titel "Der Preis der Freiheit" liegt bereits der achte Fall um die Hebamme "Fräulein Gold", geschrieben von Anne Stern, in den Bücherregalen, und auch dieses Buch hat mich wieder begeistert. Wenn man die Bücher von Anfang an verfolgt hat, merkt man genau den Wandel der Zeit. Anne Stern bringt den Lesern diesen Wandel sehr genau nahe, indem sie Einzelschicksale, wie das von Bert, in den Vordergrund stellt. Sie beschreibt einfühlsam, wie die Menschen um den Winterfeldtplatz in dieser Zeit zusammenrücken. Aber der Gegenwind bläst ihnen immer stärker ins Gesicht. Anne Sterns Buchreihe ist ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen fehlgeleitet werden können. Obwohl es in diesem Roman ein wenig nach Abschied riecht, hoffe ich, daß diese Serie noch lange nicht beendet sein wird. Mir würde sie fehlen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein schwieriger Fall für Lady Hardcastle

Lady Hardcastle und der malerische Mord
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Im Mai 1912 freuen sich Lady Hardcastle und ihre Zofe Florence Armstrong auf eine Kunstaustellung in Littleton Cotterell. Das Prunkstück dieser Ausstellung soll ein prachtvolles Buch sein. Auch die Freunde ...

Im Mai 1912 freuen sich Lady Hardcastle und ihre Zofe Florence Armstrong auf eine Kunstaustellung in Littleton Cotterell. Das Prunkstück dieser Ausstellung soll ein prachtvolles Buch sein. Auch die Freunde von Lady Hardcastle, Sir Hector und Lady Farley-Stroud, haben ein kostbares Gemälde und eine Büste des Vorbesitzers ihres Hauses dazu beigesteuert. Zur gleichen Zeit planen die Mitglieder des Fahrradclubs im Ort ein Radrennen. Als bei der Ausstellung ein Feueralarm ausgelöst wird, herrscht allgemeines Chaos. Danach stellt man fest, daß das wertvolle Buch und die Stücke der Farley-Strouds gestohlen wurden. Das bedeutet, daß die Familie vor dem Bankrott steht. Selbstverständlich wollen Lady Hardcastle und Flo ihren Freunden helfen. Da geschieht ein Mord während des Radrennens und es taucht plötzlich ein junges Paar auf, das behauptet, im Haus der Farley-Strouds sei ein Schatz versteckt. Da ist selbst die durch nichts aus der Ruhe zu bringende Lady Hardcastle ratlos.

Wer einen garantiert guten Krimi aus dem alten England lesen will, ist mit der Serie von T E Kinsey um die taffe Lady Hardcastle und ihrer Zofe Florence genau richtig. So ist auch der 10. Fall "Lady Hardcastle und der malerische Mord" eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Landleben. Der Leser wird nicht außen vor gelassen, man ist immer mit dabei - egal, ob es die Krönung der Maikönigin ist oder ein Fahrradrennen. Alles wird so real beschrieben, daß man mit ein wenig Phantasie die Szenen vor Augen hat. Die Spannung wird hoch gehalten, denn auch Lady Hardcastle tut sich zunächst mit der Lösung des Falles etwas schwer. Erst zum Schluß geht ihr das sprichwörtliche Licht auf und es wird dann ein turbulentes Ende. Da es sich um einen alten englischen Wohlfühlkrimi handelt, kann man ruhig verraten, daß alles gut wird. Natürlich nicht für die Leiche. Man kann eben nicht alles haben.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Einfach toll

Old Bones – Der Fluch der Wüste
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In den Badlands von New Mexico entdeckt eine Filmcrew das Skelett einer Frau. Offensichtlich war sie nackt in der Wüste unterwegs und ist verdurstet. In den Händen werden zwei blitzende Steine gefunden, ...

In den Badlands von New Mexico entdeckt eine Filmcrew das Skelett einer Frau. Offensichtlich war sie nackt in der Wüste unterwegs und ist verdurstet. In den Händen werden zwei blitzende Steine gefunden, die von den Chaco-Völkern zur Götterbeschwörung verwendet wurden. FBI-Agentin Corrie Swanson steht vor der Frage, ob die Frau Selbstmord begangen oder als Opfergabe herhalten mußte. Zur Klärung dieser Frage holt sie sich Unterstützung durch die Archäologin Nora Kelly. Als eine weitere Leiche gefunden wird, müssen beide von einer makaberen Serie ausgehen. Ihre Ermittlungen führen Nora und Corrie zu abgelegenen Canyons und verwunschenen Ruinen - sie stoßen auf eine Bedrohung durch eine bösartige Macht, die zum Leben erweckt wurde und Zerstörung bringt...

Mit "Old Bones - Der Fluch der Wüste" begleitet man Nora Kelly und Corrie Swanson nun zum 5. Mal bei ihren Ermittlungen durch mysteriöse Geschehnisse. Die Autoren Douglas Preston und Lincoln Child haben auch hier wieder eine fiktive Geschichte um alte Mythen und real existierenden Volksstämme geschrieben, so daß hier wie gewohnt Archäologie auf Hochspannung trifft. Der archäologische Anteil vermittelt Wissen auf ganz leichte und eingängige Art, was sehr interessant und lehrreich ist. Man erfährt hier Details über das Leben und die Rituale der Indianer, die bisher eher unbekannt waren. Übrigens darf man den Begriff Indianer laut Nachwort der Autoren durchaus noch verwenden. Die Fälle sind alle in sich abgeschlossen und können sowohl einzeln, als auch "querbeet" gelesen werden. Auf diie Hauptcharaktere Nora Kelly und Corrie Swanson trifft man in jedem Band - und das ist perfekt! Denn beide sind absolut sympathisch, passen zusammen und ergänzen sich. Sie ermitteln nicht immer auf gängige Art und Weise, sondern gehen auch mal sehr unübliche Wege. Dabei haben sie aber stets ihr Ziel fest im Blick. Die Spannung ist von Beginn an hoch, steigert sich jedoch auch noch immer höher. Ich habe auch diesen Band der Serie begeistert gelesen und bin gespannt, wohin mich die Autoren demnächst führen werden!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Humorvoller Krimi

Wasserschaden – Hausmeister Penzkofer ermittelt
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Penzkofer ist Hausmeister einer Wohnanlage auf St. Pauli, liebt Ruhe und Ordnung. Als er wegen eines Wasserschadens eine Wohnung öffnen muß, ist es damit jedoch vorbei - findet er dort doch den offensichtlich ...

Penzkofer ist Hausmeister einer Wohnanlage auf St. Pauli, liebt Ruhe und Ordnung. Als er wegen eines Wasserschadens eine Wohnung öffnen muß, ist es damit jedoch vorbei - findet er dort doch den offensichtlich ermordeten Mieter Schmadtke. Penzkofer beginnt aus purer Neugierde selbst zu ermitteln und muß feststellen, daß die Mieter in seinem Gebäudekomplex viele Geheimnisse hüten.

Eberhard Michaely hat mit Hausmeister Penzkofer neben Frau Helbing eine neue Hamburger Kultermittlerfigur erschaffen. Auch mit "Wasserschaden" beweist er wieder seinen feinen Sinn für Humor. Hier findet man den typischen Hamburger Humor, trocken und knackig. Auch seine Charaktere passen perfekt nach St. Pauli. Ein wenig skurril, mit der nötigen Gelassenheit sind sie alle einzigartig und liebenswert. Das Buch spielt auf St. Pauli und hier hat der Autor seine bildhafte Schreibweise gut ausgelebt. Man fühlt sich direkt wohnhaft in der Anlage, bekommt das typische St.Pauli-Gefühl. Hier geht es aber auch spannend zu - denn man kommt dem Mordmotiv und dem Mörder tatsächlich erst ganz zum Schluß auf die Spur. Dann ist alles plötzlich ganz logisch und vor allem schlüssig. Wer humorvolle Krimis mag ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Ein Leseerlebnis

Die Kurärztin von Sylt
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Sylt, 1927. Der Bau des neuen Eisenbahndammes hält die Insulaner in Atem. Tessa Meldorf wird die neue Kurärztin, jedoch wird sie nicht mit offenen Armen empfangen. Als am Damm ein schwerer Unfall geschieht ...

Sylt, 1927. Der Bau des neuen Eisenbahndammes hält die Insulaner in Atem. Tessa Meldorf wird die neue Kurärztin, jedoch wird sie nicht mit offenen Armen empfangen. Als am Damm ein schwerer Unfall geschieht und der Arbeiter stirbt, gibt man Tessa die Schuld. Nur der Kurdirektor hält zu ihr. Tessa verliebt sich in ihn und stellt bald fest, daß ihn ein düsteres Geheimnis umgibt...

Mit "Die Kurärztin von Sylt" entführt Gisa Pauly ihre Leser auf die wunderschöne Insel Sylt im Jahr 1927. Was auffällt, ist ihre Liebe zu der Insel, die sich hier in liebevollen Beschreibungen widerspiegelt. Hier wird alles sehr lebendig. Man sieht die Landschaft vor sich und bekommt ein Gespür dafür, wie sich das Leben zur damaligen Zeit dort gestaltete. Man verfolgt verschiedene Charaktere und ihre Schicksale, fragt sich, wie alles zusammenhängt und spürt Freud und Leid hautnah. Man verfolgt das Geschehen voller Spannung und ist überrascht, wie sich am Ende alles zusammenfügt. Dabei sind die Charaktere sehr vielfältig und wirken authentisch. So genau könnte es sie wirklich gegeben haben. Mir hat dieser Roman sehr gefallen!

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