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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

Beängstigend und beklemmend

Reset
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„Reset - Die Wahrheit stirbt zuerst“ von Peter Grandl ist mein erstes Buch des Autors und ich habe es gerne gelesen. Worum geht es?
München, 2024: Ein Flugzeug befindet sich in der Hand von Terroristen ...

„Reset - Die Wahrheit stirbt zuerst“ von Peter Grandl ist mein erstes Buch des Autors und ich habe es gerne gelesen. Worum geht es?
München, 2024: Ein Flugzeug befindet sich in der Hand von Terroristen und soll das Terminal des Münchner Flughafens in Schutt und Asche legen. In letzter Sekunde entscheidet sich Wolfgang Jäger, Pilot der deutschen Luftwaffe, das Flugzeug abzuschießen. 176 Tote.
Doch dann stellt sich heraus, dass es gar keine Entführung gab. Global kommt es zu einer Häufung von Fake News, die täuschend echt sind. Es ist unmöglich zu wissen, ob eine Nachricht eine Fälschung ist oder nicht. Weltweit wird der Flugverkehr eingestellt.
In Frankreich, in Mantes-la-Ville, entsteht das Hauptquartier der Cyber-Taskforce, in dem Spezialisten aus allen Nationen fieberhaft an einer Lösung des Problems arbeiten.
Im Fokus stehen Valentine O'Brian von der britischen Metropolitan Police, Camille Miloz von der Generalbundesanwaltschaft, Seiko Ito, die Cybercrime-Expertin des japanischen Geheimdienstes und Laurent Lamy, der Leiter der Interpol-Taskforce zur Bekämpfung von Cyberkriminalität.
Durch die verschiedenen Handlungsstränge und wechselnde Perspektiven erhält die Handlung ihren eigenen Drive. Peter Grandl versteht es, einen komplexen Plot zu weben.

Fazit: Dystopie über KI und Deepfake. Starkes Thema! 4,5 von 5*

Veröffentlicht am 29.01.2021

Fall Nr. 2 für Artemis & Sherlock

Der Malik
1


So gut „Der Preis des Lebens“ von Bernhard Kreutner auch war, „Der Malik“ ist noch besser, spannender. Doch worum geht es?
Walter Denk stürzt auf Malta von einer Klippe. Nicht ganz freiwillig. Michael ...


So gut „Der Preis des Lebens“ von Bernhard Kreutner auch war, „Der Malik“ ist noch besser, spannender. Doch worum geht es?
Walter Denk stürzt auf Malta von einer Klippe. Nicht ganz freiwillig. Michael Lenhart und Sabine Preiss von der Wiener Abteilung für Sonderfälle ermitteln. Denk war Mitarbeiter im Finanzministerium. An seinem Arbeitsplatz wird ein Post-it gefunden mit den Worten „der Malik“. Bald steht fest, Abu Malik ist der Chef einer arabischen Großfamilie. Es geht um Clan-Kriminalität: Drogen und Geldwäsche, aber auch Steuerbetrug mit CO2-Zertifikaten.
Ein düsteres Szenario, das der Autor sich ausgedacht hat. Dem starken Anfang folgt ein schwächerer Mittelteil. Der Leser ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Denn die Täter sind ja von Anfang an bekannt. Das geht etwas zu Lasten der Spannung. Dass der Autor im Finale nochmal Gas gibt, steigert das Lesevergnügen. Denn einige Überraschungen hält Bernhard Kreutner für seine Leser noch bereit. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst.
Über das Wiedersehen mit Michael Lenhart und Sabine Preiss habe ich mich gefreut. Neu dabei: Anton Steinbach. Die Figuren Lenhart (Sherlock) und Preiss (Artemis) sind mir zu glatt, zu perfekt, ohne Ecken und Kanten. Er ein Philosoph, sie wie Lara Croft. Aber die immer bestens informierte Frau Wolf ist köstlich. Ich mag ihren Dialekt! Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen. Ein spannendes Thema.

Fazit: Erschreckend real und gegenwärtig. Beste Unterhaltung!

Veröffentlicht am 19.02.2018

Die Vergangenheit holt einen immer ein

Totenweg
2

Fridtjof Paulsen, ein Apfelbauer in der Elbmarsch, wurde überfallen und liegt seitdem im Koma. Hauptkommissar Bjarne Haverkorn aus Itzehoe ermittelt. Er kennt Deichgraben und seine Bewohner. Denn bereits ...

Fridtjof Paulsen, ein Apfelbauer in der Elbmarsch, wurde überfallen und liegt seitdem im Koma. Hauptkommissar Bjarne Haverkorn aus Itzehoe ermittelt. Er kennt Deichgraben und seine Bewohner. Denn bereits vor 20 Jahren hatte er hier in einem Mordfall ermittelt: Die 14-jährige Marit war in einem alten Viehstall getötet worden. Doch der Fall ist bis heute ungeklärt.

Frida Paulsen ist Polizistin und lebt in Hamburg. Nun kehrt sie auf den elterlichen Hof zurück, um ihre Mutter bei der Apfelernte zu unterstützen. Marit war ihre beste Freundin. Kennt Frida den Täter oder warum schweigt sie, damals wie heute? Gibt es womöglich eine Verbindung zwischen dem aktuellen Fall und dem Cold Case?

„Totenweg“ ist der Auftakt einer Krimiserie. Romy Fölck erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Ab und zu sind in Kursivschrift Rückblicke in die Vergangenheit eingestreut. Selbst wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut.

Ein Apfelbauer, kurz vor der Pleite. Es geht um Land, Gier und Macht. Nur Großbetriebe haben eine Chance. Aber es geht auch um die Rettung von alten, schmackhaften Sorten, um die Vielfalt zu erhalten. Dies wird sehr realistisch und beklemmend geschildert.

Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Man merkt, dass der Autorin die Figuren sehr wichtig sind. Haverkorn ist mir sofort ans Herz gewachsen. Er hat viel Empathie. Auch wenn privat für ihn nicht alles rund läuft, verbeißt er sich in den Fall. Mit Frida bin ich dagegen bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Eine Figur, die mit ihrer Vergangenheit hadert. Ihr Handeln konnte ich oft nicht nachvollziehen. Schließlich ist sie Polizistin.

Es wird ermittelt, manch falsche Fährte begangen, überraschende Nebenwege tun sich auf und lassen bis zum Schluss mehrere Verdächtige als Täter infrage kommen. Dass Romy Fölck im Finale nochmal richtig Gas gibt, steigert das Lesevergnügen. Denn einige Überraschungen gegen Ende des Krimis hält die Autorin für ihre Leser noch bereit.

Gut gefallen hat mir auch, dass es einen Soundtrack zum Roman gibt. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung „Bluthaus“, die im Oktober erscheinen soll.

Fazit: Gelungener Start einer Serie. Düster, spannend und atmosphärisch!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Work Later, Drink Now!

Heaven's Gate
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„Heaven's Gate: Ein Fall für Caruso“ ist das Krimi-Debüt von Daniel Faßbender, das ich mit Freude gelesen habe. Das Buch hat mich an den Actionfilm „Gefährliche Brandung“ mit Patrick Swayze aus dem Jahr ...


„Heaven's Gate: Ein Fall für Caruso“ ist das Krimi-Debüt von Daniel Faßbender, das ich mit Freude gelesen habe. Das Buch hat mich an den Actionfilm „Gefährliche Brandung“ mit Patrick Swayze aus dem Jahr 1991 erinnert. Worum geht es?
Vor Monaten strandete Caruso auf der philippinischen Insel Surogao. Der ehemalige Surflehrer vertreibt sich die Zeit mit Wellenreiten, Alkohol und Nichtstun. Auch an seinen Diensten als Privatdetektiv scheint niemand interessiert zu sein, bis ihn eines Tages die schöne Spanierin Ángel bittet, ihren verschwundenen Sohn Juan, genannt John John, zu finden. Caruso verbeißt sich in den Fall und gerät mehr als einmal in Lebensgefahr…
„Heaven's Gate“ ist ein sprachlich frischer, frecher Krimi, durchgehend spannend. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich in der Ich-Perspektive aus Sicht von Caruso, dessen wirklichen Namen man nicht erfährt.
Die Mischung aus Sonne, Surfen, Gewalt und Korruption sowie ein lakonischer Ermittler, der sich immer wieder in einem Netz aus Alkohol, schönen Frauen und Gefahren verfängt, hat mir auf Anhieb gefallen: Authentischer Surfer-Sprech und spannende Krimihandlung.
»Wellen, Testosteron, schöne Menschen, wenig Kleidung. Surogao bietet schlechte Bedingungen für vernünftige Entscheidungen.« muss Caruso feststellen, der seine ganz eigene Art von trockenem Humor besitzt: Ich kaufte mir ein Bier, um den Rum in meinem Körper zu verdünnen.

Fazit: Frischer Wind am deutschen Krimi-Himmel. Gerne mehr davon!

Veröffentlicht am 05.03.2026

Neun Tage im November

Die Praktikantin
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Als Fan der ersten Stunde habe ich fast alles von Horst Eckert mit Freude gelesen und auch sein neuer Thriller, „Die Praktikantin“, überzeugt. Worum geht es?
Carla Bergmann ist die neue Praktikantin bei ...


Als Fan der ersten Stunde habe ich fast alles von Horst Eckert mit Freude gelesen und auch sein neuer Thriller, „Die Praktikantin“, überzeugt. Worum geht es?
Carla Bergmann ist die neue Praktikantin bei der Düsseldorfer Morgenpost. Sie geht einer Meldung im Polizeibericht nach und stößt auf Ungereimtheiten. Ein Mord geschieht. Carla ist hartnäckig und verbeißt sich in den Fall. Unterstützt wird sie von Jan Koller, Chef des Politikresorts in Berlin.
Die Spuren führen nach Kiew. Auf der Suche nach der Wahrheit geraten Carla und Jan mehr als einmal in Lebensgefahr.
Russland und die Ukraine. Sorry, kann ich eigentlich nicht mehr hören. Aber, schon klar, es geht um etwas Größeres. Das wird hier natürlich nicht verraten.
Das Thema Drohnen und KI in der Kriegsführung finde ich sehr interessant und brisant. Geheimdienstaktionen sowieso.
Über den Cameo-Auftritt von Melia Adan und Vincent Veih habe ich mich gefreut. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Sarah Wolf aus „Der Preis des Geldes“. Tatsächlich erinnert mich das Cover von „Die Praktikantin“ an dieses Buch.
Carla und Jan kommen sympathisch rüber. Aber wieder ein alter Hase und eine junge Frau, wie Melia und Vincent. Warum nicht mal eine „alte Häsin“ und ein junger Praktikant/ Assistent?
Meine Lieblingsstelle:
»Was haben Sie mit Ihrer Stirn gemacht?«, fragte sie. »Manchmal stößt man beim Recherchieren auf harte Fakten«, antwortete er.

Fazit: Packender Verschwörungsthriller. Erschreckend realistisch. Gerne gelesen!