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Veröffentlicht am 18.03.2026

Veränderungen nach Lebenskrisen

Die Liebe, später
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Die Journalistin Kora und Anselm sind schon lange glücklich verheiratet. Sie führen eine Wochenendehe, denn sie arbeitet in Köln und Anselm in Berlin. Doch Koras Herz-OP stellt alles auf den Kopf. Ihr ...

Die Journalistin Kora und Anselm sind schon lange glücklich verheiratet. Sie führen eine Wochenendehe, denn sie arbeitet in Köln und Anselm in Berlin. Doch Koras Herz-OP stellt alles auf den Kopf. Ihr Arbeitgeber legt ihr nahe, in den Ruhestand zu gehen, und Anselm hat seine Rente beantragt, denn er will die Zeit mit Kora genießen. Aber so viel Nähe ist Kora nicht gewöhnt. Sie nutzt eine Einladung nach München, um ihrem früheren Leben nachzuspüren. Ihre Krankheit hat etwas mit ihr gemacht und sie überlegt, wie ihr Leben gerade verläuft und wie es weitergehen soll.

Eine schwere Krankheit bringt einen Menschen dazu, über sich und das Leben nachzudenken, Bilanz zu ziehen und vielleicht auch einiges neu auszurichten. So ergeht es auch Kora.

Die Autorin Gisela Klönne erzählt authentisch, einfühlsam und bewegend aus der Sicht von Kora. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, denn durch ihre Gedanken und die Rückblenden lernt man sie doch gut kennen. Eigentlich sollte sie mit Anselm besprechen, was in ihr vorgeht. Aber sie muss erst einmal mit sich selbst klarkommen und daher nutzt sie die Reise nach München als eine Flucht, sie kehrt nicht so schnell zurück.

Man sollte Muße haben, wenn man dieses Buch liest, denn es bringt einen immer wieder dazu zu unterbrechen und nachzudenken – über die Geschichte und über sich selbst.

Ich habe Kora bei ihrem Zweifeln und der Suche nach ihrem Weg gerne begleitet. Ein bewegender und emotionaler Roman, den ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Liebe, Freundschaft und dunkle Geheimnisse

Tödliche Freundinnen
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Mel und Chloe waren als Teenager unzertrennlich. Dabei waren sie sehr unterschiedlich, aber sie hielten zusammen wie Pech und Schwefel, auch als vor Jahren der Kleingangster Toby Dunne getötet wurde. Doch ...

Mel und Chloe waren als Teenager unzertrennlich. Dabei waren sie sehr unterschiedlich, aber sie hielten zusammen wie Pech und Schwefel, auch als vor Jahren der Kleingangster Toby Dunne getötet wurde. Doch dann verschwand Chloe eines Tages und nun soll Mel, die als Privatdetektivin arbeitet, Chloe aufspüren und zu ihrer Familie zurückbringen. Die beiden verbindet mehr als eine gemeinsame Vergangenheit. Mel spürt Chloe in den kanadischen Wäldern auf, worüber diese nicht erfreut ist.
Dieser spannende Thriller hat mich gleich gepackt. Abwechseln wird aus der Sicht von Chloe und Mel erzählt und auch die Zeiten wechseln immer wieder.
Mel und Chloe waren seinerzeit ineinander verliebt. Doch dann passiert etwas und sie entwickeln sich auseinander. Mel ist recht verschlossen und wird Privatdetektivin. Chloe verschwindet in die kanadische Wildnis. Mel soll sie finden, aber sie ist nicht die Einzige, die auf der Suche nach Chloe ist, denn auch die Familie von Dunne hat ein besonderes Interesse sie aufzuspüren. Daher wird es gefährlich für die beiden Frauen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Zwischen Mel und Chloe herrscht eine ganz eigene Dynamik.
Ich habe diesen emotionalen, aber auch sehr spannenden Thriller mit vielschichtigen, starken Protagonistinnen gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Mordermittlung während einer Naturkatastrophe

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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In der Grenzregion Karwendel haben Unwetter gewütet. Die Flüsse sind daher über die Ufer getreten und reißen alles mit sich. Es gibt auch vermisste Personen. Dann wird ein Toter gefunden, der aber nicht ...

In der Grenzregion Karwendel haben Unwetter gewütet. Die Flüsse sind daher über die Ufer getreten und reißen alles mit sich. Es gibt auch vermisste Personen. Dann wird ein Toter gefunden, der aber nicht durch das Wasser ums Leben gekommen ist. Alexa Jahn nimmt die Ermittlungen auf und stößt dabei auf eine Tragödie, die vor vielen Jahren begann.

Dieses Buch ist bereits der sechste Band aus der Reihe um das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Es ist ein realistisches Szenario, das die Autorin Anna Schneider in diesem Krimi beschreibt. Es kommt gut rüber, wie bedrohlich das Unwetter und die Überschwemmungen sind. Alle sind auf beiden Seiten der Grenze im Einsatz, auch Chefinspektor Bernhard Krammer, der nach einer Verletzung gerade erst wieder im Einsatz ist. Viele Menschen werden vermisst. Die Einsatzkräfte arbeiten bis zur Erschöpfung und auch viele Freiwillige helfen.

Zwischendurch gibt es Einschübe, die uns an den Gedanken eines Unbekannten teilnehmen lassen und Briefe einer Mutter an ihre Tochter.

Alexa ist nicht glücklich damit, nur Telefonate anzunehmen. Ihr Kollege Florian Huber geht das alles strukturierter an. Nachdem der Tote gefunden wurde, übernimmt Alexa den Fall trotz der schrecklichen Lage. Obwohl Krammer andere Dinge bearbeitet, stoßen sie dann bei ihren Ermittlungen aufeinander. Sie bringen dabei ein als zwanzig Jahre altes Geheimnis zutage.

Im Rahmen dieser Naturkatastrophe kommen Schicksale und Geheimnisse ans Licht, die ohne das Unwetter wohl nicht entdeckt worden wären.

Es gibt unterschiedliche Handlungsstränge und lange habe ich mich gefragt, ob und wie alles zusammenhängt. Es ist erschreckend, welche Abgründe sich da auftun.

Mir hat dieser spannende und packende Krimi sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein eindringlicher Roman

Letzter Akt
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London, 2005: Dora ist Anfang vierzig und eine bekannte Schauspielerin. Nach einer Premiere lernt sie den Maler Victor kennen, der sie nicht kennt. Für Dora scheint es eine Möglichkeit der schwierigen ...

London, 2005: Dora ist Anfang vierzig und eine bekannte Schauspielerin. Nach einer Premiere lernt sie den Maler Victor kennen, der sie nicht kennt. Für Dora scheint es eine Möglichkeit der schwierigen Mutter und der fordernden Agentin zu entkommen. Es entsteht eine Beziehung, in der Dora sich frei fühlt und sie bittet Victor, sie zu portraitieren. Als sie dann das Bild sieht, ist sie fassungslos, denn Erinnerungen, die vergessen schienen, sind wieder da.
Dies ist mein erster Roman des Autors Andreas Schäfer, aber sicherlich nicht der letzte. Der Schreibstil hat mich wirklich überzeugt, er ist ruhig und poetisch. Diese Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen und ist in drei Teile gegliedert.
Dora verlässt nach dem Abitur Frankfurt und zieht nach London. Sie ist zielstrebig und wurde dann zu einer erfolgreichen Schauspielerin. Aber die Bekanntheit hat auch ihren Preis. Es gefällt ihr, dass der unbekannte Maler Victor Hastings sie nicht kennt. Die beiden kommen sich näher und werden ein Paar. Doch das Bild, das er von Dora malt, löst in ihr Erinnerungen aus. Die Protagonisten sind authentisch dargestellt und ich konnte mich in sie einfühlen.
Es geht um Schuld und verdrängte Erinnerung, mit denen man sich auseinandersetzen muss, damit die Geister der Vergangenheit verschwinden können.
Mir hat dieser ruhige, eindringliche Roman sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Spannender Rom-Krimi

Commissario Leone und die Toten von Rom
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Es geht auf das Osterfest zu und auch Commissario Enzo Leone hofft auf ein paar ruhige Tage, doch es kommt anders. Auf dem Cimitero Acattolico per gli Stranieri wurde ein Mann so brutal erschlagen, dass ...

Es geht auf das Osterfest zu und auch Commissario Enzo Leone hofft auf ein paar ruhige Tage, doch es kommt anders. Auf dem Cimitero Acattolico per gli Stranieri wurde ein Mann so brutal erschlagen, dass sein Gesicht unkenntlich geworden ist. Bei dem Toten handelt es sich um den Minister Bruno Scarpa. Die Katzenlady Eleonora Blasi fütterte gerade die Katzen auf dem Friedhof, als die Tat geschah und hat den Täter gesehen, behauptet der Polizei gegenüber aber, dass sie nicht mitbekommen hat. Dann passieren weitere Morde.

Dies ist der dritte Band aus der Reihe um Commissario Enzo Leone. Dieser Kriminalroman liest sich gut und flüssig und ist spannend. Schön ist es auch, dass man beim Lesen noch etwas über die Geschichte Roms erfährt und auch das Privatleben von Leone eine Rolle – wenn auch eine kleine – spielt.

Ein so prominentes Opfer und Leone ist über die Feiertage alleine, da seine Mitarbeiter Ispettore Rossi und Agente Gabriella Lupo Urlaub haben. Doch er kann sich auf seine Mitarbeiter, zu denen auch IT-Forensiker Conte Vanni Amidei gehört, verlassen, denn schnell ist das Team wieder komplett. Sie finden zwar heraus, dass der Minister ein geplantes Bauprojekt ermöglicht, aber dann einen Rückzieher gemacht hat, so dass sein Freund Walter Tamietti viel Geld verloren hat. Aber das bringt die Ermittlungen nicht so recht voran, zumal die Befragten alle etwas zurückhalten. Auch die Witwe Dijana verhält sich sehr eigenartig.

Es scheint einige Verdächtige zu geben, doch niemand kommt für den Mord in Frage. Immer wieder gibt es Wendungen, die auch mich beim Lesen lange im Ungewissen gehalten haben. Doch dann kommt plötzlich der Moment, an dem ein Puzzleteil für ein Gesamtbild sorgt. Der Fall klärt sich dann schlüssig auf.

Mir hat dieser spannende Krimi mit Rom-Atmosphäre gut gefallen.

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