Profilbild von Luna0501

Luna0501

Lesejury Star
offline

Luna0501 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Luna0501 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2017

Der Starschauspieler und das taube Schriftstellermädchen – ein modernes Märchen

Among the Stars
0


Elise ist gehörlos. Ein schlimmer Unfall nahm ihr diesen Sinn und zeichnete sie fürs Leben. Um in dieser düsteren Zeit ins Leben zurück zu finden, fing sie an zu schreiben und ist nun mit ihren 19 Jahren ...


Elise ist gehörlos. Ein schlimmer Unfall nahm ihr diesen Sinn und zeichnete sie fürs Leben. Um in dieser düsteren Zeit ins Leben zurück zu finden, fing sie an zu schreiben und ist nun mit ihren 19 Jahren die bekannte Autorin der „Viking Moon Reihe“. Als diese plötzlich verfilmt werden soll, kommt Elise in Bedrängnis, denn das Foto auf dem Rücken der Bücher ist nicht ihr eigenes…

Elise ist eine wundervolle und sympathische junge Frau. Aber sie ist verdammt unsicher. Natürlich kann man das aufgrund der Gegebenheiten gut verstehen, – sie wirkt dadurch sehr authentisch – dass ihre Unsicherheit aber bis zu 85 % des Buches einnimmt, ist schade. Ich sehe bei ihr nur minimale Hüpferchen in der Entwicklung und das hat mich bis zum Ende des Buches doch etwas gestört.

>> „Wir bekommen nicht allzu viele Chancen, unser Leben zu leben. Sorg dafür, dass das Leben, dass du führst, dein eigenes ist.“ << (S. 349)

Gavin wirkt für mich eigentlich sehr bodenständig und sympathisch. Er ist freundlich, sehr empathisch und attraktiv. Aber, auch wenn er selbst sein schlimmes Ereignis in der Vergangenheit hatte, ist mir Gavin einfach ein bisschen zu flach. Er lässt sich leicht manipulieren und steht dann nicht so ganz überzeugend zu seinem Wandel ein. Ich finde ihn einfach nicht greifbar genug.

Die Nebencharaktere fand ich super sympathisch. Jin, Reggie und der Cowboy waren so coole und vielfältige Persönlichkeiten. Sie haben sehr reife und auch kluge Züge an sich und ich habe sie sehr geschätzt. Veronica ist wirklich eine furchtbare Person. Ich muss aber gestehen, dass ich es schade fand, dass sich die letzte Situation nicht unbedingt geklärt hat und sie einfach verschwunden ist.


Die Schreibweise von Samantha Joyce finde ich angenehm leicht und flüssig. Ich bin über die Seiten geflogen und konnte mich ganz gut in die Handlung vertiefen.“Among the stars“ wurde aus der Sicht von Elise geschrieben und ist ein Einzelband.

Es ist eine super süsse Geschichte für Zwischendurch und wenn man nicht all zuviel erwartet, kann die Geschichte verzaubern. Mir persönlich fehlte einfach das gewisse Etwas. Was ich allerdings wirklich toll fand war die Botschaft, dass man sich selbst annehmen und lieben muss, wie man ist und das es nicht die Meinung der anderen ist, die zählt, sondern nur die eigene – und wenn doch, höchstens die von Familie und Freunden.

Die Handlung erschloss sich mir recht schnell, was nicht allzu schlimm war, da ich nach dem Klappentext wusste, was ich bekomme, und mich auch auf das Buch gefreut habe, aber ein paar Überraschungen wären schön gewesen. Was mir aber wirklich nicht gefallen hat, war dieses Hin und Her im letzten Drittel. Es war einfach einmal zu viel Zögern und doch wieder Umkehren – anstatt zu kommunizieren. Das ging mir dann langsam auf die Nerven, da Elise vorher schon eine wichtige Erkenntnis erlangt hatte, sollte es doch logisch sein, was sie zu tun hatte, aber nein. Es musste nochmal raus gezogen werden. Ich hab in dem Moment festgestellt, dass ihre Entwicklung im Buch so minimal war, dass ich enttäuscht war. Es fehlte an Reife und auch etwas Temperament, um ihr die neue Überzeugung auch wirklich zu glauben.

Emotional spürte man die Verzweiflung und auch das süsse Knistern der Liebesgeschichte, ihre Traurigkeit und die Schwere der Schuld. Da konnte mich die Autorin schon mehr überzeugen.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Allein deswegen war ich auf das Buch aufmerksam geworden.

Wer eine leichte Liebesgeschichte mit etwas Dramatik, aber eher einfach gestrickt sucht, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Hm

Loki − Her Twisted Heart
0

Ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht von „Loki − Her Twisted Heart“. Die Idee an sich war interessant: Harlow, eine junge Agraia (Kriegerin unter der Göttin Artemis), die Tochter einer Verräterin ...

Ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht von „Loki − Her Twisted Heart“. Die Idee an sich war interessant: Harlow, eine junge Agraia (Kriegerin unter der Göttin Artemis), die Tochter einer Verräterin und eines Gottes, gehasst von allen, bis auf ihre beste Freundin Ezra. Harlow hasst ihr Dasein als Agraia, zu einem Leben ohne Liebe und Freiheit verdammt, nur um die Magie der Göttin zu erhalten. Doch ihre Fähigkeiten sind eher… unterentwickelt, außer einer schnellen Heilung, die aber kaum zum Einsatz kommt. Es ist ein öder Trott, trainieren ohne jemals zu kämpfen, und Harlow sehnt sich nach mehr.

Das Setting ist atmosphärisch und die Chemie zwischen den Charakteren ist okay. Aber leider war die Story für mich ziemlich vorhersehbar und teilweise einfach langweilig.

Der emotionale Verlauf des Buches fühlte sich für mich wie ein bekanntes Muster an – Loki gewinnt Harlows Vertrauen, nur um es am Ende auf eine Weise zu brechen, die ich schon von weitem kommen sah. Die Überraschung, die ich erwartet hatte, blieb leider aus.

Was mich auch ein bisschen gestört hat, ist die Stimme von Peter Lontzek als Loki. Ich bin ein großer Fan von Tom Hiddleston und seiner deutschen Stimme, und Herr Lontzek hat mich einfach nicht überzeugen können. Er klang nicht wie die Stimme, die ich im Kopf hatte, und es hat mich etwas irritiert und dann aus der Geschichte gerissen.

Schade, dass es nicht mehr Loki-Sichtkapitel gab, vielleicht hätte das geholfen.Auf der anderen Seite war die Stimme von Rebecca Veil als Harlow ein Highlight! Sie hat Harlow wirklich toll verkörpert, emotional und spannend erzählt und mich in die Geschichte gezogen.

Trotz allem gibt es ein paar Dinge, die mich an dem Buch gereizt haben. Das Setting ist wirklich atmosphärisch und die Idee an sich ist interessant. Wenn du ein Fan von Romantasy und Loki bist, könnte es vielleicht was für dich sein. Aber für mich war es leider nicht das Highlight des Jahres. Das Setting und die Idee waren cool, aber leider nicht genug, um mich wirklich zu überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2025

Schwierig

Ember King
0

Phuuu. Was war das denn? Ich hatte mich so auf das Ende gefreut und muss jetzt gestehen, enttäuscht zu sein. Positiv war, die zu Anfang noch relativ starke Yessa. Sie hatte meinen Respekt für das, was ...

Phuuu. Was war das denn? Ich hatte mich so auf das Ende gefreut und muss jetzt gestehen, enttäuscht zu sein. Positiv war, die zu Anfang noch relativ starke Yessa. Sie hatte meinen Respekt für das, was sie aushalten musste. Und es ist auch nicht so, dass ich den Cassim nicht auch schenken würde. Ich verstehe natürlich, warum sein Verhalten so sein musste und das er nach dieser heftigen Tortur mit Irving mentale, wie auch körperliche Schäden davon tragen würde. Was das Ganze sicher für ihn extrem schwer zu verdauen gemacht hat.

Aber ganz ehrlich? Wenn ich ein Buch hören muss, das zu 75% aus Selbszweifeln besteht, ausschließlich jede Sache, die sie anpacken schief geht und das zu noch größeren Zweifeln und Gedankenmonologen, das man doch so unwürdig ist, führt, macht das keinen Spaß mehr. Es war so anstrengend und wenig emotional oder mitreißend. Und das Ende war für mich dann leider auch noch extrem vorhersehbar. Was schade ist. Denn Band 1 war so richtig genial und dann flaute es von Teil zu Teil einfach ab.

Leonie Landa und Sven Macht sind großartige Sprecher und sie haben auch hier einen tollen Job gemacht. Sie gaben den Protagonisten eine Stimme, wie die Autorin es vor schrieb und ich kann sie absolut dafür bewundern, wie gut sie das gesprochen haben. Ich würde immer wieder zu einem Hörbuch mit beiden greifen, nur vielleicht nicht mehr unbedingt im Kombination mit der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Tolles Setting

Fantastische Weihnachten in Snow Falls
0

Bianca Aschenbrenner nimmt uns in ihrem Adventskalender-Buch mit zu den Bären in Snow Falls. Ich war schon super gespannt auf die eingefleischter Gemeinde und bin nun überrascht von ihrer Warmherzigkeit.

10 ...

Bianca Aschenbrenner nimmt uns in ihrem Adventskalender-Buch mit zu den Bären in Snow Falls. Ich war schon super gespannt auf die eingefleischter Gemeinde und bin nun überrascht von ihrer Warmherzigkeit.

10 Jahre hat es gedauert, bis Maron seinen Weg zurück nach Snow Falls und somit das Revier der Bären findet. 10 Jahre gab es keinen Kontakt, keine Gedanken an seine Aufgabe, sein Erbe. Doch nun ist er wieder da und versucht die Wellen zu glätten…

Als Kaya auf den attraktiven Bärenwandler trifft, der so lange weg war, könnte die Situation nicht verrückter sein, doch die junge Frau ist sowas von tough, stark und frech, das sie das wenig kümmert und ich gut unterhalten wurde. Es knistert zwischen den Zwei und es finden sich schnell Gemeinsamkeiten, die dem Leser aufgezeigt werden – man merkt, das sie gut zusammen passen. Freiwillig und nicht wie.. Naja lest selbst.

Generell ist die Story der Bärenwandler spannend gehalten. Es gibt ein oder zwei Nebenstränge, die sowohl spannend, als auch gefährlich sind. Das Setting ist malerisch beschrieben und ich mag die Gemeinde der Bären – sie ist heimelig und überraschend aufgeschlossen.

Was mich persönlich nicht so richtig überzeugen konnte, war die Lovestory. Es gibt schon ein zwei süsse Szenen, aber das Körperliche hat mich hier viel zu schnell überrumpelt und dann wurde nur im Nebensatz erwähnt, das da eine körperliche Beziehung läuft. Es gab keine richtige emotionale Bindung in meinen Augen, auch der Stand des Ganzen wurde mal ganz schnell nebenbei geklärt und ich hab das leider nicht nachvollziehen können. Auch Fragen, die sich Maron betreffend seiner eigentlich vorher geplanten Rückkehr stellen sollte, oder generell wie er plötzlich zu Gefühlen für Kaya kommt, oder ob er überhaupt schon mal daran gedacht hat, wieder in Snow Falls leben zu wollen, wo er doch damals so schnell weg wollte – davon wurde nichts aufgeworfen oder beantwortet. Mir fehlte da einfach die Tiefe und auch die logischen Gedanken des Protagonisten. Auch bei Kaya, aber lasst mich hier nicht zu viel verraten.

Im Großen und Ganzen ist es eine atmosphärische, süsse Story mit kleineren weihnachtlichen Elementen, schönen Szenen, was einfach diesen Zusammenhalt und die Gemeinschaft angeht. Für Zwischendurch kann ich euch das Buch auch gut empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2025

Toller Schreibstil

Fantastische Weihnachten in Snow Falls: Drachenfunkeln
0

Es ist mal wieder so weit und die Adventskalender in Snow Falls gehen weiter. Begonnen habe ich mit dem Neuzugang Angeline Bailey und ihrem „Drachenfunkeln“. Wie ihr schon vermutet habt, ist es Kenneth, ...

Es ist mal wieder so weit und die Adventskalender in Snow Falls gehen weiter. Begonnen habe ich mit dem Neuzugang Angeline Bailey und ihrem „Drachenfunkeln“. Wie ihr schon vermutet habt, ist es Kenneth, ein Drachenwandler, der dringend ein neues Zuhause sucht. Warum und weshalb, müsst ihr selbst lesen, aber dem Teil der Geschichte fand ich unfassbar tragisch und es hat mich emotional sehr getroffen.

Kenneth ist ein ausdrucksstarker, total attraktiver Mann und ich finde sein Wesen spiegelt total gut seine Gestaltwandlerform, denn er ist charismatisch, verspielt, sexy und sehr stark in seiner Präsenz. Allerdings hat Kenneth auch eine total herzerwärmende, liebevollen Seite und ich fand ihn wirklich sehr sympathisch.

Dahingehen ist Audrey ganz anders. Extrovertiert, irgendwie immer noch etwas kindisch und dickköpfig, selbstbewusst und mit einer tief verletzen Seele. Aber Audrey will sich auch nicht helfen lassen, muss immer mit ihrer trotzigen Art direkt durch die Wand, und das war nicht so mein Fall. Sie wirkt ihrem Alter entgegen nicht so reif und hat damit auch etwas zu kämpfen.

Allerdings habe ich ein wenig Probleme mit der Art zu erzählen von Angeline Bailey. Ich mag ihre Wortgewandtheit und den flüssigen Stil. Das ist wirklich toll zu lesen und ich bin über die Seiten geflogen. Aber mir persönlich wird der Fokus zum Teil falsch gelegt. Wichtige Gespräche werden nur in ein paar Nebensätzen abgehandelt, wie z. B. das Gespräch unter den Schwestern. Dafür wird ein anderes Gespräch mehrmals aufgerollt und hier hätte ich mir eher einen Zeitraffer gewünscht. Die Entwicklung der Charaktere fiel damit irgendwie weg, was schade war.

Was mich aber am allermeisten gestört hat, war die fehlende Emotion. Der erste Kuss läuft trotz einer Ich-Erzählersicht total seltsam von außen gesehen ab und das auch noch ganz ohne beschriebene Emotionen oder kleine, liebevolle Details in dem Moment. Und so geht das leider auch weiter. Ich fand es so schade, das nicht richtig gezeigt wird, wie sie Dates haben oder keine liebevolle Nachrichten den ganzen Tag über schreiben. Das wird nur in einem Nebensatz erzählt und ich hab mich sehr gewundert wo plötzlich diese Nähe und Vertrautheit, wie auch die Liebe her kommt. Ich habe mich immer außen vor gefühlt und mich nicht hinein versetzen können.

Trotzdem schaffte es Angeline Bailey mich an der Geschichte zu halten, da die die Sachen, die mit den Protagonisten in der Vergangenheit passiert sind, interessant und spannend sind. Und eine Emotion spürt man absolut: Die Anziehungskraft! Also das Knistern und die heißen Blicke zu Beginn, ihre kleinen witzigen Dialoge und das freche Necken ist heiß und brennt fast die Geschichte ab.

Für mich persönlich ein Buch, das noch mehr hätte sein können, aber mich so weder in Weihnachtsstimmung noch in emotional kitschige Gefühle gebracht hat und so etwas wünsche ich mir bei einem Buch für die Weihnachtszeit schon irgendwie. Empfehlenswert als kleiner Adventskalender ist die Geschichte dennoch und ich bin froh sie gelesen zu haben. Snow Falls und das Setting ist einfach wundervoll und ich finde Angeline Bailey passt mit ihren Drachen ganz wundervoll hinein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere