Profilbild von Clara

Clara

Lesejury Star
offline

Clara ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Clara über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2017

Lese-highlight

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
0

Schon beim Lesen des Zeitungsartikels auf der Innenseite des Covers sprang der Funke über und mein Interesse für diese Geschichte wurde geweckt.

Zoe ist eine begabte Klavierspielerin, doch die Pläne ...

Schon beim Lesen des Zeitungsartikels auf der Innenseite des Covers sprang der Funke über und mein Interesse für diese Geschichte wurde geweckt.

Zoe ist eine begabte Klavierspielerin, doch die Pläne für ihre vielversprechende Zukunft ändern sich schlagartig, als sie mit nur 14 Jahren beschließt, drei Freunde mit dem Auto nach Hause zu fahren. Es kommt wie es kommen muss, die Teenager haben einen Unfall, der allen Insassen bis auf Zoe das Leben kostet und das junge Mädchen muss in den Jungendarrest.

3 Jahre später hat sie ihre Strafe abgesessen, ihre Mutter hat reich geheiratet und alles dafür getan, um ihrer Tochter eine zweite Chance, ohne die Schatten der Vergangenheit, zu ermöglichen.
Doch als Zoes Mutter tot aufgefunden wird, liegt ihr Leben erneut in Scherben.

Von Anfang an schafft Gilly Macmillan, eine geheimnisvolle, bedrückende Atmosphäre. Jeder Charakter verhält sich auf die ein oder andere Art suspekt und ich habe niemand vollständig über den Weg getraut. Fast seit Beginn hatte ich einen Verdächtigen, doch auf den letzten Seiten wirbelt die Autorin noch einmal alle bisherigen Erkenntnisse durcheinander. Die Ereignisse überschlagen sich in einem spannenden Finale.

„Perfect girl“ ist ein Buch, dass ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Die Autorin weiß definitiv, wie man den Leser bei der Stange hält.
Am Ende sind zwar nicht alle Fragen zu 100 % geklärt und ich würde am liebsten eine Fortsetzung lesen, aber gerade diese Ungewissheit passt perfekt zu der Geschichte.

Dies war mein erstes Buch von Gilly Macmillan, aber ich werde ihren Debutroman definitiv auch bald lesen.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Sehr gut geschrieben

Wem du traust
0

Vor einigen Jahren hat mir „Die Frau vom Strand“ von Petra Johann sehr gefallen. Seit dem sind einige Bücher der Autorin auf meiner Wunschliste gelandet. Mit „Wem du traust“ habe ich nun endlich mal wieder ...

Vor einigen Jahren hat mir „Die Frau vom Strand“ von Petra Johann sehr gefallen. Seit dem sind einige Bücher der Autorin auf meiner Wunschliste gelandet. Mit „Wem du traust“ habe ich nun endlich mal wieder einen ihrer Krimis gelesen. Und was soll ich sagen… wow, ich muss definitiv mehr von Petra Johann lesen! Sie kann sehr gut mit Worten umgehen und ihr Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Er ist lebhaft und hält eine kontinuierliche Spannung.
Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Zum einen haben wir hier einen klassischen Ermittlerkrimi und auf der anderen Seite erfahren wir Evas Sicht der Dinge.
Eva und Daniel führen ein glückliches Familienleben bis eines Nachts ihr Kindermädchen spurlos verschwindet. Im Zuge der Ermittlungen rückt Daniel immer weiter in den Fokus und wird schnell zum Hauptverdächtigen.
Petra Johann gelingt es sehr gut, Zweifel zu sähen. Ist Daniel so sympathisch wie er scheint oder hat er eine dunkle Seite? Und wieso verstrickt er sich immer wieder in Heimlichkeiten und Lügen.
Das Buch zeigt sehr gut, wie schnell man aufgrund von Indizien ins Zentrum polizeilicher Ermittlungen rücken kann. Ich fand „Wem du traust“ sehr fesselnd und war hin und her gerissen zwischen „Die Lösung liegt auf der Hand“ und „Kann es wirklich so einfach sein“? Petra Johann lässt ihre Leser bis zum Schluss zweifeln, so dass ich wirklich bis zuletzt an den Seiten klebte. Eigentlich war es ein sehr gutes Buch. Allerding hatte ich kürzlich einen Thriller mit einer sehr ähnlichen Auflösung gelesen, was meine Begeisterung ein klein wenig trübt. 4,5 Sterne von meiner Seite.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2024

Gut durchdacht und kurzweilig

Glutmoor (Janosch Janssen ermittelt 2)
0

Der Autor Lars Engels war mir bisher nicht bekannt, aber nun werde ich mir seinen Namen auf jeden Fall merken, denn „Glutmoor“ hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Es handelt sich hier um einen Ermittlerkrimi, ...

Der Autor Lars Engels war mir bisher nicht bekannt, aber nun werde ich mir seinen Namen auf jeden Fall merken, denn „Glutmoor“ hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Es handelt sich hier um einen Ermittlerkrimi, der mich in Sachen Aufbau, Spannung, Thematik und Charaktere komplett überzeugt hat.
Selbst wenn ich länger überlegen würde, könnte ich nichts negatives über dieses Buch sagen.

Lars Engels fackelt nicht lange und startet seinen Krimi mit einer Bluttat, die durch Skrupellosigkeit und Gewalt schockiert. Als Carina von der Nachtschicht kommt, findet sie ihre Eltern, ihren Bruder und ihren Neffen erschossen vor. Wer sollte einen Grund haben, diese nach außen normale Familie so sehr zu hassen?

Schnell tauchen die ersten Verdächtigen und eine breit gefächerte Variation an Szenarien auf. Verbindungen zum rechten Millieu, ein Arbeitsunfall in einem Werk in Rumänien und eine Republikflucht aus der DDR im Jahr 1983 bieten Ansatzpunkte.

„Glutmoor“ ist ein vielschichtiger Krimi, der sowohl geschichtliche als auch aktuelle Themen miteinander verknüpft. Durch die vielen Verdächtigen kommt man als Leser immer wieder ins Wanken und muss seine Theorien neu anpassen.
Die Auflösung fand ich ausgesprochen clever und schlüssig.
Auch der Ermittler Janosch Jansen und seine oft etwas ruppige Chefin Diana haben mir gut gefallen.
Gerne mehr davon!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2024

Odinas Geschichte

Three Tides to Stay (Breaking Waves 3)
0

Der dritte Band von Kristina Moningers „Breaking waves“ Reihe ist Odinas Geschichte.
Odina glaubt, sie ist am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Finanzielle Sorgen und die Frage, wo sie und ihr kleiner ...

Der dritte Band von Kristina Moningers „Breaking waves“ Reihe ist Odinas Geschichte.
Odina glaubt, sie ist am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Finanzielle Sorgen und die Frage, wo sie und ihr kleiner Sohn künftig leben sollen, rauben ihr den Schlaf. Als sie sich in Noah verliebt, gibt es endlich wieder einen Lichtblick für sie, auch wenn sie befürchtet, dass diese Beziehung keinen Bestand haben kann.

Odina konnte ich schon in Band 1 und 2 gut leiden und deswegen habe ich mich gefreut, sie näher kennenzulernen. „Three tides to stay“ habe ich wieder sehr gerne gelesen. Kristina Moninger hat einfach einen sehr eingängigen und mitreißenden Schreibstil.
Obwohl ich Odina wie bereits erwähnt, grundsätzlich mag, ging sie mir in diesem Buch teilweise ziemlich auf die Nerven mit ihrer ewigen Geheimniskrämerei und ihrem Hang zu Notlügen. Ich denke, sie könnte all ihre Probleme um mindestens 50 % reduzieren, wenn sie sich ihrer Familie und ihren Freunden gegenüber weniger verschlossen geben würde.

Ich konnte auch nicht ganz nachvollziehen, warum sie so ein Drama daraus gemacht hat, dass sie sich in den Bruder ihrer Freundin Avery verliebt hat. Wäre es der Exfreund, okay, aber so ist doch nun wirklich nichts dabei.
Noah ist ein absoluter Typ zum schwärmen. Er wirkt sehr viel reifer, als sein Alter vermuten lässt. Mit seiner humorvollen und immer verständnisvollen Art hat er mich schnell um den Finger gewickelt.

Isa und Avery sind in diesem Band relativ abwesend und auch die Rückblenden in die Zeit vor Josies Verschwinden drehen sich im Kreis.

Ich bin nun wirklich auf die Auflösung im Finale gespannt und bin bis jetzt noch unentschieden, ob ich Josie für tot halte oder nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2024

Überraschend schockierend und emotional

Ihr raffiniertes Spiel
0

Für Tate ist der Tag nach der Weihnachtsfeier ihrer Arbeit wenig feierlich. Sie wird Zeugin eines Selbstmords und kurz darauf als Tatverdächtige festgenommen. Auf den ersten Blick erschien mir Tate sonderbar ...

Für Tate ist der Tag nach der Weihnachtsfeier ihrer Arbeit wenig feierlich. Sie wird Zeugin eines Selbstmords und kurz darauf als Tatverdächtige festgenommen. Auf den ersten Blick erschien mir Tate sonderbar emotionslos und dadurch verdächtig. Auch den ersten Twist meinte ich vorhergesehen zu haben.
„Ihr raffiniertes Spiel“ fand ich von Anfang an sehr fesselnd geschrieben. Mein erstes Resümee nach ca. 100 Seiten war: spannend, aber ich kann mir jetzt schon vorstellen, wohin die Geschichte führt.
Doch dann las ich weiter und stellte fest, dass ich mich in dieser Hinsicht komplett geirrt habe. In Wahrheit wusste ich überhaupt nichts und alles war völlig anders, als es zunächst schien.

Ich muss der Autorin Ruth Mancini ein großes Lob aussprechen. Sie versteht es wirklich außerordentlich gut, den Leser immer wieder aufs Glatteis zu führen. Die Handlung nahm mehrmals eine andere Richtung ein und es entpuppte sich letztendlich ein sehr schockierendes Szenario, dass mit überraschend viel Tiefgang und Emotionen überzeugt.
Die Frauencharaktere in diesem Buch mögen auf den ersten Blick oberflächlich erscheinen, aber je besser man sie kennenlernt, desto mehr stellt man fest, dass sie außerordentlich starke und mutige Personen sind, für die Gerechtigkeit an oberster Stelle steht.

Ich muss diese Rezension schreiben, ohne etwas Näheres zum Plot zu verraten, da jedes Wort ein Spoiler wäre und es wichtig ist, dass der Leser erst nach und nach versteht, was hier vor sich geht.

Als ich „Ihr raffiniertes Spiel“ begonnen habe, habe ich einfach nur einen Thriller erwartet aber dieses Buch geht aufgrund der Tragweite der Geschichte und der Ungerechtigkeit des Justizsystems wirklich unter die Haut.
Ein absolut lesenswertes Buch. Dies ist das 5. Buch von Ruth Mancini und das Erste, welches in Deutschland erscheint. Ich hoffe, dass noch weitere ihrer Bücher bei uns veröffentlicht werden!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere