Leserunde zu "Die Iden von Rom" von Michael Peinkofer

Auftakt einer außergewöhnlichen neuen Romanreihe
Cover-Bild Die Iden von Rom
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Michael Peinkofer (Autor)

Die Iden von Rom

Roman. Ein spannender Roman über die Verschwörung gegen Julius Caesar

Was wäre, wenn ... Brutus es sich im letzten Moment anders überlegt hätte?

Rom, im Jahr 44 v. Chr.: Der Bürgerkrieg ist zu Ende, Gaius Iulius Caesar hat auf ganzer Linie gesiegt und befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Nicht wenige fürchten, dass er die Römische Republik beenden und sich zum König krönen könnte. Doch wie lässt sich ein Caesar aufhalten? Widerstand formiert sich, unter den Senatoren finden sich Verschwörer zusammen, um Caesar zu ermorden, unter ihnen Marcus Iunius Brutus. Doch an den Iden des März, als Caesar sterben soll, trifft Brutus eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben verändert, sondern auch den Lauf der Geschichte, wie wir sie kennen ...

Ein spannender alternativ-historischer Roman um Gaius Iulius Caesar und einen unbeschrittenen Pfad der Weltgeschichte

Sorgsam recherchiert, fundiert und dennoch erfrischend anders. Dieser Roman macht Lust auf die Antike.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 19.01.2026 - 08.02.2026
  2. Lesen 16.02.2026 - 08.03.2026
  3. Rezensieren 09.03.2026 - 22.03.2026

Bereits beendet

Schlagworte

Antike Kaiser und Könige Intrigen und Verrat Krieg und Eroberung Alternative Geschichtsschreibung alternate history was wäre wenn Caesar Altes Rom spannend Brutus Cleopatra Römisches Reich Mordanschlag Attentatsversuch Krieg Intrige Verrat Diktatur Cicero Marcus Antonius Kleopatra Iden des März Rom Historische Romane

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 10.03.2026

Kluge und glaubhafte Umsetzung eines interessanten Konzepts

2

Die Idee eines alternativ-historischen Buches, ja einer ganzen Buchreihe, fand ich sehr interessant. Die tolle Umsetzung hat meine Erwartungen übertroffen und ich bin begeistert. Ich hatte erst Bedenken, ...

Die Idee eines alternativ-historischen Buches, ja einer ganzen Buchreihe, fand ich sehr interessant. Die tolle Umsetzung hat meine Erwartungen übertroffen und ich bin begeistert. Ich hatte erst Bedenken, dass mich die große Anzahl historischer Figuren verwirren könnte, fand aber die Menge sehr gut dosiert und bei manchen war es wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Ich habe mich schnell an vorhandenes Wissen erinnert und konnte die gut getroffenen Figuren einordnen. Man erfährt genug über die Vergangenheit, um die Beweggründe der Einzelnen zu verstehen und ihr Verhältnis zu Caesar verfolgen zu können. Der Übergang von der überlieferten Historie zur alternativen Handlung ist sehr gut gelungen. Die Charaktere handeln sehr nachvollziehbar und es hätte tatsächlich alles auch so ablaufen können. Wie sich die Allianzen neu finden und wieder Ränke geschmiedet werden fand ich sehr interessant und gut gelöst. Auch die Charaktere sind psychologisch sehr gut getroffen und handeln glaubhaft. Die Details zum Römisches Alltagsleben, zur Militärtaktik und die Frauenfiguren sind gut dosiert und toll getroffen. Das Personenregister ist sehr hilfreich, eine Landkarte wäre ebenfalls schön gewesen. Das Buch ist durchdacht und ausgewogen und besonders betonen möchte ich noch mal, wie klug die alternative Handlung in die historischen Rahmenbedingungen eingebettet wurde.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Die historische Reflexion in der Fiktion des "Was wäre gewesen, wenn...?"

1

“Die Iden von Rom” von Michael Peinkofer stellen ein Geschichtsbuch dar, das, sofern es in der Tat eines wäre, als ein Vorbild für die moderne und anregende Gestaltung von Historie gelten könnte. Vorab ...

“Die Iden von Rom” von Michael Peinkofer stellen ein Geschichtsbuch dar, das, sofern es in der Tat eines wäre, als ein Vorbild für die moderne und anregende Gestaltung von Historie gelten könnte. Vorab kam mir der Gedanke, ob wir uns nicht wahrhaftig mehr mit dem “was wäre gewesen, wenn…” verschiedener großer Ereignisse der Geschichte auch als Reflexion unserer Gegenwart auseinander setzen sollten?!
M. Peinkofer fühlt sich aktiv in das Zeitgeschehen um Gaius Iulius Caesar hinein, erzählt es, solide faktisch aufbereitet und ausgereift weitergedacht, von innen heraus und nicht nur, wie man es zumeist in Bezug auf geschichtliche Berichte erlebt, in Gestalt des distanzierten Zuschauers. Die Dialoge und Begebenheiten kleidet er dabei in eine teils elegante, erhabene, teilweise in eine recht derbe Sprache, die den Geist der Zeit treffend einfangen.
Allerdings wäre es hilfreich gewesen, wenn der Autor einen Glossar zu den lateinischen Begriffen und vielleicht für historisch weniger versierte Leser eine kurze Übersicht bezüglich der Ereignisse erstellt hätte, was tatsächlich nach Caesars realem Sterbedatum geschehen ist. Des weiteren wäre eine geographische Übersicht sinnvoll gewesen, um beispielsweise die Feldzüge visuell verfolgen und die genannten Völker wie die Parther den jeweiligen Herrschaftsbereichen zuordnen zu können.
Das sind Aspekte, welche in gewisser Weise eine etwas begrenztere Leserschaft ansprechen, andererseits den Anreiz schaffen, sich selbst in die Umstände der Geschichte zu vertiefen und eigenständig Recherchen zu betreiben.
Insgesamt ist die Geschichte, besonders der fließende Übergang am Scheidepunkt, den das Attentat auf Caesar bildet, zwischen Fakt und Fiktion sehr gelungen, zumal auch die Persönlichkeiten von Caesar und Brutus besonders markant herausgearbeitet werden.
Der egoistische, berechnende Caesar, welcher sich im Spannungsfeld zwischen dem Selbstbewusstsein seiner göttlich geprägten Herkunft und andererseits der Angst, dass seine Epilepsie, das Element, welches ihn absolut die Kontrolle über sich verlieren lässt, offenbar wird.
Gefühle haben in der Geschichte wenig Platz, wobei es zwei deshalb umso mehr den Leser/die Leserin berührende Szenen gibt, in denen echte, eindringliche Gefühle zwischen innerem Schmerz und Zuneigung gezeigt werden, als Brutus von Porcias Schwangerschaft erfährt und sie kurz darauf aufgrund der Vergiftung verliert sowie der Moment, als er sich mit seiner Mutter Servilia versöhnt und sie in den Arm nimmt. Brutus bildet neben dem politischen überhaupt auch den charakterlichen Gegenspieler zu Caesar, wenn er auch nach dem Attentat seine Bindung zu selbigem innerhalb der Vater - Sohn - Beziehung für die kurze Dauer bis zu Caesars endgültigem Tod zu vertiefen vermag.
Während ersterer nicht auf Macht aus ist, diese sogar geradezu ablehnt, auf die Menschen in seiner Umgebung Rücksicht nimmt, wie man u.a. an der Treue zu Porcia kann, ist Caesar stets auf seinen Vorteil, den Erhalt seiner Macht bedacht. Auch dass Brutus sich darauf besinnt, nicht zum Vatermörder zu werden, zeichnet andererseits auch eine reflektiertere Persönlichkeit von ihm im Gegensatz zu Octavius, der vom Augustus, dem Erhabenen, im Verlauf der realen Geschichte hier zum charakterlichen Verlierer wird, welcher am Ende in den Wirren der Ereignisse in der Versenkung verschwindet.
Am spannendsten zeigt sich natürlich die Entwicklung von und um Caesar als Hauptfigur, während dessen hauptsächliche Denkweise deutlich wird, dass es, wie eindrücklich beschrieben, “Caesar nur um Caesar geht”. Für ihn zählt das Wohl seiner Mitmenschen nicht, denn weder Kleopatra als Objekt zur Befriedigung seines Begehrens noch Calpurnia liebt er wirklich, der er sich, ihrer zunächst überdrüssig, doch wieder zuwendet, nachdem er auch von der ebenso berechnenden Kleopatra genug hat.
Letzten Endes fallen alle Berechnung, sein immenser Egoismus auf Caesar zurück und am Ende wird er von den beiden Frauen, Calpurnia und Servilia, die ihn wirklich geliebt haben, ermordet.
So verendet er trotzdem mit Schmach und relativ still im Gegensatz zu seinem faktischen Tod und ebenso glanzlos vergeht das große Römische Reich. Interessant und gewiss in vielerlei Hinsicht sowohl kulturell als auch politisch für Europa erscheint die Vorstellung, wie es gewesen wäre, wenn Ägypten als Großmacht selbiges anstelle Roms geprägt hätte, dessen Einflüsse und Erbe schließlich bis in die heutige Zeit nachwirken. “Die Iden von Rom” verdeutlichen somit auf eine bemerkenswerte Art und Weise, wie der geringste Augenblick, ein Ja oder Nein zur entsprechenden Zeit, einzelne Entscheidungen den Verlauf der Geschichte massiv und nachhaltig beeinflussen bzw. für ganze Völker verändern können, Gewinner zu Verlierern machen und umgekehrt.
Ich wäre sehr erfreut und gespannt, wenn Michael Peinkofer sich entschließen würde, sich der Reflexion weiterer Gedankenspiele alternativer bedeutender historischer Ereignisse annehmen würde.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ein sehr gelungener Start in eine Reihe von "Was wäre, wenn?"

1

Wie es in den Iden den März mit Cäsar ausging, weiß so ziemlich jedes Kind: Er wurde ermordet, sein eigener Adoptivsohn Brutus war unter den Senatoren, welche den angehenden Alleinherrscher des Römischen ...

Wie es in den Iden den März mit Cäsar ausging, weiß so ziemlich jedes Kind: Er wurde ermordet, sein eigener Adoptivsohn Brutus war unter den Senatoren, welche den angehenden Alleinherrscher des Römischen Imperium um die Ecke brachten. Aber was wäre genau, wenn das alles so nicht passiert wäre? Was wäre dann aus dem Römischen Imperium geworden, aus Cäsars Neffen Augustus, welcher dann der erste der Römischen Kaiser werden sollte? Was wäre aus Kleopatra und weiteren berühmten Köpfen aus der Geschichte geworden? Genau auf diese Reise nimmt Michael Peinkofer den Leser mit. Allerdings nicht auf völlig ausufernden Hirngespinsten, sondern einfach nur aus der Idee heraus, was wäre passiert, wenn Brutus sich nicht auf die Seite der mordlüsternen Senatoren geschlagen hätte, sondern zu Cäsar, seinen Vater gehalten hätte....? Wer jetzt glaubt, es ist ein träger Abklatsch einer völlig langweiligen Geschichtsposse eines völlig uninspirierten Geschichtslehrers - gut als Roman verpackt - aber dennoch eben langweilig, der irrt hier völlig. Eigentlich waren die vorgegebenen Leseabschnitte eine echte Qual, so spannend schafft es Michael Peinkofer, einen Geschichtsroman so spannend zu erzählen, als hätte ein gewisser Sebastian Fitzek die Thrilleraspekte gesetzt. So hätte früher der Geschichtsunterricht in der Schule auch viel mehr Spaß gemacht. Weil es Michael Peinkofer schafft, nah an der realen Geschichte - zumindest das was die Geschichtsschreiber uns aus der damaligen Zeit weis machen wollten - dennoch die Aspekte rauszukitzeln, welche so, zumindest nach den Historienschreibern nie stattfanden, aber genau so hätten passieren können. Er es außerdem schafft, die Charaktere so echt zu zeichnen, das man meint, man hätte gestern Cäsar, Marcus Antonius oder Brutus beim Bäcker getroffen...
Für mich glatte 5 Sterne und der Hunger nach mehr aus der Geschichte und der Frage "was wäre, wenn?"

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Was wäre wenn? - eine Alternative Geschichte

2

Das Buch ist wirklich spannend gemacht und der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut.
Am Anfang waren die Namen etwas verwirrend, aber dafür gäbe es glücklicherweise am Anfang eine Übersicht.
Man ...

Das Buch ist wirklich spannend gemacht und der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut.
Am Anfang waren die Namen etwas verwirrend, aber dafür gäbe es glücklicherweise am Anfang eine Übersicht.
Man wird sofort in die Geschichte um Cesar, einige Monate vor der geplanten Ermordung, geworfen. Hier lernt man alle wichtigen Personen kennen, so wie ihre Motive und ihre Antriebe, was für den weiteren Verlauf sehr wichtig ist.
Nach circa einem Drittel im Buch ist es dann so weit, die Iden des März 44 v. Christus. Wird Cesar sterben? In diesem Buch nicht und das macht es besonders spannend, denn der Autor zeigt auf was ein vereitelter Mordanschlag mit einem Herrscher/Tyrannen macht und wie er möglicherweise darauf reagiert, welchen Einfluss andere dann auf ihn nehmen können oder nicht und es zeigt sehr offensichtlich wer am besten taktieren kann.
Und wer ist am Ende die größte Überraschung? Nun das lest selber, ich wäre nie darauf gekommen und der Autor schafft es großartig zu überraschen mit den Ausgang des Buches. Ich habe es sehr genossen und finde, dass dieses Gedankenexperiment in dem Buch sehr fachkundig und gut gemacht wurde.
Besonders Rom wurde so toll beschrieben, dass man sich sehr gut vorstellen konnte selbst dort zu sein. Aber auch Alexandria, sowie die Lebensgewohnheiten sind toll rüber gekommen. Gerade auch die Unterschiede zwischen Ägypten (denn auch Kleopatra spielt eine wichtige Rolle) und Rom.
Ich denke jeder der historische Romane, die im alten Rom spielen mag, sollte diesem Buch eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Historische Ereignisse, alternativ aufbereitet

0

Im ersten Drittel des Buches werden die geschichtlichen Begebenheiten erzählt. Caesar ist ein Stratege, aber auch eine umstrittene Persönlichkeit. Er sich viele Feinde gemacht hat, die ihn an den Iden ...

Im ersten Drittel des Buches werden die geschichtlichen Begebenheiten erzählt. Caesar ist ein Stratege, aber auch eine umstrittene Persönlichkeit. Er sich viele Feinde gemacht hat, die ihn an den Iden des März zur Rettung der Republik ermordet haben. Aber hier hat sich der Autor für eine Alternative entschieden. Anstatt ihn zu ermorden, rettet Brutus den dictator von Rom. Schon ist die Geschichtsschreibung geändert und wir verfolgen die Entwicklungen in strategischen Situationen wie in seinem Privatleben. Seine Wegbegleiter sind natürlich auch dabei. Eine spannende Entwicklung steht im Raum.

Die Charaktere sind vielfältig, aber jeder einzelne ist einzigartig und bestens herausgearbeitet. Das Personenregister zu Beginn ist sehr hilfreich, gerade wegen der Häufung ähnlicher und gleicher Namen. Ein Glossar der lateinischen Begrifflichkeiten hätte ich auch nicht schlecht gefunden, aber man kann viele Begriffe aus dem Zusammenhang verstehen. Interessant ist, dass nicht nur die Männer zu Wort kommen, sondern auch die weiblichen Protagonistinnen ihren Auftritt haben. Die Krawalle sind mir an der ein oder anderen Stelle etwas zu explizit beschrieben, manchmal hätten auch Andeutungen gereicht, um die eigene Fantasie anzuspornen. Interessant und informativ ist das Nachwort, das die Gedanken des Autors zu seinem Versuch einer neuen Geschichtsschreibung erklärt.

Mir gefällt die Idee, historischen Ereignissen eine alternative Geschichte entgegenzusetzen, ausgesprochen gut. Gerne lese ich mehr davon und bin schon gespannt, welche Geschehnisse der Weltgeschichte noch in diese Reihe Eingang finden werden.

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