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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2026

Aluhut am Hindukusch – Eine irrwitzige Flucht zwischen Satire, Klischee und überraschender Nachdenklichkeit!

Goodbye Germania. Ein Neonazi flüchtet nach Afghanistan
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„Goodbye Germania. Ein Neonazi flüchtet nach Afghanistan“ von Mauris Blandit ist kein gewöhnlicher Roman – eher ein kurioses, teilweise völlig absurdes Road-Movie in Buchform, das mit Situationskomik, ...

„Goodbye Germania. Ein Neonazi flüchtet nach Afghanistan“ von Mauris Blandit ist kein gewöhnlicher Roman – eher ein kurioses, teilweise völlig absurdes Road-Movie in Buchform, das mit Situationskomik, überzeichneten Klischees und satirischen Seitenhieben nur so um sich wirft.



Im Mittelpunkt steht Kanu – der eigentlich Keanu heißt –, ein Neonazi mit Aluhut und einer sehr eigenen Weltsicht. Ausgerechnet er beschließt, Deutschland zu verlassen und in Richtung Hindukusch aufzubrechen, um diesen – zumindest in seiner Vorstellung – zu verteidigen. Schon diese Ausgangsidee zeigt, wohin die Reise geht: in eine Welt voller ironischer Übertreibungen und absurder Situationen.



Der Roman lebt stark von seinen Figuren. Besonders Sonja und Eva sind mir beim Lesen schnell sympathisch geworden. Sie bringen eine gewisse Bodenständigkeit und Menschlichkeit in das ansonsten ziemlich schräge Geschehen. Kanu selbst ist natürlich bewusst überzeichnet – eine Figur, die man nicht unbedingt ernst nehmen soll, sondern die als satirischer Spiegel funktioniert.



Was das Buch besonders macht, ist seine Mischung aus Humor und unterschwelliger Gesellschaftskritik. Viele Szenen sind einfach nur herrlich absurd und bringen einen wirklich zum Lachen. Gleichzeitig merkt man, dass hinter der Komik auch eine gewisse Einladung zum Nachdenken steckt. Manche Klischees werden bewusst überspitzt dargestellt, sodass man automatisch beginnt, gewisse Denkmuster oder politische Parolen zu hinterfragen.



Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das Kapitel mit „Mutter Teresa nach Lesbos“, das auf eine ganz eigene Weise grotesk, kreativ und gleichzeitig überraschend pointiert ist. Solche Momente zeigen, dass der Autor keine Angst davor hat, Grenzen des Absurden auszutesten.



Insgesamt ist Goodbye Germania ein sehr temporeicher Reiseroman mit viel satirischem Biss. Nicht jede Pointe zündet gleich stark, und manches wirkt bewusst überdreht – aber genau das gehört zum Stil dieses Buches. Wer Satire mag, ein Faible für schräge Figuren hat und bereit ist, sich auf ungewöhnlichen Humor einzulassen, wird hier definitiv unterhalten.



Ein ungewöhnlicher, witziger Roman, der gleichzeitig zum Schmunzeln und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Wenn Schönheit täuscht – Ein Blick ins Reich der dunklen Fae

Eramor - Reich der dunklen Fae
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Das Cover von Eramore – Im Reich der dunklen Fae von Anja Lehmann hat mich sofort angesprochen. Besonders die Schlange auf dem Cover wirkt geheimnisvoll und düster. Erst wenn man die Geschichte liest, ...

Das Cover von Eramore – Im Reich der dunklen Fae von Anja Lehmann hat mich sofort angesprochen. Besonders die Schlange auf dem Cover wirkt geheimnisvoll und düster. Erst wenn man die Geschichte liest, versteht man wirklich, warum dieses Motiv so gut gewählt ist – dann passt es plötzlich perfekt zur Handlung und zu bestimmten Figuren.

Die Geschichte führt in eine faszinierende, aber auch gefährliche Welt der Fae. Diese Welt wirkt nach außen wunderschön und magisch, doch je weiter man liest, desto deutlicher wird, dass hinter dem Glanz auch viel Dunkelheit, Grausamkeit und Machtspiele verborgen liegen. Gerade dieser Kontrast hat mir sehr gut gefallen.

Im Verlauf des Buches überschlagen sich immer wieder die Ereignisse. Intrigen, Spiele und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung hoch bleibt. Besonders gegen Ende wird es noch einmal dramatisch, als sich die Machtverhältnisse ändern und ein echter Cliffhanger zurückbleibt, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

Allerdings gibt es auch sehr viele Figuren mit unterschiedlichen Namen und Hintergründen. Manchmal war es für mich etwas schwierig, den Überblick zu behalten. Auch bekommt man relativ viele Informationen über die Welt und ihre Regeln auf einmal. Hier hätte stellenweise vielleicht etwas weniger Input geholfen, um alles noch besser aufnehmen zu können.

Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten. Die düstere Fae-Welt, die vielen Geheimnisse und die spannenden Entwicklungen machen das Buch zu einer interessanten Fantasyreise. Wer Geschichten über magische Welten, Intrigen und Fae mag, wird an diesem Roman sicherlich seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Deutschland zum Nachdenken bringen

Deutschland packt es an!
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Das Buch Deutschland packt es an hat mich sehr angesprochen, weil es viele Themen aufgreift, über die man im Alltag nachdenkt, ohne dass es dabei politisch oder belehrend wirkt. Es zeigt Probleme auf, ...

Das Buch Deutschland packt es an hat mich sehr angesprochen, weil es viele Themen aufgreift, über die man im Alltag nachdenkt, ohne dass es dabei politisch oder belehrend wirkt. Es zeigt Probleme auf, die wir alle kennen: Bürokratie, Bildung, Elternzeit, Steuern oder die Frage, wie viel Eigenverantwortung jeder übernehmen sollte. Besonders gut finde ich, dass es Missstände offen anspricht und Diskussionen anregt. Endlich spricht mal jemand Dinge aus, die oft nur gedacht werden.

Für mich ist das Buch ein Anstoß, selbst über Lösungen nachzudenken und die eigene Haltung zu hinterfragen. Man merkt, dass der Autor Wert auf klare Aussagen legen, ohne dabei zu belehren. Manche Themen wirken aber einseitig behandelt, und ich hätte mir manchmal mehr verschiedene Meinungen oder Gegenperspektiven gewünscht. Insgesamt regt es die Gesellschaft zur Reflexion an und fördert Gespräche, die sonst oft ausbleiben. Ein Buch, das man leicht lesen kann und trotzdem nachdenklich zurücklässt.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Realität oder Wahn? Ein literarisches Ränkespiel!

M VS F
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„M VS F“ von Dr. Johannes Ulbricht ist definitiv kein Buch, das man nebenbei liest. Wer hier einsteigt, sollte bereit sein, sich auf ein ungewöhnliches, stellenweise sehr skurriles Gedankenlabyrinth einzulassen.

Der ...

„M VS F“ von Dr. Johannes Ulbricht ist definitiv kein Buch, das man nebenbei liest. Wer hier einsteigt, sollte bereit sein, sich auf ein ungewöhnliches, stellenweise sehr skurriles Gedankenlabyrinth einzulassen.

Der Einstieg gelingt angenehm leicht — die Geschichte beginnt mit einer Autofahrt, die einen schnell ins Geschehen zieht. Wir lernen Venni und Karl kennen, zwei Autoren auf dem Weg zu einer Preisverleihung. Doch schnell wird klar: Unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Venni ist besessen vom Erfolg, psychisch angeschlagen und zunehmend schwer einzuschätzen. Spätestens als die Handlung dunklere Wendungen nimmt, kippt die anfängliche Klarheit in ein bewusst verwirrendes Spiel mit Perspektiven.

Was dieses Buch besonders macht, ist das permanente Schwanken zwischen möglichen Realitäten. Immer wieder hatte ich das Gefühl, eine Geschichte in der Geschichte zu lesen. Handlungsstränge verzweigen sich, Fantasyelemente mischen sich unter die Gegenwart, und als Leser ist man ständig damit beschäftigt, alles neu einzuordnen. Teilweise ist das wirklich herausfordernd — aber auch genau der Reiz des Buches.

Der Stil lädt dazu ein, die eigenen Gedanken „spazieren gehen zu lassen“. Man entwickelt Theorien, verwirft sie wieder und setzt die Puzzleteile neu zusammen. Das hat mir trotz (oder gerade wegen) der Verwirrung gut gefallen. Allerdings braucht man dafür Konzentration und die Bereitschaft, sich auf Unklarheiten einzulassen.

Das Ende empfand ich als stimmig, wenn auch ebenso speziell wie der Weg dorthin. Es fügt sich in die besondere Atmosphäre des Romans ein, ohne alles komplett glattzubügeln.

Fazit:
Ein ungewöhnlicher, psychologisch gefärbter Roman, der mit Realitätsebenen spielt und seine Leser bewusst herausfordert. Unterhaltsam — aber definitiv nicht für jeden Geschmack. Man muss sich wirklich auf dieses Buch einlassen wollen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Chaos, Kuschelalpaka und Frankenstein-Zauber: Nellys skurriles Abenteuer im Schloss

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Mit Little Miss Frankenstein, Alpaka oder Lama Hauptsache Drama startet Astrid Göpfrich eine charmante neue Reihe, die sofort Lust auf mehr macht. Die Protagonistin, Nelly, ist die Urenkelin des berühmten ...

Mit Little Miss Frankenstein, Alpaka oder Lama Hauptsache Drama startet Astrid Göpfrich eine charmante neue Reihe, die sofort Lust auf mehr macht. Die Protagonistin, Nelly, ist die Urenkelin des berühmten Doktor Frankenstein – und doch alles andere als eine klassische Horrorgestalt. Nelly lebt in einem alten, leicht schaurigen Schloss, das perfekt zu ihrer leicht skurrilen Persönlichkeit passt. Ihre Eltern? Völlig langweilig und spießig. Nelly dagegen ist eine Erfindung – eine Figur, die von Anfang an Neugier, Humor und Herz ausstrahlt.



Besonders witzig wird es, wenn Nelly auf ihrer Schulwegs durch eine Alpakaherde kommt und sofort ein braunes Alpaka ins Herz schließt. Ihre Liebe zu diesem Tier sorgt für zahlreiche humorvolle Szenen, besonders, das Tier sich vehement dagegen wehrt, ein Lama genannt zu werden. Die Autorin spielt hier gekonnt mit absurden Dialogen und Situationskomik, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anspricht.

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