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Veröffentlicht am 10.04.2026

Irre... gut!

Guilty Pleasure
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Zuletzt habe ich mich öfter darüber geärgert, dass wir in Thrillern gerade sehr viel Einheitsbrei mit immer wiederkehrenden Settings und Handlungsmotiven vorgesetzt bekommen. Und genau in dem Moment kreuzt ...

Zuletzt habe ich mich öfter darüber geärgert, dass wir in Thrillern gerade sehr viel Einheitsbrei mit immer wiederkehrenden Settings und Handlungsmotiven vorgesetzt bekommen. Und genau in dem Moment kreuzt GUILTY PLEASURE von Linda Schipp meinen Weg und hat mich wider Erwarten umgehauen.
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Hotel Guilty Pleasure ist ein Luxusresort, in dem die elitären Gäste besondere Gelüste ausleben können. So scheint es zunächst. Es könnte aber alles auch ganz anders sein…
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Es geht also wieder in ein Luxushotel an einem exotischen Ort. Das ist aber auch schon das Einzige, was GUILTY PLEASURE mit anderen Destination-Thrillern gemeinsam hat. Die Story kommt von Anfang an zwar seltsam, gleichzeitig aber auch faszinierend daher und entwickelt sich dann absolut abgefahren und durchgeknallt… im positiven Sinne. Ich bin jedenfalls voll auf die Story angesprungen.
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Ich bin mehr oder weniger unwissend in den Thriller gestartet und war zunächst eher skeptisch. GUILTY PLEASURE hat bei mir Anlaufzeit gebraucht. Ich musste mich erst mal zwischen fünf undurchschaubaren Perspektiven und sehr seltsamen Sequenzen zurechtfinden. Trotzdem war da dieser unbestreitbare Lese-Sog. Und dann ist plötzlich der Knoten bei mir geplatzt und ich konnte das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen. Dabei konnte ich für keine der handelnden Personen Sympathien entwickeln, geschweige denn, mich mit ihnen identifizieren. Mitfiebern konnte ich trotzdem mit ihnen. Ich habe es genossen, dass in dieser Geschichte nichts ist, wie es scheint. Ein Twist jagt den nächsten. Manchmal sind mir sogar sämtliche Gesichtszüge entgleist.
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GUILTY PLEASURE ist wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen. Der Thriller ist nicht alltäglich. Wer sich mal auf etwas anderes einlassen kann und will, ist hier bestens aufgehoben. Dass es teilweise recht drastisch und auch sehr brutal wird, hat mich nicht gestört. Es gibt aber sogar eine Content-Warnung, was für das Genre ja ziemlich ungewöhnlich ist. Auf jeden Fall ist es kein einfacher Sommer-Sonne-Thriller, wie das Cover vermuten lässt. Dieser Thriller ist anders – und genau das hat mir so gut gefallen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Einfach stark

All your pretty lies. Glaubst du deinen Lügen?
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Eins vorweg: Wie entspannend ist es bitte, einfach mal wieder ein “normales” Buch in der Hand zu halten? ALL YOUR PRETTY LIES von Amy Tintera hat keinen Farbschnitt. Auch das Cover ist nicht übermäßig ...

Eins vorweg: Wie entspannend ist es bitte, einfach mal wieder ein “normales” Buch in der Hand zu halten? ALL YOUR PRETTY LIES von Amy Tintera hat keinen Farbschnitt. Auch das Cover ist nicht übermäßig auffällig gestaltet. Dafür überzeugt dieses in seiner Einfachheit selten gewordene Buch-Exemplar mit Inhalt. Dafür feiere ich es umso mehr. Ich kann dem Thriller nur wünschen, dass er aufgrund fehlender optischer Besonderheiten nicht übersehen wird, denn das hätte er nicht verdient.

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Darum geht’s: Lucy hat einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit. Vieles spricht dafür, dass sie ihre beste Freundin ermordet hat. Hat sie das wirklich? Rund um die Tat klafft in Lucys Kopf eine Erinnerungslücke. Jetzt will der True Crime-Podcaster Ben Licht ins Dunkel bringen…

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Amy Tintera hat bereits mehrere Jugendbücher veröffentlicht. ALL YOUR PRETTY LIES ist ihr erster Thriller für Erwachsene. Und damit legt sich die Autorin die Messlatte für weitere Werke gleich mal unglaublich hoch. Das Buch klang für mich interessant genug, um es lesen zu wollen. Die lobenden Credits im Innenteil habe ich mehr oder weniger ignoriert, weil diese Lobeshymnen doch meist eh nicht stimmen. Ich habe also weitestgehend ohne besondere Erwartungshaltung losgelesen – und konnte dann kaum aufhören. Ja, dieser Thriller ist ein echter Pageturner!

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„Ein Podcaster hat beschlossen, mein Leben zu zerstören, also kaufe ich mir ein Hühnchen“. Das ist der etwas skurrile erste Satz des Buches. Auf jeden Fall hat er seinen Zweck erfüllt und mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Und er gibt so ein bisschen die Marschroute des Buches vor. Schnell habe ich mich hier in den Schreibstil der Autorin verliebt, bei dem so ein leicht schnoddriger Grundton vorherrscht, den ich einfach als herrlich natürlich und leichtgängig empfunden habe. Das hat sich besonders positiv auf die Dialoge ausgewirkt, die mir wie aus dem Leben gegriffen vorkamen. Der schnelle und temporeiche Schlagabtausch zwischen den Personen liest sich wie geschnitten Brot. An dieser Stelle muss dann auch mal Übersetzerin Larissa Bendl namentlich erwähnt werden, die dieses Lesegefühl so super in die deutsche Sprache transportiert hat.

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Die Story entfaltet sich im Wechsel zwischen Passagen aus der Sicht von Protagonistin Lucy und der Niederschrift von Folgen des True Crime-Podcasts „Listen for the lie“. Eine solche Umsetzung glückt nicht immer. Es gibt auch Negativ-Beispiele. Hier passt es aber. Der Handlungsverlauf ist kurzweilig, abwechslungsreich, dynamisch und garantiert dafür, dass man sich in einen Rausch liest. Das Spannungslevel ist genau mein Fall. Es gibt etliche Spuren zu verfolgen und damit verbunden dann auch immer wieder überraschende Wendungen. Die Plot-Twists kommen auch genau an den richtigen Stellen, so dass ich ständig zum Weiterlesen animiert worden bin.

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Fazit: Amy Tintera hat mich mit ihrem Thriller-Debüt ALL YOUR PRETTY LIES komplett überzeugt. Das Buch liest sich schnell, flüssig, locker, spannend und konnte mich zumindest immer wieder überraschen. Die Autorin hat definitiv Potenzial und hoffentlich noch weitere Ideen für ähnlich gute Bücher. Ich würde es ihr und mir als Leserin jedenfalls wünschen und hoffe also, dass da etwas in dieser Qualität nachkommt.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Düsteres Moor

Moorland. Die Zwillinge
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Wer hätte gedacht, dass es zwischen Andreas Winkelmann und mir mal so matchen würde. Seine Thriller lese ich seit ein paar Jahren mit mal etwas mehr, größtenteils insgesamt aber eher normaler Begeisterung. ...

Wer hätte gedacht, dass es zwischen Andreas Winkelmann und mir mal so matchen würde. Seine Thriller lese ich seit ein paar Jahren mit mal etwas mehr, größtenteils insgesamt aber eher normaler Begeisterung. Dann ging auf einmal die Post ab. Winkelmanns Himmelreich-Reihe hat mir zuletzt zwei Highlights im Cozy Crime-Genre beschert. Jetzt startet Winkelmann auch noch eine neue Thriller-Reihe – und die hat natürlich auch sofort meine Neugier geweckt. MOORLAND: DIE ZWILLINGE hat sich direkt mal unglaublich vielversprechend angehört. Trotzdem habe ich versucht, meine sehr hohen Erwartungen etwas zu zügeln, um nicht enttäuscht zu werden. Aber von Enttäuschung konnte bei diesem Reihenauftakt nun wirklich keine Rede sein.
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Darum geht’s: Die Zwillinge Jana und Nike betreiben einen erfolgreichen TikTok-Kanal. Als sie eines abends nicht von einer Fotosession im Moor zurückkehren, wird kurzerhand eine Suchaktion gestartet. Kommissarin Malia Gold, die ihren ersten Arbeitstag in Moorbach hat, wird mit dem Fall gleich ins heiße Wasser geworfen. Und sie muss nicht nur das Geheimnis um die Schwestern klären, sondern sich schneller als ihr lieb ist, auch noch ihrer eigenen Vergangenheit stellen…
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Viele Bücher locken aktuell mit grandioser Aufmachung und enttäuschen dann inhaltlich. Umso schöner, wenn das mal anders ist. Der MOORLAND-Reihenauftakt kann nicht nur mit äußerlichen Werten überzeugen. Winkelmanns Thriller hält, was Titel und Klappentext versprechen. Der Thriller rechtfertigt die grandiose Gestaltung nicht nur, er hat sie sich tatsächlich verdient.
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MOORLAND: DIE ZWILLINGE ist ein Einstieg in eine neue Thrillerserie, wie man ihn sich als Leser*in wünscht. Winkelmann überzeugt hier in allen Belangen. Wie ist das mit dem berühmten ersten Satz in Büchern? Der lautet in diesem Fall: „Der Nebel schluckte alles, aber nicht diese Schreie.“ Oookayyy, gib‘ mir mehr davon! Und Winkelmann? Hat weiter abgeliefert. Allem voran begeistert das titelgebende Setting. Das Moor ist bildhaft und sehr faszinierend beschrieben. Düster, geheimnisvoll und atmosphärisch hat es mich angelockt und verschlungen. Hinzu kommen dann noch sehr interessante und gut gezeichnete Charaktere mit einer ganz besonderen Dynamik untereinander. Und schließlich hat die Story ein Spannungslevel, das sehr hoch ist und sich keine Durchhänger erlaubt. Die Spannung flacht tatsächlich keine Sekunde ab, sondern zieht genau an den richtigen Stellen sogar noch an. Das Finale ist einfach nur rasant. Und wenn wir schon über den ersten Satz geredet haben, lasst uns auch über den letzten sprechen: „Aber eines steht fest: Es geht weiter.“ Ja und keine Frage, dass ich dann wieder dabei bin!
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Fazit: Danke, Andreas Winkelmann für diesen gelungenen Reihenauftakt! MOORLAND: DIE ZWILLINGE ist ein Thriller, der das Prädikat „Pageturner“ verdient, weil er mich von Anfang bis Ende, im Groben wie auch im Detail begeistert hat. Davon möchte ich gerne mehr!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Mega-tolle Fortsetzung

Dorn. Ruf der Toten
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Mit DORN – RUF DER TOTEN setzt Jan Beck seine im vergangenen Jahr angelaufene neue Thriller-Reihe fort. Ich war davon überzeugt, dem Auftaktband bereits die volle Punktzahl gegeben zu haben. Der Blick ...

Mit DORN – RUF DER TOTEN setzt Jan Beck seine im vergangenen Jahr angelaufene neue Thriller-Reihe fort. Ich war davon überzeugt, dem Auftaktband bereits die volle Punktzahl gegeben zu haben. Der Blick zurück hat allerdings gezeigt, dass er von mir doch noch mit leicht vorsichtiger Zurückhaltung und vier Sternen bewertet wurde. Beim zweiten Teil gibt es aber kein Vertun: Jetzt sind die fünf Sterne fällig.
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Jan Beck ist die große Kunst gelungen, eine Fortsetzung zu schreiben, mit der ich nahtlos und ohne zu fremdeln wieder in die Reihe einsteigen konnte. Es kam mir nicht so vor, als wäre ein ganzes Jahr Lesezeit zwischen den beiden Bänden vergangen. Die Tür zum Hotel Dornwald hat sich geöffnet und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Das will schon was heißen!
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Beck steigt direkt mit einer spannenden Szene ins Geschehen ein und hat mich damit sofort gecatcht. Dann bin ich auch direkt wieder bei dem titelgebenden Protagonisten Simon Dorn gelandet. Kurze Kapitel, Orts- und Perspektivwechsel sorgen für Tempo und Abwechslung. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch innerhalb eines einzigen Tages angefangen und ausgelesen.
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Simon Dorn und das heruntergekommene ehemalige Hotel Dornwald sind Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Auch Ermittlerin Lea Wagner mag ich hier wieder sehr. Mein Liebling ist aber diesmal eindeutig Leas Bruder Karl, der von seiner Schwester aus Gründen bei Dorn einquartiert wird und das Leben des Einsiedlers gehörig durcheinanderwirbelt.
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Zur Story möchte ich gar nicht mehr verraten. Lasst euch einfach in die rasante Handlung reinziehen und mitreißen. Der Thriller ist durchweg spannend und hat keinerlei Längen. Am Schluss gibt es noch einen Cliffhanger, der sich gewaschen hat und für erhöhten Puls sorgt. Damit ist klar: Ich kann es kaum erwarten, mit Simon Dorn das nächste Zimmer im Hotel Dornwald zu betreten!

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Heißes Highlight

Firewatch
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FIREWATCH hatte ich zuerst gar nicht zwingend auf meiner Leseliste. Thriller steht auf dem Cover. In anderen Beschreibungen tauchten dann aber noch die Begriffe New Adult + Suspense Romance auf – und die ...

FIREWATCH hatte ich zuerst gar nicht zwingend auf meiner Leseliste. Thriller steht auf dem Cover. In anderen Beschreibungen tauchten dann aber noch die Begriffe New Adult + Suspense Romance auf – und die haben mich tatsächlich eher abgeschreckt. Trotzdem hat mich der Klappentext wiederum neugierig gemacht. Aus dem Bauch heraus habe ich mich schließlich doch für das Buch entschieden. Ich habe ehrlich gesagt nichts Großartiges erwartet und dann ein absolutes Highlight bekommen.
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Darum geht’s: Robin ist sich sicher, dass er den Mörder seines besten Freundes Aaron kennt. Also zeckt er sich an Kian heran, um ihn zu überführen…
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Ich habe vorher schon ein paar sogenannte Romance Suspense-Bücher gelesen und war von ihnen überwiegend enttäuscht. Die Mischung der beiden Genre hat mir in der Umsetzung meist nicht gefallen. Die Spannung kam in den mir bisher bekannten Büchern eindeutig zu kurz, während ich die Romance nicht entsprechend gefühlt habe und deshalb beim Lesen dann ziemlich genervt war. Ganz anders ist das hier bei FIREWATCH von Colin Hadler. Ich habe mit FIREWATCH tatsächlich das erste Romance Suspense-Buch gelesen, dass mir durch und durch gefallen hat - und das so richtig, richtig, richtig gut. Das liegt daran, dass die Spannung hier im Vordergrund steht, ohne die Romance wiederum außer Acht zu lassen. Von der gibt es auch jede Menge. Der Mix ist in diesem Fall aber überaus gelungen. Die Story ist sehr intensiv und Colin Hadler hat sie so unglaublich stark umgesetzt, dass er damit zumindest meinen Geschmack voll und ganz getroffen hat.
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Colin Hadler hat mich mit FIREWATCH in allen Punkten begeistert. Zunächst ist da mal das Setting. Ein Firetower im kalifornischen Nationalpark ist mal eine echte Abwechslung im Vergleich zu den Schauplätzen der meisten anderen Bücher, die aktuell so erscheinen. Außerdem gelingt Hadler mit dem erzähltechnischen Wechsel der Zeitebenen zwischen Damals und Heute ein wirklich genialer Spannungsaufbau. Hinzu kommen noch ein paar mysteriöse Zwischenkapitel, bei denen man nicht weiß, was genau und aus wessen Sicht man überhaupt liest. Das heizt die Spannung noch zusätzlich an – und das bei einem Spannungsbogen der ohnehin durchgehend so straff gespannt ist, dass ich FIREWATCH kaum aus der Hand legen konnte und nahezu an einem Stück regelrecht durchgesuchtet habe.
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Neben fetten Pluspunkten für Setting und Spannung, konnten mich auch die Charaktere überzeugen. Colin Hadler hat mir seine Protagonisten so dermaßen nahegebracht, dass ich mit ihnen gefiebert, gelitten und gefühlt habe. Hier kommt die Romance ins Spiel. Und nicht zu vergessen der Spice – von dem ich in Büchern ja normalerweise nun wirklich kein Freund bin. Für meinen Geschmack dürfen sich Sexszenen gerne hinter verschlossenen Türen abspielen. Ausführliche Beschreibungen geben mir persönlich nichts, so dass ich diese Passagen meist einfach überblättere. Deshalb war es auch für mich selbst absolut überraschend, dass es sich hier mal ganz anders verhalten hat. Es gibt zwei große Spice-Szenen über die ich nicht mal annähernd hinweglesen wollte und die ich sogar genießen konnte. Colin Hadler baut zwischen den Figuren nämlich eine unglaublich prickelnde Tension auf, die sich dann ganz selbstverständlich in Szenen entlädt, die absolut hot sind und die ich einfach nur geliebt habe. Ganz, ganz großes Kompliment also an den Autor, dass er das geschafft hat.
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Was soll ich noch sagen? FIREWATCH steckt voller Geheimnisse, großer Emotionen und nervenzerreißender Spannung. Diese Kombination hat mich atemlos durch die Seiten getrieben. Die Wendungen, die die Geschichte immer wieder nimmt, sind mal sanft, mal actionreich und jedes Mal dermaßen gut und stimmig, dass es einfach Spaß macht, sich von FIREWATCH mitreißen zu lassen. Den Thriller als Suspense-Romance vom Feinsten zu bezeichnen, ist absolut nicht zu hoch gegriffen, sondern vollkommen berechtigt.
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Fazit: Hut ab, Colin Hadler! Du hast mir hier ein Lesehighlight beschert, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte. FIREWATCH hat mir auf beeindruckende Art und Weise den Boden unter den Füßen weggerissen. Der Thriller ist ein spannungsgeladenes Wechselbad der Gefühle und echtes Kopfkino-Material. Ich kann nicht anderes als eine absolute Leseempfehlung mit dem Prädikat Highlight zu vergeben.

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