Gelb für Kinder, weiß für die Eltern
Ups, ich bin wütendKinder durch die Wut zu begleiten kann manchmal ganz schön nervenaufreibend sein- und das gilt für beide Seiten. Denn Kinder machen das nicht absichtlich und sind in diesen Momenten einfach genauso überfordert, ...
Kinder durch die Wut zu begleiten kann manchmal ganz schön nervenaufreibend sein- und das gilt für beide Seiten. Denn Kinder machen das nicht absichtlich und sind in diesen Momenten einfach genauso überfordert, wie wir. Und dann braucht es nicht viel und eine Situation eskaliert.
Dies verdeutlicht auch die Geschichte, die Mattis in seinem normalen Alltag mit samt den typischen Wut-Auslösern zeigt, recht schön. Anders als wir können Kinder sich noch nicht selbst regulieren. Die kindliche Wut ist normal und okay. Und es liegt an uns damit adäquat umzugehen. Nur wie?
Während Kinder dank Mattis‘ Geschichte (gelb hinterlegt) beginnen die eigene Wut zu verstehen, steht der auf weißem Papier gedruckte Ratgeberteil uns Erwachsenen mit zahlreichen Informationen und hilfreichen Tipps zu Seite. Beide Teile des Buchs wurden aber auch sehr durchdacht miteinander verbunden. Die Geschichte verweist immer wieder durch grüne Punkt-Markierungen auf die entsprechenden Elternseiten. Beim Vorlesen stören diese Markierungen nicht, aber ich empfehle dringend, zumindest diese Punkte bereits vorab einmal alleine zu lesen. Erst dadurch entfaltet sich das Potential des Buches richtig. Denn dann beginnt man während des Vorlesens die Handlung zu reflektieren und kann auch noch dank der enthaltenen Gesprächsimpulse richtig toll aufs Kind eingehen, Fragen stellen und sich austauschen. Es ist die beste Gelegenheit auch mal die kindliche Sicht auf die Dinge zu erfahren. Das kann ungemein hilfreich sein und die Bindung zum eigenen Kind sogar noch stärken. Man kämpft dann nicht mehr gegeneinander, sondern beginnt Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern. Diese Haltung allein kann schon vieles ändern. Wobei das Buch NICHT darauf abzielt das Kind in die Pflicht zu nehmen, sondern viel mehr auf elterliches Verständnis baut.
Ich, für meinen Teil, finde dieses Konzept einfach großartig!