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Nilchen

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Freiheit, die sich anfühlt wie ein Abgrund

Grüne Welle
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Nach einem dieser vertrauten Abende – Kino, Gespräche, ein Stück Normalität – steigt die Frau ins Auto. Der Weg ist bekannt, beinahe automatisiert. Doch dann: eine Umleitung. Eine kleine Verschiebung, ...

Nach einem dieser vertrauten Abende – Kino, Gespräche, ein Stück Normalität – steigt die Frau ins Auto. Der Weg ist bekannt, beinahe automatisiert. Doch dann: eine Umleitung. Eine kleine Verschiebung, kaum der Rede wert – und doch der Anfang von allem. Aus einem simplen Heimweg wird eine Fahrt ins Offene. Aus Abzweigungen werden verpasste Entscheidungen. Aus der Nacht wird ein Raum ohne Rückkehr.
Sie fährt weiter. Und weiter….Die Ampeln bleiben grün, als hätten sie sich gegen sie verschworen oder ihr – ganz leise – einen Ausweg angeboten. Zuhause wartet der Mann, zunehmend unruhig, irritiert von der Abweichung im gewohnten Ablauf. Doch während er versucht, die Kontrolle zu behalten, entgleitet sie ihm Kilometer um Kilometer. Die Nacht dehnt sich, ein neuer Tag bricht an – und mit ihm die Erkenntnis: Vielleicht ist das Weiterfahren kein Zufall. Vielleicht ist es der erste eigene Entschluss seit langer Zeit.
Was sich zunächst wie ein beinahe minimalistischer Plot liest, entfaltet eine enorme innere Wucht. Denn diese Fahrt ist keine Flucht vor der Dunkelheit der Straßen – sondern vor der, die längst in ihr Zuhause eingezogen ist. Zwischen Tankstellenlicht, Landstraßen und flüchtigen Begegnungen tastet sich die Frau durch Erinnerungen, Zweifel und leise, schmerzhafte Einsichten. Und plötzlich wird klar: Die größte Bedrohung sitzt nicht im Schatten der Nacht, sondern in der Enge einer Beziehung, die sie längst verschluckt hat.
Esther Schüttpelz schreibt dabei mit einer fast schon irritierenden Ruhe. Ihr Stil ist reduziert, klar, beinahe kühl – und gerade darin so eindringlich. Sie verzichtet auf große Dramatik und setzt stattdessen auf die Kraft der Wiederholung, auf das leise Drängen von Gedanken, die sich im Kreis bewegen wie das Auto auf der Straße. Dass ihre Figuren namenlos bleiben – die Frau, der Mann, die Freundin – ist kein Zufall, sondern Konzept: Es geht nicht um Einzelschicksale, sondern um Strukturen, um Muster, die erschreckend universell sind.
Besonders bemerkenswert ist die feine Symbolik, die sich durch den gesamten Roman zieht. Die grüne Welle wird zum Sinnbild für das passive Sich-Treiben-Lassen – aber auch für die seltene Chance, einfach weiterzufahren, ohne anzuhalten, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Gleichzeitig liegt in ihr etwas Unheimliches: ein Kontrollverlust, der sich erst wie Freiheit anfühlt und dann wie ein Abgrund.
Atmosphärisch ist dieser Roman dicht und fast körperlich spürbar. Man sitzt mit im Auto, hört das monotone Surren des Motors, spürt die Müdigkeit, die Angst, das leise Aufkeimen von Hoffnung. Die Begegnungen unterwegs wirken wie Spiegel, wie flüchtige Möglichkeiten eines anderen Lebens. Und doch bleibt immer diese Unsicherheit: Ist das hier Aufbruch – oder nur ein weiteres Kreisen?
„Grüne Welle“ ist kein lauter Roman. Er schreit nicht, er klagt nicht an – und trifft gerade deshalb so präzise. Es ist ein Buch über das Verstummen, über das Sich-Verlieren und vielleicht auch über den ersten, zaghaften Versuch, sich selbst wiederzufinden. Die Geschichte bleibt bewusst offen, verweigert einfache Antworten –gut so.
Ein stilles, klug komponiertes Debüt, das unter die Haut geht. Für alle, die Literatur lieben, die zwischen den Zeilen spricht – und dort ihre größte Wahrheit entfaltet.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Wenn Wurzeln wandern – und dennoch bleiben

Ein Ort, der bleibt
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E s beginnt nicht mit einem Ort, sondern mit einem Verlust: Münster, 1933. Eine Tür schließt sich, weil ein Name plötzlich nicht mehr dazugehört. Und während Alfred Heilbronn seine Professur verliert, ...

E s beginnt nicht mit einem Ort, sondern mit einem Verlust: Münster, 1933. Eine Tür schließt sich, weil ein Name plötzlich nicht mehr dazugehört. Und während Alfred Heilbronn seine Professur verliert, beginnt etwas, das sich erst viel später als Anfang begreifen lässt.
Sandra Lüpkes erzählt in Ein Ort, der bleibt keine klassische Exilgeschichte – sie pflanzt sie. Und wie jede Pflanze wächst auch diese Geschichte nicht geradlinig, sondern verzweigt sich, schlägt unerwartete Richtungen ein, treibt neu aus. Zwischen Münster und Istanbul, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen drei Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise versuchen, sich selbst zu verorten.
Magda trägt Samen im Gepäck – nicht nur botanische, sondern auch Erinnerungen, Hoffnungen, vielleicht sogar ein Stück Trotz. Ihre Reise nach Istanbul fühlt sich nicht wie ein Neuanfang an, sondern wie ein vorsichtiges Weiteratmen. Und doch entsteht am Bosporus etwas, das größer ist als Exil: ein Ort, an dem Wissen, Sehnsucht und Überleben ineinander verwurzeln.
Besonders leuchtet für mich Mehpare. Inmitten von Pflanzen, die katalogisiert, benannt und verstanden werden, bleibt ausgerechnet das eigene Innenleben ein Rätsel. Ihre Geschichte hat eine leise Wucht – sie erzählt von Verlust, von Unsichtbarkeit, aber auch von dem Moment, in dem man gezwungen ist, sich selbst zu begegnen. Es ist diese feine psychologische Tiefe, die Lüpkes Figuren nicht nur lebendig, sondern spürbar macht.
Und dann ist da Imke, Jahrzehnte später – eine Frau, die glaubt, einen Ort analysieren zu können, ohne zu ahnen, dass dieser Ort längst begonnen hat, sie zu verändern. Hier zeigt sich die große Stärke des Romans: Zeit ist kein linearer Verlauf, sondern ein Geflecht. Entscheidungen, die einst aus Not getroffen wurden, wirken nach – in Landschaften, in Biografien, in Fragen, die nie ganz verschwinden.
Was mich besonders fasziniert hat, ist die Verbindung von Botanik und Biografie. Pflanzen werden hier nicht zur Kulisse, sondern zur Sprache: für Migration, Anpassung, Widerstand. Was bedeutet es, Wurzeln zu schlagen – wenn der Boden fremd ist? Und ist Heimat ein Ort oder ein Prozess?
Dabei schwingt stets eine leise historische Erkenntnis mit, die mich wirklich überrascht hat: die Rolle der Türkei als Zufluchtsort für verfolgte Wissenschaftler:innen. Lüpkes gelingt es, dieses Kapitel nicht trocken zu erzählen, sondern es mit Leben zu füllen – mit Gerüchen, Stimmen, Beziehungen. Istanbul wird dabei mehr als nur Schauplatz: eine vibrierende, widersprüchliche, zutiefst menschliche Stadt.
Dieser Roman ist kein reines Wohlfühlbuch – und genau das macht ihn so besonders. Er fordert, berührt und bleibt. Wie ein Garten, den man einmal betreten hat und dessen Wege man im Kopf weitergeht.
Oder anders gesagt: Ein Ort, der bleibt ist kein Ort. Es ist ein Gefühl, das Wurzeln schlägt, lange nachdem man die letzte Seite gelesen hat!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Wie klärt man einen Mord, wenn man selbst das Opfer ist?

Noch fünf Tage
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Manchmal reicht ein einziger Abend, um ein ganzes Leben aus der Bahn zu werfen. Für Lis beginnt alles mit einem luxuriösen Silvesterdinner in Davos – und endet mit einer Diagnose, die kaum brutaler sein ...

Manchmal reicht ein einziger Abend, um ein ganzes Leben aus der Bahn zu werfen. Für Lis beginnt alles mit einem luxuriösen Silvesterdinner in Davos – und endet mit einer Diagnose, die kaum brutaler sein könnte: Vergiftung. Radioaktives Polonium. Fünf Tage bis zum sicheren Tod.
Helena Falke nimmt ihre Leser:innen in „Noch fünf Tage“ mit in einen Thriller, der nicht von Verfolgungsjagden lebt, sondern von Zeitdruck – und zwar einem gnadenlosen. Die Milliardärsfamilie Harman ist nach dem Festmahl tot, das Lis als exklusive Köchin für sie zubereitet hat. Sie selbst hat nur eine geringere Dosis des Gifts abbekommen. Genug, um noch wenige Tage zu leben. Genug Zeit, um herauszufinden, was wirklich passiert ist.
Der Roman entfaltet seine Spannung aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Lis erzählt ihre Geschichte selbst. Vom Krankenhausbett in einer luxuriösen Klinik aus versucht sie, die Ereignisse der Silvesternacht zu rekonstruieren. Gleichzeitig muss sie sich mit einer viel größeren Frage auseinandersetzen: Wie verabschiedet man sich von seinem Leben – und vor allem von seiner Tochter?
Gerade dieser Aufbau macht den Thriller so intensiv. Statt klassischer Kapitel strukturiert Falke die Handlung mit Tages- und Uhrzeitangaben, die wie ein Countdown wirken. Beim Lesen hört man förmlich die Sekunden ticken. Jede Szene fühlt sich an wie ein kleiner Wettlauf gegen die Zeit – und gegen Lis’ schwindende Kräfte.
Auch stilistisch hat das Buch eine eigene Dynamik. Die Ich-Perspektive zieht einen unmittelbar in Lis’ Gedankenwelt hinein. Ihre Erinnerungen, Zweifel und Vermutungen wirken fast tagebuchartig – fragmentarisch, manchmal sprunghaft, aber gerade dadurch sehr nahbar. Rückblicke auf ihre Karriere in einer Londoner Spitzenküche oder ihre Zeit mit der Familie Harman fügen sich nach und nach zu einem größeren Bild zusammen. Stück für Stück entstehen Hinweise, Motive und Verdachtsmomente.
Besonders faszinierend fand ich die vielen kulinarischen Details. Falke beschreibt Lis’ Arbeit als Spitzenköchin so lebendig, dass man beim Lesen fast den Duft der Gerichte wahrnehmen kann. Diese luxuriöse Welt der Sterneküche und der Superreichen bildet einen starken Kontrast zur beklemmenden Situation im Krankenhaus, in der Lis versucht, ihr Leben zu ordnen.
Doch der Roman lebt nicht nur von Spannung. Er hat auch eine sehr emotionale Seite. Lis ist nicht nur Verdächtige und Ermittlerin in eigener Sache – sie ist vor allem Mutter. Die Szenen mit ihrer Tochter Cosima gehören zu den berührendsten Momenten des Buches und geben dem Thriller eine Tiefe, die über die reine Krimihandlung hinausgeht.
So entsteht eine Geschichte, die gleichzeitig rasant und nachdenklich ist. Ein Thriller, der fragt: Was bleibt von einem Menschen, wenn seine Zeit abläuft – und was ist man bereit zu tun, um die Wahrheit noch ans Licht zu bringen?
„Noch fünf Tage“ ist ein ungewöhnlicher, temporeicher Thriller mit einem cleveren Aufbau, einer starken Hauptfigur und einem Countdown, der einen bis zur letzten Seite unter Spannung hält. Ein Buch, das man nicht nur liest – man zählt die Stunden mit.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Old white man in live

Können Sie mich sehen?
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Wer Stromberg schaut und The Office geliebt hat, war und ist mit Sicherheit ein Fan von den Business Class Geschichten von Martin Suter! Ich habe sie alle gelesen und auf Grund meines Bürojobs, erkenne ...

Wer Stromberg schaut und The Office geliebt hat, war und ist mit Sicherheit ein Fan von den Business Class Geschichten von Martin Suter! Ich habe sie alle gelesen und auf Grund meines Bürojobs, erkenne ich da abstrakt gewisse Parallelen. Nun haben wir 2025 und eigentlich könnte man denken: Das was der Suter da schreibt, dieses viele heteronormative Zeug kann gar nicht mehr aktuell sein. Traurig, aber wahr: doch. Durch die Rollerückwärts ist es aktueller den je. Und er legt mal wieder nach mit „Können Sie mich sehen? – Die Business Class im Homeoffice.
Wer mit Abstand und etwas Amüsement auf die Herren in den Chefetagen schaut, kommt hier wieder auf seine Kosten. Was hier allerdings irreführend ist, ist die einordnende Unterschrift, die meint hier hauptsächlich über Homeoffice Geschichten zu lesen. Mit Nichten, die erste findet sich auf Seite 95 von insgesamt knapp 200 Seiten. Aber ich finde das nicht dramatisch, so lange es unterhält ist mir egal ob Home Office oder Eckbüro. Letzte Anmerkung zum Homeoffice, hier scheint mir Martin Suter, selbst während Corona, wo vereinzelte Geschichten spielen, technisch nicht ganz mit allem vertraut zu sein was schon damals verfügbar war, aber das ist nebensächlich.
Kurze Geschichten mit heiterer Pointe auf Kosten deren die es immer ein wenig besser haben als der Rest. Ein gutes Geschenk für Männer, die das Lesen nicht in ihren Hobbies führen und gerne mit dem wohlwollenden Hinweis, dass Lesen empathischer macht!

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Kann Liebe mit 65 noch einmal ganz von vorne beginnen?

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Man sitzt mit Erika in diesem Restaurant in Triest – letzter Abend im Urlaub, warmes Licht, vielleicht ein Glas Wein auf dem Tisch. Und dann sagt Jan diesen einen Satz, der alles verschiebt. Ab da fühlt ...

Man sitzt mit Erika in diesem Restaurant in Triest – letzter Abend im Urlaub, warmes Licht, vielleicht ein Glas Wein auf dem Tisch. Und dann sagt Jan diesen einen Satz, der alles verschiebt. Ab da fühlt sich dieser Roman an wie ein inneres Beben, das nicht mehr aufhört.

In Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen geht es nicht um eine klassische Affärenstory. Eigentlich geht es um etwas viel Intimeres: um Fragen, die man sich stellt, wenn ein langes gemeinsames Leben plötzlich Risse bekommt – und wenn der eigene Körper, die Zeit und die Liebe sich verändern.

Erika und Jan sind seit Jahrzehnten ein Paar. Sie haben gemeinsam gelebt, gestritten, geliebt, einen Sohn großgezogen. Doch körperliche Nähe gibt es schon lange nicht mehr – zumindest nicht zwischen ihnen. Während Erika sich immer noch nach Berührung und Sinnlichkeit sehnt, gesteht Jan, dass er seit längerer Zeit eine Beziehung zu einer jüngeren Frau hat. Und plötzlich steht Erika auf der anderen Seite der Geschichte: dort, wo Schmerz, Wut und eine ganze Flut von Fragen warten.

Was diesen Roman so besonders macht, ist der Blick nach innen. Die Geschichte wird komplett aus Erikas Perspektive erzählt – und man ist wirklich in ihrem Kopf. Ihre Gedanken springen, zweifeln, erinnern sich, drehen sich im Kreis, gehen zurück zum Anfang der Beziehung, zu ihrem eigenen Seitensprung vor vielen Jahren, zu all dem, was zwischen ihnen passiert ist. Das Buch fühlt sich dadurch weniger wie ein klassischer Roman an, sondern eher wie ein ehrliches Nachdenken über Liebe, Verletzung, Alter und Selbstwert.

Der Schreibstil ist dabei erstaunlich offen und direkt. Mühleisen scheut sich nicht, über Sexualität, Körperlichkeit und Begehren im Alter zu schreiben – und das manchmal sogar mit einer leichten, fast humorvollen Note. Gerade diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und trockenem Witz macht den Text lebendig. Es gibt Stellen, die sehr schonungslos sind, besonders wenn Erika sich vorstellt, wie Jan mit der anderen Frau intim war. Und dann wieder Passagen, in denen man schmunzeln muss, weil die Beobachtungen so klug und menschlich sind.

Sprachlich ist der Roman ruhig, aber emotional dicht. Die relativ kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer weiterliest – fast wie bei einem Gedankenstrom, der nicht abbrechen will. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich schnell durch die knapp 200 Seiten geflogen. Es ist kein großes, dramatisches Erzählen, sondern eher ein feines, genaues Sezieren einer Beziehung.

Und trotzdem: leicht ist dieses Buch nicht. Es stellt unangenehme Fragen. Zum Beispiel: Was bleibt von einer Beziehung nach Jahrzehnten? Und wer bin ich noch, wenn der Mensch, der mich lange begleitet hat, plötzlich woanders hinschaut? Besonders berührend fand ich, wie stark hier auch das Thema Alter mitschwingt – diese leise Angst, vielleicht nicht mehr begehrenswert zu sein, und gleichzeitig der Wunsch nach Nähe, der überhaupt nicht verschwunden ist.

Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass viele Menschen sich in Erika wiederfinden könnten – nicht unbedingt in der gleichen Situation, aber in diesen Gedanken über Liebe, Zweifel und Lebenswege. Es ist kein Roman, der große Lösungen präsentiert. Eher einer, der Raum gibt zum Nachdenken.

Für mich war das eine kluge, ehrliche und überraschend unterhaltsame Lektüre über Beziehungen jenseits der typischen Liebesroman-Klischees. Vielleicht kein Buch, das komplett neue Erkenntnisse liefert – aber eines, das einen sehr still und nachhaltig zum eigenen Leben zurückschauen lässt. Und manchmal ist genau das ja das Wertvollste.

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